Eine Königin, deren Mann vor langer Zeit gestorben ist, schickt ihre
einzige Tochter weit fort zur Hochzeit mit einem Königssohn.
- Sie gibt ihr eine Magd mit, ein sprechendes Pferd namens Falada und als Reisetalisman ein Tuch mit drei Tropfen von ihrem Blut.
- Die Tochter verliert dieses Tuch aber, als sie sich über einen Bach beugen muss, weil die Magd sich weigert, ihr mit dem goldenen Becher Wasser zu reichen.
Die Magd zwingt die Prinzessin sogar, die Pferde und Kleider zu
tauschen und lässt sie anschließend schwören, keinem Menschen davon zu
erzählen.
- All das duldet die Prinzessin demütig.
- Als sie in vertauschten Rollen beim Schloss ankommen, empfängt der Prinz die Magd als seine Braut, und der alte König schickt die Königstochter mit einem kleinen Jungen namens Kürdchen zum Gänsehüten.
- Dort spricht die Prinzessin jedes Mal im Vorbeigehen mit dem Pferdekopf, der sie mit "Jungfer Königin" anspricht.
- Auf der Gänsewiese öffnet sie ihre goldglänzende Haare, um sie neu zu flechten, und Kürdchen versucht, ihr ein paar Haare auszuraufen.
- Er muss ihm nachlaufen, und bis er zurückkommt, ist sie mit der Frisur fertig.
Kürdchen beschwert sich beim König, und der beobachtet die beiden nun heimlich am folgenden Tag, findet auch alles wie von Kürdchen berichtet.
- Am Abend nimmt er die Königstochter beiseite und verlangt eine Erklärung.
- Aber sie weigert sich zu sprechen mit Hinweis auf den geleisteten Schwur.
Da lässt der
König sie dem Ofen ihr Leid klagen und belauscht sie dabei unbemerkt.
- Der Königssohn erfährt die Wahrheit.
- Der König lässt die falsche Braut ihr eigenes Urteil sprechen, und sie wird in einem mit Nägeln beschlagenen Fass zu Tode geschleift.
Eine prächtige Hochzeit wird
gefeiert.
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