Um 7:30 im Bett, auf dem morgendlichen Heimweg ZP und TB getroffen, waren auf dem Weg nach Brüssel
Sonntag, 2. September 2007
Studentendorffete 2007
Um 7:30 im Bett, auf dem morgendlichen Heimweg ZP und TB getroffen, waren auf dem Weg nach Brüssel
Ein weiterer Kuriertag
Hans Küng trifft Bischöfin Margot Käßmann
Themen: Islam - gemeinsamer Ethos von Religionen bilden, so dass man sich nicht immer gegenseitig bekämpft - Konflikte endlich mal auflösen und nicht immer ständig neu schüren - eigenes Glaubensbekenntnis nicht schwammig vor anderen definieren - Aktualität der 10 Gebote - zuviel Selbstbeschäftigung der Kirche mit sich selber - Rückgang der Kirchenmitglieder in Deutschland, aber ein Wachsen weltweit, besonders der Charismatischen und Pfingstkirche, siehe z.B Brasilien - Rat der Evangelischen Kirche - Standards wieder für Kinder und Jugendliche erzeugen, an die sich orientieren können - jede Religion sollte auf sich selber schauen und mit Gläubigen anderer Religionen kooperieren - Spiritualität im Alltagsleben - wie kann man der weltweit zunehmenden Spirale der Gewalt begegnen und lösen ?
..will die Kirche in der jetzigen Form in Deutschland überhaupt noch überleben, muss sie sich viel viel viel viel eindeutiger hinter alle Menschen stellen, die sich von Politik und Wirtschaft verarscht und ausgenutzt vorkommen...von guten Worten alleine kann man sich und seine Familie nicht ernähren !!! Die Träger und Verantwortlichen der Kirche sind in die Pflicht genommen: wir leben in der Modernen mit einer viel zu hohen Rückfallquote in die Unmenschlichkeit, Folter, Krieg, menschliche und wirtschaftliche Ausbeutung durch lokale und überregionale Machtbesessene und Tyrannen...warum aber hört man die Stimme der Kirchenträger nicht laut und deutlich, oder glauben sie immer noch, dass man sonntags in den Gottesdienst kommen muss, um das Wort Gottes zu hören ?
Nein, nein...der einfache Bürger will schon wieder glauben wollen, das ist immer tief im Menschen verankert, aber angesichts der Sprachlosigkeit der Kirchenträger bleibt er lieber zu Hause. Innerhalb der Kirchenträger weiss man über die Lage der Menschen auf kommunaler sehr gut BescheidMüsste man die Stimme der Kirche in Deutschland mit der für jedermann unüberhörbaren Stimme Jesus Christus vergleichen, dann könnte man sie so umschreiben: gut gemeint, zu leise und halbherzig gesprochen.
Anders formuliert: Gottesdienste sind an für sich eine sehr gute Sache, aber wo bleiben denn die Kirchenbesucher ? Das muss doch alles ein Grund haben, dass die Leute den Gottesdienstbesuch eher meiden als ihn in Anspruch zu nehmen ?! Ich glaube, dass eher das Bedürnis nach lange ausschlafen und sich von den Strapazen der Arbeitswoche erholen, den Leuten wichtiger ist, als eine gute Predigt und Kirchenmusik zu hören.
Wie man den Islam nicht als eine einheitliche Religion betrachten kann, so kann man es auch beim Christentum nicht machen: die liberalste aber auch intellekuelle Ausrichtung kann in meinen Augen zur Zeit nur die Evangelische Kirche anbieten, und selbst die muss sich noch viel demonstrativer vor die Menschen stellen und sie in Schutz nehmen...aber das Dilemma ist nur zu erahnen: man muss mit Vater Staat Kompromisse eingehen, sonst läuft man Gefahr, auf kommunaler Ebene wieder dezentral ganz klein anzufangen !
Wenn ich Auto fahre, höre ich gerne die gutgemeinten fünfminütigen Ansprachen von Theologen und Laienpredigern, aber es ist nur eine Form, wie man die Menschen erreichen kann. Solche und ähnliche Reden wie das Wort zum Sonntag sind eine heilsame Momentaufnahme, aber kein erkennbares Zeichen, mehr für unsere Gesellschaft zu leisten.
Natürlich gilt auch: sollte die Kirche mal in der heutigen Form nicht mehr existieren, dann merken die Leute endlich mal, wieviele soziale Trägerschaften die Kirche damals übernommen hat und auf Dauer nicht mehr halten konnte...noch hat sie einige inne...noch ist das Wort "sollte" nicht so akut...noch sind nicht alle Kirchengebäude verkauft oder verwaist...noch gibt es einige christlich und sozial eingestellte Mitmenschen...!
"Als der Mond vor die Sonne trat"
Wie rede ich mit Kindern über Krebs? Kein einfaches Thema. Das Kindersachbuch „Als der Mond vor die Sonne trat“ erzählt, wie Marc und Christina erfahren, dass ihre Mutter an Brustkrebs erkrankt ist, wie Krebs entsteht und behandelt wird.
Ist die Diagnose „Krebs“ gestellt, ist nichts mehr, wie es war. Alles erscheint in einem anderen Licht, und deGerhard Trabert, Sozialpädagoge und Professor der Medizin und Sozialmedizin widmet sich in dem erzählenden Kindersachbuch „Als der Mond vor die Sonne trat“ diesem Thema. Es ist ein Buch für Kinder und Erwachsene, einfühlsam geschrieben, mit Aquarellen von Ruth Krisam. Diese helfen dabei, etwas von jener warmen und entspannten Atmosphäre zu vermitteln, die so schnell verloren geht und die doch so heilsam sein kann. Die Mutter von Janina (8 J.) und Marc (5 J.) erkrankt an Brustkrebs. Die Kinder merken, dass etwas nicht stimmt und fragen ihren Opa Willi, warum ihre Eltern so komisch sind. Opa Willi erklärt den Kindern leicht verständlich, was Krebs überhaupt ist und welche verschiedenen Methoden es gibt, um ihn zu behandeln. Als die Kinder am Abend wieder zu Hause sind, sprechen sie auch mit ihren Eltern über den Brustkrebs der Mutter und machen Pläne, wie sie ihr helfen können. Das Buch „Als der Mond vor die Sonne trat“ umfasst 24 Seiten, und enthält neben der Geschichte von der Brustkrebserkrankung von Janinas und Marcs Mutter auch ein Glossar mit Begriffen aus der Medizin und Krebsbehandlung, die kindgerecht erklärt werden sowie ein Adressverzeichnis von wichtigen Beratungsstellen. Das Buch mit der ISBN-Nummer 3-9805815-8-6 ist im Verlag Editions Mathieu erschienen und kostet € 10,20.
Samstag, 1. September 2007
1.Eurovision Dance Contesst London 2007
1.Runde Pflicht: Latein- + Standardtänze, es sind keine Extravaganzen und ähnliches erlaubt. Bei der 2. Runde sind alle Freiheiten erlaubt. Danach können die Zuschauer anrufen und wählen, nur ihrem eigenen Land dürfen sie keine Punkte geben. Am Ende der Kür singt Julio Iglesias.
In der Star-Lounge, wo auch schon die Beatles waren, werden zwischendurch die Tänzerpaare interviewt...toll, zum ersten mal hören deutsche Zuschauer auch mal länger, wie Menschen im Fernsehen englisch sprechen...besinnt sich die ARD auf internationalen Flair ?
Reihenfolge des Auftritts
1) Switzerland
2) Russia: wild
3) Netherlands
4) United Kingdom
5) Austria
6) Germany
7) Greece, am Ende der Pflicht präsentieren sie Olivenzweige im Gedenken an die Brandopfer der letzten verheerenden Brände vor ein paar Tagen und Wochen
8) Lithuania
9) Spain
10) Ireland, in der Kür wird ein Steptanz dargeboten, der Mann steht sogar im Guinessbuch der Rekorde, der im Sprung die Hacken sieben mal gegeneinander berühren kann
11) Poland, sie ist eine sehr interessante Tänzerin
12) Denmark, das jüngste Paar (für mich auf den 3.Platz)
13) Portugal, (für mich auf dem 2. Platz)
14) Ukraine, sie hat das raffinierteste Kleid
15) Sweden, er ist ehemaliger Ringer, der in der Pflicht etwas steifer als die anderen Kollegen wirkt, aber dafür in der Kür richtig loslegt: Breakdance-Qualitäten, als er das Hemd auszieht, sieht er genauso austrainiert aus wie Deniss, und soll auch noch 10kg vorher abgenommen haben.
16) Finland, (für mich auf den ersten Platz)
Offizielles Ergebnis nach der Telefonwahl, wie auch beim Eurochansons sehr spannend: die Zuschauer der einzelnen Länder vergeben Punkte von 1-12. Am Ende steht das Siegerpaar fest, es sind Lucio & Katja aus Finland mit 132 Punkten, gefolgt von der Ukraine mit 121 Punkten, und als dritter steht Irland mit 95 Punkten...danach folgen Polen, Österreich, Portugal und Russland...die Schweiz erhält leider keinen einzigen Punkt, was dem deutschen Kommenator den Satz entlockt: "Das finde ich ein bisschen traurig".
Insgesamt gab es nur wenige Bruderschaftspunkte, das Kommentatorenpaar mit Claudia Winkelmann und ihm war sehr locker, besonders er zeigte wirklich britischen Humor. Ganz zum Schluss tanzt das Siegerpaar noch mal seinen Tanz...es war wirklich mal ein gelungener europäischer Fernsehwettbewerb, viel interessanter als die Eurochansons, die in den letzten Jahren doch sehr an musikalischer Qualität nachgelassen haben, da singen so manche Jugendbands wesentlich besser.
Hans Küng: Der Anfang aller Dinge: Eine einheitliche Theorie für alles?
Vortrag auf Timms-Tübinger-Multimedia-Server
Gedanken am Samstagmittag
a) Doping hat für diese und ähnliche Mannschaftssportarten einen geringeren Stellenwert, dort zählt mehr das Zusammenspiel der einzelnen Mitspieler. Felix Magath hat das in einem Interview sehr schön beschrieben, dass ein gedopter Spieler eher hinderlich und kontraproduktiv für einen Mannschaftssieg ist, da in erster Linie nicht das Maximum an Kraft und Ausdauer gefragt ist, sondern viel eher Spielverständnis, Witz, Kreativität und Antizipation.
Natürlich ist die Ausdauer ein wichtiger Grundbaustein, da man sonst zu schnell in eine Erschöpfungsphase gerät, wo die gewinnbringende Konzentration nachlässt: das ist auch der Grund, warum man für´s Studium oder für andere hochgeistige Arbeiten sich ein gewisses Quantum an Ausdauer und Zähigkeit antranieren sollte, und dieses geschieht ganz bestimmt nicht vor dem Schreibtisch, oder dadurch, dass man stundenlang vor sich hinqualmt.
Zurück zum Doping: sicherlich haben auch Spieler in Mannschaftssportarten gedopt, jene Übeltäter und Betrüger wird´s immer wieder geben, aber der persönliche Nutzen hat einen viel geringeren Stellenwert: es siegt und verliert die Mannschaft, nie der Einzelne...man sogar noch weiter gehen: ein System oder eine Gruppe ist auch nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und ein Gedopter ist mittel- bis langfristig gesehen ein schwaches Glied in der Kette und im Mannschaftsgefüge.
b) Mannschaftsportler sind bis jetzt noch nicht so auffällig geworden wie Einzelkämpfer; wie lasch oder effizient die Kontrollen sind, entzieht sich meinen Kenntnissen.
c) Mannschaftsportler beobachten, bewerten und erziehen sich gegenseitig, und ab einem gewissen finanziellen Anreiz sind sie teilweise und temporär sogar Konkurrenten in der Frage: wer spielt heute, wer muss die Ersatzbank drücken, und wer darf sich das Spiel von der Bühne anschauen, obwohl man topfit ist ?! Gedopte Spiele, die sich einen Wettbewerbsvorteil erschleichen wollen, fallen in der Regel sofort auf (doch keine Regel ohne Ausnahme) !
...schön war gestern noch die Feststellung, dass Studenten im Durchnschnitt (und natürlich jeder andere Theoriefresser) die gleichen Bedürfnisse wie jeder andere Mensch auch hat, aber immer wieder feststellen muss, dass er nicht nur durch die Klausurphasen (unbezahlte Denkarbeit und Rechenarbeit) stark in der Begrenzung lebt: bescheidene finanzielle Mittel, Minimierung der sozialen Kontakte, geringere Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und das Wechselspiel zwischen klarem nüchternem Denken und der Wunsch nach High-Life, Dolce Vita und dem Nachgehen und Ausleben der Emotionen - trivial gesprochen: die Triebbefriedung kommt immer zu kurz ;-)
Besonders in der Diplom oder Magisterarbeit können sich Studenten einsam fühlen, es ist und bleibt eine Herausforderung an die eigene Organisationsfähigkeit, mentale Stabilität, körperliche Fitness und an die ungebrochene Lebensfreude.
Von daher ist eine Freundin oder Freund für ein Studium sehr gut, da man sich die Sorgen ein wenig teilen kann, und seine eigenen Sorgen nicht immer im Vordergrund stehen und nicht ständig durch den Kopf spuken.
Ich persönlich würde mir auch am liebsten ein Auto schnappen und durch die Weltgeschichte fahren: meine "Frauen" besuchen (wer weiß, vll. sogar nach Osnarbrück, aber das hat man mir ja verboten ;-), die Natur aufsuchen, Sport treiben und ganz viel Musik üben...aber diese Zeiten sind wohl endgültig vorbei, falls es sie jemals gegeben haben sollte. Und schaut man sich seine Mitmenschen an, die schon im Berufsleben stehen, dann sieht man an vielen, dass für die zuletzt genannten Dinge plötzlich auch keine Zeit mehr da ist, oder man und frau ist einfach zu müde, wenn die Arbeit beendet ist.
Das erinnert mich auch an das gestrige Thema "Tragik". Man kann viele Dinge nicht machen, weil man sich selber im Weg steht...z.b. "So nah und doch so fern" vs. "So fern und doch so nah"
...oh...jetzt könnte wieder meine Laienphilosophie durchbrechen, aber die Mathematik wartet sehnsüchtig auf mich und ich auf sie, denn wir möchten uns gerne näher kennenlernen ;-)
...also: Zimmer vom gestrigen Abend aufräumen, frühstücken, lernen, am Abend um 18:15 in Herzogenrath Straß/Pannesheide mit dem Fahrrad zum A-Jugend-Fußballspiel fahren, hoffentlich ein gutes und interessantes Spiel leiten und danach wieder kreativ am Schreibtisch sitzen...
Zusammendfassend kann ich sagen, dass man sich Lebenskünstler anschauen sollte, die sehr gut Pflichte, Rechte, Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten gut miteinander vereinbaren können, und die nicht von Idealzuständen ausgehen, sondern zu sich sagen, dass sie das Optimum aus den gegeben Umständen, Zuständen und Situationen rausholen.
Für mich persönlich ist Nelson Mandela ein lebendiges Beispiel: wie lange hat dieser Mann zu Unrecht im Gefängnis gesessen, man hat ihm alles genommen, was ihm teuer und lieb war, und trotzdem ist sein Geist, sein Wille und seine Kraft nicht gebrochen worden. Er hat das Prinzip des Lebens sicherlich verstanden: Carpe diem und schaffe Ordnung in deinem Kopf.

