Donnerstag, 4. Februar 2010

Ich hatte einen Kameraden


Ich hatt' einen Kameraden,
Einen bessern findst du nicht.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
|: In gleichem Schritt und Tritt. :|

Eine Kugel kam geflogen:
Gilt's mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt vor meinen Füßen
|: Als wär's ein Stück von mir :|

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad'.
"Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew'gen Leben
|: Mein guter Kamerad!" :|  

***

... als ich im Studententurm den Chef zum ersten mal sah, war uns sofort klar: in einem früheren Leben waren wir beide Kameraden im 1.Weltkrieg im Schützengraben von Verdun ... sollten wir das jemals überleben, so sollte unser re-inkarnatives Leben fortan dem Frieden dieser Welt gewidmet sein mit jedem Gedanken unseres Hirns und mit jeder Faser unseres Körpers !


 => Krieg ist etwas für Befehlsempfänger, die ihr Leben, ihren Leib und ihre Seele und das von Unschuldigen, denen sie nie im Leben vorher begegnet sind, jeden Tag riskieren, gefährden und töten: unwideruflich und nachhaltig bis zum Lebensende !

... auch wenn der eine 1-Euro-Jobber all das Laub, das Gestrüpp, die Baumstümpfe und Äste und schön in einer Reihe gestapelt hat, so kann diese palisadenartige Verteidigungslinie doch nicht mit den Panzerabwehrreihen wie im Hürtgenwald bis zur Eifel zu sehen, mithalten ... dies habe ich ihm auch gesagt ... er meinte, vom Krieg hätte Emden ohnehin genug: wurde im 2. Weltkrieg aufgrund der Werft + U-Boot-Stationierung heftig bombardiert ... das ist jetzt zum Glück nicht mehr der Fall, aber trotzdem bröckelt für den Kommandeur (=Vorarbeiter)  die Front ganz gewaltig ... nur noch ein Soldat (=ein 1-Euro-Jobber), der mit ihm die Linie (=Seemannnsfriedhof im Park am Regenrückhaltebecken) hält ... die beiden anderen Kameraden haben Fronturlaub genommen .... ein Oberkommandeur (=1. Vorarbeiter einer ganzen Kolonne) kam noch mal am Morgen kurz vorbei, nur um zu kontrollieren, ob sich überhaupt  noch jemand in den Schützengräben befindet ... sehr dichter Nebel zieht an der Front auf, es wird richtig ungemütlich im Emsland ... die Oberste Heeresführung (=Schreibtischtäter) verschanzt sich sicher bei warmen Kaffee und Tee hinter schützenden Akten und Aktenkoffern ... auch der Heeresnachwuchs (=Schüler) hat wegen Glätte und Rutschgefahr seit Mittwoch hier frei ...

Im ostfriesischen Feindsender wird die Bevölkerung stets aufgeklärt und auf dem Laufenden gehalten:
  • die Aida Blu lief um 14h aus dem Hafen aus in Richtung Hamburg, dort soll sie von Joop getauft werden ... dieses Objekt kostet über 350 Millionen Euro, hat ca. 13 Decks bei ebenso vielen Bars ... es ist 2 1/2 Fußballfelder lange und 30m breit ... sie gehört als viertes Schiff zu einem 6-Aida-Schiffe-Projekt
  • die lokalen Fußballer können momentan kein Fußball spielen
  • ein dutzend mal wird gesagt, dass die berühmteste CD dieses Jahres mit den Daten von deutschen Steuersündern gekauft werden soll: von morgens bis abens ... der beste Kommentar an diesem Tag: der Kauf soll juristisch einwandfrei vonstatten gehen => ist klar: Hehlerei war schon immer juristisch unbedenklich ... trotzdem: Kaufen, damit endlich Ruhe im Karton ist ... das wäre also echt mal eine Sonderentscheidung, die der Regierungs-Chefin Angie durch ein Machtwort vorbehalten ist !
  • die Warnstreiks im öffentlichen Dienst nehmen bei anfänglichen Anlaufschwierigkeiten immer mehr zu
  • Rückforderungsanspruch für Zuwendungen von Schwiegereltern, wenn die Ehe ihres Kindes in die Brüche geht
  • engere Zusammenarbeit mit Frankreich angestrebt (Agenda 2020): z.B. Elektroautos, Klima-Satellit, Wasserschutzpolizei für den Rhein, französische Kindergärten, Kriegsflugzeug A 400 
  • durch den kalten Winter wurden hier mehr Krabben gefangen als im Vorjahr, allerdings sind diese auch kleiner
    ... ansonsten: endlich auch das Flachdach freibekommen, teilweise Eisschollen entfernt => die Belastung durch Schnee, Auftauen, wieder Zufrieren, Entwicklung von Eisschichten ist nicht zu unterschätzen, erst recht nicht auf Flachdächern von öffentlichen Gebäuden !

    Dienstag, 2. Februar 2010

    ... auch nicht schlecht: die Verabschiedungsworte und der Hinweis der Tagesschausprecherin auf kommende Sendungen:
    • Im kommenden Nachtjournal die Themen "Mehr Gewalt gegen Polizisten" und "Deutsche Steuersünder in der Schweiz - Anzeige oder letzte Chance: Selbstanzeige ! => dies ist wohl ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl ;-)
    Dies ist echt mal ein interessantes aber auch sehr wichtiges Thema, um pro und contra zu trainieren !

    Fazit: ... ein kleiner Trost, wenn auch ein schwacher für finanziell Arme und Benachteiligte => eine zunehmende internationale Entwicklung zeigt: die Welt wird immer kleiner auch für kriminelle Reiche, es gibt kaum noch sichere Orte und Plätze dieser Welt, wo gestohlene Dinge und unrechtmäßig erworbenes Gut ohne schlechtes Gewissen und Angst genossen werden können !

    Was das unmoralische Angebot "Kauf von illegalen Daten" anbelangt: "Es ist gängige Praxis, dass in der Bekämpfung von Kriminalität die Polizei und Ermittler angebotene Daten kaufen. Nur jetzt wird dem Bürger immer mehr klar, wie unter anderem Behörden arbeiten bzw. arbeiten müssen, um zum Erfolg zu kommen, egal ob Schuldige oder Unschuldige büßen müssen !"

    ... mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn der ominöse Anbieter gar nicht existiert, sondern die Ermittlungsbehörden sich eine sehr gute Story ausgedacht haben, um Bewegung in der Bekämpfung von Steuerflucht zu bekommen + Rechtfertigung und Ablenkung zu schaffen für in den letzten Monaten und Jahren illegal bereits erworbene und gesammelte Daten durch deutsche Steuerbehörden !

    Gespräch mit dem hiesigen Pfarrer:
    • viele Kommunen und größere Städte wissen gar nicht, was sie an Geld einnehmen oder ausgeben => auf gut Deutsch: sie stochern im Dunkeln und verlassen sich auf vage und ungefähre Angaben !
    • "Cross-border-Geschäfte" mit ausländischen Firmen, die deutsche öffentliche Gebäude und Infrastrukturen von Kommunen kaufen ... gegen ein ungleich höheres Geldaufkommen müssen diese Objekte wieder vom Bürger zurückgekauft werden (s. Parkanlagen, Gebäude, Wasserwerke usw.)
    ... dann gibt er mir noch einen guten Tipp, warum so manche Haushaltslage schief liegt und  verantwortliche Politiker dem Bürger keine transparenten Geldflüsse und Ströme aufzeigen können:
    ... von dieser (für unsere Zeit absolut unzeitgemäßen Buchführung ?) soll sich die Stadt München schon verabschiedet haben ...

    Letzter Stapellauf der Nordseewerke Emden, TNSW,


    Zitat (Schiffsschweißer): "... diese Arbeit geht den ganzen Tag von 4 Uhr morgens bis zum Spätnachmittag, je nachdem wie groß und schwer das Schiff ist ... wenn die Jungens loslegen, dann hört man die Schläge im ganzen Hafengebiet ... der da z.B. ist ein Gerüstebauer ... und mit dem dort habe ich vor drei Jahren zusammen ebenfalls einen Stapellauf gemacht !"

    ***

    Fazit
    • Wenn alle Männer auf dieser Welt einmal in der Woche so "hämmern" dürfen, dann gäbe es auch keine Kriege mehr ! Überschüssige und ausufernde Energie (besonders im Alter von 15-25 Jahren) können auf diese Art und Weise entladen werden und nicht durch militante Politiker und Militärs missbraucht werden !
    weiter

    Die Schifffahrt und viele andere Verkehrs- und Transportsysteme können wieder aufleben, aber der Mensch muss sich halt entscheiden:
    • wird er weiterhin Kriege, militärische und paramilitärische Infrastrukturen und ineffieziente bis hin zerstörerische Systeme finanzieren, oder erkennt er die absolute Notwendigkeit von Umdenken und Umstrukturierung von längst überholten Systemen, Denkweisen und Methoden ?!
    ... mit dem Wasser zu leben, auf dem Meer nachhaltige und saubere Wohnstrukturen zu schaffen, dafür braucht man auch Werften .

    In diesen Zeiten müssen die Bürger sich in vielen Millionen bis Milliarden kleinen bis großen, privaten und  öffentlichen Fragen entscheiden in welche Richtung es geht => oft genug geht es nur noch um "Ja" oder "Nein" - Abstufungen gibt es kaum noch, da nahezu alle Puffer und Regenerationssysteme verbraucht sind bzw. zerstört werden !
    ... heute klingelt der Vorarbeiter höchstpersönlich und schickt nicht seine "Untergebenen" vorbei ;-) ... ich stecke die Nase aus dem geöffneten Fenster Badezimmerfenster und sehe den großgewachsenen arbeitslosen "Schweißer" in seiner weißen wärmenden Schweißermütze:

    "Wann komm'ste vorbei ?"
    • "...hmm... duschen, frühstücken ... in einer Stunde ... !"
    "Okay, dann sehen wir uns im Bauwagen !"

    ... das war leider von mir gelogen, denn heute ist ein Mix aus Schnee und Schneeregen angesagt, ein scheußliches Wetter: do not go out, you better stay at home for your own safety ... ein Blick auf den Seemannsfriedhof + Landschaft lässt mich fragen, ob es überhaupt Sinn für diese Männer macht, durch kniehohen Schnee zu watscheln ... nach drei Stunden sehe ich aus dem Küchenfenster in Richtung Grundschule: der Bauwagen ist geschlossen ... so, so, dann sind also sehr wahrscheinlich zur Stadt gefahren und haben sicherlich zu ein paar "Schreibtischtätern" gesagt: "He Du, nimm mal Schaufel, Säge und Schneidwerkzeug und versuche, in einem tief verschneiten Waldgebiet Äste, Laub und Gestrüpp zu beseitigen !"

    ***

    ... gestern nach 22h noch zu einem anderen weiteren arbeitslosen "Schiffsschweißer" gegangen, es handelt sich um einen sehr interessanten Zeitgenossen:
    • 30 Jahre alt
    • verheiratet mit einer Ex-GoGo-Dancerin
    • zwei Kinder + ein Kind in Mutters Bauch
    • hat zu Hause zwei Hunde, zwei Katzen und Leguane in einem Terrarium 
    • hat sich ein Zimmer genommen, um ein Rückzugsgebiet zu haben: die "Alte" macht nämlich in letzter Zeit viel Stress !
    ... das ist natürlich das zentrale Thema: warum sucht ein relativ junger Familienvater eine separate kleine Wohneinheit, wenn doch die verantwortlichen Aufgaben in Heim und Familie liegen und warten ? Als Außenstehender, Zugezogener und relativ neutrale Person (hatte nie Stress mit einer Freundin, da letztere nie vorhanden ;-) sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen, zumal auch für eine halbwegs vernünftige Argumentation die Betrachtungsweise der Frau fehlt.

    Kann ich mir trotzdem, nur für diesen einen Abend, ein vorläufiges, vages Urteil erlauben, ohne auch nur einmal die Frau und die Kinder gesehen zu haben, ohne deren Wohn- und Lebensverhältnisse, ohne ihre Vergangenheit und Zukunftspläne zu kennen ?!

    Ich glaube, es ist möglich, aber nur aufgrund viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl in der Kommunikation und den richtigen Fragestellungen im richtigen Moment ! Die Interpretation von Mimik, Gestik und Stimmfall ist Grundvoraussetzung, ohne sie ist eine vernünftige Analyse unmöglich ! Der Blick in die Augen, und das was man darin liest ist, ist schließlich das gesuchte Ergebnis von dem, was man von der Person denkt, fühlt, weiß und meint, erwarten und hoffen zu können !

    Und für eine vollständige und faire Beurteilung ist dann auch die Betrachtungsweise der Frau unabdingbar, alles andere wäre null und nichtig !

    Zu meinem "Schiffsschweißer", der mit 15-16 Jahren auf der Werft war:
    • hat schon immer mit Motoren, Motorradroller und anderen Vehikeln gebastelt
    • Vater hat eine Gerüstfirma, er selber hat als Jugendlicher bei ihm ausgeholfen, wohl immer mit der klaren Aussage: "Wenn ich dir helfen soll, dann bitte beim Aufbau der Gerüste, aber nicht beim Abbau"

    • => interessanterweise gehört er zu den Handwerkern, die schwindelfrei sind, aber sobald sie nach unten blicken, bekommen sie eine Form von Höhenangst ... das passiert mir nicht, aber ich kann es gut nachvollziehen, wann immer ein Windstoß mich in luftigen Höhen überrascht: dann werde ich für einen kurzen Moment aus einem Gewohnheitstrott gerissen und reiße mich einfach wieder zusammen ! 
      • eine weitere Bitte an seinen Vater war: "Schick mich lieber so oft wie möglich zur Werft zu den Schiffen !" ... auf der Werft hat er auch seine Ausbildung zum "Schiffsschweißer" gemacht ...
      ... aus seinen Ausführungen entnehme ich:
      • er ist mit Herz und Seele dabei: "Schweißen, Anstreichen und andere mechanische Tätigkeiten"
      • das Arbeiten im Sommer in dicker Arbeitskluft nimmt er nicht klaglos in Kauf, aber seine Leistungen nehmen dadurch auch nicht sonderlich ab
      • kann von sehr vielen Projekten berichten, für die er gearbeitet hat (erinnert mich an Gregor in Elmpt: "... wir waren früher die Besten in meiner Gegend, habe selber über 40 Projekte hochgezogen ..." !)
      • er wirkt sehr realistisch in der Einschätzung seiner eigenen handwerklichen Fähigkeiten ... allein schon die detailreiche, aber in Ruhe vorgetragene Beschreibung und Schilderung der einzelnen Arbeitsschritte, zeigt, dass er kein Träumer und Spinner ist, sondern ein bodenständiger Handwerker !
      ... bevor er seine jetzige Frau kennengelernt und Kinder bekommen hat, hatte auch er seine Träume ... gibt aber zu, dass er sich jetzt in einer Phase befindet, in der er persönlich diese Freiheiten nur verwirklichen kann, wenn er nicht liiert ist:
      • hat früher sich mit einem Kumpel zusammengetan, dessen Schwerpunkt Sanitätsdienst und Schwertransport war ... er, der Schweißer, hatte Scheine für Security, Schweißen, Licht- und Tontechnik und einige mehr ...
      • sie haben sich bei der Stadt angemeldet und den Leuten gesagt: "Du willst eine Party machen ? Kein Problem ... ich besorge dir alles: Absperrungen, Toilette, Würstchenbude, Sicherheitskräfte am Eingang, Licht, Musik, Sanitätsdienst, Erste Hilfe usw... du brauchst dich um nichts zu kümmern ... du musst nur z.B. für ein Dorffest zehn Mann von der Feuerwehr abstellen, die beim zügigen Aufbau helfen können !"

      • Abrechnungen wurden separat geführt
      • (mittlerweile, nachdem sein Kumpel auch noch die Scheine für Security gemacht hat, hat dieser die Firma übernommen: es herrscht aber kein Streit zwischen den beiden, der Schweißer gönnt seinem Kumpel den Erfolg !)
      ... so hatte man sich vor etlichen Jahren zusammengetan und wurde zu einer lokalen Größe ... er war sogar kurz davor, eine Stufe höher zu klettern, hat aber auch seine Fehler gemacht => es hat sich irgendwann mal eine Entwicklung eingestellt, die man oft bei erfolgreichen Selbständigen beobachten kann: ... du denkst, du bist was und hast es geschafft ... das Geld sitzt lockerer als je zuvor ... man vergisst allzuleicht mit wieviel Schweiß, Mühen und Nerven in der Vergangenheit etwas erarbeitet wurde und wird unachtsamer ... und man vergisst allzu schnell die Bedeutung des Spruches: "Es ist nicht schwer, eine Eins in der Schule zu bekommen, aber dieses Niveau zu halten, ist das eigentlich Schwierige !" ... und so hat er in seinem provinziellen Größenwahn zu stark sich selber auf die eigene Schulter geklopft:

      "Da bin ich mit dem Schiff nach Bremen gekommen und habe mir einen Propeller bis nach Hamburg gemietet !"
      • "Propeller ?"
      "Ja, eine Motorflugzeug ! Das klapperte an allen Ecken und Enden !"
      • "Warum denn das, um schneller ans Ziel zu gelangen - waren die Autobahnen verstopft ?"
      "Nee, weil ich eins an der Waffel hatte und mir einfach was gönnen wollte!"

      Und genau in dieser Phase fängt sehr wahrscheinlich der finanzielle Abstieg an. Wenn ich die geschilderten Zeiräume zurückrechne, seine Kinder sind 2 und 7 Jahre alt, so hat er sehr wahrscheinlich in dieser Zeit auch seine Lebensgefährtin kennengelernt. In dieser noch gutgehenden Zeit konnte er ihr einiges anbieten und auch organisieren, hat aber nicht gemerkt, verdrängen wollen, oder unterschätzt, dass er sich auf einem finanziell absteigenden Ast befindet. Die vollendete Arbeitslosigeit durch das Schließen der Werften und vll. auch andere fehlende Aufträge haben ihn etwas aus der Bahn geworfen.

      Dass seine Frau mit dieser Situation nicht zufrieden sein kann, ist sonnenklar ! Die zwei Hunde + zwei Katzen + Leguane werden wohl nicht zum häuslichen Frieden beitragen, da sich jemand um sie kümmern muss ! Und sicherlich stehen da auch noch einige Mahnungen, unbezahlte Rechnungen und andere Forderungen durch Dritte im Raum ! Besonders interessant war, dass seine Frau ihn an diesem Abend mindestens drei- bis viermal angerufen hat ... er also immer zu mir: "Pssst ... bitte jetzt nicht sprechen !"
      • "Ja, Schatzi, ich komme gleich ... ja, musste gerade noch den Computer ein wenig reparieren !"
      • "Ja, ich habe doch gesagt, ich komme gleich ... okay, bin in einer Stunde wieder zurück !"
      • "Hör mal, ich habe keine Lust, wieder darüber zu diskutieren ... was ist denn jetzt schon wieder los ? 
       .... bla, bla, bla, hin und her, eine SMS nach der anderen geschrieben und abgeschickt, bis er dann auch mich höflich um den Heimweg gebeten hat: "Nicht böse sein, aber ich schmeiße dich jetzt raus, muss mit meinem Roller wieder nach Hause !"  - "Alles klar, darauf habe ich doch nur gewartet!"

      Manche seiner Erlebnisse und Gefühle kenne ich auch: zum Beispiel die Phase, wo man einen Höhenflug hat ... so einen hatte ich nämlich auch einmal im Leben nach dem erfolgreichen Bestehen des Anatomiekurses => innerhalb von nur zwei Wochen habe ich
      • die schriftliche Nachtprüfung in Psychologie
      • + eine mündliche Nachprüfung in Physik 
      • + Prüfung für Situs inklusive nachzuholendem Bewegungsapparat 

      • + Hirnkurs geschafft 
      • + gleichzeitiges Arbeiten in einer Chemiefirma (Reinigungsutensilien) 
      • + Versorgung eines Doppelhaushaltes + Garten (Pfarrer + Sohnemann, seitdem hasse ich es, weiße Hemden zu bügeln ;-)

      • + Freunde und Kumpels 
      • + Hin-und Herfahrerei mit dem Bus von Alsdorf nach Aachen
      ... und als wir dann alle nach den letzten Prüfungen mit den Nerven fix und fertig waren und uns kurz vor der Karnevalszeit im Bio-Institut getroffen haben und ein zu mir äußerst kritisch stehender Komillitone mich noch mit den Worten lobt: "Alle Achtung, Gratulation, hab dich wirklich unterschätzt !" ... ja, da war es geschehen um die innere geistige Bescheidenheit und Zurückhaltung: danach habe ich mich gefühlt, als wäre ich Einstein, Hawkins und Freud  in einer Person zusammen ... tja, darüber hinaus habe ich aber etwas ganz Wichtiges aus acht gelassen: der Mensch wird älter, vergesslich und gebrechlich, das Niveau zu halten, das ist das eigenlich Schwierige für jeden auf dieser Welt + die Kraft, der Elan und die finanziellen Mittel nehmen stetig ab, wenn man sich alleine im Studium versorgen muss !

      So gehe ich also nach Hause und sehe ein paar Parallelen und eindeutige Unterschiede zwischen ihm und mir und kann nur hoffen, dass sich er sich mit seiner Frau zusammenrauft um der Kinder willen ! 

      Ach ja, da war am Anfang noch eine junge Frau bei ihm und hat sich etwas "stuff" abgeholt, ist also nicht lange geblieben, zumal sie auf dem Sprung nach Münster war ... auf meine Verwunderung hin, dass ich mich in dieser kurzen Zeit so gut mit den Leuten verstehe und dass mir der Charakter und auch der hiesige Dialekt sehr gut gefällt, sagt sie nur: "Ist doch klar, wir Ostfriesen sind sehr freundlich und aufgeschlossen ", und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu, "... und manche sind auch hinterlistig, aber diese Leute wird du noch früh genug kennenlernen, damit du sie meiden kannst ;-)

      Montag, 1. Februar 2010

      AIDA Blu und Emssperrwerk Gandersum


      Pickus99


      Zitat: " Am 15.01.2010 um kurz vor Mitternacht hat die AIDA Blu auf der Ems das Sperrwerk in Gandersum passiert."

      ***
      ... vor einer Woche fuhr der Zivi, nachdem er die Matrosen zu ihrem Schiff im Außenhafen gefahren hat, schnell noch an der Aida vorbei ... eigentlich wollte ich aussteigen, um diesen Koloss in Ruhe von Nahem zu betrachten, aber der Fahrer wollte schnell seinen Spätdienst beenden ... mit fast quitschenden Reifen dreht er auf dem menschenleeren Angelegplatz eine Runde, so dass ich aus dem Fenster des VW-Bullis eins erkennen kann: ein weiteres hell erleuchtetes Produkt technischer Gigantomanie von Menschenhand erbaut ...
      ... Heho, Chef  &  Doc ...


      K

      l

      a

      u

      s

      u

      r

      p

      h

      a

      s

      e


      Be strong ;-) 


       
      ... hmm, schade, mein Lieblingsplatz ist besetzt, dort wo ich Alles im Blickfeld habe:
      • Haupteingang

      • ein- und hinaussfahrende Polizeiwagen

      • Portierraum

      • Regionalbahn

      • Fernseher
      • aber guter auditiver Kontakt mit dem Papagei drei Zimmer weiter: zwischendurch antworte ich auf seine Melodien ... hoffentlich kann er bald die Deutsche Nationalhymne pfeifen: ich gebe mir richtig Muehe, ihm diese Melodie beizubringen, Note für Note ... wann immer ich mit Betonung, Rhythmus und Gefuehl pfeife, wippt er im Takt mit ... ansonsten halte ich diese Kaefighaltung fuer sehr inhuman, hat sein schoenes Federkleid teilweise schon ausgerupft ... meines Wissens nach sollte man Papageien & Co nicht allein im Kaefig lassen ... ein Partner ist fuer diese ausserordentlich intelligenten Tiere sehr wichtig !
      .. nichts Besonderes am Wochenanfang:
      • 1-Eurojobbber spielen wie immer auf meinen Wunsch den Weckdienst, diesmal war ich zum ersten mal in den 2 Wochen noch nicht um 8h wach ! 30min spaeter wird noch mal geklingelt, um ganz sicher zu gehen, dass ich nicht wieder eingeschlafen bin :-)
      • mal wieder Schnee schippen ohne Ende, kurzes Gespraech mit einem Selbstaendigen, der mit seinem Wagen durch die Ortschaften faehrt und die Werbetafeln wechselt und mit neuer Werbung beklebt ... der Kleber ist eine Sondermischung aus Norwegen, wird hier in Deutschland nur noch mit Additiven, wie z.B. Frostschutzmittel verfeinert ! Er hat immer drei Tage Zeit, um sein Soll zu erledigen ! Zur Vorsicht fotografiert er auch die Werbetafeln nach dem Bekleben mit neuer Werbung: hier und heute hat er für eine Werbung für eine Altersvorsorge fixiert !
      • nachdem ich meine, meinen Tagessoll geschafft zu haben, kommt der Systemadmin mit seiner Frau vorbei, um nach dem Rechten zu schauen ... er bittet mich, auch das grosse Flachdach vom Schnee zu befreien ... im Inneren der grossen Wohnung, scheint sich etwas durchzubiegen ... ich schippe bis es dunkel wird, und wunder mich, wie schwer der Schnee geworden ist ... ich glaube, ich habe diese schwere weisse Last fuer das Flachdach deutlich unterschaetzt, es war von daher eine sehr sinnvolle Maßnahme, die evtl. den Einsturz eines Flachdaches zuvorkommt !
      •  Dann kam noch ein Interessent vorbei mit Frau und Kind (=Leonie, 1 1/2 Jahre), um sich das Kauf- bzw. Mietobjekt anzuschauen ... der Rest: mein Name ist Hase, ich weiß von nichts !

        Toyota Talks to Customers About the Sticking Pedal Issue

        ... so ein marktwirtschaftliches Verhalten gegenüber dem Kunden ist korrekt und zeigt, dass Konsument, Hersteller & Anbieter durchaus in einem harmonischen Verhältnis leben können, auch wenn für beide Seiten durch technische Defekte Zeit und Geld verloren gehen ! Aber Sicherheit geht vor !

        Wenn ich das richtig verstanden habe, schnellt das Gaspedal nicht schnell genug in seine Ausgangslange zurück ... Ziel ist es also, diese unerwünschte Reibung zu beseitigen!

        Stuck Gas Pedal Causes 
        2nd Major Toyota Recall
        Stuck Gas Pedal Causes 2nd Major Toyota Recall

        Tief "KEZIBAN" NEUES SCHNEECHAOS AN DER OSTSEE 30.1.2010.



        Zitat:

        TIEF "KEZIBAN" - 30.Jan.2010 
        10:00 Nachrichten - Schon wieder der Norden, nichts geht mehr !
        • Starke Sturmböen werden auf der Ostsee erwartet.
        • Rostocks öffentlicher Nahverkehr eingestellt,es werden massieve Schneeverwehungen erwartet
        • Neuer Schnee und frierende Nässe haben Polizei und Winterdienste in ganz Deutschland auf Trab gehalten. 
        • Im Nordosten ist der Verkehr wegen meterhohen Schneeverwehungen teilweise ganz zum Erliegen gekommen. 
        • Dort ist die Lage noch dramatischer als nach dem Sturmtief "Daisy" vor drei Wochen. 
        Wegen des Schneesturms "Keziban" kam es alleine in Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Polizei bis zum frühen Morgen zu 300 Unfällen, die durch das Wetter bedingt waren. 
        • Dabei kam ein Mensch ums leben, mehrere wurden schwer verletzt. 
        • Auch in Bayern kam es zu zwei tödlichen Unfällen.

        VHDL30 DWOG 300400 

        Warnlagebericht für Deutschland ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Samstag, 30.01.10 07:00 Uhr
        • An der Ostseeküste gebietsweise UNWETTERARTIGE  Schneeverwehungen
        • Sonst örtlich Schnee- oder Graupelschauer und verbreitet Glätte durch Schnee und überfrierende Nässe.
        • Im Bergland einzelne Sturmböen und Schneeverwehungen.

        Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Sonntag, 31.01.10, 07:00 Uhr:
        • Am Rande eines von Vorpommern zur Ostsee ziehenden Sturmtiefs strömt von Nordwesten polare Meeresluft nach Deutschland. 
        • Dabei kommt es im Nordosten zu teils kräftigen Schneefällen und im Ostseeküstenbereich besteht Unwettergefahr durch starke Schneeverwehungen, die von Sturmböen hervorgerufen werden.
        • Auf den Bergen muss ebenfalls mit Sturmböen gerechnet werden.
        • Im äußersten Süden schneit es ähnlich wie im Nordosten zunächst noch.
        • Im übrigen Deutschland fallen bei wechselnder Bewölkung Schnee- und Graupelschauer, die im Nordweststau der Gebirge auch länger andauern können.
        • Verbreitet gibt es glatte Straßen durch Schnee oder überfrorene Nässe.

        Unwetterwarnung vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen:
        • An der Ostseeküste gebietsweise starker Schneefall mit Neuschneemengen über 15cm in 12 Stunden.
        • In Verbindung mit Böen zwischen 65 und 80km/h (Bft 8, vereinzelt Bft 9) sind starke Schneeverwehungen zu erwarten.

        Warnung vor Schneefall und -verwehungen:
        • Am Alpenrand anfangs Schneefall mit Neuschneemengen zwischen 5 und 10cm in 6 Stunden. 
        • Sonst örtlich Schnee- oder Graupelschauer mit Neuschneemengen um 5 cm, im Nordwestau der Gebirge auch darüber. 
        • In Höhenlagen auch Schneeverwehungen.
        Warnung vor Glätte:
        • Verbreitet Glätte durch Neuschnee oder überfrorene Nässe.
        Warnung vor Wind/Sturmböen:
        • Frischer West- bis Nordwestwind, gebietsweise Windböen bis Stärke 10 
         
        ***

        1985/86 habe ich zum letzten mal so viel Schnee gesehen ... weiß noch ganz genau, wie ich im ersten Winter nach der Rückkehr von Jakarta nach Deutschland in kurzer Hose und ohne T-Shirt in Alsdorf angefangen von der Kirche, am Pfarrhaus vorbei bis zum Jugendheim Schnee geschippt habe: der Rest der Familie war für solche Arbeiten + Gartenarbeit meistens zu faul ;-) ... der neue Schulkamerad Jörg (9.Klasse) fuhr zufälligerweise an diesem Nachmittag mit seinem Fahrrad an der Martin-Luther-Kirche vorbei: "Ist dir nicht zu kalt ?" - "Nö, ist doch ein super Wetter !" ... diese Kondition war nur möglich durch Drogenabstinenz (=Coffein, Teein, Alkohol, THC, Nikotin etc.), täglich Sport und kalt Abduschen seit der Kindheit (heute: Wechselduschen) !

        Hier sagen die Leute, dass vor ca. 15 Jahren mal ziemlich viel Schnee gefallen ist. Auch muss 1979 der Winter so extrem gewesen sein, dass Schneeräumungsmaschinen von der Bundeswehr angefordert werden mussten + weitere Hilfsaktionen ... die Menschen waren bis zu einer Woche von der Außenwelt abgeschnitten und haben sich entsprechend mit Lebensmitteln eingedeckt => am Ende, so der 1-Eurojobber, waren die Proviant-Regale leer gekauft ...

        Doku: Emma Maersk


        2

        3

        4

        5

        Sonntag, 31. Januar 2010

        James Ellroy

        Ellroy beschreibt mit Vorliebe die dunklen Seiten der US-amerikanischen Gesellschaft
        • Seine Romane zeichnen sich durch einen lakonischen Sprachgestus, eine dichte Handlung und eine gründlich pessimistische Weltsicht aus.
        [...]


        Zitat:
         
        "Dramatische Glaubwürdigkeit " 


        "Plausibles Innenleben der Figuren 

        + 

        "Verbindung mit Fiktion" !


         Interviewinhalte:
        • einfach im Dunkeln liegen und nachdenken
        • hat keinen Computer und auch kein Handy
        • liest keine anderen großen Werke, Zeitungen etc.
        • will sich seine Meinung nicht von Anderen und Anderem verbiegen lassen !
        • ist protestantisch
        • sein Thema: die USA im 20. Jahrhundert !
        Fazit: ... der Mann gefällt mir außerordentlich gut !

        Ursprünge und Perspektiven des Beamtentums

        entnommen aus:

        Hausarbeit, 2003, 20 Seiten


        Zitat

        [...]

        Einleitung

        Die Beamten sind Teil unserer Gesellschaft.
        • Sie unterstehen oft negativer Kritik und müssen sich vor Gegnern des Berufsbeamtentums rechtfertigen. 
        • Doch trotz aller Kritik hat das deutsche Beamtentum schon viele Regierungswechsel und Krisen überstanden. 
        Durch Flexibilität und Anpassungsfähigkeit konnte es in seinen Grundzügen bis in die heutige Zeit bestehen.
        • Doch hat das Berufsbeamtentum mit seinen „hergebrachten Grundsätzen“1 auch in Zukunft eine Chance sich durchzusetzen? 
        • Und wozu braucht man überhaupt Beamte? 
        Auf diese und andere Fragen werde ich in meiner Hausarbeit näher eingehen.
        • Zuerst möchte ich einen Überblick über die Ursprünge des Berufsbeamtentums mit seiner Entwicklung vom Absolutismus bis zur heutigen Zeit gegeben.
        • Anschließend gehe ich näher auf die Perspektiven der Beamten und die daraus folgende notwendige Modernisierung des Berufsbeamtentums ein.

        1. Die Ursprünge des Berufsbeamtentums 

        Die Ursprünge des Beamtentums reichen bis weit in die Vergangenheit hinein.
        • Schon 2400 v.C. gab es im Alten Ägypten ein Heer von Beamten
        • Sie waren in der Verwaltung als Schreiber tätig und unterlagen einer strengen Hierarchie
        Der Verhaltenskodex der Beamten war durch zahlreiche Lebenslehren festgelegt.
        • Die „heutige(n) Beamten sind dem Staat und dem Gesetz verpflichtet“. 
        • Dieser Grundsatz des Beamtentums wurde in Europa erst im 18. Jahrhundert eingeführt.


        1.1 Das Berufsbeamtentum im Absolutismus

        Die Einführung des Beamtentums in die Ständegesellschaft des Mittelalters war wie eine kleine Revolution.
        • Die Beamten mussten sich gegen den Adel durchsetzen, der damals das Land regierte
        „Als Vater des deutschen Berufsbeamtentums wird Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der Soldatenkönig (1713-1740) angesehen.“
        • Er verwendete ausgediente Soldaten als Beamte weiter. 
        • Die Beamten wurden durch einseitigen Hoheitsakt in das Beamtenverhältnis berufen. 
        • Ihre Aufgabe war es, ihrem König mit voller Hingabe zu dienen.
        Friedrich Wilhelm I. führte Rangordnungen und Prüfungen ein. Die Beamten mussten drei Ideale vorweisen:
        • 1. Pflichtbewusstsein (diesen Eindruck hat man von heutigen Politikern nicht: zumindestens heben sie sich nicht deutlich und vorbildlich genug vom Otto-Normal-Bürger ab )
        • 2. Sachkenntnis (diesen Eindruck hat man heute besonders von Spitzenpolitikern nicht: die Vermittlung von Daten, Fakten, Informationen und stichhaltigen Argumenten werden stattdessen gerne mit Phrasen, Füllwörtern und große Sprüchen überlagert + Diskreditierung des politischen Gegners = Ablenkungsmanöver !)
        • 3. Unbestechlichkeit (diesen Eindruck hat man heute nicht, weil Bestechlichkeit sich in vielen Gewändern und Gesichtern zeigt ... in Deutschland kann wenigstens von einer verdeckten Korruption gesprochen werden (s. Lobbyismus, Wahlspenden, Vergünstigungen etc.), im Ggs. zu einer offenen und unverhohlenen Korruption in vielen Scheindemokratien, Entwicklungs- und Schwellenländern)
        So wurde ein eigenes „Beamtenethos“ entwickelt. Da Friedrich Wilhelm I. qualifizierte Bürgerliche für das Beamtentum bevorzugte und somit die staatliche Stellung des Bürgertums aufstieg, sahen die Adligen das Beamtentum bald als eine Gefahr für ihre Stellung als absolute Herrscher.
        • Aus diesem Grunde erweiterte Friedrich II. von Preußen, der auch Friedrich, der Große“ genannt wird, das Beamtentum, indem er das „Allgemeine Preußische Landrecht“ schrieb. 
        • Dieses trat 1794 in Kraft.
        Im Allgemeinen Preußischen Landrecht wurde sodann geregelt, dass die Ehrenstellen im Staat dem Adel vorzugsweise zustehen. Eine der wichtigsten Regelungen war jedoch, dass der Beamte nicht mehr Diener des Königs, sondern Diener des Staates war. (das Wort "dienen" muss für unsere heutige Zeit neu definiert werden, ansonsten wirkt es angesichts der Realitäten nur noch lächerlich !")

        Die wichtigsten Grundsätze des Allgemeinen Preußischen Landrechts waren, dass der Staatsdienst als Lebensberuf galt und öffentlich-rechtlich begründet wurde.
        • Es durften keine einseitigen willkürlichen Entlassungen durch den Staat mehr durchgeführt werden. 
        • Zudem wurden ein differenziertes Disziplinarrecht und Qualifikationsexamina eingeführt.
        Im Jahre 1805 erließ Bayern das erste selbständige Beamtengesetz, die Hauptlandespragmatika.
        • Dieses Gesetz brachte ebenso wie das Allgemeine Preußische Landrecht einen Schutz für die Beamten vor willkürlichen Entlassung.

        [...]