
Der frühere US-Schachweltmeister
Bobby Fischer ist im Alter von 64 Jahren in Reykjavik gestorben. Das berichten mehrere isländische Medien. Der Exzentriker Fischer war seit 2004 isländischer Staatsbürger. Sein Weltmeisterschaftskampf 1972 gegen Boris Spasski (Sowjetunion) war einer der Höhepunkte der Kalten Krieges...weiter unter >
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Die Schach-Weltmeister seit 1886
1886-1894: Wilhelm Steinitz (Österreich)
1894-1921: Emanuel Lasker (Deutschland)
1921-1927: José Capablanca (Kuba)
1927-1935: Alexander Aljechin (Sowjetunion)
1935-1937: Max Euwe (Niederlande)
1937-1946: Alexander Aljechin (Sowjetunion)
1948-1957: Michail Botwinnik (Sowjetunion)
1957-1958: Wassili Smyslow (Sowjetunion)
1958-1960: Michail Botwinnik (Sowjetunion)
1960-1961: Michail Tal (Sowjetunion)
1961-1963: Michail Botwinnik (Sowjetunion)
1963-1969: Tigran Petrosian (Sowjetunion)
1969-1972: Boris Spasski (Sowjetunion)
1972-1975: Robert James „Bobby“ Fischer (USA)
1975-1985: Anatoli Karpow (Sowjetunion)
1985-2000: Garri Kasparow (Sowjetunion/Russland)
seit 2000: Wladimir Kramnik (Russland)
seit 2007: Viswanathan Anand (Indien)
1993 hatte sich Weltmeister Kasparow vom Weltschachbund Fide getrennt und die Weltmeisterschaft im so genannten klassischen Schach in eigener Regie weitergeführt. Die Fide organisierte von 1993 bis 2006 eigene WM-Turniere und änderte dabei mehrfach den Austragungsmodus.
Die Fide-Weltmeister seit 1993:
1993-1999: Anatoli Karpow (Russland)
1999-2000: Alexander Khalifman (Russland)
2000-2002: Viswanathan Anand (Indien)
2002-2004: Ruslan Ponomarjow (Ukraine)
2004-2005: Rustam Kasimdschanow (Usbekistan)
2005-2006: Weselin Topalow (Bulgarien)
...wer die Phalanx der russischen Schachelite durchbricht, ist ein Genie...und wer selbst nach seinem Höhepunkt stets im Gedenken aller Schachinteressierten bleibt, ist ein interessantes Genie... vor allen Dingen dann, wenn er in jüngster Vergangenheit inkognito im Internet Eliteschachspieler zu Verzweifllung gebracht hat ;-)....
...und die Welt dreht sich weiter, Genies gehen, Genies kommen:
Wunderkind: Zug um Zug zum jüngsten Schachweltmeister
Zum drittjüngsten Großmeister in der Geschichte des Schachs hat es der 16-jährige Magnus Carlson bereits gebracht. Im Jahre 2004 sorgte er weltweit für Schlagzeilen, als er den Ex-Weltmeister Anatoli Karpow in Reykjavik schlug. Und für die Zukunft hat der Norweger ein ehrgeiziges Ziel.

Mit fünf Jahren konnte er angeblich schon sämtliche Länder der Erde samt Hauptstädten und Bevölkerungszahlen aufsagen. Mit 16 gilt der Norweger als derart hochbegabter Schachspieler, dass er in der Szene als aussichtsreicher Kandidat zum jüngsten Schachweltmeister aller Zeiten gehandelt wird. Magnus Carlsen hat eine steile Karriere hingelegt. Mit 13 Jahren holte er den Titel des Großmeisters. Inzwischen steht er auf der Weltrangliste des Weltschachbundes Fide auf Platz 17. Das hat in seinem Alter noch niemand geschafft.
Mein Ziel ist es, Weltmeister zu werden“, sagt der 16-Jährige. Zum drittjüngsten Großmeister in der Geschichte des Schachs hat es Magnus bereits gebracht. Bislang gilt der Russe Garri Kasparow, der mit 22 Jahren den Weltmeistertitel holte, als erfolgreichster Jungschachspieler aller Zeiten. "Ein bisschen Zeit habe ich also noch“, sagt Carlsen selbstbewusst. Kasparow selbst sieht in Carlsen einen möglichen Nachfolger.
Die Schachwelt ist über das hohe Maß seiner Kreativität und Energie ebenso erstaunt wie über die Intuition und Nervenstärke des 16-Jährigen. Dass es sich bei Magnus um ein hochbegabtes Kind handelt, wurde seinem Vater schon sehr früh und nicht nur im Hinblick auf die geografischen Kenntnisse des Kleinen klar. "Mit zwei Jahren kannte er alle Automarken, und mit fünf waren seine Lego-Konstruktionen so ausgefeilt, dass er die Gebrauchsanleitungen zurate zog“, berichtet Henrik Carlsen. Doch die ersten Züge auf dem Schachbrett waren kein Kinderspiel. Magnus ist eben nicht im Handumdrehen der "Mozart des Schachs“ geworden, wie ihn die "Washington Post“ euphorisch titulierte. "Ich hätte fast aufgegeben“, erinnert sich Henrik Carlson an die Zeit, als er seinem Sohn Schach beibringen wollte. Magnus hatte mehr Lust, Fußball zu spielen und auf Skiern die Hänge hinabzusausen.
"Ich spiele in erster Linie, um zu gewinnen“ Mit acht Jahren entdeckte er sie dann doch: seine Leidenschaft für Könige und Damen aus Holz – und bestritt sein erstes Turnier. Das war der Beginn eines atemberaubenden Aufstiegs. Magnus Carlsen reist seitdem von Wettkampf zu Wettkampf.
Er wurde immer besser und immer selbstbewusster. 2004 sorgte er weltweit für Schlagzeilen, als er Ex-Weltmeister Anatoli Karpow in Reykjavik schlug. Gegen Garri Kasparow schaffte er nur ein Unentschieden.
Die Zahl der jugendlichen Schachprofis nimmt stetig zu. Mittlerweile gibt es elf, die vor ihrem 15.Geburtstag den Titel des Großmeisters holten. Bobby Fischer war fünfzehneinhalb, als er 1958 Großmeister wurde. Und das galt als Sensation. Inwieweit das Privatleben eines hochbegabten Schachspielers im Teenageralter leidet, lässt sich nur vermuten. Weil Magnus Carlsen viel Zeit für seine Karriere opfert, durchläuft er eine Schullaufbahn für Spitzensportler. "Für mich ist Schach ein Sport. Ich spiele in erster Linie, um zu gewinnen“, sagt er. Die beste Voraussetzung für sein ehrgeiziges Ziel, der jüngste Schachweltmeister aller Zeiten zu werden.
...wenn das Wort "wenn" nicht wäre, und ich damals gemeinsam zum Schachverein mit meinem Brüdercheng gegangen, wäre ich heute auf jeden Fall in einem klar besser: ich hätte kaum schön gespielt, sondern versucht, den Gegner so schnell wie möglich zu töten: schnörkel- und kompromisslos...! Leider sieht die momentane Realität so aus: er spielt mit mir Katz und Maus und lächelt nur müde, selbst wenn ich Materialvorteil habe...! Aber ich gebe nicht auf, ihn und seine Kollegen so weit zu bringen, dass sie weinend das Schachbrett verlassen ;-)
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