Montag, 9. November 2009

Panama

Gretchenfrage für den potentiellen Job als Kundenberater:
  • Gibt es irgendein(e) Unternehmen/Kommanditgesellschaft in Deutschland, das/die bei einer Investition von 5.000 Euro mit einer Laufzeit von 1 Jahr 15 % Rendite garantiert und auch auszahlen kann ???
***

Muttergesellschaft:
  • Amtsgericht: 41061 Mönchengladbach
  • Neueintragung: September 2009
Tochtergesellschaft:
  • W(hiskey) F(oxtrott) F(oxtrott) UG (haftungsbeschränkt) & Co KG
  • Cave: die Tochtergesellschaft finde ich nicht im Internet, kann aber auch sein, dass diese Web-Seite noch im Aufbau ist

Nebeninfo:
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Gedächtnisprotokoll:

langes Gespräch:
  • Habe mit dem Firmenchef gesprochen, ich könne ruhig Werbung für seine Firma machen, dieses unterliegt nicht der Schweigepflicht !
  • der Arbeitsvertrag sieht sauber aus: kein eigenes Geld muss investiert werden !
  • 3 Monate Kündigungsfrist !
  • egal, was und wie er es formuliert hat, es sieht nicht nach einer Scheinfirma aus - im Gegenteil => Räume waren zur Hälfte bezugsfähig, direkt nebenan sogar Nachbarbüros von drei Gerichtsvollziehern !
  • erklärt die Gründungsmotive seiner Firma + kaufmännische Tätigkeit von Jugend auf => "Verkaufen + Organisieren war schon immer sein Ding" (+Krankenpflege +Alternativmedizin, ehemaliger Leiter einer Verkaufsfiliale + Altenheim, Catering uvm.) !
  • er sagt: die Kunden, die aquiriert werden, können in allem einsehen => Handelsregisternummer, Web-Seite etc ... !
  • jedes Jahr eine Hauptversammlung
  • 15 % Rendite seien aus 4-5 Gründen möglich, drei davon habe ich behalten: die Firma muss keinen "Wasserkopf" mitschleppen + keine Bankbeteiligung + keine Schwankungen, da nicht börsennotiert... +... +...
  • hier herrscht kein "Schneeballsystem" !
  • Einarbeitungszeit von 2 Tagen !
  • es sollen noch Handy + Computer gestellt werden => ein Admin muss das Netzwerk noch einrichten !
  • Arbeiten als Mitarbeiter der "ersten Stunde" !
  • stellt uns die anderen Räumlichkeiten vor, u.a. will er auch mit CO2-Zertifikaten handeln !

trotzdem:
  • 5.000 Euro + Laufzeit 1 Jahr => 15 % Rendite ???
  • gibt es Irgendeinen aus der Mittelschicht, der diese Summe riskiert ?

Um diese Frage zu klären, vorab das EXPOSE der Firma:


Die Gesellschaft:

Die W(hiskey) F(oxtrott) F(oxtrott) UG (haftungsbeschränkt) & Co KG ist seit 2009 - als Tochterunternehmen der S(ierra) t(ango) t(ango) r(omeo) u(niform) m(ike) p(apa) e(cho) n(ovember) UG mit Sitz in Mönchengladbach und Eigentümerin eines umfangreichen Grundbesitzes - tätig im Bereich der Grundstückverwertung in Panama und befasst sich mit der ökologischen Bewirtschaftung eines 3.000 ha. großen Areals mit über 5.000.000 Teakholzbäumen in der Provinz Chiriqui im Südwesten Panamas in unmittelbarer Nähe des Pazifischen Ozeans !
  • Cave: er sprach aber davon, dass er mittlerweile mehr zusammengekauft hätte !
Die Gesellschaft vermarktet jährlich ca. 1 % des Baumbestandes. Damit der Baumbestand erhalten bleibt, werden für jeden gefällten Baum 10 junge Teakholz-Setlinge gepflanzt und sorgsam im Wachstum durch unsere Mitarbeiter vor Ort begleitet !
  • Info: ein Teakbaum braucht ca. 15-20 Jahre um erwachsen zu sein ! Wenn er gefällt wird, kommen 10 Setzlinge nach, wobei von denen der stärkste wieder angepflanzt wird !

Wirtschaftliche Bedeutung von Panama

Panama gehört zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften Mittelamerikas mit einem Bruttoinlandsprodukt, das durch die Verbreiterung des Panama-Kanals in den nächsten Jahren noch kräftig steigen wird
  • Cave: lt. wikipedia und nach meinen Kenntnissen sieht es nicht sehr rosig mit der Wirtschaft aus => Zitat: "Die Gesamtzahl der Arbeitskräfte Panamas, die einer regulär bezahlten Arbeit nachgehen, liegt bei weniger als einem Drittel der Gesamtbevölkerung" + " Die Handelsbilanz ist negativ". (de.wikipedia.org)
Die Voraussetzungen für ausländische Investoren sind als optimal zu bezeichnen, zumal die USA darüber wachen werden, dass politische Stabilität gewährleistet bleibt wegen der strategischen Bedeutung, die der Panama-Kanal nun mal eindeutig hat.
  • Cave: "Für die Wirtschaft, die bereits unter den Sanktionen der Vereinigten Staaten litt, bedeutete der amerikanische Einmarsch vom Dezember 1989 einen weiteren Rückschlag " (de.wikipedia.org)
Einige deutsche Unternehmen unterhalten in Panama Regionalbüros für die zentralamerikanische und karibische Region oder selbständige Niederlassungen.
  • Im Außenhandel spielt Deutschland als Abnehmer von Bananen und als Herkunftsland von Fertigerzeugnissen, inbesondere von Fahrzeugen und chemischen Vorprodukten eine gewichtige Rolle.
Panama ist Schwerpunktland deutscher Investitionen in Zentralamerika, deutsche Unternehmen sind zudem an der Ausschreibung und Durchführung der Kanalerweiterung beteiligt.
  • Bilfinger & Berger baute die zweite Kanalbrücke ("Centenario"), die in 2005 für den Verkehr freigegeben wurde.
Panama ist nicht mehr Partnerland der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.
  • Von Kleinstprojekten abgesehen, werden finanzielle Hilfen aufgrund des vergleichsweise hohen Entwicklungsstandards nicht gewährt.
Die technische Hilfe lief 2004 aus.
  • Allerdings wird Panama weiterhin im Rahmen staatenübergreifender regionaler Projekte gefördert und Deutschland trägt einen erheblichen Teil zur Finanzierung der Kooperation der EU mit Panama bei.

Politische Beziehungen

Deutschland unterhält mit Panama seit 1953 ununterbrochen diplomatische Beziehungen. Das bilaterale Verhältnis ist gut und unproblematisch und hat sich in jüngster Zeit erheblich intesiviert.

Sichtbares Zeichen ist der dichte Besucheraustausch:
  • 2006 Besuch von Außenminister und Vizepräsident Lewi Navarro sowie Handelsminister Ferrer in Hamburg und Berlin.
  • April 2007 Besuch von Bundesminister Steinmeier mit großer Delegation in Panama.
  • Oktober 2007 Besuch von Präsident Torrijos, begleitet von Außenminister Lewis Navarro in Berling und Hamburg.
  • Zwei Reisen deutscher Parlamentarier in 2007 nach Panama.
  • Teilnahme von Landwirtschaftsminister Guillermo Salazar Nicolau an der "Grünen Woche" in Berlin im Januar 2008.

Forstwirtschaft

Wälder bedecken ca. 45% der Landesfläche.
  • Eine nationale Forstbehörde verwaltet einen Großteil der Waldflächen - etwa 2/3 stehen unter Schutz, das verbleibende Drittel wird als Wirtschaftswald genutzt.
  • Die Wälder umfassen u.a.umfangreiche Baumbestände an Teakholz, Mahagoni und Eukalyptus.
  • Cave: Eukalyptus = Monokultur !
Es vergehen 15-20 Jahre bis die Holzqualität und der Durchmesser eines Stammes den Anforderungen genügen und ein Baum gefällt werden kann.
  • Die W(hiskey) F(oxtrott) F(oxtrott) UG & Co KG verfügt über ein Areal von insgesamt 3.000 ha bestehender Bewirtschaftung in Einklang mit den Ökologischen Erfordernissen erfahren wird.

Die Beteiligung

Die W(hiskey) F(oxtrott) F(oxtrott) UG & Co KG bietet interessierten Anlegern, mit dem Wunsch nach einer rentablen aber dennoch sehr konservativ ausgerichteten Investition, die Möglichkeit sich mit einem KG-Anteil an dieser - auf Erhaltung der tropischen Regenwälder basierenden - Unternehmung zu beteiligen.
  • Die Mindestinvestion beträgt 5.000,00 Euro mit einer gleichbleibenden garantierten jährlichen Rendite von 15 %.

Die Laufzeit

Im Gegensatz zu den bisher üblichen- Beteiligungsbedingungen anderer Anbieter kann der W(hiskey) F(oxtrott) F(oxtrott)-Kommanditist Kündigungsfrist, nach mindestens einem Jahr Laufzeit seiner Beteiligung, zum Ende des Jahres kündigen.


Die Auszahlungstermine

Die Auszahlung der garantierten Rendite findet jeweils in der ersten Kalenderwoche eines jeden Jahres auf das vom Kommanditisten angegebenen Konto statt.
  • Die Auszahlung einer fristgerecht gekündigten Beteiligung findet ebenfalls in der ersten Kalenderwoche des Jahres statt, das auf das Beteiligungsjahr folgt.

Beitrittserklärung
  • [...]
  • Einlage EUR (mind. 5.000,00 höhere Beträge durch 1.000 ohne Rest teilbar)
  • [...]
Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht:
  • Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 2 Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, e-mail) widerrufen.
  • Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform.
  • Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufes.
  • Der Widerruf ist zu richten an die Gesellschaft.

Widerrufs folgen:
  • Im Falle eines wirksamen Widerrufes sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurück zu gewähren und ggf. gezogene Nutzungen herauszugeben.
  • Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden.
  • Die Frist beginnt für Sie mit der Absendung der Widerrufserklärung, für uns mit deren Empfang.
Ende der Widerrufsbelehrung


Fragestellung: kann man anhand der Widerrufserklärung die Seriosität eines Unternehmens bewerten ?


Gesellschaftervertrag:

§ 1 Firma und Sitz
  • Die Gesellschaft hat die Firma W(hiskey) F(oxtrott) F(oxtrott) UG (haftungsbeschränkt) & Co KG
  • Sitz der Gesellschaft ist Viersen.
§ 2 Gegenstand des Unternehmens
  • Gegenstand des Unternehmens ist die Vermarktung von Holzprodukten, insbesondere von Teakholz.
§ 3 Gesellschaftskapital/Gesellschafter
  • ...
§ 4 Gesellschafterkonten
  • ...
§ 5 Geschäftsführung/Vertretung
  • ...
§ 6 Kontrollrechte
  • ...
§ 7 Gesellschafterversammmlung
  • ...
§ 8 Gesellschafterbeschlüsse
  • ...
§ 9 Beirat (Zusammensetzung)
  • ...
§ 10 Jahresabschluss / Gewinn und Verlust
  • ...
§ 11 Verfügung über Kommanditanteile
  • ...
§ 12 Dauer / Kündigungen / Auflösungen
  • ...
§ 13 Abfindung / Entschädigung
  • ...
§ 14 Handelsregisteranmeldungen
  • ...
§ 15 Geschäftsjahr / Bekanntmachungen
  • Bundesanzeiger
§ 16 Schiedsgericht
  • ...
§ 17 Teilunwirksamkeit / Vertragsänderungen
  • ...
§ 20 Gerichtsstand
  • ...
gez: 30.10.2009, Viersen

***

Leitfaden Broschüre
  • ...
Argumentationen Broschüre
  • ...
Leitfaden Verkäufer
  • ...ZentriertA
Argumentation Verkäufer
  • ...
Vermeiden Sie:
  • ...
***

Arbeitsvertrag

§ 1 Beginn des Arbeitsverhältnisses

§ 2 Probezeit

§ 3 Tätigkeit

§ 4 Arbeitsvergütung

§ 5 Arbeitszeit

§ 6 Urlaub


§ 7 Krankheit

§ 8 Verschwiegenheitspflicht
  • s. "ausdrücklich gefragt, ob ich Werbung machen darf => ja, das ist wünschenswert !"
§ 9 Nebentätigkeit

§ 10 Vertragsstrafe

§ 11 Kündigung


§ 12 Verfall- /Ausschlussfristen

§ 13 Zusätzliche Vereinbarungen

§ 14 Vertragsänderungen und Nebenabreden

***

.... jetzt folgt ein "Erfahrungsbericht" aus dem Internet ...

***

Affären: Grüner Flop

entnommen aus:

spiegel.de

Autor: Sebastian Knauer
Deutsche Öko-Anleger investierten in Teakholzplantagen - doch ein Teil der Gelder verschwanden auf karibische Konten.

Die Prospekte der Zürcher Firma Prime Forestry waren vom Feinsten:

  • Bilder von panamaischen Wäldern, schöne Frauen bei der Arbeit, dazu Grafiken der zu erwartenden Gewinne.
  • "Unsere Teakplantagen sind profitabel, umwelt- und sozialgerecht", schwärmten die Waldverkäufer,
  • "Sie können mit einer zweistelligen Rendite rechnen."

Das Geschäftsmodell schien clever ausbalanciert.

  • Die Anleger durften sich wie ökologisch korrekte Gutmenschen fühlen und trotzdem, ganz eigennützig, ihr Vermögen mehren.
  • Einerseits konnten sie dazu beitragen, die weltweite "illegale Abholzung" der Regenwälder aufzuhalten.
  • Andererseits verhießen steigende Teakholzpreise satte Gewinne - wenn nach 20 Jahren die Bäume geerntet würden.

Den Investoren, genannt Baumpartner, die beispielsweise 28 000 Euro für einen Hektar mit 1111 Bäumen einzahlten, wurde eine Verzinsung von über 14 Prozent versprochen.

  • "Mit Prime Forestry", so hieß es, "sind Sie auf der sicheren Seite."

Die Zürcher Staatsanwaltschaft sieht das inzwischen anders.

  • Anfang August ließ sie Privat- und Geschäftsräume von ehemaligen Managern der Öko-Anlagen-Firma durchsuchen.
  • Der Ex-Vorstandsvorsitzende Kurt Emil Meier und zwei Vorstandskollegen kamen vorübergehend in Untersuchungshaft, gegen weitere Mitarbeiter der Forstfirma sind internationale Haftbefehle beantragt.
  • Staatsanwalt Martin Grob geht dem Verdacht nach, dass die - zumeist deutschen - Anleger "um fünf bis zehn Millionen Euro" geprellt wurden.

Der Fall Prime Forestry zeigt, wie leicht umweltbewusste Anleger auch mit zweifelhaften Öko-Produkten gelockt werden können.

Experten schätzen den boomenden Markt für "nachhaltige Kapitalanlagen" in
  • Wind,
  • Wasser,
  • Solar,
  • Bio-Energie
oder eben
  • Regenwaldplantagen
allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf 12,4 Milliarden Euro.
  • Doch manche der Geschäfte mit dem guten Gewissen bergen erhebliche Risiken.
  • Und immer mehr Abzocker entdecken den Markt.

Die Masche mit dem Teakholz aus Panama ordnet Staatsanwalt Grob als "dickes Kaliber" ein.

  • Nach seinen Erkenntnissen soll das Anlegerkapital in ein Firmengeflecht in der Karibik geflossen sein.
  • Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Panama und die British Virgin Islands und eine dort ansässige Firma namens Green Development Forestry Company.
  • Sie wurde von dem US-Amerikaner Richard Breuer gegründet, einem langjährigen Geschäftspartner von Meier.
Der Geldsammler selbst will die Vorwürfe nicht kommentieren.
  • Über seinen Anwalt Urs Hess-Odoni lässt er nur mitteilen, dass "man an einer Veröffentlichung nicht interessiert" sei.

Seinen Anfang nahm der Öko-Krimi 2002, als Meier in Panama und Zürich die Firma Prime Forestry Group (PFG) gründete.

  • In der Schweizer Finanzmetropole mietete er, für 45 000 Schweizer Franken monatlich, vier Etagen an, einschließlich eines Konferenzraums im Penthouse.
  • 60 Mitarbeiter wurden für den Vertrieb per Telefonmarketing angestellt.

Nach außen sorgte Meier für einen seriösen Auftritt, band honorige Leute in das Projekt ein:

  • Carol Franklin Engler, die ehemalige Geschäftsführerin der Schweizer Dependance des World Wide Fund for Nature (WWF), berief er in den Verwaltungsrat.
  • Ein panamaischer Minister erhielt einen Sitz im Gremium einer PFG-Tochtergesellschaft;
... und für die Homepage des Unternehmens ließ sich sogar Panamas Präsident Martin Torrijos nebst Ehefrau im Rangerlook ablichten.

Werbeträchtig bediente sich die PFG zudem eines renommierten Öko-Siegels aus Deutschland.

  • Das Forest Stewardship Council (FSC) vergibt so etwas wie den blauen Umweltengel des Waldes. Das Signet steht für umweltgerecht gemanagte kommerzielle Forste.
  • "Prime Forestry hat, trotz Abmahnungen, unser Siegel über Jahre zu Unrecht verwendet", sagt Guido Fuchs vom FSC.

Der ganze Aufwand wirkte prächtig. Etwa 3500 Anleger ließen sich von den beharrlichen

  • Telefon-Akquisiteuren,
  • Anzeigen in Wirtschaftsblättern
sowie den
  • glänzenden Broschüren ("Business and Nature in Harmony")
überzeugen - bis Mitte 2005 sammelte die PFG insgesamt 63 Millionen Franken ein.
  • Viele werden nicht gewusst haben, dass Meier bereits in den achtziger Jahren eine Anlagefirma in die Pleite getrieben hat (SPIEGEL 49/1988).

Wer von den Teakholzanlegern etwas genauer wissen wollte, was mit seiner Einlage geschieht, dem wurde von Meiers Lebensgefährtin eine "Plantagen-Tour" für 1270 Dollar exklusive Flug angeboten.

  • Vor Ort bekamen die Investoren tatsächlich Bäume zu sehen.
  • Gut drei Millionen wachsen auf PFG-Plantagen den angeblich hohen Renditezielen entgegen.
  • "Für mich war alles im grünen Bereich", so Carol Franklin über ihren Panama-Trip.
  • "Von irgendwelchen Machenschaften habe ich nichts mitbekommen."

Als Verwaltungsrätin hätte sie eigentlich das Gebaren der PFG kontrollieren sollen.

  • Doch ihr entging sogar, was Marktkennern nach einem Blick in den Prospekt auffiel: dass die Anteile um ein Vielfaches zu teuer verkauft wurden - da blieb reichlich Geld übrig, von dem dann nach Erkenntnissen der Fahnder viel auf verschlungenen Pfaden verschwunden sein soll.

Nun will Franklin, 55, die einem Insolvenzverwalter unterstellte PFG vor der Abwicklung und die Anleger vor einem Totalschaden bewahren.

  • In einer "Auffanggesellschaft" sollen die Plantagen weitergeführt werden.
  • 90 Prozent der Investoren hätten sich bereit erklärt, Geld nachzuschießen.
  • Rund sechs Millionen Euro seien nötig, um das Projekt zu retten.

Viel Zeit darf die Geschäftsfrau, ehemals Direktorin beim Versicherungskonzern SwissRe, nicht verstreichen lassen.

  • Denn die Pflege der jungen Teaksetzlinge entscheidet maßgeblich, ob das Holz später für den Yachtbau oder für exklusive Gartenmöbel taugt.

SEBASTIAN KNAUER

* Mit seinem US-Partner Richard Breuer und einem PFG-Vorstandskollegen.


***
Zwischenfazit:

das sieht überhaupt nicht gut klar und eindeutig für meine Entscheidungsfindung aus:
  • auf der einen Seite habe ich diesen Arbeitstipp von einem Kollegen erhalten, der den Firmenchef seit über 30 Jahren kennt => warum sollte die erste Person mir etwas "Dubioses" anbieten, wenn ich sie theoretisch jeden Tag sehen und ihr das unter die Nase reiben könnte ???
  • auf der anderen Seite spricht der Spiegel-Bericht eine ganze klare Sprache, die man nicht unterschätzen sollte
Kann es sein, dass vll. im Zuge der Rettung der "jungen Teaksetzlinge" andere finanzkräftige Unternehmen einspringen wollen und können ?! Man darf auch nicht vergessen, dass immer mehr 3.Welt- und Schwellenländer daran denken, kontrollierten Anbau von wertvollen Hölzern in Form von Setzlingen in die Wege zu leiten.

Es folgt ein weiterer Bericht aus dem Internet, um vll. ein bisschen mehr Klarheit zu bekommen!

***

Im Rausch des grünen Geldes

entnommen aus:

Forst und Holzwirtschaft: bauminvest.de

Freitag, 12.Sept. 2008

von Sandra Makowski, London


Grün ist in. Wer etwas auf sich hält, der schützt die Umwelt, vermeidet den Ausstoß schädlicher Klimagase und liebt den Wald als Kohlenstoffsenke. Und mit allem, was im Trend liegt, kann man auch Geld verdienen. Vielleicht weniger als Milchbauer, Forstwirt oder Sägewerker, dafür aber vielleicht als Kapitalanleger in der - wie es in der Finanzbranche heißt - Assetklasse Wald und Holz ? Die Stichworte heißen Indexfonds, Direktbeteiligungen an Wäldern und "Baumsparverträge". Ein Tummelplatz für Idealisten und Finanzwirte, die häufig aber das Unwissen eint, wie die Forst- und Holzwirtschaft tickt. Die Autorin hat sich zu dem Thema bei Finanzexperten, Verbraucherschützern aber auch in der Branche umgehört.

Holzinvestments sind der letzte Schrei auf dem deutschen Kapitalanlagenmarkt. Davon zeugen nicht zuletzt die Schlagzeilen in der Presse: Das "Handelsblatt" schreibt von einem "Brennstoff für das Portfolio", von "profitablen Holzwegen" schwärmt die Wirtschaftswoche. Und das Hamburger Wochenblatt "Die Zeit" beschreibt Holz als "den Stoff, aus dem derzeit so mancher Anlegertraum geschnitzt wird. "

Geld wächst aus Bäumen:

Für viele Anleger ist es dabei nicht zuletzt eine schöne Vorstellung, dass mit dem eigenen Geld irgendwo auf der Welt ein paar Bäume wachsen. "Der Markt für nachhaltige Geldanlagen ist aus der Nische herausgetreten" erklärt Stefan Rostock, Referent der Umwelt- und Entwicklungsinitiative German-watch. Investments in diese so genannten nachhaltigen Anlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz seien allein 2006 um 37% angewachsen; mit einem geschätzten Volumen von 20Mrd. Euro ist die Öko-Ecke in der Finanzwelt ein wichtiger Player geworden. "Die Frage: Was macht mein Geld, wenn ich es bei der Bank abgebe ? ist auch für Normalanleger nicht mehr unüblich", berichtet Rostock.

"So eine physische Geldanlage ist für den Anleger verständlich und als nachhaltige Investitionsform natürlich auch sympathisch" meint Prof. Peter Meier, "da ist die Wirkungsweise eines Hedgefonds schon schwieriger zu vermitteln." Der promovierte Volkswirt ist Professor an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und leitet das dortige Zentrum für Alternative Investments & Risk Management. Zusammen mit Markus Altwegg hat er ein Buch über die Anlageklasse Holz veröffentlicht (Timberland: Holz - die grüne Anlageklasse, Gabler Verlag 2008).

Wenn allerdings viele über das angebliche Gleiche schreiben, dann ist trotzdem nicht immer dasselbe gemeint. Die Investitionsmöglichkeiten sind genauso vielfältig wie unterschiedlich. Während etwa der "Baumsparvertrag" den Laien mit Ökogewissen sucht, wenden sich Zertifikateanbieter an die börsenerfahrenere Klientel.

Direktinvestitionen in Waldflächen

Eine der ältesten Anlageformen in Wald und Holz kommt aus den USA. Dort setzen institutionelle Anleger wie Investments spezialisierten Beratungsunternehmen: "Das Gute an Wäldern ist einfach zu erklären. Wenn Sie einen Wald haben und die Preise für Holz fallen, lassen Sie ihn einfach stehen." Caudex Capital konzentriert sich auf Wälder und Produkte "bis maximal zur Sägemühle". Für Investitionen an einer späteren Stelle der Produktionskette erkennt Bayer zwar größere Margen aber auch höherer Risiken. Doch auch bei der Waldbewirtschaftung lauern viele Fehlerquellen, erläutert der Finanzier. Vom Wassermanagment bis zu geeigneten Abtransportmöglichkeiten der Stämme. "Die Holzindustrie funktioniert seit 3000 Jahren, aber nur weil Fachleute daran arbeiten", so Bayer.

Der weltgrößte Waldinvestor, die US-amerikanische Hancock Timeber Resource Group (HTRG), setzt zur Risikominimierung auf eine breite Streuung und Investitionen in Waldgebiete in mehreren Kontinenten. 1985 als Teil der Hancock-Gruppe gegründet, verwaltet dei HTRG inzwischen ein Investitionsvolumen von mehr als 7 Mrd. US-Dollar. Pensionsfonds, Versicherungen und Stiftungen bilden den größten Teil der Kundschaft. "Wir empfehlen unseren Kunden, global zu diversifizieren (=Ausweitung des Sortiments)", erklärt etwa Dr. Court Washburn, Investment-Chef des Unternehmens, das Wälder in den USA, Neuseeland, Australien und Kanada bewirtschaftet.

Eine Alternative mit normalem Aktienmarktrisiko: Zertifikate

Zertifikate gehören zu einer noch sehr jungen Generation von Geldanlagen, das erste Produkt dieser Art wurde 1989 von einer Bank emittiert. Hier erwerben Anleger nicht die Aktien eines Unternehmens, sondern setzen auf die Entwicklung verschiedener Kurse - sie schließen also gleichsam eine Wette ab. Bei einem Zertifikat nimmt der Anleger an der Kursentwicklung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten teil, etwa an der Tendenz eines zusammengestellten Korbes verschiedener Einzelwerte ("Basiszertifikat") oder an der Entwicklung eines festgelegten Index ("Indexzertifikat").

So hat die Deutsche-Bank-Tochter DWS Investments das Zertifikat "DWS Global Forest and Timber TR Index" emittiert, bei dem die Anleger auf die günstige Entwicklung von Unternehmen setzen können, die große Waldflächen besitzen und/oder in der Holz- oder Papierindustrie tätig sind, darunter der US-amerikanische Waldbesitzer Plum Creek Timber Co oder der skandinavische Zellstoffproduzent SCA. "Wir sind grundsätzlich überzeugt, dass Wald eine gute Anlage ist", sagt Sprecher Klaus Gruber. Allerdings stellte sich die Nachfrage bisher "eher zurückhaltend" dar.

Ganz ähnlich funktionieren das "UBS Global Timber Index-Zertifikat", das die 15 größten Unternehmen aus dem Holz- und Forstwirtschaftssektor abbildet und auch der von der Investment-Bank Goldmann Sachs aufgelegte Open-End-Zertifikat "S & P Global Timber & Forestry Index". Bei letzterem setzen Anleger auf die Entwicklung von aktuell 25 börsennotierten Unternehmen aus zehn Ländern, wie Plum Creek und Stora Enso. "Die Anleger unseres Zertifikats investieren in Aktiengesellschaften, die aufgrund ihrer Markstellung von dem Boom profitieren sollten", erklärt der Sprecher des Bankhauses, Dirk Heß.

Mit Zertifikaten aus der Branche sollen Anleger von der steigenden Attraktivität von Holz profitieren, ohne den entscheidenden Nachteil von Waldbesitz in Kauf nehmen zu müssen. Denn wer beispielsweise in das Portfolio des "Forest-Opportunity"- Zertifikats der Landesbank Berlin investiert, kann leichter über sein Geld vefügen als ein Anteilseigner an einem Wald. "Die wesentlichen Vorteile eines Zertifikats gegenüber einer Direktbeteiligung an Wäldern sind die Fungibilität (=Austauschbarkeit, die Red.) und die Liquidität", erklärt Frank Klingenhöfer, Zertifikat-Experte der Berliner Bank. Andererseits unterliegen derartige Wertpapiere im Gegensatz zu Waldinvestments immer dem normalen Aktienmarktrisiko. Wer in "Forest Opportunity" investiert, ist etwa am Börsenerfolg von Sappi, Sonae oder Pfleiderer beteiligt. Bisher sei das Zertifikat, so Klingelhöfer, auf eine große Resonanz gestoßen.

Dieses normale Aktienmarktrisiko wird dabei von unerfahrenen Anlegern gerne unterschätzt. Zu leicht kann man sich aber auch von schönen Werbebotschaften blenden lassen. Etwa wenn die österreichische Raiffeisen Centrobank ihr "Holz-Nachhaltigkeits-Basket" anbietet oder ABN Amro aus den Niederlanden ein Zertifikat mit den Worten "unentdeckte Rohstoffperle" anpreist. Ein Blick auf die Entwicklung von so manchem Angebot ist nämlich - trotz der Rohstoffhausse (= anhaltender starker Kursanstieg, Ggtl.=Baisse) an den Börsen - ernüchternd. Die Zertifikate haben, urteilte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die Anleger "bislang nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen können".

Seit Herbst 2006 gehört auch bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt ein Holz-Basket zum Angebot. Zur Auswahl der beteiligten Unternehmen setze man auf eine umfassende eigene Recherche, auf legale Holzeinschlagmethoden ebenso wie auf eine entsprechende Mindestmarktkapitalisierung, kommentiert Heiko Weynand von dem in Düsseldorf ansässigen Bankhaus. Allzu euphorischen und einseitigen Einschätzugnen steht Weynand skeptisch gegenüber. "Da wird sehr schnell das Totschlagargument von den chinesischen und indischen Mittelschichten angeführt", berichtet der Zertifikat-Experte. Bisher sei die Perfomance stark schwankend gewesen. "Aber wir haben uns nie in die Verlustzone bewegt", sagt Weynand. Das Bankhaus ist aber von der Attraktivität der Geldanlage überzeugt. "Die Idee hinter unserem Holz-Basket ist natürlich, dass bei Holzunternehmen eine wachsende Nachfrage besteht", berichtet Weynand.

Wo aber Zertifikate aufgelegt werden, wird aber auch geprüft, von Ratingagenturen. Wenngleich diese derzeit nicht den allerbesten Ruf genießen, so klingt der Rat der Ratingagentur Scope Analysis zwar nach Börsenbinsenwahrheit aber durchaus vernünftig. Die Berliner haben verschiedene Holzinvestments untersucht und empfehlen Anlegern Diversifizierung. "Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn Anleger, die in Holz investieren möchten, sowohl in Titel aus dem Holzanbau wie auch der verarbeitenden Industrie setzen", sagt etwa Sasa Perovic, Leiter Zertifikats-Analyse von Scope. Ein gutes Portfolio zeichne sich durch eine gute Mischung aus, etwa zwischen Unternehmen, die Wald selbst besitzen und damit von steigenden Holzpreisen direkt profitieren, und Holz verarbeitende Industrien.

"Sehr gute Investionschancen bieten Unternehmen wie etwa der finnische Konzern Stora Enso, der sowohl Forstbetriebe als auch verarbeitende Werke verwaltet, diese Unternehmen können ihre Marktpositionen mit den steigenden Holzpreisen sogar noch festigen", urteilte Perovic im Juli. Wer allerdings schon im Oktober 2007 bei den Finnen eingestiegen ist, der weiß, dass auch bei den Ratingagenturen gefundenen Vorteilen Unterschiede zwischen Theorie und Praxis bestehen. Die Stora-Enso-Oy-Stammaktie (FI 0009005953) verlor seit Herbst (13,69 Euro) bis heute knapp die Hälfte ihres Wertes (7 Euro).

Aktien in Einzelunternehmen

Mit den Investitionen in Einzelwerte erhöht sich das Risiko, welches Zertifikate über eine breitere Streuung auszublenden versuchen, noch einmal deutlich. Wer den vollmundigen Versprechungen selbst ernannter Börsenexperten allzuschnell glaubt, der muss womöglich den finanziellen Schaden tragen. So empfahl vor einigen Monaten das für seine Seriosität bekannte Wirtschaftsmagazin "Capital" seinen Lesern, Aktien "des interessanten deutschen Titels" Pfleiderer zu kaufen. Die Begründung: der Hersteller von Werkstoffen und Laminatböden könne die steigenden Kosten für Material und Energie an die Kunden weitergeben.

tobeco


(thx a lot AT (Industriekauffrau) for the hints ;-)

&

ZI-KU-MA GmbH

Sonntag, 8. November 2009

... die Ausarbeitungen von Charlotte Bühler haben mir endlich einen kleinen Hinweis darauf gegeben, warum ich gedanklich geistig etwas aggressiver bin als mein Zwillingsbruder !

Mit drei oder vier Jahren kamen wir von Sumatra (Indonesien) in den Ruhrpott (Deutschland). Wann immer es im Kindergarten Ärger mit männlichen Kollegen kam, wurde nicht lange gefackelt und diskutiert, es wurde sich sofort gebalgt oder leicht geprügelt. Da wir damals schon körperlich schwächer waren als die anderen, ging das immer so:
  • einer von uns beiden attackiert den Oberkörper des Gegners
  • der andere rutscht auf den Boden und hält die Beine und Füße fest
  • der Gegner lag sofort auf den Boden, von dort wurde in den Schwitzkasten genommen bis er aufgab !
Diese Methode haben wir dann auch bis zur 2. Klasse in der Grundschule am Blötter-Weg in Mülheim/Ruhr angewandt, immer mit Erfolg: ich glaube, zu zweit haben wir nie einen Kampf verloren ;-)

Plötzlich wurde aber mein Bruder zum verfrühten Pazifisten und beteiligte sich nicht mehr an solchen Aktionen. Das war mir aber letztendlich egal - es wurde allein weiter gekäbbelt und geprügelt, egal ob ein Itacker, Jugo, Türke, Pollacke oder Deutscher vor mir stand. So mancher Milchzahn und blutige Nase oder dickes Auge mussten halt daran glauben, das eigene Blut schmeckte immer so eisenhaltig, aber interessant ;-)

Selbst nach dem erneuten Umzug nach Jakarta (Java/Indonesien) habe ich mich in der "Deutschen Internationalen Schule" mit den neuen Schulkameraden gefetzt. Ich kann mich noch genau erinnern: die Schläge wurden schon härter und die Schmerzen nach jedem Ringkampf oder jeder Prügelei größer.

Und dann kam auch für mich in der 5. Klasse die Stunde des Pazifismus - in einer Sportstunde fängt Thomas S. einen Streit mit mir an, und schon liegen wir balgend auf dem Boden. Irgendwann gewinnt er die Oberhand, und normalerweise geht die Auseinandersetzung trotzdem solange weiter bis der Lehrer uns trennt, aufgeben tu ich nie und nimmer !

Doch ich schaue ihn nur kurz an und sage ganz unvermittelt: "Ich gebe auf !" und der Kampf ist sofort beendet. Ich weiß bis heute nicht, warum, aber diese gegen meine Natur gerichtete Entscheidung kam ganz automatisch wie aus heiterem Himmel. Danach habe ich mich nie mehr wieder geprügelt. Es ist auch die Jahre danach einfach die Erkenntnis gereift, dass Schläge tödlich enden können oder zumindestens mit großen gesundheitlichen Risiken verbunden sind.

Doch die Lust, sich zu prügeln, nur um den anderen zu zeigen: "Hör mal, bis hier und nicht weiter !" ist noch sehr lange geblieben, und das liegt wohl daran, dass ich in den entscheidenden Kinderjahren, so wie es Charlotte Bühler formulierte, keine Angst vor Niederlagen hatte: "Ältere Mäuse jedoch, die früher andere Erfahrungen gemacht hatten und nun solche Niederlagen hinnehmen mussten, wurden nicht in demselben Grade eingeschüchtert."

Mittlerweile habe ich aber auch das Stadium meines twin-brothers erreicht, in dem nicht mal im Ansatz an unnütze und kontraproduktive Prügeleien gedacht wird !

Manchmal glaube ich auch, dass die Brille mich vor großen Schaden bewahrt hat. Nach all den Prügeleien und Ringkämpfen ging immer die Brille zu Bruch, was auf Dauer finanziell nicht mehr tragbar gewesen wäre. Außerdem hat man als Brillenträger einen nicht unwesentlichen Nachteil in einer körperlichen Auseinandersetzung. Da sagt der Gegner auch schon mal zu Recht: "Gegen einen Brillenträger trete ich nicht an, das wäre unfair !"

10. Der Faktor Zeit in der Entwicklung

Außerordentlich wichtig ist,wie Tierexperimente bewiesen haben, für die Reifung und Entwicklung der Faktor Zeit. Das heißt, gewisse Reize oder andere Einwirkungen müssen von der Außenwelt zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt geboten werden, um einen Fortschritt möglich zu machen, der eben nur zu diesem Zeitpunkt erfolgen kann. Wenn zum Beispiel frisch geschlüpfte Küken zunächst in einem dunklen Raum gehalten werden, so sind sie später für immer weniger geschickt im Picken, weil dies hauptsächlich in den ersten Tagen und Wochen gelernt werden muss.

Der Tierpsychologe Konrad Lorenz hat in berühmten Experimenten - erstmals mit Wildgänsen- gezeigt, dass ihr Verhalten zu einem gewissen Zeitpunkt eine definitive Prägung erfährt: Das erste lebende Wesen, das die aus dem Ei schlüpfenden jungen Gänsen sehen, "nehmen" sie als Eltern "an" - sie folgen ihm, betteln es an. Normalerweise ist dieses Wesen eine Wildgans; ist es aber - im Versuch - ein Mensch, so bleiben die Wildgänse auf diesen "geprägt".

Von großer Bedeutung für Schlussfolgerungen auf Menschenkinder ist ein interessantes Experiment mit Mäusen: junge Mäuse wurden wiederholt in einen Käfig gebracht, in dem eine zum Kämpfen trainierte, besonders starke Maus sie angriff und prompt besiegte. Je jünger die Mäuse waren, die in dieser Weise frühe Niederlagen erlitten, desto zaghafter und furchtsamer verhielten sie sich auch noch als erwachsene Tiere. Ältere Mäuse jedoch, die früher andere Erfahrungen gemacht hatten und nun solche Niederlagen hinnehmen mussten, wurden nicht in demselben Grade eingeschüchtert.

Parallele Tatsachen kann ich aus meinen psychotherapeutischen Erfahrungen berichten. Wiederholt ließ sich eine extreme Aggressivität oder ein furchtsames Sich-Zurückziehen in Kampfsituationen auf ganz frühes "Training" zurückführen. Der eine Patient beispielsweise hatte eine Mutter, die schon den Zweijährigen ermunterte, zuzuschlagen, wenn ein anderes Kind ihm in den Weg kam, der andere dagegen stand unter dem Einfluss einer Mutter, die ihren Pazifismus in einem Grade vertrat, dass sie ihrem Vierjährigen verbot, sich je in eine Prügelei einzulassen, und ihm einprägte, davonzulaufen, sobald jemand ihn angreife.

Aggressivität und Furchtsamkeit haben natürliche auch noch andere Wurzeln als diese. Wichtig ist jedoch, sich der bedeutsamen Rolle früher Anregungen und Versagungen bewusst zu sein, und das um so mehr, als es sich bei solchen frühen Entwicklungen auf das Kind meist um Dinge handelt, die den Eltern durch Gebrauch und Tradition oder aus dem Kontakt mit ihrer Umgebung bekannt sind oder werden. Am wichtigsten aber sind von Anfang an gewisse seelische Einwirkungen, Mutterliebe vor allem, und dem jeweiligen Alter des Kindes entsprechenden Anregungen.

Doch auch später im Leben macht man immer wieder die Erfahrung, dass man gewisse Ding zu einem bestimmten richtigen Zeitpunkt haben muss - andernfalls wird es "zu spät".

"Zu spät" für was ?

Für das Zustandekommen gewisser innerer Entwicklungsfortschritte. So gehören Liebe, Ehe, Kinderzeugung, beruflicher Erfolg zu diesen gesunden grundlegenden Erfahrungen, die zu gewissen Zeitpunkten notwendiger erscheinen als alles andere. Die meisten sind seelischer Natur.

Eine wichtige Ausnahme macht die Sexualität ! Die Sexualbedürfnisse des Menschen sind zwar in ihrer Entwicklung in der Pubertät, die durch Umgebungseinflüsse wesentlich zu ihrer gesunden Entfaltung bei. Dies gilt ganz besonders für die Entwicklung in der Pubertät, die durch Umgebungseinflüsse verfrüht, verlangsamt, in gesunde oder ungesunde Bahnen gelenkt werden kann.

Allgemein gesprochen kann jedenfalls nicht genug betont werden, dass für die gesunde Entwicklung die Erfahrungen der ersten Lebensjahre von größer Bedeutung sind.

Und zwar ist es heute erwiesen, dass erstens früh erworbene Gewohnheiten besonders beharrlich sind, und dass zweitens der Erwachsene dauernd unter dem Einfluss dessen bleibt, was er als Kind gesehen hat. Für Eltern und Erzieher ist, so scheint mir, ein solch definitiver Befund von unschätzbarem Wert.

9. Die Beeinflussung der Reifung durch die Sexualität

Das ganze Leben hindurch gibt es Reifung und Entwicklung. Einer der wichtigsten Faktoren, der das ganze Leben hindurch Reifung und Entwicklung beeinflusst, ist die Sexualität.

Unter Sexualität verstehen wir sowohl die angeborene geschlechtliche Zeugungsfähigkeit des Menschen wie die dem Geschlechtsverkehr dienenden Verhaltensweisen und Bedürfnisse. Diese gehören zu einer bestimmten Gruppe angeborener Verhaltensweisen, die man Instinkte nennt.

Das Wort Instinkt wird gebraucht zur Bezeichnung von Reaktionen, die auf bestimmte Reize hin regelmäßig und in relativ unveränderlicher Form erfolgen, und zwar so, dass sie gleichsam als Kettenreaktion ablaufen. Beim Menschen kann man allerdings kaum von Instinkten in jenem strengeren Sinn sprechen, in dem der Ausdruck auf tierisches Verhalten angewandt wird. Denn beim Menschen sind die Instinkte weitgehend aufgelöst, und es bestehen nur rudimentäre Überreste angeborener Verhaltensweisen.

Das Saugen des Neugeborenen zum Beispiel ist ein relativ reines instinktives Verhalten, eine Kette von Reflexen: Mundöffnen, Zungen- und Schluckbewegungen. Die Reaktion kann sogar schon im dreimonatigen Fötus ausgelöst werden, und beim Neugeborenen tritt sie anfangs bei allen möglichen Reizen auf, als wolle der kleine Mensch keine Gelegenheit zur Nahrungsaufnahme ungenutzt lassen.

Die Reflexe und angeborenen Verhaltensweisen, die der komplizierten Apparatur der menschlichen Sexualität zugeordnet sind, können den verschiedensten Veränderungen und Störungen unterworfen sein. Trotzdem kann man bei der Entwicklung der Sexualität von Reifung sprechen, insoweit die Abfolge von Phasen in Frage kommt. Diese Phasen sind:
  • die Zeit vor der Zeugungsfähigkeit;
  • dann die Pubertät oder Reifung zur Zeugungsfähigkeit;
  • die Phase der reifen Zeugungsfähigkeit;
  • das Klimakterium oder die Periode des Verlustes der Zeugungsfähigkeit
und schließlich
  • die Periode nach dem Verlust der Zeugungsfähigkeit.
Man sollte annehmen, dass die Entwicklung der Sexualbedürfnisse dem Auf- und Abbau der Zeugungsfähigkeit parallel läuft. Weil jedoch die Sexualbedürfnisse des Menschen weitgehend losgelöst von der Aktivität des Zeugungsapparates auftreten, gibt es keinen natürlichen Rhythmus und keine Zwangsläufigkeit im Auftreten dieses Triebes oder - vielleicht besser ausgedrückt - dieser sehr komplizierten Bedürfnisse.

Es gibt zwar auch beim Sexualtrieb eine Sequenz von Verhaltensweisen, doch ist deren Manifestation in Zeit und Charakter weitgehend von den verschiedensten Einflüssen abhängig, mit anderen Worten: Beim menschlichen Sexualtrieb spielen psychologische Faktoren eine größere Rolle als biologische. Deshalb soll über die Sexualität erst später im Zusammenhang der psychologischen Entwicklung gesprochen werden.

8. Reifung, Erfahrung und Entwicklung

Experimente mit Kleinstkindern, die zwar nicht völlig, aber doch weitgehend solcher Reize beraubt waren, konnten von L. Danzinger und L. Frankl in Albanien durchgeführt werden. Sie fanden dort in Gebirgsdörfern Säuglinge auf schmale Holzwiegen gebunden, die in einer dunklen Ecke der Lehmhütte standen. Durch Bandagen um Arme und Beine und den ganzen Körper waren die Babys während ihres ersten Lebensjahres an jeder freien Bewegung gehindert. Nur wenn das Kind gebadet oder gelegentlich einem Besucher gezeigt wird, holt man es aus einer Ecke und von seinem Bett.

Wie benimmt sich nun ein solches Baby, wenn es von den Banden befreit ans Licht gebracht und ihm ein Spielzeug dargeboten wird ? Zunächst ist das Kind völlig inkativ. Man muss es berühren und ermuntern, das Spielzeug zu ergreifen. Dann zeigt sich, dass zum Beispiel ein Fünfmonatiges einen Gegenstand berührt oder die Arme nach ihm nur so ausstreckt, wie das normale Dreimonatige es tut. Mit sieben Monaten ist die Greifbewegung noch schlecht koordiniert, mit zehn Monaten streckt das Kind zwar beide Hände nach einer Klapper aus, doch fahren die Hände an der Klapper vorbei, ohne sie ergreifen zu können.

Was wird nun aus solchen Kindern später ? Auch an allen älteren Kindern war eine dauernde Lähmung der Aktivität und mangelndes technisches Geschick zu beobachten. Aus solchen Beobachtungen lässt sich die grundlegend bedeutsame Regel ableiten, dass die Entwicklung weitestgehend von den in der frühesten Kindheit gebotenen Entwicklungsmöglichkeiten abhängt.

Heute ist die Wissenschaft überreich an Befunden, die feinere Einzelheiten dieser Regel erkennen lassen. Wichtig ist zum Beispiel die Tatsache, dass einige Leistungsgebiete mehr, andere viel weniger von gebotenen Reizen abhängen.

Ein Beispiel relativer Unabhängigkeit von den gegebenen Umständen ist die Entwicklung des Gehens. Alle menschlichen Säuglinge laufen im Alter von ungefähr einem bis spätestens anderthalb Jahren, wenn nicht irgendeine organische oder seelische Störung sie daran hindert. Andere Verhaltensweisen hingegen, in denen es nicht nur auf die Beherrschung des Körpers als solchen, sondern auf die Bemeisterung von Material, auf die Kenntnis der Dingwelt, auf das Verstehen von Menschen und auf die Entwicklung der Innenwelt ankommt, bedürfen angemessener Reize, der Unterstützung also durch Belehrung und Anleitung und des liebevollen Kontaktes mit anderen, um sich adäquat und gesund zu entwickeln.

In anderen Worten ausgedrückt: Die Entwicklungsfortschritte des Menschen sind mehr noch als die aller anderen Lebewesen fast niemals ausschließlich ein Resultat der Reifung, sondern auch der Erfahrung. Aus diesem Grunde unterscheiden wir die Ausdrücke Reifung und Entwicklung.

Reifungsbedingt ist am Entwicklungsfortschritt, was der Organismus als solcher dazu beiträgt. Zum tatsächlichen Entwicklungsfortschritt gehört jedoch außer der Reifung auch die Umwelteinwirkung, welche die Reifung in Erfahrung umwandelt.

Wie steht es aber mit der Reifung später im Leben ?


***

Abb 9-12:
  • Vier Stadien der Fortbewegung während des ersten Lebensjahres
  • 16, 28, 40 und 52 Wochen !
... stimmt, da erinnert mich doch "Weltreisender", dass ich schon früher schon mal zur Kellerratte mutiert bin. Das war in Nideggen in einem sehr schönen Komplex mit neuen und alten Fachwerkhäusern unterhalb der Burg Nideggen. Der Vermieter war Häuslebauer, Kommunalpolitiker und Versicherungsfachmann. Der kleine Unterschied war: das war ein Souterrain, und es kam wesentlich mehr Licht in das sehr große Zimmer als hier, aber trotzdem war es in der Summe auch zu wenig !

Denke ich an diese Zeit zurück, denke ich unweigerlich an:
  • Ben, den Schäferhund
  • an die vielen stunden- und kilometerlangen Nachtwanderungen durch den Wald, alleine oder mit Hund, mit und ohne Taschenlampe, im hellen Mondschein oder in pechschwarzer Nacht.
  • an die Kumpels von der Elektronikausbildung und Freunde, die mich abgeholt haben, wenn am Wochenende es doch manchmal zu einsam war (kein Internet !) und man unbedingt mit mir auf die Piste wollte !
An so viele Sachen kann ich mich plötzlich wieder sehr lebhaft erinnern, besonders was Ben anbelangt:
  • Vermieter sagt, du musst den Hund an die Leine nehmen.
  • okay, mache ich - aber im Laufe des Spaziergangs zieht der sehr kräftige Schäferhund derart stark, und ich bin nun mal kein so kräftiger Mensch wie mein Schwager oder der Bergbauing. hier, so dass es eher zu einem "Spazierkampf" wird.
  • Eigentlich habe ich immer nach Kilometer 3 oder 4 den Hund losgelassen, da wir eh' fast nur nachts gelaufen sind !

Situation 1:

  • an einem hellen Tag: ein älterer Mann mit Krücken und eine Frau kommen uns entgegen.
  • Ben schnuppert am Mann und nimmt ihm eine Krücke weg.
  • Die Frau sagt zu mir: "Hören Sie mal, mein Mann kann jetzt aber nicht laufen !"
  • "Entschuldigen Sie vielmals" und nehme Ben weg !
  • Beim Zurückblicken sehen ich nur noch, wie der Mann erleichtert davonhinkt, die Frau guckt zu Recht ziemlich verärgert !

Situation 2:
  • Wir kommen an einer Herde Kühe vorbei, plötzlich springt Ben über den Zaun und treibt die Herde vor sich her. Das macht ihm richtig Spaß, mir überhaupt nicht ! Ich schreie mich kaputt, aber der Hund reagiert überhaupt nicht !
  • In dem Moment, wo ich selber auf die Weide gehen will, treibt Ben eine Kuh gefährlich bis zum Zaun. Und dann, ich kann nicht glauben, was da meine Augen sehen, überwindet die Kuh den Zaun und landet im Graben.
  • Im ersten Moment habe ich nur über das eine nachgedacht: was kostet eine Kuh, und reicht ein Monatslohn eines Elektonikazubis im Forschungszentrum Jülich überhaupt aus, um diese nicht kalkulierten Kosten zu decken ?
  • Irgendwie ist die Kuh dann doch noch sicher und heil auf die Weide zurückgelangt, ich weiß gar nicht mehr wie ! Das war einfach zuviel für meine Nerven !
  • Das Peinliche am nächsten Morgen, der Vermieter zu mir: " ..., hast du den Hund von der Leine gelassen ? Wir haben sie nämlich an einem Gatter gefunden !" - "äh, ja ...wo ?" Auch hier weiß nicht mehr, ob ich die Wahrheit gesagt habe oder eher mich daran gehalten habe: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold !
Situation 3:
  • aufgrund dieser Vorkommnisse habe ich dazugelernt, Ben zwar nach ein paar Kilometern frei zu lassen, aber ihn rechtzeitig wieder anzuleinen, wenn uns jemand entgegenkam, was nachts nicht oft der Fall ist !
  • einmal aber habe ich die Natur des Hundes nicht so ganz verstanden: er büchst während eines Spaziergangs aus, ich suche vergebens nach ihm, mache mich auf den Rückweg, kommuniziere zwischendurch mit einer Eule (seitdem kann ich hohe und tiefe Töne imitieren), kurzes Gespräch mit dem Förster in seiner Hütte, und siehe, der Hund liegt schon vor der Haustür meines Vermieters. Was ich mich bis heute frage: er muss mich doch gehört haben ?
Situation 4:
  • alles Routine, sehe von Weitem wie ein schwacher Lichtschein flackert, sofort nehme ich Ben an die Leine, man hat ja seit dem "Kühe fangen" dazugelernt ! Ich wundere mich, wann endlich der Spaziergänger oder Radfahrer uns entgegenkommt, aber keiner kommt !
  • Und kaum gehe ich um die Ecke, sehe ich etwas Wunderschönes: der Weg ist rechts und links gesäumt von dutzenden bis hundert brennenden Holzscheitel, die der Förster ordentlich aufgeschichtet hat und nun kontrolliert verbrennt !
  • Es ist, als ob man in dunkler Nacht einem Imperator einen hell erleuchteten Siegeszug vorbereitet hätte oder die Germanen die Wintersonnenwende mit Feuer und Fackeln feiern ! Und der Weg in goldenen, wärmenden Flammen getaucht will einfach nicht aufhören, Ben trabt richtig brav neben mir her.

Situation 5:
  • "Joey" ruft an, ob ich mit nach Himmerich komme: er kann ja ruhig erst mal vorbeikommen ! Dann steht er mit einem Kumpel und seiner Freundin, eigentlich mal wieder so eine "Tagesgeliebte" (aber nett und adrett) vor der Tür - mittlerweile ist er verheiratet + mind. 1 Kind !
  • Wir quatschen, trinken und piefen uns einen ! Dann fragt er mich, ob er mal kurz mein Doppelbett benutzen kann, um ein wenig mit seiner Freundin zu "rödeln" - "Aber bitte schön, tu was du nicht lassen kannst !" Er geht also mit seiner Freundin in die andere Hälfte des Zimmers, die ein wenig verdeckt ist, während ich mit seinem Kumpel weiter klöne.
  • Nachdem sie und er fertig sind ("...und war es gut, mein Freund ...?" - "Klar doch !") setzen wir uns alle wieder hin. Dann fragt er, ob ich ein Taschentuch hätte. - " Nein, aber ein Zewawisch, wofür ?" - "Das zeige ich dir jetzt !" - Er geht zu Ben, der heute voll spitz ist und sich ständig am Bein meines Gastes reibt. Dann zieht sich Joey einen KH-Handschuh an und holt Ben einen runter, während dieser auf seinen Hinterpfoten sitzt und zufrieden vor sich hinhechelt.
  • "Hör mal Joey, was soll das jetzt ?" - "Keine Sorge, das tut den Hunden gut, die müssen sich doch auch mal erleichtern !" Danach fahren wir alle nach Himmerich und haben einen schönen Abend ohne Joeys extravaganten Einfälle ;-)
Nidegggen war super: Natur pur, richtig kaltes Wasser beim Wechselduschen, Ruhe und saubere Luft, aber damals, weil ohne Computer, Internet und Auto an den Wochenenden super langweilig ! Die Vermieter habe ich sehr gerne gemocht, aber es kam der Zeitpunkt, wo mein "Alter" auf rheinländischem Boden in einem ungünstigen Moment im Stich gelassen wurde. Die Entscheidung, wieder aus der Voreifel abzuhauen, fiel mir sehr sehr schwer. Der Vermieter war auch nicht gerade sehr glücklich darüber, weil wir wirklich ein eingespieltes Team waren, aber es gibt manchmal familiäre Prioritäten im Leben !

Noch heute denke ich daran, sie mal wieder zu besuchen, doch ich besuche selten Menschen und Einrichtungen, die ich verlassen habe, ein Erbe meiner Mom, das ich geistig und praktisch seit dem Zivildienst angetreten habe, immer konsequenter !

Es muss was damit zu tun haben, dass ich die Momente des Lebens als allerhöchstes Prinzip erkannt habe. Man kann auch eine gewählte, definierte Zeitspanne als einen Moment im Leben auffassen. Wenn man also in diesem Moment miteinander vernünftig, zufriedenstellend und konstruktiv zusammengearbeitet und etwas auf die Beine gestellt hat, wovon beide Seiten profitieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit jemanden wieder einmal zu besuchen vorhanden, aber in meinem Fall überhaupt nicht garantiert !

Viele fassen das auf, als sei das überheblich, man müsse doch Freunde und Kumpels haben, die sich gegenseitig besuchen und Kontakt aufrecht erhalten. Auch wenn mein Brüderchen und ich in so mancher Angelegenheit sehr verschiedene Meinungen haben, so lächelt auch er verständnisvoll über eine solche ängstliche, fordernde Einstellung : bist du ein aufgeklärter, mutiger und einfühlsamer Mensch, kannst du für jeden Moment deines Lebens überall Freunde und Kumpels haben !

Erstaunlicherweise kann man alle drei Eigenschaften erlernen !

Samstag, 7. November 2009

lam

St. Martin - Namenstag


weissagnieschka



***


Lorinaldo

Ich geh mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Der Hahn, der kräht, die Katz miaut.
oder auch:Ein Lichtermeer zu Martins Ehr!
Rabimmel, rabammel, rabum.

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Laternenlicht, verlösch mir nicht!
Rabimmel, rabammel, rabum.

beim Nachhausegehn

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus.
Rabimmel, rabammel, rabum.

-

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir:
Der Martinsmann, der zieht voran

Wie schön das klingt, wenn jeder singt

Ein Kuchenduft liegt in der Luft

Beschenkt uns heut, ihr lieben Leut'.
Rabimmel, rabammel, rabum!!

Zusatzstrophen aufgeschrieben von
spontanus am 09.11.2007


***

... plötzlich erklingen vertraute Töne von einem Spielmannszug auch bis in den Kellerraum hinein - schnell nach oben rennen - da kommt ein Martinszug aus dem Nachbarort - die vielen Kinder mit Laternen und die Eltern mit Fackeln werden begleitet vom St.Martin auf einem Pferd, Feuerwehr, Polizei und der Bruderschaft Born, die das Ganze musikalisch umrahmt ... laufe in der Dunkelheit mit Hausschlappen und dünner Jacke durch die Felder und Pfützen mit den Dörflern bis zum großen Lagerfeuer, danach ab wieder zurück in das Kellerverlies ... der Spielmannszug besteht aus:

  • sieben kleinen Querflöten
  • fünf Marschtrommeln
  • 1 Pauke
  • 1 Lyra
  • Corpsführer mit Majorstab
... sehr schön, und bis zum Martinstag am 11. November werden noch viele weitere Züge in Deutschland zu Ehren von St.Martin durch die Straßen laufen (und auch für alle Namensvettern und Martinis auf dieser Welt ) ... ist schon recht amüsant - da braucht man nichts im Leben geleistet zu haben, und trotzdem besingen und loben Hundertausende einmal im Jahr deinen Namen ;-)

"Rote Kapitalisten"

Die Wettergötter von Peking

entnommen aus:

debatte.welt.de


[...]

Der früheste Schneefall in Peking seit 22 Jahren war durch das „Wetter-Modifizierungsamt“ (so etwas gibt es offenbar wirklich) ausgelöst worden, das Chemikalien in den Himmel sprühen ließ, um die Wolken zum abregnen bzw. abschneien zu bringen.

[...]

Der Schneefall wurde übrigens ausgelöst, weil die Region Peking seit langem unter Dürre leidet. Allerdings: Unmittelbar vor den Feiern zum 60. Jahrestag der Volksrepublik, also vor rund einem Monat, waren Regenwolken künstlich zerstreut worden, um die Paraden nicht ins Wasser fallen zu lassen.


es folgen bis dato 8 Kommentare:


Wetter, 05.11.2009 - 21.47 Uhr
  • das von Ihnen erwähnte Amt gibt es in China nie!

wieder, 05.11.2009 - 21.55 Uhr

immer wieder solche Stil.

  • Es gibt 99 Leute, die dafür sind und einer dagegen.
Der will unbedingt die Stimme von diesem Einzigen in Deutschland berichten und Eindruck machen, dass 100 Leute dagegen sind.
  • Die Mehrheit von Iraner sind für ihre Regierung, in D will es unbedingt über Oppsitionen berichtet werden.
  • Die Mehrheit von Russen sind für Putin, in D will es unbedingt über Putin-Gegner berichtet werden.
  • Die Mehrheit von Chinesen sind für KP-China (natürlich dafür! eine Regierung, die in Krise noch fast 9% Wachstum kriegen kann (egal Überkapazität oder Geld nur in Staatsunternehmen, Wachstum ist Wachstum, in D -6% ist -6%, und natürlich das Geld auch nicht nur in Staatsunternehmen geflossen!!!) ist natürlich fähig und stark), in D will es unbedingt über die China-Dissidenten berichtet werden.

Wer kann uns eine Definition von Gehirnwäsche geben?


Frank Stocker,Frank Stocker17, 06.11.2009 - 04.30 Uhr

Liebe chinesische Kommentatoren,

was soll das???
  • Soll ich hier schreiben, dass die grandiose und unfehlbare Kommunistische Partei Chinas fehlerlos jeden Tag ihre Bevölkerung beglückt?
  • Dass jeden Tag die Menschen in China freudig ausrufen "Wir lieben die KP"?
  • Sind Sie so unsicher, dass Sie es nicht einmal ertragen, wenn man über Wetterereignisse in China ein klein wenig kritisch berichtet?

Das erwähnte Amt gibt es sehr wohl.
  • Es heißt auf Chinesisch 北京市人工影响天气办公室.
  • Warum streiten Sie selbst das ab?

Vielleicht sollten Sie sich mal ein klein wenig mehr mit Ihrem eigenen Land beschäftigen.
  • Obwohl Sie offenbar aus China stammen, kenne ich das Land inzwischen offenbar besser als Sie... das ist bedenklich ...

Dave, 06.11.2009 - 14.38 Uhr

Lieber Herr Stöcker,

könnten Sie mal so langsam anfangen statt die Kommentatoren, deren Meinung Sie nicht teilen unter dem Hut "chinesische Kommentatoren" zu packen, so langsam als Individuum sehen.
  • Ich dachte, dass derartiges gerade in unserem ethischem Leitbild priorität hat.
  • Individualität! Freiheit !
... dann lassen Sie die Menschen doch mit ihrer Meinung kommen. Ich glaub teilweise sind es auch Fehlinterpretationen gewisser Kommentatoren, die zu Missverständnisen führen

.....so wie z.B. mit der Heizungssache.
  • Ich will hier nicht jeden in Schutz nehmen oder so, aber da hatte ich einfach den Eindruck, als hätte der Kommentatore gedacht, dass man allgemein keine Heizungen südlich anbringen darf.
  • Natürlich darf man das, aber der Kommentator hat es wohl außer acht gelassen, dass dies mit fehlender Infrastruktur nicht möglich ist.

Wer weiß es schon, was sich die Leute hier alles denken ... aber ich werd einfach das Gefühl nicht los, dass sie noch diverse Vorurteile haben.
  • Zumindest wischen Sie anscheinend gerne mit einem Schwamm über die ganze Leserschaft, die sich in etwas schlechterem Deutsch ausdrückt und deren Meinung Sie nicht teilen.
  • Ich frage mich, ob Sie genauso reagiert hätten, wenn ein gebürtiger Deutscher geschrieben hätte, dass es das Amt nicht gäbe.
  • Ich vermute eher, dass Sie es ihm ordentlich erklärt hätten.

Haben sie schon mal daran gedacht, dass vllt einige der chinesischen Kommentatoren derartige Sachen einfach aus Unwissenheit behaupten und nicht weil Sie die KP hochloben wollen oder Kritik nicht vertragen. Freies Denken würde dies normalerweise mit einbeziehen.
  • Ich frag mich echt so langsam wie derartige Kausalitäten immer gezogen werden können
.... jemand behauptet etwas, was nicht stimmt-muss wohl von der KP Propaganda verblendet worden sein-so wird es wohl bei allen sein-die armen Leute ...
  • Sie können Individuen gerne für blöde halten, aber bitte halten Sie kein Volk für blöde

....da wäre es angebracht die Verlinkung zu China auszusparen, wenn Sie sich das nächste mal über Kommentatoren abregen wollen.


Ihr letzter Absatz wirkt nebenbei etwas arrogant angehaucht.
  • Ich sag es mal so....ich schließe nichts aus.
  • Vielleicht "kennen" Sie das Land ja mittlerweile besser als die oberen Kommentatoren ... vielleicht auch nicht.
  • Woran will man das messen?

Ich weiß nur eins.
  • Man wird es wohl kaum daran messen können, wer nun über dieses Wetteramt bescheid wusste oder nicht.
  • Es scheint mir auch nebenbei recht neu zu sein
  • ...ich weiß es nicht, aber derartige Versuche laufen meines Wissens nach erst seit den olympischen Spielen mit Erfolg.
Meiner Meinung nach versteht eine Person für mich nicht sonderlich viel von einem Land, wenn er nur Fakten aufzählen kann, viel entscheidender ist, ob er ein Gefühl/ein Verständnis für dieses Land ... und vor allem für deren Menschen haben.
  • Sie mögen noch so viel über China wissen, aber meinem oberflächlichen Urteil nach (aus Ihren Schriften) haben Sie wenig Gefühl für China.
  • Sie scheinen noch sehr vorbelastet zu sein und das Land selber noch nicht sonderlich gut zu verstehen.
Aber wie ich bereits früher schon erwähnt hatte. Dies empfinde ich nicht als Problem, es stören mich eher andere Sachen ...und die habe ich bereits öfter erwähnt. Es wäre schön, wenn Sie wenigstens dazu Stellung beziehen würden.


unmöglich, 06.11.2009 - 18.42 Uhr

besser China kennen als die einheimischen Chinesen ist für Sie leider unmöglich.

  • "Wetter-Modifizierungsamt" gibt es in China natürlich nicht, 北京市人工影响天气办公室 gibt es aber natürlich, aber es heisst 100% nicht was "Wetter-Modifizierungsamt".
  • Es soll heissen: Büro für künstlichen Einfluss auf das Wetter Beijing.
  • Niemand auf der Welt will Wetter "modifizieren".


Genau für diesen Schnee gaben es in China mehr Loben als Kritiken.

  • Warum gelobt, warum mehr Loben, wissen die Leser in D aber gar nicht.
  • Vielleicht wollen viele auch nicht!
  • Viele wollen nicht wissen, dass es in China insgesamt auch erfolgreiche, menschliche Politik gibt.
  • Obwohl sie das nicht wissen wollen, geben es diese aber so wahr wie Sonne grösser als Erde ist.

Dave, 06.11.2009 - 22.29 Uhr

Naja, so falsch ist es ja nun nicht....man kann sich jetzt über das Wort modifizieren streiten, aber an sich heißt es ja, dass das Wetter beeinflusst/"korrigiert" wird. Zudem denke ich schon, dass Nicht-Chinesen sehr wohl China besser verstehen KÖNNTEN als Chinesen selber.

  • Gleiches gilt auch umgekehrt.
  • Nicht jeder Chinese versteht China und nicht jeder Deutsche versteht Deutschland.
  • Darum würde ich auch nicht jeden Chinesen oder Deutschen für repräsentativ halten.

Das kann ich natürlich nicht anderen vorschreiben, ich bewerte derartiges einfach nur für mich und urteile nach eigene Kriterien, die sich auf Aussagen anderer beziehen, ob sie für mich Ahnung von jeweiligen Land haben (das heißt nicht, dass ich behaupte, dass ich jetzt der superguru bin und über dem stehe und so viel Ahnung hätte).

Gerade das regt mich ja bei diesen ganzen Debatten auf.

  • Niemand bezieht sich auf die inhaltlichen Aussagen, sondern immer zuerst auf die Herkunft von Kommentatoren, statt deren Kommentare individuell zu werten.

Genauigkeit, 07.11.2009 - 05.53 Uhr

Ist Deutschland nicht berühmt für seine Genauigkeit?

  • Wieso in Sachen Chinas immer solche Ungenauigkeit passiert, eigentlich soll man sagen in Sachen Auslands.
Der Journalismus hier hat wirklich viel nachzuholen.
  • man kann auch sagen, der Journalismus weltweit hat viel zu verbessern, aber Deutschland hat grössere Probleme.

Jeder, der Chinesisch kennt und chinesischen Medien versteht, soll wissen, obwohl es in China Artikeln gibt, die speziell KP Chinas schmeichelt, aber die meisten davon sind objektiv und kritisch.

  • Sie kritisieren KP-Regierung, sie kritisieren KP selbst.
  • Diese Erscheinungen sind so gross, die man nicht ignorieren kann, aber in Deutschland wurdes gar nicht darüber berichtet.
  • Viele Deutschen glauben, wenn man in China KP kritisiert, kann man schnell verschwinden,was für Deutschen selbstverständlich ist wegen DDR ist aber für die Chinesen so lächerlich.

Verallgemeinerung, Einseitigkeit, manchmal direkt Lügen sind den Inhalt vieler vielen Berichte über Chinas hier.

  • Das Image Chinas der Deutschen ist immer falscher, immer verdrehter.

Jetzt MUSS ich KP Chinas wieder loben(egal ob Sie glauben, dass ich Agent KP bin, weil man auf der Welt aber darf, eigene Meinung zu haben, KP zu loben und Tatsachen zu erwähnen und die meisten von ihnen sind nicht für KP): der Vizepräsident Chinas(KP) Xi Jinping hat gesagt:

  • was können wir machen?
  • der Mund(der Deutschen) können wir nicht kontrollieren, was wir manchen können, ist unsere Sachen noch besser zu machen, lass die Fakten und Daten den ihren Mund halten!

Ja, das ist richtig, aber das Volk Chinas, das inzwischen den deutschen Journalismus immer besser kennt, hat immer schlechten Eindruck über Deutschland.

  • Deutschland kann sagen, egal, das Image Deutschlands ist in China nicht so wichtig, das Geschäft mit China ist zuerst für China gut, ist für Deutschland auch nicht wichtig.

Was die Chinesen darüber sagen wollen?

  • es ist China auch egal.

  • China hat so viele Schwierigkeiten schon besiegt, wenn es notwendig ist, kann China bestimmt die Konfrontation mit Deutschland vollkommen gewinnen.

Nicht glauben?

  • Lass uns abwarten und schauen.

***

Erfahrungen von Geschäftsleuten

entnommen aus:

forum.chinaseite.de



xaimix hat geschrieben:
  • Wieviele von euch würden gerne Preiswerte-Ware in Europa zu vertreiben!

  • Warum soll man immer preiswerte Ware vertreiben?
  • Warum nicht teure?
  • Ich verkaufe meine Waren teurer als die Konkurrenz, auch mit viel Erfolg.


  • @ HK Yan : endlich mal einer der es kapiert !!
  • chinesische Mentalität akzeptieren + Freundschaften pflegen = Vertrauen.
  • regelmässiger Kontakt, Produktspezifizierung, Kontrolle = top Ergebnis + Qualität
... mistervac, der nicht " aus China = billig aber schlecht " gelten lässt ...


Logisch.
  • Ich kaufe bessere Qualität und zahle auch mehr dafür.
  • Der Lieferant darf auch seinen Gewinn machen.
  • Bei Kunststoffwerkzeugen zahle ich manchmal das 4-fache vom billigsten Anbieter.
  • Die Billigsten sind zu oft am Ende die Teuersten.

xaimix hat geschrieben: Da sind wir schon bei dem ersten Problem! Ihr kauf bei den Falschen Leuten einfach zu Teuer ein!!
  • Ich kaufe eigentlich immer bei den recht teuren Firmen ein.
  • Nach meiner Erfahrung sind das am Ende oft die billigsten.
  • Mit Firmen ohne ISO und ohne eigenem RoHS Tester würde ich nie zusammenarbeiten.
  • Auf der Gegenseite habe ich allerdings auch Kunden die für Qualität bereit sind zu zahlen.
  • Wer z.B. im KFZ Bereich arbeitet hat mit Billiganbietern nicht die geringste Chance.

  • "Mit Firmen ohne ISO und ohne eigenem RoHS Tester würde ich nie zusammenarbeiten."
  • "chinesische Mentalität akzeptieren + Freundschaften pflegen = Vertrauen."
  • "regelmässiger Kontakt, Produktspezifizierung, Kontrolle = top Ergebnis + Qualität"
D., der beim Audit bisher nie beobachtet hat, dass jemand Vertrauen ernsthaft nachweisen wollte. Die zeigen immer massenhaft Formulare und Tabellen und behaupten, dass ansonsten alles gut sei.


HK_Yan hat geschrieben: Wer z.B. im KFZ Bereich arbeitet hat mit Billiganbietern nicht die geringste Chance.
  • Du ahnst ja nicht, welche Prioritäten chinesische Kunden setzen :-)
  • Und auch hier in Deutschland/Europa/Weltweit gibt es viele Kunden die sagen, kauft doch in China, da ist alles billiger - gut, dass die geforderte Qualität dann meist nicht vorhanden oder realisierbar ist, steht auf einem anderen Blatt.
(... darüber kurzen Diskussionsabend mit Bergbauing. geführt: es macht eben doch einen Unterschied und Sinn, ob du in der Massenproduktion z.B. von Maschinenteilen drei Stellen hinter dem Komma genau arbeitest oder nur eine ! Qualitätsarbeit verhindert unmäßigen und forcierten Verschleiß => besonders wichtig in den Bereichen, wo Präzision, Langlebigkeit und Sicherheit gefordert sind. Die Leute kaufen aber auf Teufel komm raus, z.B. chinesische Billigware wie so manche Elektroware, und wundern sich, dass diese Produkte schneller kaputtgehen als teuere deutsche Produktionswaren ... !)

Das einzige Vertrauen, dass ich zu meinen chinesischen Lieferanten habe ist, dass sie mich ganz sicher bescheissen.
  • Wenn man mal nicht so genau hinguckt gibt es wieder Probleme - schon zu oft erlebt !!!
  • Daher versuche ich JV-Betriebe und staatliche Betriebe zu meiden und vornehmlich mit ausländischen Firmen zu arbeiten, die ein überwiegend ausländisches Management haben.
  • Ist natürlich teurer im Einzelpreis, aber die "total cost of ownership" ist bedeutend geringer.
  • Abgesehen davon, dass mangelnde Qualität bei den eingekauften Teilen schnell zum Tod führen kann - und den will ich nicht verantworten.

Wer aber keine Sicherheitsteile kauft, wird in China 50% und günstiger einkaufen können.
  • Aber was nutzt es ein elektronisches Gerät zu kaufen das nach zweimal nutzen nicht mehr funktioniert?
  • Dann lieber mehr bezahlen und was davon haben.
Das kenne ich nur zu gut.
  • Es darf nichts kosten, muss aber höchste Qualität sein.
  • Das sind Kunden die noch nicht "reif" für China sind.
  • Das kommt nach dem ersten oder zweiten Reinfall.

Zitat: "chinesische Mentalität akzeptieren + Freundschaften pflegen = Vertrauen."
  • Ich bin immer etwas misstrauisch. Das sollte man auch immer sein. Selbst Freundschaften halten nicht ewig, weil diese dann doch meist sehr strapaziert werden.
  • Denkt immer daran das in dem Mattel Fall der Lieferant der Bleifarbe der beste Freund vom Firmenbesitzer war.
  • Ein Restrisiko ist immer da, weltweit, aber in China mit Sicherheit etwas höher.
=> der letzte Satz ist richtig gut: nicht den Teufel an die Wand malen, aber auch nichts beschönigen => es muss wohl jede(r) Geschäftsmann/frau dieses variierende Restrisiko für sich und ihre/seine "Geschäfte" kalkulieren !

Freitag, 6. November 2009

Panama

entnommen aus:

mygeo.info


Politische Karte Panama mit Stä:dten

Zitat:

Willkommen auf maps.mygeo.info,

Hier finden Sie Landkarten des World Factbook.
  • Die Karten sind nach Kontinent, Land und dem Jahr der Veröffentlichung geordnet.
  • Die darin enthaltenen Landkarten sind 'Public Domain' und können jederzeit, von jedermann und ohne Einschränkungen verwendet werden.

Landkarten:

Übersichtskarte Panama auf der Welt
  • Das Staatsgebiet von Panama auf der Welt

Schattierte Reliefkarte Panama; Stand 1995
  • Enthält Autobahnen, Bahnlinien und Verwaltungsgrenzen auf einem schattierten Relief;

Übersichtskarte Panama; Veröffentlichung 2006
  • Die 2006er Version der Panamakarte aus dem CIA Factbook

Übersichtskarte Panama; Veröffentlichung 2001
  • Die 2001er Version der Panamakarte aus dem CIA Factbook

Übersichtskarte
  • Detailiertere Karten können auf diesem Server online generierte werden

Landkarte Panama; Stand 1995
  • Enthält Autobahnen, Bahnlinien und Verwaltungsgrenzen;

Politische Karte Panama mit Städten
  • Eine politische Karte von Panama, auf der das Land in seine Provinzen und Territorien eingeteilt ist;
***

Nationalhymne:
Panama - Allgemeines

entnommen aus:

derreisefuehrer.com

Offizieller Staatsname

  • Republik Panama.

Lage

  • Mittelamerika.

Fläche

  • 75.517 qkm.

Bevölkerungszahl

  • 3.309.679 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

  • 44 pro qkm.

Hauptstadt

  • Panamá. Einwohner: 425.557 (Schätzung 2009).

Geographie

  • Panama ist das Bindeglied zwischen Nord- und Südamerika.
  • Das Land grenzt
  • im Osten an Kolumbien,
  • im Westen an Costa Rica,
  • im Norden an die Karibik
  • im Süden an den Pazifischen Ozean.
  • Es erstreckt sich von Ost nach West über 772 km, ist S-förmig und zwischen 60 und 177 km breit.
  • Die bergige Landschaft senkt sich an beiden Küsten auf flussreiche Ebenen hinab.
  • Bewaldete Hänge und eine große Savanne mit sanften Hügeln (El Interior), die zwischen der Peninsula de Azuero und der zentralen Bergkette liegt, sind weitere Aspekte der abwechslungsreichen Landschaft.
  • Die Karibik und der Pazifische Ozean werden durch den 65 km langen Panama-Kanal verbunden, der durch die Landenge zwischen der Cordillera de Talamanca und der Cordillera de San Blas gebaut wurde.
  • Nur ca. ein Viertel des Landes ist besiedelt.

Staatsform

  • Präsidialrepublik seit 1972 .
  • Verfassung von 1983, letzte Änderung 1994.
  • Einkammerparlament mit 71 Mitgliedern.
Beitritt zur Republik Großkolumbien;
1903 Loslösung von Großlumbien.
Regierungschef
  • Ricardo Martinelli, seit 2009.

Staatsoberhaupt

  • Ricardo Martinelli, seit 2009.

Sprache

  • Amtssprache ist Spanisch.
  • Englisch ist Verkehrssprache.
  • Außerdem werden indianische Sprachen gesprochen.

Religion

  • 85 % Katholiken, 15 % Protestanten.
  • Einwanderer von den Karibischen Inseln sind Methodisten, Baptisten oder gehören der Episkopal-Kirche an.
  • Muslimische Minderheiten.

Ortszeit

  • MEZ - 6.
  • Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Panama.
  • Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -6 Std. und im Sommer -7 Std.

Netzspannung

  • 110 V, 60 Hz.
  • US-Amerikanische Stecker.
  • Adapter sind notwendig.
***



***

Häusliche Gewalt

Rihana breaks her silence

entnommen aus:

cosmos.bcst.yahoo.com


Zitat:
  • It can happen to everyone
  • ...

***

Fazit:
Als 15-Jähriger mal ein Buch gelesen mit dem Titel "Häusliche Gewalt - der alltägliche Wahnsinn" ... dann im Zivildienst noch mal über das Thema nachgedacht, da man im Rahmen des "Mobilen Pflegedienstes" sehr oft in die Häuser und Wohnungen anderer, fremder Familien kommt.

Die Fragen, die sich manchmal stellten, wenn man wieder im Auto oder auf der Sozialstation saß, waren:
  • was steckt hinter so mancher Fassade ?
  • wie ist diese Situation der jeweiligen Familie, Beziehung etc. zu bewerten ?
Bei einem Mietpaar (Tochter/Vater) kam ich überhaupt nicht klar, bis mich der Psychologe (er wurde uns als ABM-Maßnahme für ein Jahr zur Verfügung gestellt, eine Hilfe für das Pflegepersonal, seine Hilfestellung war Gold wert) ein wenig aufgeklärt hat. Auf meine Frage hin, warum Vater und Tochter (sie: 40 ?, er: 60 ?) in einer Wohnung leben, obwohl sie sich immer streiten und fetzen, blieb mir diese Antwort in Erinnerung: ambivalente Beziehung !

Im Medizinstudium auch noch mal eine kleine Abhandlung über Frauen gelesen, die trotz Prügel und körperlicher Misshandlung entweder
  • immer zu demselben Macker zurückgehen
oder
  • zu anderen Männern, die in Konflikt-/Streitsituationen ein ähnlich gewalttätiges Potential aufweisen !
Auch hier wäre es falsch, mit dem Finger auf solche Frauen zu zeigen mit dem Vorwurf auf den Lippen: "Frau, wie kannst du nur so doof sein ?!" Dies ist der falsche Ansatz, um das Problem zu lösen ! Trotzdem bleibt Frust bei den Männern zurück, die Frauen niemals schlagen würden: sie sehen und hören viel zu oft von Frauen, die zu den Männern zurückkehren, von denen sie geschlagen wurden. Da bleibt dir doch als "normal" denkender Mensch die Spucke weg, man schüttelt nur noch mit dem Kopf.

Eine Teilantwort hat der Bericht gegeben:
  • es gibt sehr viele Frauen, die zwar ihren gewalttätigen Mann verlassen, sich aber unbewusst einen neuen Mann mit ähnlichem Muster suchen !
Das heißt nicht zwangsläufig, dass dieser neue Mann Konfliktsiutationen mit Gewalt löst, aber die Wahrscheinlichkeit ist je nach sozialem und finanziellem Druck, der von außen in die Beziehung herangetragen wird, sehr hoch !

Weiter hat der Bericht gesagt, dass für alle immer die Möglichkeit gegeben ist, sich zu entwickeln, Dinge aus der örtlichen und zeitlichen Entfernung viel nüchterner und objektiver zu betrachten. Aber die Entscheidung bzgl. dieser Thematik, eine Zäsur zu machen und sich mit Männern einzulassen, die ein anderes Muster aufweisen, ist nicht so einfach, wie man denkt !!!

Diese Entscheidung hängt davon ab
  • wie stark die Persönlichkeit ist
  • wie weit der Reifungsprozess der jeweiligen Frau vorangeschritten ist
***

Für mich persönlich steht fest: ein Mann muss in einer Beziehung einen festen Willen und eine starke Hand haben. Frauen, die in ihrem Mann keine klare Linie sehen oder sehen wollen, werden herrisch und unausgeglichen !

Eine Hand allerdings, die in einer aufgeheizten Situation ausrutscht, ist immer ein untrügerisches Zeichen dafür, dass sich hier eine ambivalente Beziehung anbahnt: man kann nicht miteinander, man kann aber auch nicht ohne !

Eine Hand, die ein zweites mal ausrutscht, ist fast immer ein endgültiges Zeichen dafür, dass in dieser Beziehung kein Glück und auch selten glückliche Kinder entstehen können. Sollte die Frau aber solche unwürdigen Beziehungen von sich aus nicht beenden, dann bleibt das Martyrium weiterhin bestehen. Dann spielt es auch keine Rolle mehr, dass draußen tausende oder millionen andere vernunftsorientierte und ebenfalls mit einer starken Hand ausgestattete Männer auf der Suche nach einer Frau sind. Und es spielt erst recht keine Rolle mehr, ob der "Schläger" Besserung gelobt oder nicht !

Es soll auch Männer geben, die von ihren Frauen geschlagen werden, dazu kann ich nichts sagen, weil das fast unvorstellbar ist!

Donnerstag, 5. November 2009


***

... er sagt, ich könne gut reden - vielen Dank ! Das ist so, als ob man zu einer schönen Frau sagt, dass sie schön sei ! Alle Frauen bedanken sich für diese Form von Kompliment. Einen kleinen Unterschied zwischen sprachlicher Gewandheit und körperlicher Schönheit gibt es: letztere ist angeboren und kann durch Sport, gesunder Ernährung und Lebensweise lange erhalten werden. Erstere ist eine jahrelange, harte, elterliche Schule gewesen, durch die ich gegangen bin, ohne ihren Nutzen in jungen Jahren zu erkennen ! Vll. zahlt es sich jetzt in Maßen aus, wenn das Ei gelegt ist !

***
Vorbereitungen:
  • schwarze Bretter in der Gegend abklappern + Termine auflisten
  • Geschäfte aufschreiben + Straßen
  • altes Karteisystem komplett erneuern => neue Gegend, neue Menschen, neue Kontakte,
... ja, das weiß ich zu schätzen, dass Schwesterherz eine regelmäßige Leserin ist ;-))) ... well, werde mich um meine "email-addy" kümmern, allerdings kann das noch dauern ... Gespräche mit Brüderchen und "Chef" waren gut, scheinen doch ganz angenehme Zeitgenossen zu sein ;-) ... nach der Heimfahrt gerade noch zwei Stunden durch die Gegend spazieren gegangen, durch Dorf, Feld und Wiesen, um ein wenig frei im Kopf zu werden - ziemlich kalt und feucht draußen ... leider war "Mr. Braun" nicht zum vereinbarten Termin erschienen ... und am Freitag kann er nicht, da er zum Theater "muss" => das hört sich so an, als ob man ihn zur Kultur zwingen müsste, sicherlich steckt seine Frau dahinter ! Er gehört zu den Menschen, die sich ein gewisses Kriegsjargon nicht abgewöhnen können ... gestern war nämlich ein säumiger Mieter in seinem provisorischen Kellerbüro ... daraufhin meint der fast 80-Jährige:"Also morgen oder allerspätestens am Wochenende ist die Miete fällig, wir müssen nämlich mal so langsam marschieren gehen !" ... da ich seine Vorgeschichte ein wenig kenne, wo er mit 15-16 Jahren an der russischen Front und auch in russischer Gefangenschaft war, kann ich mittlerweile sein gut Vokabular nachvollziehen !

***

Sie fragt, ob sie den LapTop haben kann:
  • Mädchen, nenn mir nur einen Grund, warum ich dieses technisch hervorragende Teil, das mir u.a. auch als Werkzeug dient (die mächtigste Trias dieses Jahrtausends: Gehirn, Finger, Internet) jemanden ausleihen sollte, der es nur zum Chatten u.ä. braucht ?
  • wie sieht's mit der gerechten Verteilung für die anderen "User" aus ?
  • gab es irgendwann mal ein Dankeschön in den letzten Monaten, in welcher Form auch immer ?
Nichts auf dieser Welt ist selbstverständlich, nicht mal die Anwesenheit oder Abwesenheit von Dingen, Personen und Ereignissen !

... das Om'sche Härteprogramm sagt auch, dass man sich überlegen sollte, wer einen weiterbringt, und wer nicht !!!
... hmm ... plötzlich sehr viele neue Gesichter auf der sechsten Etage (sieben gehen heute/morgen zum Neueinziehertreffen), scheinen aber ziemlich in Ordnung zu sein, einer sogar aus Frankreich => er ist sogar Student der Verfahrenstechnik (Umwelttechnik) und liest zur Zeit das Buch von Prof.Dr.Ing.Andreas Pfennig; mit 18 Jahren war er zum ersten mal in Deutschland und hat sofort einen ganzen Tag Berlin besucht, er selber ist "un Parisien" ... kurze Unterhaltung über HiWi-Jobs und dessen Modalitäten ... ich würde sagen, wer sich dafür interessiert sich aber nicht in einem Sekretariat oder bei einem Leit.Ing. des jeweiligen Instituts meldet und notfalls sich auf eine Liste setzen lässt, ist es selber schuld ! Zwei andere sind Maschbauer im 1.Semester, der eine arbeitet sich in Latex rein und will sich danach nach einem HiWi-Job umschauen ! Der andere kommt sogar aus Kempen, aha, ein Niederrheiner ! Spielt in der Kreisklasse C Fußball, und geht gleich zur Chemieübung, begleitend zur Chemievorlesung von Prof. Dronkoswki - so, so, hat er denen auch erzählt, dass durch den Bodeneintrag (=Erde) radioaktive Strahlung sich in der Tabakpflanze anreichern. Gehe zur Dusche und treffe auf dem Flur den Informatiker - ich:"Und wie geht's ?" - "Ach, geht so !" - "Ist ja super !" - in der Dusche fällt mir auf: sollte etwas genauer hinhören und keine inadäquaten Bemerkungen von mir geben !

All That Remains - "Six "


metallica1one

[Intro]

I wish I was free of this

I see her in my dreams
Wish that she wasn’t there

But she still haunts me and I

Still feel her breath on me
Still want to taste her skin

But I know that would kill me

No damn her
Still I choke on her lies
Still reeling from her last caress her goodbye

Oh how this sickens me
This wretched fools affair

I can’t erase this from me

And now it permeates
In every thought I feel

The anger burns in my soul

No damn her
Still I feel my stomach turn
Choke back hold my head high im strong

No damn her
Still I choke on her lies
Not reeling im strong

[Instrumental]

No damn her
Still I feel my stomach turn
choke back hold my head high im strong

No damn her
Still I choke on her lies
Not reeling im strong

I wish I was free of This


wrestler805


***

... so was gefällt mir richtig gut, nur meinem Zwillingsbrüderchen und Schwesterherz sicherlich nicht, da fängt schon der erste Unterschied an !

... sagt gestern doch eiskalt mein twin-brother ins Gesicht, dass er meinen Blog ein-, zweimal allerhöchstens dreimal gelesen hat=> was für ein Sucker und Ignorant ;-)

Andererseits hätte ich mir das denken können, ist ja schließlich mein Zwilling ! Werde mich mal beizeiten hinsetzen und ein kleines Referat über Zwillinge im Allgemeinen und das persönliche Zwillingsdasein im Speziellen referieren. Während des Schreibens wird sicherlich auch für mich noch die ein oder andere Erkenntnis herausspringen.

Das wirklich Praktische an diesem Thema ist: ich brauche keine Literatur, keine Ergebnisse aus der Zwillingsforschung und andere Quellen bemühen, es reicht aus, in meiner persönlichen geistigen Schatzkiste zu kramen => die Bloggerszene verlangt schließlich keine hochwissenschaftlichen Ausarbeitungen, aber dafür umso mehr Phantasie, Authenzität und Glaubwürdigkeit !

Jetzt aber erst mal essen, Zwillingsbrüderchen war einkaufen, um mich zu versorgen, so gehört sich das ;-)))

Dienstag, 3. November 2009

Blitzschachpartie (10')

Nach über 6 Monaten mal wieder eine Schachpartie gespielt
=> katastrophal !

Blitz 10':
  • Gegner: weiß - ich: schwarz
  • Französische Verteidigung (seltene Züge)

  1. e4 - e6
  2. d4 - Be7
  3. e5 - d5
  4. f4- Nc6
  5. Nf3 - Bd7
  6. Bd3 - f5
  7. c3 - Nh6 (Pferd am Rande ist eine Schande !)

  8. h3 - Bh4+
  9. N*h4 - Q*h4+ (zerstöre seine Rochade, bin leider unfähig, den Druck konsequent zu erhöhen !)
  10. Kf1 - 0-0-0 (lange Rochade, um auf Königsflügel mit den beiden Türmen Druck zu machen)

  11. Be3 - Be8
  12. Bf2 -Qe7
  13. c4 - d*c4
  14. B*c4 - Bf7
  15. Qd3 - Qb4
  16. b3 - Rhg8 (besser mit dem Bauer a7 nach a6, um ein Luftloch zu schaffen, wollte aber volle Pulle offensiv spielen => später stellt sich dieser Zug als Tempoverlust heraus !)
  17. Be1 - Qb6
  18. a4 - R*d4 (lieber mit dem Pferd schlagen, um Abzug auf die gegnerische Dame zu erhalten ?! Andererseits besteht die Option eines Doppelturms)
  19. Qe3 - Rgd8
  20. a5 - Qc5
  21. Ra4 - Qe7
  22. Bb5 - Nb4
  23. B*b4 - Rd1+
  24. Kf2 - Qh4+
  25. g3 - Ng4+
  26. h*g4 - Q*h1
  27. Q*a7 - Qh2+ (weiße Dame schlägt vergifteten Bauern ? anstatt jetzt auf g8 Schach zu geben + Abzug auf der Diagonalen auf die weiße Dame zu erhalten, folgt ein ineffektiver Zug => der Rest ist nur noch Mist !)
  28. Kf3 - Qh1+
  29. Ke3 - Qe4+
  30. Kf2 -Qc2+
  31. Nd2 - R1*d2+
  32. B*d2 - R*d2*
  33. Kg1 - Rd1+
  34. Bf1 - Rd2
  35. Qa8+ - Kd7
  36. Bb5+ - c6
  37. Q*b7+ -Kd8
  38. Q*f7 - Zeit (verliere auf Zeit, Gegner hat 3min mehr)

Legende:
  • P = Pawn = Bauer
  • B = Bishop = Läufer
  • K = Knight = Springer
  • R = Rook = Turm
  • Q = Queen = Dame/Königin
  • K = King = König

  • 0-0 = kurze Rochade
  • 0-0-0 = lange Rochade
  • * = schlägt
  • + = Schach

Fazit:
  • Finger vom Schach lassen, solange die Konzentrationsfähigkeit noch nicht wieder hergestellt ist !
  • selbst unter Zeitdruck nie das Hauptziel von Schach vergessen: versuchen, dem Gegner zu jeder Zeit schnörkellos den Todesstoß zu versetzen !
  • unter dem login von twin-brother gespielt: Schande für ihn im www-chess ;-) ... aber er spielt ohnehin 3min oder weniger !
  • Schachcrack MB spielt 1min Blitzschachpartien ... jetzt wohl nicht mehr so oft, da er sich um sein Kind + Haus kümmern muss ! ;-)

Battle over face veil brewing in Egypt

entnommen aus:

yahoo.com


CAIRO (Reuters) –

Rokaya Mohamed, an elementary school teacher, would rather die than take off her face veil, or niqab, thrusting her to the forefront of a battle by government-backed clerics to limit Islamism in Egypt.

  • Egypt's state-run religious establishment wants teachers like Mohamed to remove their veils in front of female students, sparking a backlash by Islamists who say women should be able to choose to cover their faces in line with their Islamic faith.
  • "I have put on the niqab because it is a Sunna (a tradition of the Muslim prophet Muhammad). It is something that brings me closer to religion and closer to the wives of the Prophet who used to wear it," she said.
  • "I know what makes God and his prophet love me, and no sheikh is going to convince me otherwise. I would rather die than take it off, even inside class," she added.
[...]

Ordinary Egyptians on the streets of Cairo have conflicting feelings regarding the niqab. Some say it should be banned on security grounds because it can be used by criminals to disguise themselves and escape police searches.

  • Others hail it as the right way to fulfill religious duties or as the best way to protect women from sexual harassment, although a recent study showed veiling had little effect on harassment rates in Egypt.
  • "When a man cannot see a woman, then what is he going to harass her for? Nothing," said Abu Donya, a taxi driver, whose views are shared by many Egyptians. "So imagine if all women wear niqab, things would be better," he said.

(Editing by Dominic Evans)

Fazit:
Religiöse Verbrämtheit, Fanatismus und blinder Glaube hat die Menschheit noch nie weiter gebracht, sie dient letztendlich nur einem religiösen Establishment => ein nicht zu unterschätzender Teil des Islams befindet sich theoretisch knapp über 600 Jahre in der Zeit zurück, als das Christentum sich noch im "tiefsten Mittelalter" befunden hat. Es bedurfte eines Martin Luthers und anderen Aufklärern, damit das Christentum nicht endgültig in Ablasshandel und anderen Verirrungen versumpfte ! Ob der Islam jemals eines Reformators bedarf und auch ihn auch hervorbringt, ist sicherlich eine Diskussion wert !