Samstag, 26. Juni 2010
Freitag, 25. Juni 2010
Schiedsrichterlehrgang, Niedersächsischer Fußballverband
- http://www.nfv-kreis-hannover-land.de/index.php?id=242
- Anwärterlehrgang, Barsinghaus, August,
- falls alle Stricke reißen (terminliche Schwierigkeiten), sagt Schirikollege, solle ich mich beim Obmann (Mittelrhein) melden (s. Gespräch am Lidl, Nähe TvK-Turm, letztes Jahr)
Präsidenten und ihre Generäle
Zitat:
Phoenix - Der Tag
23.06.2010
siehe auch:
- Obama nimmt Rücktritt von McChrystal an
Weitere Informationen:
Die Personalie ist für den Präsident eine Gelegenheit, seine Bereitschaft zu harten Beschlüssen zu zeigen - aber darüber hinaus ist sie auch ein Problem.
- McChrystal hat gerade die wichtige Offensive in Kandahar vorbereitet, die im Sommer losgehen soll.
- "Es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um einen General zu feuern und einen neuen zu ernennen", sagt Robert Kaplan, einer der führenden US-Militärexperten.
Also hat sich Obama für einen neuen Afghanistan-Kommandeur entschieden, der ein alter Bekannter ist.
- General David Petraeus wird McChrystals Nachfolger, der ehemalige Oberkommandierende im Irak und derzeit Chef des übergeordneten US-Zentralkommandos Centcom.
- Er hat McChrystals Ansatz gefördert, er hat ihn sogar mit entwickelt.
Er wird die Afghanistan-Strategie nicht revolutionieren.
Obamas Lösung ist geschickt. Petraeus ist im Militär äußerst beliebt, wie es auch McChrystal war.
Obamas Lösung ist geschickt. Petraeus ist im Militär äußerst beliebt, wie es auch McChrystal war.
- Er gilt als diplomatisch und hat das Vertrauen der Nato-Verbündeten, die Washingtons "Rolling Stone"-Affäre gerade ziemlich misstrauisch verfolgen.
- Und wer weiß - vielleicht schafft sich Obama sogar einen möglichen politischen Gegner vom Hals.
- Denn immer wieder gibt es Gerüchte, Petraeus könne 2012 als Präsidentschaftskandidat der Republikaner antreten.
Die größte offene Frage ist nun, ob das Duo Obama-Petraeus die Probleme in der Afghanistan-Politik in den Griff bekommen wird.
- In der Wut über den "Rolling Stone"-Text geht unter, dass der Artikel gerade auch vom Frust der Frontsoldaten handelt, die sich aus der Heimat nicht genug unterstützt fühlen.
Und er deckt Risse zwischen den Handelnden auf:
- Wie einträchtig agieren der Präsident und seine Leute wirklich noch, wenn es um den Krieg in der Ferne geht? (=dies ist die zentrale Frage aller Fragen in Zukunft, was militärische Einsätze außerhalb der Staatsgrenzen für dieses Jahrtausend bedeuten *)
- Die "Washington Post" kommentiert: "Obama muss die Peitsche auspacken. Er hat zu viel Streit in seinem Afghanistan-Team toleriert."
- Ähnliches fordert die "New York Times": "Er muss seine Afghanistan-Politik in den Griff bekommen."
***
Anmerkungen:
Der Begriff "Afghanistan-Politik" ist in diesem Zusammenhang völlig falsch gewählt.
- Es handelt sich hier um Krieg seit über dreißig Jahren !
- Politik dagegen bedeutet Aufbau in zivilen, wirtschaftlichen und kulturellen Angelegenheiten und Projekten !
***
- Das Geld wird denjenigen Staaten, die Kriege unterstützen oder die Krieg im eigenen Land billigen und fördern im eigenen Staatshaushalt an allen Ecken und Enden fehlen, jeder einzelne Bürger wird es am eigenen Leib und im Portemonnaie immer deutlicher zu spüren bekommen. (=wer nicht hören will, muss fühlen !)
- Was Afghanistan anbelangt: große Teile sind wieder in "steinzeitähnliche" Zustände zurückgebombt worden !
(ganz zu schweigen von der erstaunlichen Erkenntnis, welche Partei bzw. Koalitionsvarianten man in Zukunft wählen sollte, die eher Frieden und Wohlstand fördern als Krieg und nie endende finanzielle Verluste)
Depressionen in einem übergeordneten Zusammenhang gesehen
Depessionen =
Nach Diagnose:
wenn Einsicht + Compliance vorhanden => positive Entwicklung:
Wichtig:
Gedankenentwicklung beim Betrachten der "scheinbar ewig zirkulierenden Laufbänder", an dem das Industriematerial aufgehangen ist:
Meine persönliche Meinung:
- Warnzeichen
- Stoppsignal
- Hinweis
- bestehender krankhafter Zustand
- individuellen
- gesellschaftlichen,
- politischen
- wirtschaftlichen
- Übermut
- Wahnsinn
- Fehlentwicklung
- Entgleisung
- Inkongruenz von Lebensstil/weise und angeborenem Freiheitssinn!
Nach Diagnose:
wenn Einsicht + Compliance vorhanden => positive Entwicklung:
- Chance für einen Neuanfang
- Gefangener seiner selbst bis zum Untergang
Wichtig:
- Vor der Depression sind Symptome und Anzeichen unmerklich bis deutlich erkennbar.
- Die Depression selber ist der Ausbruch einer geförderten negativen/destruktiven Lebensweise (s.a. Tiere in Gefangenschaft)
- aktiven Vorgang (s.a. lang- bis mittelfristige Sinnlosigkeit von Medikamenten + Aufrechterhaltung bestehender kontraproduktiver Wirtschaftsprinzipien)
- Zusammenschluss vieler bis aller Kräfte und Erkenntnisse
- Ab wann wird/ist der Vorgang irreversibel, wenn immer wieder auf diesselben schädigenden Prinzipien und Lebensweisen zurückgegriffen wird ?!
- Ein System oder ein Mensch wird ständig ohnmächtig und verliert kurzzeitig sein Bewusstsein !
- Selbst bei Erkennen und Diagnose der Ursache(n) kommen keine wesentlichen Verhaltensänderungen zustande, so dass immer wieder der Organismus, die Psyche + ein System kollabiert !
- Wie lange kann dieser Vorgang wiederholt werden, bis sich ein irreversibler (=unheilbarer) Zustand bis zum Tod einstellt?
***
Gedankenentwicklung beim Betrachten der "scheinbar ewig zirkulierenden Laufbänder", an dem das Industriematerial aufgehangen ist:
- wie lange reichen die Ressourcen und der Rohstoff, wenn keine Alternativen oder kein effektives Recyclingsystem konsequent durchgeführt wird ?!
***
Meine persönliche Meinung:
- Im Grunde genommen sind depressive Symptome eine gute Einrichtung der Natur: sie weisen uns auf eine Fehlentwicklung hin !
Ostfriesischer Dialekt
2
***
Persönliche Rangliste meiner Lieblingsdialekte/sprachen in Deutschland:
- 1. Bayerisch
- 2. Ostfriesisch
- 3. Schwäbisch
Johannes Bugenhagen
Johannes Bugenhagen (* 24. Juni 1485 in Wollin (Pommern); † 20. April 1558 in Wittenberg), auch Doctor Pomeranus genannt, war ein bedeutender deutscher Reformator und Weggefährte Martin Luthers. Nach einem Studium in Greifswald und Wirken in Treptow an der Rega schloss sich Bugenhagen 1521 den Ideen Luthers an, wurde 1523 Pfarrer an der Stadtkirche Wittenberg, Lehrer an der Universität Wittenberg und Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises. Als Reformator entwickelte er neue Kirchenordnungen für Braunschweig, Braunschweig-Wolfenbüttel, Dänemark, Hamburg, Hildesheim, Holstein, Lübeck, Norwegen, Pommern und Schleswig. Bei der Entwicklung der Kirchenordnungen und bei der Übersetzung der Bibel hat er eine nachhaltige Bedeutung für die sich herausbildende Evangelische Kirche erlangt. Als Freund Martin Luthers war er nicht nur dessen Vertrauter und Beichtvater, sondern schloss dessen Ehe mit Katharina von Bora, vollzog die Taufe bei deren Kindern und hielt die Grabrede für Luther. mehr
Donnerstag, 24. Juni 2010
Starke Sache:
es folgen Metallkisten:
- 133
- 827
- 248
- 724
- 456
- 8..
- 1-1
- 1-1
- 1-1
- 1-5
- 1-5
- 1-7
- 1-9
- 1-9
- 1-17
- 1-17
- 1-19
- 1-19
- 1-25
- 1-25
- 1-25
- 3 - 2 - 1 - 2 - 2 - 2 - 3
- eigene unauffällige Bodenmarkierungen fixieren !
es folgen Metallkisten:
- 1-27
- 1-29
- 1-31 +3 1-41 (dahinter)
- 1-33
- 1-35 + 1-37 (dahinter)
- 1-39
- 400 kg => beim Auswurf nicht davor stehen, auf Palette fallen lassen !
- gutes Verpackungsmaterial
- Pakete
- Schreibunterlagen
- Bastelmaterial
- Italien ist raus => bestens !
- (seit Thorsten Frings von den Itackern bei der FIFA "verpetzt" bzw. "angeschwärzt" worden ist [s. Argentienschlägerei WM 2006], sollen die nie mehr ein Halbfinale erreichen bis zu einer öffentlichen Entschuldigung !")
- "Joe" meint, die Italiener werden von der Mafia unterstützt, weil die so auch bei jedem Weiterkommen zur nächsten Runde ihren finanziellen Gewinn haben (6 Minuten hat der Schiri nachspielen lassen ?!)
- "Sorry, aber jetzt ist er wenigstens auf deine Größe zugeschnitten !" => sehr witzig !
Geier Sturzflug - Bruttosozialprodukt
1.
Wenn frueh am Morgen die Werksirene droehnt und die Stechuhr beim Stechen lustvoll stoehnt, in der Montagehalle die Neonsonne strahlt und der Gabelstaplerfuehrer mit der Stapelgabel prahlt,
ja, dann wird wieder in die Haende gespuckt. Wir steigern das Bruttosozialprodukt, ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.
2.
Die Krankenschwester kriegt 'nen Riesenschreck, schon wieder ist ein Kranker weg. Sie amputierten ihm sein letztes Bein und jetzt kniet er sich wieder maechtig rein,
ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt. Wir steigern das Bruttosozialprodukt, ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt. 3.
Wenn sich Opa am Sonntag auf sein Fahrrad schwingt und heimlich in die Fabrik eindringt, dann hat Oma Angst, dass er zusammenbricht, denn Opa macht heute wieder Sonderschicht,
ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt. Wir steigern das Bruttosozialprodukt, ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt. 4.
A-a-an Weihnachten liegen alle rum un sagen puh-uh-uh-uh. Der Abfalleiner geht schon nicht mehr zu. Die Gabentische werden immer bunter und am Mittwoch kommt die Muellabfuhr und holt sich einen runter !
und ab jetzt wird wieder in die Haende gespuckt. Wir steigern das Bruttosozialprodukt, ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt. 5.
Wenn frueh am Morgen die Werkssirene droehnt und die Stechuhr beim Stechen lustvoll stoehnt, dann hat einen nach dem andern die Arbeitswut gepackt und jetzt singen sie zusammen im Arbeitstakt-takt-takt-takt-takt-takt-takt:
Ja! Jetzt wird wieder in die Haende gespuckt. Wir steigern das Bruttosozialprodukt! Ja, ja, ja! Jetzt wird wieder in die Haende gespuckt. Wir steigern das Bruttosozialprodukt! Ja, ja, ja! Jetzt wird wieder in die Haende gespuckt.
Karaoke
Gestern nach Schichtende um 22h wusste ich nicht, ob ich "Männeken oder Weiblein" bin. Am Ausgangstor vom VW-Werk schaute mich die Frau vom Sicherheitsdienst an und wusste Bescheid: "Dieser Neuling hat seinen ersten Tag hinter sich, jetzt weiß er Bescheid, was Arbeit bedeutet !"
Schon in der Halle angekommen, herrschte beim Schichtführer nicht gerade beste Laune. Deutschland spielte bald, und ausgerechnet an diesem Tag musste er arbeiten. Aber auch die meisten der anderen Mitarbeiter waren nicht begeistert.
Die blonde Sekretärin von der Zeitarbeiterfirma hatte mir direkt einen "Blaumann" + Sicherheitschuhe mit richtig langen Stahlkappen als "Willkommensgeschenk" überreicht. Nach dem Umziehen wurde ich direkt an einen Arbeiter verwiesen, der mich erst mal anlernte, ich taufe ihn auf den Namen "Joe" => direkt ins kalte Wasser geschmissen: "Learning by doing". Eine zeitlang neben ihm hergelaufen, Sachen angereicht, um erst mal den Prozess kennenzulernen (nach Dienstschluss die ersten Blasen seit langem unter den Füßen bekommen)
Am Anfang nur Bahnhof verstanden
zwischendurch herrrscht ein rauher Umgangston:
Nach einer gewissen Zeit frage ich, weil ich voll Hunger bekomme:
In der Pause begibt sich der größte Teil der Belegschaft in den Pausenraum und packt erst mal die Butterbrotdosen aus:
Nach der Pause geht's weiter mit dem Trott in unverminderter Geschwindigkeit !
Herzlich willkommen in einem Konzern auf der untersten Stufe, vermittelt durch Sklavenfirmen, die im Volksmund im neutralen Sinne als "Zeitarbeiterfirmen" bekannt sind !
Schon in der Halle angekommen, herrschte beim Schichtführer nicht gerade beste Laune. Deutschland spielte bald, und ausgerechnet an diesem Tag musste er arbeiten. Aber auch die meisten der anderen Mitarbeiter waren nicht begeistert.
Die blonde Sekretärin von der Zeitarbeiterfirma hatte mir direkt einen "Blaumann" + Sicherheitschuhe mit richtig langen Stahlkappen als "Willkommensgeschenk" überreicht. Nach dem Umziehen wurde ich direkt an einen Arbeiter verwiesen, der mich erst mal anlernte, ich taufe ihn auf den Namen "Joe" => direkt ins kalte Wasser geschmissen: "Learning by doing". Eine zeitlang neben ihm hergelaufen, Sachen angereicht, um erst mal den Prozess kennenzulernen (nach Dienstschluss die ersten Blasen seit langem unter den Füßen bekommen)
Am Anfang nur Bahnhof verstanden
- erst mal mit einem Niederflur-Hubwagen fahrbahre Eisengestelle mit Seitenfächern holen
- in der Kommissionierungbude entweder weiße oder blaue Aufttragszettel, je nachdem ob es sich um Vorder- und Hintersitze handelt, "getuckert" und am Hubwagen befestigt
- links die geraden Zahlen, rechts die ungeraden
- die 1-2 in die 3,6,8,9 (=Fächer vom Eisengestell)
- die 1-17 in die 4,6
- usw.
- kurze und lange Polster
- Sitzgestelle, klein und groß (bis ca. 5kg schwer)
- Vorder- und Rücksitze heraushieven und in die Eisengitter nach Plan einordnen
- leer gewordene Kunststoffboxen knicken und abdecken
- leer gewordene Eisengitter zusammenklappen (manchmal gar nicht so einfach, wenn die Seitentüren klemmen)
- (man hegt insgeheim den Wunsch, dass der Gabelstapler keinen Nachschub mehr hat, leider wird einem dieser Wunsch nie erfüllt !)
- zur Station fahren, wo die Sitzbezüge an Bügeln an einer Laufstange hängen
- auf den Kommissionierungszettel nach der Laufnummer schauen
- 2 mal 5 Sitzbezüge abhängen und an zwei vorgesehene Stangen vom Eisengestell anhängen
- jetzt ist das Eisengestell vollständig mit Ware beladen
- Die Sitzbezüge werden mit einer großen Plastikfolie eingehüllt, damit sie beim weiteren Transport zum LKW nicht "herumschlackern" und vor Staub geschützt sind
- mit Hubwagen in die andere Halle fahren, wo LKWs die Eisengestelle abladen und wo die Kommissionierungsbude mit den Scheinen stehen.
- Dann beginnt der Prozess von vorne
- man muss ein Affentempo beibehalten, da sonst der Hintermann ebenfalls in Verzug kommt !
- alle Schritte sind aufeinander abgestimmt, wenn einer "versagt" oder "klüngelt" dann kommt alles ins Stocken
- die Unfallgefahr ist immer gegeben, durch schwere Lasten, die gehoben, transportiert und verladen werden
zwischendurch herrrscht ein rauher Umgangston:
- ein Gabelstapler sagt zu Joe, weil er sich mal in der Eile zwischen seinem Hubwagen und einer vom Gabelstapler zu hebenden Last gestellt hat (=ca. 1m Abstand) => "Wenn du das nächste mal noch mal machst, dann kracht es aber !"
- Auf Anfrage beruhigt Joe micht: "Keine Sorge, dieser Ton ist ganz normal"
- die Arme werden schwer, trotzdem musst du das Tempo beibehalten !
- du wirst müde und hungrig und musst dich trotzdem konzentrieren !
Nach einer gewissen Zeit frage ich, weil ich voll Hunger bekomme:
- "Wann ist denn bitte Pause"
- "Wie bitte, jetzt sind erst zwei Stunden vergangen ?"
- Sie haben von allen in dieser Abteilung die schwerste Arbeit
- Dafür tragen sie eine hohe Verantwortung wegen schwerer Lasten und zentimentergenauer Platzierung der Ware und Arbeitsgeräte
- Beide kommen ebenfalls von einer Zeitarbeiterfirma und arbeiten schon seit ca. 2-3 Jahren in dieser Abteilung in diesem einem Warengang !
- Beide gehen am Wochenende noch woanders arbeiten, da sie bis jetzt noch keinen Festvertrag bekommen haben, aber mit dem Verdienst von der Zeitarbeiterfirma ihre Familie nicht ernähren können.
- Insgesamt wirken sie etwas motivierter als die 1-Euro-Jobber, glücklich ist aber etwas anderes !
In der Pause begibt sich der größte Teil der Belegschaft in den Pausenraum und packt erst mal die Butterbrotdosen aus:
- das sind keine Butterbrotdosen sondern eher kleine Umzugskartons mit Lebensmitteln gefüllt !
- Ein Arbeiter begrüßt mich ganz herlich: "Na Zwillingsbruder, alles frisch ?" ;-)
Nach der Pause geht's weiter mit dem Trott in unverminderter Geschwindigkeit !
- Ein kleiner Trost: es wurde ein kleiner Fernseher in Nähe der Baracke von der Schichtleitung hingestellt, so dass man hin und wieder einen Blick auf das Fußballspiel Deutschland vs. Ghana werfen konnte.
- Es war auch ein bisschen klar, dass das ohnehin schon hohe Affentempo ein wenig gesteigert wurde, um wenigstens ein paar Minuten herauszuholen, um das Spiel schauen zu können
Fazit:
Herzlich willkommen in einem Konzern auf der untersten Stufe, vermittelt durch Sklavenfirmen, die im Volksmund im neutralen Sinne als "Zeitarbeiterfirmen" bekannt sind !
- Direkt zwei große Butterbrotdosen randvoll mit Proviant gefüllt, um nicht vor Schwäche umzufallen !
- Linker Ellenbogen lädiert durch Stoßen an einem Eisengitter
- bei hohem Tempo sich trotzdem konzentrieren muss
- vielleicht bei richtiger Körperhaltung seine Muskulatur kräfigt !
- (momentan ein wenig Rückenschmerzen !)
Trotzdem sagt die Ameise in einem großen Ameisenstaat:
Ohne Fleiß kein Preis !
***
Mittwoch, 23. Juni 2010
Jetzt bin ich aber mehr als baff:
- um 5h automatisch aufgewacht
- um 8h bei der Arbeitsvermittlung gewesen: "Heute haben wir nicht geöffnet, kommen Sie doch bitte morgen wieder" => ein paar nette und aufmunternde Worte mit meiner Sachbearbeiterin gewechselt !
- Auf dem Weg zum Seemannsheim durch Transvaal gefahren: "Ist doch keine so schlechte Gegend, wie die Jugendlichen immer erzählen" (=manchmal alles Quatsch mit Sauce, was die da so verzapfen !")
- dann an einer Firma vorbeigefahren mit einem Schild: "Suche (u.a.) Gabelstapler"
- Hineingegangen, mit einer blonden Sekrektärin gesprochen und ein Bewerbungsformular ausgefüllt !
- kaum im Seemannsheim einen Anruf von ihr bekommen: "Wir haben erst mal einen Job für Sie als Kommissionierer ab heute Nachmittag um 14h im Hafen"
- Gehe gleich vorbei, um etwas Schriftliches an die Hand zu bekommen, um beim Einwohnermeldeamt eine Lohnsteuerkarte zu beantragen !
- Vereinbarung: Solange alle gestohlenen Papiere wie Ausweis, Führerschein etc. noch nicht neu ausgestellt sind, kann der Lohn auch ein bis zwei Monate bar ausgezahlt werden !
- Lohn: brutto um die 8 Euro, netto um die 5 Euro
Was sagt man in meiner jetzigen Situation dazu ?
Si, va bene !
Dienstag, 22. Juni 2010
"Wie im Kleinen, so im Großen !"
Respekt => hier scheinen doch einige meinen Blog mit Anteilnahme zu lesen, das ist sehr tröstlich in einer Situation, wo sich das Schicksal innerhalb kürzester Zeit gegen mich verschworen hat !
Aber nach einem erneuten ernsthaften Gespräch mit GB (hoffentlich ist es endgültig das letzte Gespräch dieser Art) muss auch mir langsam klar werden, dass viele negative Ereignisse in jüngster Vergangenheit meinem eigenen Charakter geschuldet sind! Übermäßige und voreilige Vertrauenseligkeit kommt in dieser Welt überhaupt nicht gut, vielleicht in einer anderen Welt !
Vorsichtiges Abtasten im Gespräch und im Kennenlernen von neuen Personen gehört zum Erwachsenwerden. Abwarten, was der andere zu sagen hat, nicht von Anfang an, Dinge von sich selber preiszugeben. Erst mal schauen und hören, was der andere an Informationen anzubieten hat !
Ein völliges Abkapseln als Schutzmaßnahme dagegen ist kontraproduktiv und kommt auch der Meinung vom twin sehr nahe: "Es ist immer eine Frage der Vorsicht, mit der man einem neuen Menschen begegnet, ein gesunde Portion davon, kann nicht schaden !"
Und diesmal werde ich nicht wieder mit mir selber im Streit darüber liegen wie in der Vergangenheit, ob die anderen Personen recht haben oder nicht, sondern werde den abschließende Rat von GB als ein Leitmotiv für mein kommendes Leben integrieren => "Einfach den gesunden Menschenverstand hochfahren und die Menschen, die man neu kennengelernt hat, sich genau anschauen:
Ich wäre aber nicht ich, wenn ich nicht felsenfest davon überzeugt bin und behaupte: dieses Denken und Handeln bringt die Menschheit an den Abgrund, wenn es ebenfalls kein gesundes Maß erfährt ! Wie im Kleinen, so im Großen: wenn kein partnerschaftliches Gespräch, sowohl unter fremden als auch unter bekannten Menschen zustande kommt, und auch kein gleichberechtigtes Miteinander durch eine Vertrauensbasis entsteht, dann ist diese Welt verloren ! Das ist erschließt sich nicht jedem von heute auf morgen, aber mit ein bisschen Kombininieren von Welt- und Regioanlnachrichten und eigenem Empfinden, wird es mit jedem weiteren neu anbrechenden Tag sonnenklar !
Vertrauen ist nun mal mit einem Restrisiko behaftet, es gibt keine Versicherung auf dieser Welt, die das zu deiner Zufriedenheit absichern könnte, denn "Gelegenheit macht Diebe" sowohl von Material, Zeit und auch von Gefühlen !
Menschen können dir dein Portemonnaie klauen, wenn du es leichtsinningerweise nicht eng an deinen Körper trägst oder nicht versteckst, und sie können genauso dein Vertrauen von einem Moment auf den anderen zerstören, wenn sie dich
Jetzt ganz kurz zu meiner persönlichen Entwicklung, warum ich so vertrauenselig bin bzw. war, und dieses unbedingt modifizieren muss in Bezug auf Menschen, die ich neu kennenlerne !
Schauen ich mir mal meinen twin an: er hat die gleiche Erziehung genossen und bis zum 16. Lebensjahr das identische Umfeld gehabt. Danach haben sich aber die Wege ganz bewusst getrennt ! In Fragen wie Menschenrechte, soziale Blickpunkte und Fairness gegenüber Mensch, Tier und Natur stimmen wir 100% überein, aber wie man den einzelnen Menschen zu betrachten und zu behandeln hat, da gibt es durchaus deutliche Unterschiede ! Mit einer gewissen Skepsis und Vorsicht ging er in der Vergangenheit auf die Menschen zu, und ließ es auch deutlich, manchmal etwas überdeutlich seinem Gegenüber spüren !
Er war bei der Bundeswehr, ich im Zivildienst ! Beim Bund lernt man, sich fit zu halten, eine Waffe zu laden und notfalls Menschen zu erschießen. Ich dagegen habe beim DRK gelernt, in der "Häuslichen Krankenpflege" und im "Mobilen Sozialen Hilfsdienst" Menschen auf direktem Weg und im persönlichen Kontakt zu helfen und zu dienen !
Der alles entscheidende Unterschied wurde durch eine einzige Person für immer geprägt, es ist "Dieter", der mit 40 Jahren gestorben ist. Als 18-jähriger musste er zur Bundeswehr, feierte mit seinen Kumpels vor dem Antritt, sie fuhren zusammen in einem Auto, das verunglückte. Einer kam um, einer kam glimpflich davon, und er blieb sein Leben lang querschnittsgelähmt. Knapp unterhalb von C3 erfolgte das Trauma, so dass der "Nervus diaphragmaticus", der das Zwerchfell innerviert und somit die äußere Atmung erst ermöglicht, intakt blieb. Er wurde vornehmlich von seiner Mutter und Stiefvater gepflegt, wir Zivis haben uns in seiner Freizeit um ihn gekümmert. Selbst nach dem Zivildienst habe ich ihn noch ein paar Jahre noch besucht, es entstand eine vertrauensvolle Beziehung:
An diesem Menschen habe ich in jungen Jahren vollends erkannt: nur eine Vertrauensbasis, für die beide Seiten zu sorgen haben, kann eine Welt funktionieren: wie im Kleinen so im Großen ! Breche ich das Vertrauen, ist man darauf angewiesen, dass einer wieder auf den anderen zugeht, oft sogar macht der Geschädigte diese wertvolle Geste !
Die Frage, die sich mir stellt: was ist für mich persönlich das gesunde Mittelmaß, um nicht ständig Opfer von Vertrauensmissbrauch und Vertrauensbruch zu sein ?
Aber nach einem erneuten ernsthaften Gespräch mit GB (hoffentlich ist es endgültig das letzte Gespräch dieser Art) muss auch mir langsam klar werden, dass viele negative Ereignisse in jüngster Vergangenheit meinem eigenen Charakter geschuldet sind! Übermäßige und voreilige Vertrauenseligkeit kommt in dieser Welt überhaupt nicht gut, vielleicht in einer anderen Welt !
Vorsichtiges Abtasten im Gespräch und im Kennenlernen von neuen Personen gehört zum Erwachsenwerden. Abwarten, was der andere zu sagen hat, nicht von Anfang an, Dinge von sich selber preiszugeben. Erst mal schauen und hören, was der andere an Informationen anzubieten hat !
Ein völliges Abkapseln als Schutzmaßnahme dagegen ist kontraproduktiv und kommt auch der Meinung vom twin sehr nahe: "Es ist immer eine Frage der Vorsicht, mit der man einem neuen Menschen begegnet, ein gesunde Portion davon, kann nicht schaden !"
Und diesmal werde ich nicht wieder mit mir selber im Streit darüber liegen wie in der Vergangenheit, ob die anderen Personen recht haben oder nicht, sondern werde den abschließende Rat von GB als ein Leitmotiv für mein kommendes Leben integrieren => "Einfach den gesunden Menschenverstand hochfahren und die Menschen, die man neu kennengelernt hat, sich genau anschauen:
- Was will der Mensch von mir ?
- Was will ich von ihm ?
- Wie kann er meinen Interessen dienlich sein ?
- Lernen, zwischendurch auch mal die egoistische Tour zu fahren!
Ich wäre aber nicht ich, wenn ich nicht felsenfest davon überzeugt bin und behaupte: dieses Denken und Handeln bringt die Menschheit an den Abgrund, wenn es ebenfalls kein gesundes Maß erfährt ! Wie im Kleinen, so im Großen: wenn kein partnerschaftliches Gespräch, sowohl unter fremden als auch unter bekannten Menschen zustande kommt, und auch kein gleichberechtigtes Miteinander durch eine Vertrauensbasis entsteht, dann ist diese Welt verloren ! Das ist erschließt sich nicht jedem von heute auf morgen, aber mit ein bisschen Kombininieren von Welt- und Regioanlnachrichten und eigenem Empfinden, wird es mit jedem weiteren neu anbrechenden Tag sonnenklar !
Vertrauen ist nun mal mit einem Restrisiko behaftet, es gibt keine Versicherung auf dieser Welt, die das zu deiner Zufriedenheit absichern könnte, denn "Gelegenheit macht Diebe" sowohl von Material, Zeit und auch von Gefühlen !
Menschen können dir dein Portemonnaie klauen, wenn du es leichtsinningerweise nicht eng an deinen Körper trägst oder nicht versteckst, und sie können genauso dein Vertrauen von einem Moment auf den anderen zerstören, wenn sie dich
- schlagen
- vergewaltigen
- foltern
- bestehlen
- hinter deinem Rücken reden und lästern
- falsches Zeugnis ablegen und Rufmord betreiben
- sich auf deine Kosten bereichern, sowohl verbal als auch materiell !
Jetzt ganz kurz zu meiner persönlichen Entwicklung, warum ich so vertrauenselig bin bzw. war, und dieses unbedingt modifizieren muss in Bezug auf Menschen, die ich neu kennenlerne !
Schauen ich mir mal meinen twin an: er hat die gleiche Erziehung genossen und bis zum 16. Lebensjahr das identische Umfeld gehabt. Danach haben sich aber die Wege ganz bewusst getrennt ! In Fragen wie Menschenrechte, soziale Blickpunkte und Fairness gegenüber Mensch, Tier und Natur stimmen wir 100% überein, aber wie man den einzelnen Menschen zu betrachten und zu behandeln hat, da gibt es durchaus deutliche Unterschiede ! Mit einer gewissen Skepsis und Vorsicht ging er in der Vergangenheit auf die Menschen zu, und ließ es auch deutlich, manchmal etwas überdeutlich seinem Gegenüber spüren !
Er war bei der Bundeswehr, ich im Zivildienst ! Beim Bund lernt man, sich fit zu halten, eine Waffe zu laden und notfalls Menschen zu erschießen. Ich dagegen habe beim DRK gelernt, in der "Häuslichen Krankenpflege" und im "Mobilen Sozialen Hilfsdienst" Menschen auf direktem Weg und im persönlichen Kontakt zu helfen und zu dienen !
Der alles entscheidende Unterschied wurde durch eine einzige Person für immer geprägt, es ist "Dieter", der mit 40 Jahren gestorben ist. Als 18-jähriger musste er zur Bundeswehr, feierte mit seinen Kumpels vor dem Antritt, sie fuhren zusammen in einem Auto, das verunglückte. Einer kam um, einer kam glimpflich davon, und er blieb sein Leben lang querschnittsgelähmt. Knapp unterhalb von C3 erfolgte das Trauma, so dass der "Nervus diaphragmaticus", der das Zwerchfell innerviert und somit die äußere Atmung erst ermöglicht, intakt blieb. Er wurde vornehmlich von seiner Mutter und Stiefvater gepflegt, wir Zivis haben uns in seiner Freizeit um ihn gekümmert. Selbst nach dem Zivildienst habe ich ihn noch ein paar Jahre noch besucht, es entstand eine vertrauensvolle Beziehung:
- Pizzen und "Jugoslawisch" ohne Ende gegessen,
- Musik aus den 70er gehört,
- Pornos zusammengeschaut,
- Schach gespielt,
- Fußball und Formel 1 geschaut,
- viel unterhalten und geklönt.
An diesem Menschen habe ich in jungen Jahren vollends erkannt: nur eine Vertrauensbasis, für die beide Seiten zu sorgen haben, kann eine Welt funktionieren: wie im Kleinen so im Großen ! Breche ich das Vertrauen, ist man darauf angewiesen, dass einer wieder auf den anderen zugeht, oft sogar macht der Geschädigte diese wertvolle Geste !
Die Frage, die sich mir stellt: was ist für mich persönlich das gesunde Mittelmaß, um nicht ständig Opfer von Vertrauensmissbrauch und Vertrauensbruch zu sein ?
- Sich total abzuschotten, ist zwar verlockend, um sich selber zu schüzen. Da aber der Mensch ein "Herdentier" und somit auf soziale Kontakte angewiesen ist, kann das Fehlen dieser Kontakte zu verheerenden intrapsychischen Folgen führen - wer kann und will das verleugnen ?
- Andererseits, sich ständig so zu verhalten und zu präsentieren, dass man als "leichtes Opfer" erkannt und ausgenutzt wird, ist genau das andere Extrem !
Samstag, 19. Juni 2010
... das war's ! Nach einer heftigen Diskussion mit CI stellt er sich vor mir und haut mir ohne Vorwarnung eins in die Fresse => zum Glück nichts gebrochen, nur leichte Blutungen im Mund, Schädelbrummen und ein "Cut" am linken Oberlid !
Habe nach dieser Aktion kein Wort gesagt, aber in Gedanken war ich nach seinem Schlag drauf und dran blitzschnell den Schraubendreher aus meinem Blaumann zu holen und ihm genau zwischen die Rippen zu jagen.
Aber in diesem Moment hat erstaunlicherweise und zum Glück die Vernunft noch schneller gesiegt ... jetzt bin ich noch am Überlegen, ob ich zur Polizei gehen soll wegen Körperverletzung.
Habe nach dieser Aktion kein Wort gesagt, aber in Gedanken war ich nach seinem Schlag drauf und dran blitzschnell den Schraubendreher aus meinem Blaumann zu holen und ihm genau zwischen die Rippen zu jagen.
Aber in diesem Moment hat erstaunlicherweise und zum Glück die Vernunft noch schneller gesiegt ... jetzt bin ich noch am Überlegen, ob ich zur Polizei gehen soll wegen Körperverletzung.
Allerdings gibt es was viel Besseres:
in Geduld üben, die Rechnung für ihn wird kommen -
es ist nur noch eine Frage der Zeit !
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