Sonntag, 16. Dezember 2007

Comeback

+++ Happyend: Klasnic beendet Jahr mit einem Doppelpack+++

Im letzten Spiel des Jahres nahm Ivan Klasnic die nächsten beiden Meilensteine auf seiner Comeback-Tour nach seiner Nierentransplantation und rundete ein unglaubliches Jahr für ihn mit einem wunderbaren Happyend ab: Der Kroate lief um 15.28 Uhr zum ersten Mal wieder mit der Startelf ins Weser-Stadion ein, um 15.59 Uhr drückte er den Ball zum ersten Bundesliga-Treffer nach seiner Rückkehr über Linie. Und als ob ihm das nicht reicht, machte er um 16.38 Uhr seinen ersten Doppelpack nach langer Verletzungspause perfekt.

"Ivan hat sich heute das schönste Weihnachtsgeschenk selbst gemacht. Das war bestimmt ein sehr schönes Spiel für ihn. Für Ivan ist das etwas besonderes, nach dem schweren Weg, den er beschritten hat", freute sich Cheftrainer Thomas Schaaf mit dem Kroaten. Belohnung für die starke Leistung, ein fast komplettes Spiel, das er erst nach 85 Minuten unter Standing Ovations beendete. "Wir haben genau hingeschaut, wie er sich bewegt, wie er die Belastungen verkraftet und haben gemerkt, dass er so lange spielen kann", sagte der Trainer, der neben den reinen Glückwünschen auch sportliches Lob ausspricht. "Das wichtigste ist, dass er trotz allem seine Qualitäten nicht verloren hat. Er sucht weiterhin konsequent den Abschluss." Klaus Allofs ergänzte: "Seinen Torriecher hat er nicht verloren. Allein beim zweiten Treffer an der richtigen Stelle aufzukreuzen, dorthin zu gehen, belegt das. Für einen Stürmer ist es das Schönste, mit Toren zu Siegen beizutragen."

Auch bei den Kollegen herrschte Freude über diesen märchenhaften Auftritt. "Das hat er sich richtig verdient. Das ist eine Sensation, wie er sich gleich mit zwei Treffern zurückgemeldet hat", applaudierte Clemens Fritz verbal und Daniel Jensen legte grinsend nach: "Glückwunsch für Ivan. Er eröffnet unserem Spiel neue Dimensionen. Aber wer ihn kennt, weiß, dass er gern noch den einen oder anderen gemacht hätte."

So war es auch. Der Stürmer Klasnic zelebrierte nicht nur dieses Comeback, sondern ging auch selbstkritisch mit sich um. "Ich hätte noch zwei weitere Tore schießen können, die Chancen waren da. Ich muss ruhig bleiben und kleine Brötchen backen. Wenn es dann so weitergeht, kann ich mich freuen."

Dass es dennoch besondere Augenblicke für ihn waren, leugnete er nicht. "Ich hatte diese Tore meiner Familie versprochen und jetzt sind sie mir gelungen. Beim ersten Treffer habe ich fünf Sekunden gebraucht bis ich es fassen konnte, da musste ich noch mal über alles nachdenken. Beim zweiten Tor war es einfach nur hemmungsloser Jubel. Ich habe mich mit den Kollegen gefreut, die es mir heute so leicht gemacht und mich toll unterstützt haben."

Wie sachlich Klasnic seinen Weg geht, machte folgende Aussage des Kroaten deutlich. Auf die Frage, ob das der schönste Tag seines Lebens heute war, antwortete er: "Mein Comeback war ein Highlight, meine Tore waren das Bonbon, aber schön sind alle Tage, an denen man morgens aufsteht, gesund ist und machen kann, was man will."

Mit den zwei Treffern hat er sich nun auch wieder ins Gespräch für eine mögliche EM-Teilnahme gebracht. Klasnic bleibt aber bei diesem Thema gelassen. "Ich habe schon bevor ich zurückgekommen bin mit unserem Nationaltrainer Slaven Bilic telefoniert. Er weiß, was er an mir hat. Ich bin sicher, wenn es so weitergeht, dann werden wir uns bald wieder sehen."

von Michael Rudolph und Felix Ilemann (Werder Bremen Newsletter)

weitere Werder News:


+++ Die Hinrunde: Höhepunkte, Rückschläge und die Punkte-Fee

Als Klaus Allofs im Rückblick auf die Halbserie die schönsten drei Erlebnisse zusammenfassen sollte, musste er lächeln. "Nur drei? Damit komme ich nicht hin. Das ganze Jahr steckte voller Erinnerungen. Allein in den letzten Wochen haben wir Real Madrid geschlagen, gegen den HSV ein ganz enges Match gedreht und das Spiel heute gehört auch dazu. Schließlich haben wir in dieser wichtigen Phase der Meisterschaft die Partie für uns entschieden und fünf Tore geschossen. Aber da war ja auch mal ein 8:1. Das hat man schon fast wieder vergessen. Und so könnte ich noch länger fortsetzen, ich habe bestimmt einiges nicht genannt", sagte Allofs, erinnerte aber auch an die Negativ-Erlebnisse. "Das waren unser Start mit den vielen Verletzten und die hohen Niederlagen gegen die Bayern und Dortmund." Auch mit dem Blick auf die Tabelle zog er eine sehr positive Bilanz. "Unterm Strich war es ein tolles Jahr, ein starker Saisonstart. Wir können uns bei allen in der Mannschaft bedanken, die dazu beigetragen haben."

Damit lenkte Allofs noch einmal die Aufmerksamkeit auf das Erfolgsgeheimnis der Grün-Weißen, die trotz eines unglaublichen Verletzungspechs nach der ersten Halbserie punktgleich mit dem FC Bayern ganz oben stehen. "Alle, die eingesetzt wurden haben das super gemacht." Auch Ivan Klasnic sah darin den Werder-Erfolg begründet. "Für so eine Leistung, wie wir sie in den letzten 17 Spielen abgeliefert haben, brauchst du ein komplettes Team. Da gibt es keine B-Spieler. Jeder einzelne belebt die Konkurrenz in der Mannschaft. Ich konnte erst jetzt am Ende wieder mitwirken, hatte aber immer ein gutes Gefühl. Man muss allen Dank sagen, dass sie so gut gespielt haben, als wir in Not waren."

Clemens Fritz freute sich ebenfalls riesig über die unglaubliche Gesamtbilanz der Werderaner. "Schaut auf die Tabelle. Es hat uns keiner vor der Saison oder nach den ersten Spieltagen zugetraut, dass wir uns so in die Winterpause verabschieden. Keiner! Wir wurden unterschätzt. Sicher, in der Champions League konnten wir unser Vereltzungspech nicht so auffangen, aber die Qualität im Kader haben wir unter Beweis gestellt. Jeder, der eingesprungen ist, hat tolle Spiele geliefert."

Das fand auch Cheftrainer Thomas Schaaf, der diese Hinrunde zu den verrücktesten seiner Trainerkarriere zählt. "Das war sicher ein Highlight, was die Besetzung des Kaders betrifft. Da musste man sich fast jeden Tag neue Gedanken machen. Aber die Mannschaft hat trotz aller Widrigkeiten hervoragend mitgezogen." Dass es am Ende zur Punktgleichheit mit den Bayern gereicht hat, war für ihn keine große Überraschung. "Wir wussten ja, dass die Bayern sich ganz vorn präsentieren wollen, aber wir wussten auch, dass unser Kader vieles hergibt. Und er hat es unter Beweis gestellt. In dieser Vorrunde hatte fast jeder seine Problemchen, aber es kamen immer andere, die eingesprungen sind."

Zum Zweikampf mit den Bayern befragt, verdiente sich Klaus Allofs am Samstag den Goldenen Weihnachtsmann für die schlagfertigste Antwort. Auf die Frage, ob er einer Fee nach Niederlage gegen Bayern am zweiten Spieltag geglaubt hätte, dass Werder bis zum Winter 36 Punkte holt, sagte er: "Um Werder hätte ich mir keine Gedanken gemacht, aber ich hätte sie damals gefragt, wie viele Punkte sie für die Bayern vorgesehen hat."

von Michael Rudolph und Felix Ilemann

+++ Frühe Auswechslungen sorgte für Gesprächsstoff

Für den Ex-Werderaner Rudi Völler gab es zwei Menschen, die für die Niederlage seiner jetzigen Mannschaft Bayer Leverkusen verantwortlich waren: Diego und Thomas Schaaf. Der Trainer sorgte bei Zuschauern und Experten mit seinen außergewöhnlichen Auswechslungen bereits nach einer halben Stunde für Aufsehen. Bei einem Doppelwechsel nahm er Tim Borowski und Jurica Vranjes vom Platz und brachte Leon Andreasen und Aaron Hunt.

Eine Maßnahme, die nicht nur den beiden Nationalspielern, sondern auch Gäste-Trainer Michael Skibbe die Sorgenfalten auf die Stirn zauberte. "Durch das Gegentor und die Auswechslungen kam bei uns ein Bruch ins Spiel. Der anschließenden aufkommenden Hektik sind wir dann nicht mehr Herr geworden und haben die Partie sogar in dieser Höhe verdient verloren. Mir wäre es lieber gewesen, der Schiedsrichter hätte in der 28. Minute abgepfiffen (grins ;-) denn bis dahin waren wir gut im Spiel, haben mit schnellen Pässen am Boden Werder gut im Griff gehabt, das Fürhungstor geschossen und noch einige gute Möglichkeiten herausgespielt. Aber letztlich muss man sagen, dass wieder das passiert ist, was uns schon öfter geschehen ist. Wenn es darum geht noch Butter aufs Brot zu bekommen, sind wir nicht in der Lage, mehr mitzunehmen als Erfahrung."

Die frühen Wechsel sorgten auch auf Werder-Seite für Gesprächsstoff. Cheftrainer Thomas Schaaf begründete seine Entscheidung so: "In den ersten 30 Minuten lief nichts richtig zusammen. Das trifft aber auf die ganze Mannschaft zu und nicht nur auf die beiden. Sicher hatten sie auch nicht ihren besten Tag, aber ich wollte ein offensiver ausgerichtetes Spiel im Mittelfeld mit mehr Aggressivität und habe deswegen gehandelt."

Schaaf machte jedoch auch deutlich, dass die beiden jetzt nicht abgeschrieben sind. Vor allem für den in der Vergangenheit oft verletzten Tim Borowski warb er um die richtige Einschätzung der Situation. "Man darf die beiden jetzt auch nicht zu kritisch bewerten. Gerade Tim wurde immer wieder rausgerissen und kann auch deswegen noch nicht die Sicherheit und Konstanz haben, die er für sein Spiel braucht. Wir werden ihm die Zeit geben."

Klaus Allofs sagte zu den Auswechslungen des Trainers: "Solche Entscheidungen sind schon sehr mutig, aber wenn man davon überzeugt ist, dann muss man es machen. Und heute war auch das Glück dabei, dass die, die reingekommen sind ihre Sache auch wirklich besser gemacht haben." Der Geschäftsführer machte deutlich, dass solche Dinge keine fixen Alleingänge sind. "Der Trainer hat die Verantwortung dort unten am Spielfeld, aber er hat auch drei, vier Leute um sich, die er in seine Gedanken mit einbezieht, bei denen er sich noch vergewissern kann. Ich bin sicher, dass er noch mal überlegt hätte, wenn wir alle davon abgeraten hätten", so Allofs, der aber auch auch die Gemütsverfassung von Tim Borowski nachvollziehen kann. "Das ist doch klar, dass er so reagiert. Ich habe schon mit ihm ein paar Worte gewechselt und ihm gesagt, dass es jetzt wieder weitergeht."

Doch nicht nur die Auswechslungen von Thomas Schaaf waren ein Thema. Auch andere Personalien standen im Fokus. So zauberten die beiden offensiveren Mittefeldspieler Diego und Daniel Jensen die Leverkusener so richtig durcheinaner. "Diego war einfach nicht zu fassen. Ausgestattet mit seinen Freiheiten und seiner Ballbeherrschung lief er überall rum und machte uns gehörig zu schaffen", sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes. Rudi Völler schwärmte. "Er war überragend; schießt ein Tor selber und war fast immer vor den Toren entscheidend beteiligt." Klaus Allofs merkte an: "Es gibt eben gute und sehr gute Spieler – Diego ist sicherlich ein sehr guter." Doch der ehemalige Werder-Stürmer hatte auch ein Auge auf andere Akteure. "Ich muss auch einen Spieler loben, der nicht so im Fokus steht: Daniel Jensen hat heute mit seiner starken Leistung sehr viel dafür getan, dass wir dieses Spiel noch gedreht haben."

Der so gelobte Daniel Jensen, wollte nicht über die eigene Leistung sprechen, sondern machte noch einmal deutlich, wie schlecht die Anfangsphase war. "Wir hatten vielleicht doch noch im Hinterkopf, dass wir die beiden letzten Spiele verloren haben. Das hat eine Kettenreaktion ausgelöst. Wir wurden immer nervöser. Erst das Tor brachte die Wende und verursachte das Gleiche in die andere Richtung." Clemens Fritz stimmte zu: "Da haben wir in den ersten 30 Minuten aber schönen Quark zusammengespielt. Danach haben wir aber den Druck in unser Spiel bekommen, den wir brauchen. In der Kabine haben wir uns dann viel vorgenommen und alles richtig umgesetzt."

Dass die Entscheidung nicht noch früher zugunsten der Grün-Weißen fiel, lag allerdings auch an einem weiteren Aufreger des Tages. Der Schiedsrichter übersah ein deutliches Foul im Strafraum an Rosenberg, der sich statt eines Elfmeterpfiffes auch noch völlig unpassende Schimpftiraden von Bayer-Profi Tranquillo Barnetta anhören musste. "Wenn Markus in dieser Szene nicht hochspringt, wird er richtig umgetreten, danach wird er auch noch so heftig attackiert", merkt Klaus Allofs an, der aber lobend erwähnt, dass sich die Mannschaft davon nicht aus der Ruhe bringen ließ. "Wir mussten heute voll konzentriert bleiben, weil wir wissen, dass jede Situation die nochmalige Wende hätte bringen können. Wenn beim 0:1 der zweite Treffer fällt, hätte man nicht gewusst, ob wir die gleiche Moral gehabt hätten. Aber auch beim Stand von 5:2 hätte ein dritter Gegentreffer noch mal alles offen gehalten."

von Michael Rudolph und Felix Ilemann


+++ Feuerwerk zum Fest: Werder – Leverkusen 5:2

Sie trugen Tannenbäume auf ihren Trikots, doch die Leistung der Werder-Profis erinnerte eher an Silvester. Denn die Grün-Weißen brannten beim 5:2 im Spitzenspiel gegen Bayer 04 Leverkusen ein Feuerwerk vom Feinsten ab.

Zwar schoss Tranquillo Barnetta die forsch aufspielenden Gäste schon nach sechs Minuten in Führung. Doch mit zunehmender Spielzeit fand Werder immer besser in die Partie und kam nach einer halben Stunde zum verdienten Ausgleich durch Ivan Klasnic. Nach der Pause schossen Diego (50.), Clemens Fritz (57.), erneut Klasnic (63.) und Markus Rosenberg (69.) die Grün-Weißen in furioser Manier zum Sieg. Stefan Kießlings Tor zum 2:5 (77.) war nur noch Ergebniskosmetik.

Vier Tage nach dem bitteren Champions-League-Aus in Piräus lösten bei Werder zwei Wiedergenesene zwei neuerlich Verletzte ab. Ivan Klasnic kam für Boubacar Sanogo (Bluterguss) zu seinem Heim-Comeback in der Startelf, während Per Mertesacker in der Innenverteidigung für Frank Baumann (Adduktorenprobleme) auflief.

Bayer mit dem besseren Start

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem Tabellenzweiten Werder und dem Tabellenvierten Bayer begann so gar nicht nach dem Geschmack der Grün-Weißen. Bayer begann kess, profitierte beim frühen Führungstor allerdings von einem Fehlpass der Bremer. Nach einem Mertesacker-Ballverlust in der Vorwärtsbewegung spielte Paul Freier einen blitzschnellen Pass auf den durchstartenden Tranquillo Barnetta, der dem herausstürmenden Tim Wiese aus 16 Metern keine Chance ließ (6.).

Zwar hatte Tim Borowski schon vier Minuten später den Ausgleich auf dem Fuß, doch insgesamt war Bayer in der ersten halben Stunde besser. Die Gäste überzeugten sowohl technisch als auch taktisch, nahmen die Bremer Offensivabteilung um Diego zunächst völlig aus dem Spiel. In der 28. Minute besaß Stefan Kießling die große Chance zum 0:2, scheiterte nach einem Fehler von Daniel Jensen aber an Tim Wiese.

Klasnic’ Weihnachtsmärchen

Etwas überraschend, aber klasse vorbereitet fiel in der 30. Minute der Ausgleich. Diego setzte mit einem gefühlvollen Heber Borowski ein, dessen Schuss von Bayer-Schlussmann René Adler nur abgeklatscht werden konnte. Die Chance für Ivan Klasnic, der genau da stand, wo ein Torjäger stehen muss. Der Kroate schaltete schnell, schob den Ball über die Linie – und erzielte damit sein erstes Tor nach der Nierentransplantation. Die lange Leidenszeit – endgültig vergessen!

Trotz des Ausgleichstors überraschte Cheftrainer Thomas Schaaf unmittelbar danach mit gleich zwei Wechseln, nahm Kapitän Borowski und Jurica Vranjes vom Feld und brachte dafür Aaron Hunt und Leon Andreasen. Werder wurde nun immer stärker und hatte vor der Pause noch zwei gute Gelegenheiten zur Führung – beide Male durch Ivan Klasnic (35., 45.). Zudem verweigerte Schiedsrichter den Grün-Weißen nach einem Foul des bereits verwarnten Karim Haggui an Markus Rosenberg den fälligen Strafstoß (42.).

Furios: vier Tore in 19 Minuten

Doch die Werderaner brauchten sich nicht lange zu ärgern. Halbzeit hin, Halbzeit her – fortan wirbelte nur noch Grün-Weiß. Und die 40.000 Zuschauer wurden einmal mehr mit tollen Toren regelrecht verwöhnt. Diego machte in der 50. Minute den Anfang, traf nach starkem Einsatz von Jensen und Vorlage von Rosenberg aus halbrechter Position per Flachschuss ins linke untere Toreck. Top-Techniker Jensen spielte auch sieben Minuten eine entscheidende Rolle. Mit einem Steilpass auf Clemens Fritz leitete er das 3:1 ein, das der deutsche Nationalspieler aus ähnlicher Position wie zuvor Diego erzielte.

Doch Werder hatte noch längst nicht genug – am wenigsten Ivan Klasnic, der wie seine Mitspieler nun durch eine explosive Mischung aus Spielfreude, Einsatz und Leidenschaft zu begeistern wusste. Und das Weihnachtsmärchen des Kroaten fand in der 63. Minute seine Fortsetzung. Eigentlich wollte Klasnic per Hacke auf Andreasen passen, doch Barnetta ging dazwischen und legte damit ungewollt für den Werderaner mit der Nummer 17 auf, der direkt abzog und den Ball präzise im linken Eck versenkte. Eine Traumkombination über Jensen, Diego und Klasnic brachte weitere sechs Minuten gar das 5:1. Rosenberg vollendete die furiose Ballstafette mit seinem fünften Saisontor.

Stehende Ovationen für Ivan

Klar, das Spiel war nun endgültig und deutlich entschieden. Anlass für die Werderaner, etwas nachzulassen. Leverkusen schlug noch einmal zurück, doch letztlich blieb Kießlings Treffer zum 2:5 ohne Bedeutung. Stattdessen feierten die Werder-Fans zunächst Ivan Klasnic bei seiner Auswechselung in der 85. Minute mit stehenden Ovationen, nach dem Schlusspfiff dann die ganze Mannschaft.

von Kevin Kohues

Werder Bremen – Bayer 04 Leverkusen 5:2 (1:1)

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Jensen – Vranjes (31. Andreasen), Borowski (31. Hunt) - Diego - Rosenberg, Klasnic (85. Harnik); auf der Bank: Vander, Tosic, Schindler, Mosquera

Bayer 04 Leverkusen: Adler, Castro, Friedrich, Haggui (46. Sinkiewicz), Sarpei – Gresko, Rolfes – Freier (67. Gekas), Barbarez (73. Dum), Barnetta - Kießling

Tore: 0:1 (6.) Barnetta, 1:1 (30.) Klasnic, 2:1 (50.) Diego, 3:1 (57.) Fritz, 4:1 (63.) Klasnic, 5:1 (69.) Rosenberg, 5:2 (77.) Kießling

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)

Weser-Stadion: 40.000 Zuschauer

Gelbe Karten: Fritz, Andreasen – Haggui, Gresko, Castro, Barbarez

Fazit: Werder Bremen hat wie Bayern München 36 Punkte, liegt im Torverhältnis nur um 5 Tore zurück... hieß es am Anfang nicht, dass Bayern mit Klose, Ribbery, Lucatoni und all den anderen Stars der Bundesliga davoneilen wird ???.. oh, ihr Sportreporter, lernt endlich mal vernünftig schriftliche und mündliche Kommentare abzugeben, und denkt nach, bevor ihr etwas zum Besten geben wollt: in Mannschaftssportarten zählt die mannschaftliche Geschlossenheit, die Fitness, die Cleverness, die Routine, der Fleiß, das Zusammenspiel, die "Coolness" sprich Lockerheit und die Disziplin. Deshalb ist ab einem gewissen Millionenbebetrag die Summe, die man in eine Mannschaft hineinsteckt nicht mehr der alles entscheidende Faktor, ob man eine Meisterschaft gewinnt oder nicht ! Denn dann und auch vorher zählt, wie der Trainer, die sportliche Führung/ der sportliche Stab und der Vorstand die professionell ausgebildeten Individualisten zu einer erfolgreichen Mannschaft zusammenschweißen und miteinander harmonisieren lassen. Und das gilt wohl für jede Firma, jeden Betrieb, jedes Institut und für Gemeinschaften von verschiedener Form und Art. Ein Individualist glaubt vornehmlich an sich selber, ein Teamplayer glaubt an sich und an seine Kollegen... jeder hat die Entscheidung, am Ende zählt nur, dass man auf das vertraut und zu Ende bringt, wofür man sich entschieden hat !

Samstag, 15. Dezember 2007

Spielsucht

Gestern bis 1h sinnige und sinnvolle Sachen am PC erledigt, danach mal wieder Schach gezockt, und mir innerlich geschworen nur ein Spiel a 15 Minuten zu machen, egal ob ich gewinne oder verliere... und was wird daraus: bis 5:30 und die allermeisten Spiele sogar verloren... heute morgen ruft mich HP v. HBF an, habe also den "halb" abgesprochenen Termin verpennt... ist aber nicht so schlimm, da WE... aber mir fällt es wie Schuppen vor den Augen, weil mir plötzlich eine wichtige Teilerkenntnis bezüglich der Spielsucht kommt !

In den letzten Monaten wird das online-Pokern immer beliebter, das man sowohl mit Spielchips, als auch mit realem Geld (Abbuchung erfolgt online) spielen kann. Leider spielen sich auch hier einige Zeitgenossen bis zum finanziellen Ruin, und ich habe mich immer gefragt, wie die Betreiber es schaffen, die Spielsüchtigen an der lange Leine zu halten, und somit ihre Spielsucht ausnutzen ?

Ich bin zuerst von der Vermutung ausgegangen, dass es ein Leichtes für die (!) Betreiber des online-Pokerns ist, sich einen Raum zu mieten, voll mit Computer, Laptops und Elektronik zu stopfen, ans Netz zu gehen und mit einer geeigneten Software Spiele zu manipulieren. Die Möglichkeiten sind enorm:

a) eine Software kann dafür sorgen, dass Spieler denken, sie würden live gegen andere Spieler weltweit zocken. In Wirklichkeit aber generiert die Software für jeden einzelnen Spieler eine individuelle Simulation.

b) jeder Tisch wird immer wieder neu besetzt, Spieler merken gar nicht, dass weltweit im Hintergrund ein Spielertausch vorgenommen wird... niemand, aber auch niemand kann mir deshalb sagen, wer der DEALR ist, der die Karten austeilt, außer den Programmierern und dem Programm.

c) Was wird mir ein einigermaßen einsichtiger Spielsüchtiger antworten, wenn ich ihn folgendes frage und klarmache: "Irgendein Programm erzeugt doch per Zufall für jeden eineznen, welche Karten gezogen werden, diese Kartenkombinationen werden doch ausgewertet, und somit kennt das Programm alle (!) Karten von jedem (!). Kannst Du mir beweisen, dass das Programm Deine Karten zu jedem x-beliebigen Zeitpunkt nicht kennt, und sich nicht darauf einstellt ?!"

d) weil solche superschnellen Hintergrundprozesse laufen, man kann z.B. Tische und Spieler nach Belieben zusammensetzen nach den Gesichtspunkten: Spielstärke, Spieldauer, Einsatzhöhe etc... und von der angewandten Statistik wissen wir ja, dass man den Erwartungswert, signifikante Abweichungen etc. herrlich berechnen kann, und somit der Computer gewinnbringend arbeitet.

e) Auswertungsgenauigkeit ist besonders schön zu sehen bei der Hochrechnung von Wahlstimmen: kurz nach dem Verlassen der Wahlbüros werden gefragt Wähler, wen sie gewählt haben, die Auswertung dieser prozentual gesehen sehr geringen Informationen stimmt schon nach einer halben Stunde bis Stunde mit über 90% mit dem endgültigen Ergebnis überein, Ausreißer und unwahrheitsgemäße Ausagen sind sogar berücksichtigt => alles nur angewandte Mathematik Statistik

f) Die Programme sind so intelligent, dass sie den individuellen Spielcharakter der Zocker (egal ob mit Spielgeld oder echtem) erkennen, und sich darauf einstellen... Beispiel: ein Programm muss erkennen, welchen Spielcharakter der Spieler hat, ist er vorsichtig, offensiv, mit welcher Spielvariante lässt er sich aus der Defensive locken... wann ist der Zeitpunkt gekommen, ihn vorzutäuschen, er sei mit seiner jetzigen Taktik gut dabei... das Profil eines Spielers zu bestimmen, ist für gutgeschriebene Software "Peanuts"... die nur um Spielgeld spielen, dienen lediglich als Experementierfeld, aus denen man das Maximum an Daten und Erkenntnissen rauszieht, um die Spielsüchtigen mit einem ausgereiften Programm zu beglücken und bis auf die Unterhose auszuziehen !

Aber all das ist nicht wichtig, um mir das Phänomen Spielsucht im Internet zu erklären: ich muss die Frage nur anders stellen: warum wird weltweit im Internet im Schach nicht um Geld gespielt ? Nun diese Frage ist noch leichter zu beantworten, unter dem Aspekt: kann dann der Betreiber überhaupt noch einen Gewinn erzielen ?

Manchen wird schnell bewußt, dass es immer wieder Spielsysteme gib und geben wird, die sich lokal oder weltweit vermarkten lassen und alle Spielsüchtige locken, es gehen genug in die Falle und glauben auch noch den lustigen Werbespots... manchen ist diese teilweise perfide Betrugsmaschinerie von Anfang an klar, manche brauchen etwas länger für diese Grundschulerkenntnis, und manche kapieren´s nie!

Freitag, 14. Dezember 2007

The only way is up

Hola hombre,

es ist schwer auszudrücken, was ich zur Zt. für mein Studium empfinde, und vll. geht es Dir genau so!

Aber unter der Dusche habe ich wieder eins erkannt: so wie ich alternierend heiß/kalt dusche, so müssen wir auch durch ein Wechselbad der Gefühle gehen... mein Vater hat sehr wahrscheinlich während seines ganzen Studiums keine Freundin gehabt (vermute ich mal), meine Mutter hat er erst lange nach seinem Studium im Ausland kennengelernt... aber eins bewundere ich besonders an ihm: es ist die Professionalität, mit der er sein Studium trotz aller Widrigkeiten und Probleme durchgezogen hat: manchmal hat er mit seinen Studienkollegen überlegen müssen, ob man warm zu Mittag isst oder für ein Buch zusammenspart...

Natürlich ist das jetzige Studium nicht mehr mit früher zu vergleichen, wir betreiben Hochleistungssport, man lässt uns nur sehr wenig Zeit, durchzuatmen... das fordert am Ende des Tages manchmal sogar unsere Restkapazitäten, die wir unbedingt durch Sport, Musik und Freundschaften auffüllen müssen !

Ich kann Dich nur um eins bitten: Sorgen, Nöte und kleine Wehwehchen haben wir alle, aber darunter darf unser scharfes Denken, unsere Professionalität und unsere Ausdauer, mit der wir an das gewaltige Pensum herangehen, nicht leiden !!!

Also nimm jede Kleinigkeit mit, jede Begegnung mit den Menschen, jedes kleine Lächeln, jedes gute Wort, und jede noch so kleine Freude, die so unscheinbar am Wegesrand liegt: klingt sehr esoterisch und konfuziusmäßig, aber ohne sie, wirst Du den Alltag nicht überleben und innerlich tot sein, trotz äußerem Schein. Die großen Dinge kommen nach dem Studium, that´s for sure !

Denk dran: Du bist nicht allein (you´ll never walk alone) - Du musst Dich genauso quälen und Deinen inneren Schweinehund überwinden wie alle anderen auch: nur wer den ernsthaften und guten Willen zeigt und auch täglich (!!!) beweist, durch Feuer und kaltes Wasser zu gehen, dessen Geist und Körper wird gestählt und fit sein für alle Dinge dieser Welt.

Jetzt kannst Du noch Dein Ding meistern, Deine Sache durchziehen, bei "los geht es los" und nicht erst wieder im nächsten Semester.

Hau rein mein Freund, noch hast Du alle Fäden selber in der Hand, gib sie nie mehr wieder aus der Hand !!!

Amen ;-)

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Matheboard

Matheboard für Schüler und Studenten: Startseite

Was ist im November & Anfang Dezember alles so interessantes passiert? Die Online-Version ist hier zu finden: Online-Version

KLEINE STATISTIK:

  • In diesem Monat durften wir uns über 523 neu registrierte User freuen. Diese darf ich an dieser Stelle nocheinmal herzlich Wilkommen heißen.
  • Es wurden 3336 Themen und 17291 Beiträge erstellt.
  • Der turbulenteste Novembertag war Sonntag, der 04.11.07. Allein an diesem Tag verzeichneten wir 879 neue Beiträge.
TEAM:
  • Good News : Wir haben unser Moderatoren Team mit vektorraum verstärkt. Er wird weiterhin in der gesamten Schulmathematik und in der Hochschulanalysis Hilfesuchende aktiv unterstützen. (Zur Begrüßung.)

  • Bad News: grybl hat sich aus privaten Gründen entschieden Organisation und Moderation aus der Hand zu geben. Sie hat uns aber versprochen ab und an mal wieder vorbei zu schauen. (Zur Verabschiedung.)
SONSTIGES:
Forenstruktur: Die größte Neuerung sollte jedem aufgefallen sein - eine überarbeitete Forenstruktur. Sie soll es neuen Besuchern möglichst einfach machen sich im MatheBoard zurecht zu finden. (Weitere Infos.)

Wikipedia

"The web is no longer imaginable without Wikipedia." — Anon.

...und mögen sich manche Professoren und Dozenten noch so über die Unvollständigkeit und Fehlerhaftigkeit von Wikipedia aufregen, im Grunde genommen wissen sie ganz genau: wenn man Fehler berücksichtigt und einkalkuliert auf Grund von mangelhafter Lektorarbeit, so wird das Nachschlagwerk Wikipedia durch eine kritische persönliche Korrekturleistung (Diskussion mit Gleichgesinnten, parallele Informationsbeschaffung durch Lehrbücher, in verschiedenen Lehranstalten wie Schule, Uni, VHS, im Alltag und in den Bibliotheken, ) zu einer optimalen Orientierung und teilweise(!) zu einer Messlatte, das seinesgleichen sucht.

Und das was man bei Wikipedia nicht findet, das erledigen Lehrbücher, Skripte und Fachzeitschriften und andere Suchmaschinen im "www" !

(deutsche Wikipedia-Administratoren)

Fehlt jetzt nur noch ein Nachschlagwerk der Methodik, als Ergänzungsband, wo Schritt für Schritt erklärt wird, wie man geistige und materielle Dinge herstellt !

Wie stelle ich ein Homepage her?

a) als erstes mußt Du Dir Deine Page programmieren, wobei das Wort Programmieren Dich nicht erschrecken soll, da es heutzutage Programme wie Beispielsweise NetObjects oder Frontpage die eine WYSIWYG-Umgebung haben, d.h. Du kannst per Drag&Drop Deine Eingaben direkt erstellen, verschieben usw.

b) Wenn dies geschehen ist, suchst Du Dir einen Anbieter von Webspace, von denen es unzählige gibt. Achte darauf, dass die Anbieter Dir FTP-Zugang geben und keine Werbebanner einbinden !! Ein guter Webspaceanbieter ist z.B. www.crosswinds.net . Dort meldest Du dich dann an.

c) Nach Deiner Anmeldung kannst Du Deine erstellten Seiten auf den Server dieses Anbieters stellen. Mit dem Aufruf Deiner Adresse die z.B. www.crosswinds.net/~DEINNAME heißen kann, gelangst Du dann direkt auf Deine Homepage. Wenn Du eine eigene Adresse, wie z.b www-thorsten-juetting.de haben willst, dann mußt Du Dir einen Domainnamen besorgen, den Du z.B. bei Starto oder 1&1 inklusive Webspace bekommst.

Viel Glück

Das Cromosom

(Quelle: wer weiß was)

...da es aber zur Zeit dafür kein Standardwerk gibt, geben die vielfältigen Diskussionsforen gute Tipps und Tricks...

Mathematik

1.1 Zahlen
Zahlbereiche:1.1.1 Reele Zahlen

1.1.1. Aufbau des Zahlensystems

1.1.1.2 Potenzen, Wurzeln, Logarithmen
1.1.1.3 Mittelwerte
1.1.2 Komplexe Zahlen

1.1.2.1 Imaginäre Einheit, Darstellung komplexer Zahlen
  • Eigenschaften des Betrags komplexer Zahlen
1.1.2.2 Rechnen mit komplexen Zahlen (a + b)
  • Gleichheit komplexer Zahlen
  • Addition und Subtraktion
  • Multiplikation und Division
  • Wurzeln einer komlexen Zahl
1.1.2.3 Fundamentalsatz der Algebra

1.1.2.4 Darstellung harmonischer Schwingungen
Addition harmonischer Schwingungen gleicher Frequenz

1.1.3 Folgen

1.1.4 Reihen

1.1.5 Kombinatorik
  • Binomischer Lehrsatz
1.2 Lineare Algebra

1.2.1 Lineare Gleichungssysteme

1.2.1.1 Gauß-Algorithmus
  • Fallunterscheidung
1.2.1.2 Numerische Probleme
Nachiteration

1.1.2 Vektorrechnung

1.2.2.1 Vektoralgebra
1.2.2.2 Skalarprodukt, Vektorprodukt, Spatprodukt
  1. 1.Skalarprodukt
  2. 2. Vektorprodukt
  3. 3. Spatprodukt
1.2.2.3 Lineare Unabhängkeit im R^n

1.2.3 Determinanten

1.2.4 Matrizen

1.2.4.2 Lineare Abbildungen
  • Koordinatentransformation
1.2.4.2 Rechenregeln
  • Rang einer Matrix
  • Inverse Matrix
1.2.4.3 Eigenwertprobleme

1.3 Funktionen einer reelen Veränderlichen

1.3.1 Funktionsbegriff

1.3.2 Grenzwert und Stetigkeit

1.3.3 Ableitung einer Funktion

1.3.3.1 Differenzialquotient
  • Rechenregeln
1.3.3.2 Extrema, Wendepunkte

1.3.3.3 Differenzial

1.3.3.4 Taylorentwicklung

1.3.3.5 Newton-Verfahren

1.3.3.6 Regel vo de l`Hospital

1.3.4 Integralrechnung

1.3.4.1 Das bestimmte Integral
  • Eigenschaften des bestimmten Integrals
  • Fläche zwischen zwei Kurven
1.3.4.2 Stammfuktion, Hauptsatz der Differenzial- und Integralrechnung

1.3.4.3 Grundintegrale, Integrationsregeln
  • Lineare Substitution
  • Substitution
  • Partielle Integration
1.3.5 Elementare Funktionen

1.3.5.1 Rationale Funktionen
  1. 1. Polynome (ganzrationale Funktionen)
  2. 2. Gebrochenrationale Funktionen
1.3.5.2 Wurzelfunktionen
  • 1. Quadratwurzel aus einem linearen Ausdruck
  • 2. Quadratwurzel aus einem quadratischen Ausdruck
  • 3. Potenzfunktionen mit rationalem Exponenten
1.3.5.3 Transzendente Funktionen
  • 1. Exponentialfunktion und Logarithmus
  • 2. Trigonometrische Funktionen
1.4 Funktionen mehrerer Variabler

1.4.2 Partielle Ableitungen
  • Verallgemeinerte Kettenregel
1.4.3 Richtungsableitung, Gradient

1.4.4 Tangentialebene, totales Differenzial

1.4.5 Extrema
  • Extremwerte mit Nebenbedingungen
1.4.5 Mehrfachintegrale

1.5 Vektoranalysis

1.5.1 Kurven im R^2

1.5.2 Kurvenintegrale

1.5.3 Potenzial, Gradientenfeld

1.5.4 Divergenz, Rotation, Integralsätze

1.6 Differenzialgleichungen

1.6.1 Differenzialgleichung 1.Ordnung
  • Separierbare Differenzialgleichung
  • Lineare Differenzialgleichung
  • Lineare Differenzialgleichung 1.Ordnung
  • Allgemeine Lösung der homogenen Differenzialgleichung
  • Lösung der inhomogenen Gleichung
1.6.2 Lineare Differenzialgleichung n-ter Ordnung
  1. Speziell Lösung des inhomogenen Problems
  2. Schwingungsdifferenzialgleichung (homogen/inhomogen)
1.6.3 Systeme von Differenzialgleichungen

1.6.4 Numerische Verfahren












Artikel des Tages "Heinrich Heine"

Christian Johann Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Harry Heine; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Heine gilt als „letzter Dichter der Romantik“ und gleichzeitig als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Sprache eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war er ebenso bewundert wie gefürchtet. Sein Eintreten für Menschenrechte und Demokratie einerseits und seine Weigerung, sich für politische Bewegungen vereinnahmen zu lassen andererseits machten ihn für konservative wie progressive Zeitgenossen gleichermaßen unbequem. mehr

Grundwissen des Ingenieurs

13.Auflage

Herausgegeben von

Prof. Dr.rer.nat.Dr.pol. Ekbert Hering

und

Prof.Dr.rer.nat.habil. Karl Heinz Modler

mit 831 Bildern und 265 Tabellen

Fachbuchverlag Leipzig
im Carls Hanser Verlag

Mathematik 1

Physik 2

Chemie 3

Elektrotechnik/Elektronik 4

Informatik und Kommunikationstechnik 5

Technische Mechanik 6

Strömungsmechanik 7

Thermodynamik 8

Konstruktionselemente 9

Konstruktionstechnik 10

Werkstofftechnik 11

Energietechnik 12

Fertigungstechnik 13

Fertigungssysteme 14

Fluidenergiemaschinen 15

Elekrische und elektronische Bauelemente

Messtechnik 17

Steuerungs- und Regelungstechnik 18

Antriebstechnik 19

Maschinendynamik 20

Simulationstechnik 21

Mechatronik/Adaptronik 22

Umwelttechnik 23

Betriebswirtschaftslehre 24

Anhang 25


Mathematik 1




Dienstag, 11. Dezember 2007

Krankenhausabfälle

Heute i.d. Einführung in die Entsorgungstechnik kam ein sehr interessanter Vortrag... bin zwar zwischendurch eingenickt, weil man dort 90 min absolut passiv rumsitzt...

* Klassifizierung nach Abfallverzeichnisverordnung AVV

* 180102 - Körper- und Organabfälle

* www.knowaste.de (=Firma, die Windeln entsorgt, teilweise zweifelhafte Qualität?)

* bis zu ??? % des KH-Personals hat sich schon mal mit einer Nadel gestochen, die nicht sachgemäß entsorgt worden ist

* die Wahrscheinlichkeit durch Nadelstich sich Hepatitis zu holen beträgt 30%, HIV dagegen nur 0,1 % (Problematik: latente Hepatitiserkrankung, nicht gemeldete Fälle, Angst vor Arbeitsplatzverlust, regelmäßige Untersuchung d. gesamten KH-Personals sollte zur Pflicht werden, Angst vor Kosten ?)

* Cave: Erreger können in Aerosolen (sprich. gebunden in feinsten Tröpfchen) stundenlang durch die Räume schweben, was also in aller Welt hat die Erbauer des Klinikums geritten, dass man dort keine Fenster öffnen kann, und sich nur auf die Filtertechnik verlässt ??? => UNVERANTWORTLICH !!!

Aerosole sind ein sehr wichtiges und interessantes Themenfeld: genauso wie man Radioaktivität nicht sehen, schmecken und fühlen kann, so sind auch kleinste Tröpfchen bzw. Wasserpartikel mit Erregern, denen wir uns tagtäglich aussetzen, nicht ungefährlich... von daher ist eine gesunde Lebensweise immer noch die beste Garantie, schadlos sich auch diesen Gefahren aussetzen zu können...


FaZiT: dIe GeFaHr LaUeRt ÜBERALL ;-)

Gründe für das Verpackungsrecycling

Verordnung über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen: 1. Fassung von 1991, 6. Fassung vom Oktober

Zielsetzung: Vermeiden und Verringern von Umweltauswirkungen durch Verpackungsabfälle

Gründe:

* überquellende Mülldeponien mit sichtbar hohem Verpackungsanteil

* Quantifizierung des Verpackungsanteils über Hausmüllanalysen und Erhebungungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktstudien (GVM)

* politische Festlegung auf die Produzentenverantwortung

...aber auch das Recycling ist sehr kostenaufwändig und in vielen Ländern dieser Erde gar nicht vorstellbar: z.b. Altglas wird teuer durch den Containertransport => wenn Kosten größer werden als Erlös, dann gibt´s ein Problem => von daher u.a. auch Einführung der Rücknahmesysteme...

Konsequenz:

Überführen der Verwendungsaktivitäten Glas und Papier aus Marktstruktur in "verordneten" Markt des Verpackungsrecyclings

Entwicklung des Gesamtverpackungsverbrauchs 1991-2002

-> einzelne Verpackungen sind bedeutender geworden => Verbundverpackungen auf Papierbasis, PET

Fazit: Ziel, die Verpackungsabfälle zu reduzieren, wurde nicht erreicht


(diese Notizen vom 27.11.2007 stammen von einem Komillitonen... Im Normalfall ist die "Kreislaufwirtschaft" mit ihren endlos langen Gesetzestexten nur noch langweilig, aber zwischendurch gibt es dann doch noch nachvollziehbare Aspekte)
Evangelisches KH
Alteneinrichtung/Station C/Zi:215
Wertgasse 30
45466 Mülheim a.d.Ruhr

Rechtschreibregeln

Bevor ich jetzt Mathe mache, bis mir die Augen zufallen, bewundere ich doch so manche Internetseiten, die einfach aufgebaut und doch schier unglaublich effektiv sind, weil sie einprägsame Informationen liefern : Die wichtigsten neuen Rechtschreibregeln

(thx to RB)

Mathe-Diskussionsstunden

Lineare Algebra (LA) : Schinkelstraße (?), Dienstag: 11:45-13:15

Differential- und Integralrechnung (DI) : BE 411, Donnerstag: 17:30-19:00

...auch wenn letztes mal nur 3 Chemikerinnen + zwei andere anwesend waren: ein sehr wertvoller Termin...heute bei Chemie zwei Räucherkerzen von einer Komillitonin geschenkt bekommen...+ Doktorverleihung im Institut: schöne Karrikatur von "Girls day", wo ein dickbusige Ingenieurin eine Reihe von Mädels an die Hand nimmt und ganz energisch auf eine verfahrenstechnische Kolonne zugeht, ML wundert sich, wie ein Mädel auf dem Bild der anderen gleicht - nein, das ist kein Kopie und die sind auch nicht geklont - sie sind gemalt von unserer Sekretärin ;-)

Das gelbe Rechenbuch

Experimente mit Quadrataufgabe:

Aus der Geschichte der Computer und Mathematischen Logik


Einführung in die Differentialrechnung

Nomen est Omen

Habe heute meinen inneren Frieden mit den Professoren geschlossen (auch mit den hektischen und rasanten) und bin zum Schluss gekommen: in den meisten Fällen stellt der Professor den Stoff vor, arbeitet ihn zügig ab, zu oft ohne auf den didaktischen Wert zu achten und verlangt erst im Kolloquim bzw. mündliche Prüfung, dass man auch gut zugehört hat... dann bekommt man oft die erstaunte Frage gestellt: "Waren Sie denn nicht in meinen Vorlesungen ?"

Soll man darauf antworten:

a) Nein, ich lerne lieber zu Hause oder im Lernraum

b) Ja, aber ich habe meistens geschlafen oder Papierflieger gebastelt

c) ja, habe andere Lernwillige in fahrlässiger Weise gestört, in dem ich meine Kaffeepause in der Vorlesung gehalten und wie ein altes Waschweib getratscht habe

c) Ja, aber ich habe nichts verstanden oder der Vortrag bzw. die Vortragsweise ist zu langweilig


Wie auch immer: oft findet man folgende Kombinationen hinsichtlich des "professionellen" Lehrbetriebs:

a) gute Skripte und Lehrbücher geschrieben, aber schlechte Vorträge gehalten

b) gute Vorträge gehalten, aber die Skripte u.ä. sind mehr schlecht als recht

c) gutes Lehrmaterial + gute Vorlesungen (kommt sehr selten vor)


Fazit: auch wenn man es nie allen Recht machen kann, so sollte der Professor, der was auf sich hält und eine positive Mundpropaganda erreichen möchte, auf Punkt c) achten und immer Hinterkopf behalten: NOMEN EST OMEN

Ein Professor wird berufen, ob er sich auch dessen würdig erweist, zeigt nicht nur seine Forschungsarbeit, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Studenten, ohne die er nichts ist und vice versa !

Montag, 10. Dezember 2007

Opsonierung

Sagt der Prof. i.d. Mechanikvorlesung doch tatsächlich, dass wir hinterherhinken und in der Geschwindigkeit anziehen müssen ! Ich frage mich ernsthaft: war das jetzt Spaß oder Ernst ??? Ich sag nichts mehr dazu, außer: ich weiß, dass die Professoren mehr Geld für ihre Forschungsarbeiten erhalten, und dass die Vorlesungen mehr oder weniger hinderlich sind, aber haben diese Leute überhaupt noch eine Beziehung zur Basis der Studenten? Oder ist ihnen überhaupt bewusst, dass sehr interessante Themen durch eine viel zu schnelle und hektische Vortragsweise, einem vermiest werden können, obwohl man sich so sehr auf diese Fächer gefreut hat !!!

Jedem wird sofort klar, dass der Stoff sehr umfangreich ist, aber "durch den Stoff rasen" macht die Sache auch nicht besser, das Gegenteil ist sogar der Fall !

Persönlich versteht man sich sehr gut, aber auf der Ebene der Lehre gibt es sicherlich viel effektivere Methoden, schwierige Sachverhalte schmackhaft zu machen... und wenn der Prof. ein guter Methodiker ist, dann gibt er auch noch Methoden und Tipps an die Hand, die sich zu Hause im stillen Kämmerchen, in der Lerngruppe oder im Lernraum sich als Gold erweisen. Denn zu 95% geht es in den Vorlesungen nur um das "schmackhaft machen", den tieferen Sinn erkennt und eignet man sich nur durch das ständige Wiederholen + Üben + Gespräche an.

Opsonierung: im Immunsystem gibt es Zellen, die eingedrungene Fremdkörper mit spezifischen Markern versehen, so dass die körpereigenen Fresszellen die Eindringlinge besser erkennen und vernichten können (z.B. durch Lyse + Phagozytose). In anderen Worten, die Fremdkörper werden durch diese "Helferzellen" an ihrer Oberfläche durch Anbringen von Zusatzstoffen (Opsonine) schmackhaft gemacht, so dass der Eleminierungsvorgang durch die Fresszellen beschleunigt wird.

Übertragen auf den universitären Betrieb heißt das: die teilweise sehr anspruchsvollen und komplexen Sachverhalte müssen viel interessanter und effektiver dargeboten werden, letztendlich muss aber jeder Student
die theoretischen und abstrakten Dinge selber "fressen". Zur Zeit sind die Anleitungen und das Vorstellen und Heranleiten der Themen sehr bescheiden und chaotisch, man sieht keinen roten Faden, hin und wieder blitzt es auf, aber das sind nur kurze Momente... die Orientierung ist fast gleich Null !

Ein verantwortungsvoller und vorausschauender Kapitän sieht einen sehr heftigen Sturm (=Klausurphase) aufkommen. In nur kurzer Zeit (halbes Semester) muss er sein Schiff und seine Mannschaft sturmfest machen durch klare und deutliche Anweisungen , in Ruhe und ohne Hektik. Er verteilt gewissenhaft die Aufgaben, überprüft, kontrolliert, motiviert und ermahnt (Vorlesungen, Übungen, Referate, Arbeits- und Übungsgruppen, z.Zt. aber auch nur in Form von Frontalunterricht, zwischendurch kann man Fragen stellen, Sondertermine, Sprechstunden, HiWis etc)... und eins hat er immer im Hinterkopf: er geht mit der Mannschaft unter oder kommt mit ihr heil ans rettende Ufer !!!

Mögen diese Vergleiche an manchen Stellen hinken, aber ich glaube inzwischen, dass die meisten Professoren für die Lehre im Hörsaal und vor versammelten Studierenden einfach ungeeignet sind, was aber ihre hervorragenden Forschungsarbeiten nicht berührt oder gar gefährdet... leider !

Stellt sich zum Abschluss noch die Frage: warum muss überhaupt ein Professor noch dozieren, das soll er doch einem seiner Mitarbeiter überlassen, wenn er der Meinung ist, dass dieser zumindestens im Frontalunterricht didaktisch effektiver ist ?!?!

Samstag, 8. Dezember 2007

360° - Die GEO-Reportage Wenzhou, die Schuh-Stadt von China



Die Bewohner der ostchinesischen Küstenstadt Wenzhou stehen bei ihren Landsleuten in dem Ruf, ein besonderes Talent fürs Geldverdienen zu besitzen. "In Wenzhou reden selbst die alten Frauen übers Geschäft, statt zu tratschen", besagt eine Redensart. Schon im Kaiserreich um 200 vor Christus existierten in der Stadt private Banken. Heute hat die Metropole eine imposante Skyline, eine Börse, Chinas modernste Bank, perfekt funktionierende Behörden und einige der erfolgreichsten Unternehmen des Landes. Die Musterstadt wird weltweit vor allem wegen ihrer einzigartigen Schuhproduktion bestaunt. Insgesamt werden pro Jahr geschätzte 1,5 Milliarden Paar Schuhe hergestellt. In Produktion und Verkauf sind fast 400.000 Menschen beschäftigt. Täglich kommen Menschen aus den Provinzen in die Millionenstadt, die Karriere, Geld und Anerkennung verheißt. Der Arbeiter Yi You Xu hat es geschafft. Vor 16 Jahren kam er nach Wenzhou und hat sich seitdem mit Fleiß und Ausdauer nach oben gearbeitet. Der Lohn waren ein Haus in seinem Heimatdorf und eine Wohnung in der Stadt. Jetzt fehlt ihm nur noch ein Auto zu seinem Glück. Doch zu dessen Anschaffung wird er demnächst kaum Gelegenheit haben. Sein Arbeitgeber Jian Ping Wang plant, ihn nach Nigeria zu schicken. Dort soll Yi You Xu eine Niederlassung des Unternehmens leiten. Der Fabrikant hat die Zeichen der Zeit erkannt: Mit zunehmender Industrialisierung steigen auch die Lohn- und Nebenkosten in China und machen den Standort damit unattraktiver. Eine Abwanderung ins billigere Afrika rechnet sich.

Tankerunglück

...und wieder holt uns die Realität ein...

Seoul (AFP) - Ein Tankerunglück vor der Küste Südkoreas hat die schlimmste Ölpest in der Geschichte des Landes verursacht. Nach einer Kollision des in Hongkong registrierten Schiffs "Hebei Spirit" mit einem Frachtkahn liefen rund 10.500 Tonnen Rohöl ins Gelbe Meer, wie das südkoreanische See- und Fischereiministerium in Seoul mitteilte. Der Ölteppich erstreckte sich über fünf Kilometer und bedrohte Zuchtanlagen für Meerestiere und Algen. Schwimmende Barrieren sollten die Ausbreitung des Öls verhindern.

Dutzende Schiffe waren zudem im Einsatz, um die Ölschicht abzupumpen oder mit Hilfe von Chemikalien aufzulösen. Am Abend versiegte der Ölfluss aus dem Schiff. Die "Hebei Spirit" hatte insgesamt rund 15.000 Öl geladen. Sie lag in der Nähe eines Nationalparks vor Mallipo rund 90 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Seoul vor Anker, als der Frachter sie rammte. Der mit einem Kran beladene Frachtkahn wurde von einem anderen Schiff geschleppt. Dem Ministerium zufolge waren lose Abschleppseile möglicherweise der Grund für das Unglück. Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, das Abschleppseil sei bei starkem Wind und Seegang gerissen. Starker Wind und Explosionsgefahr behinderten nach Ministeriumsangaben die Bergungsarbeiten.

Umweltschützer befürchteten eine Katastrophe: "Dieses Gebiet ist ökologisch wichtig, weil sich hier im Winter Zugvögel sammeln", sagte ein südkoreanischer Naturschützer der Nachrichtenagentur AFP. Wenn das Öl die Küste und die zahlreichen Austern- und Algenzuchten erreiche, drohten langfristig "enorme Schäden". Vertreter der Koreanischen Umweltvereinigung wurden in das Katastrophengebiet entsandt, wo sie das Ausmaß der
Schäden abschätzen sollten.

Beim bisher schlimmsten Unglück dieser Art in Südkorea hatten 5000 Tonnen Öl 1995 die Südküste des Landes verschmutzt und einen Schaden von umgerechnet rund 33 Millionen Euro verursacht. Damals war ein Schiff auf einen Felsen gelaufen.

Fazit: nicht umsonst stehen die Kapitäne mit einem Fernglas ausgestattet auf der Brücke, weil jede Steuerung, Bremsung und andere Manöver erst nach Minuten oder sogar Stunden zeitverzögert eintreten... trotzdem sieht das Ganze für mich eher nach grober Fahrlässigkeit aus, denkbar ist auch ein Versicherungsbetrug im großen Stil... egal ob das bewiesen werden kann oder nicht: wir wissen alle - so geht es nicht weiter... und trotzdem ma
chen wir weiter, als wäre nichts geschehen, als wäre Mutter Erde ein Objekt, das man so behandeln kann, wie es einem beliebt, ohne Sanktionen und ohne Aussicht auf Einsicht und Besserung !

Schwarzes Gold, schwarze Pest

...und was sollen ständig diese kindischen Aussagen: Umweltschützer befürchteten eine Katastrophe ??? Jedes Tankerunglück ist eine Katastrophe und darf nicht mit diesen Worten verniedlicht werden... aber das ist ja der Tenor unserer heutigen Medienlandschaft: Verniedlichung, Verharmlosung und Vedrängung bis hin zur Verdrehung der Tatsachen !

Heimlicher Traum

...eine Villa, die vom Dach bis zum Keller mit Laboratorien und Werkstätten vollgestopft war... bei dieser Vorstellung läuft mir das Wasser im Mund zusammen... hätte ich die Wahl zwischen folgenden Immobilien wie eine GoGo-Dance-Etablissement + Zubehör, Sportclub mit allem PiPaPo oder Studententurm , mir würde die Wahl nicht schwer fallen: ich nehme sie alle, denn wünschen darf man sich alles, bekommen ist eine andere Sache, so hieß es immer auf den Weihnachtswunschzetteln....

My tribute to Wilhelm Busch

In Anlehnung an ein Gespräch zwischen Beethoven und seinen Gasteltern: "Gehe ich in ein Konzert von Gluck, um mich in die Tiefen der Kultur und des Nachdenken zu versenken, oder bevorzuge ich ein Konzert von Mozart, um Heiterkeit, Glück und Unterhaltung zu spüren (was nicht natürlich nicht ausschließt, dass Mozart sehr tiefbewegende Werke geschrieben hat) ?"

Was also nun: Tiefe Ergriffenheit oder Amusement, ernsthafte Lebenweise oder Dolce Vita ?

Nun, Wilhelm Busch gehört zu meinen Favoriten (+ Carl Spitzweg etc.), die mir diese schwierigen Frage nimmer wieder auf´s Neue beantworten. Er im Besonderen hat die Schlechtigkeit der Welt erkannt, ist aber nicht in Zynismus und Bitterkeit verfallen... im Gegenteil, die Schwächen und die Berechenbarkeit des Menschen (die sich keiner gerne eingesteht, und erst recht nicht öffentlich) ergeben ein Bild, das Vorlage genug ist für den Genius Wilhelm Busch & Co.

Ich lese seine Gedichte, betrachte seine Karrikaturen und denke mir: das ist genau der Mittelweg, um seine kritische Betrachtungsweise kreativ umzusetzen, es macht mich nachdenklich und gleichzeitig kann ich mich köstlich amüsieren !

1) Wilhelm Busch und Vestreute Gedichte

2) ...einfach genial, wie man Text, Bild und Aktuelle Themen miteinander verbinden kann, u.a. bei Hängemathe zu sehen...

3) Wilhelm Busch: Leben und Schaffen


...und das ist die Stärke aller Satiriker, Karrikaturisten spöttischer Dichter und Talkmaster wie Harald Schmidt: jeder Mitmensch hat seine Schwächen, und seien sie noch so klein: aber erst durch die Hand des Künstlers wird die Darstellung menschlicher Unzulänglichkeitn salonfähig !

Schlußwort: "Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man lässt." - Die fromme Helene, 18. Kapitel (Wilhelm Busch)

Von Köchinnen, Jägern und SPAM

Man bekommt ja schon reichlich SPAM, Sex- und ähnliche bescheuerte Angebote und Müll, aber manche Geschichten verstehe ich einfach nicht: liegt das an meinen begrenzten IQ ?

DoppelAnal
Ich hatte eine Jagd im Wiener Wald gepachtet und wollte, weil sich das Revier durch Zupachtung vergrößert hatte, noch einen zweiten Jäger für den Jagdschutz nehmen. In einer forstlichen Wochenzeitung schrieb ich diese Stelle aus. Was dann die nächsten vierzehn Tage brachten, das war eine schreckliche Sache. jeder Tag produzierte ein Dutzend »Anwärter«. Und immer nur mit Aufwand eines gereizten Scharfsinnes gelang es mir, diese muffig gekleideten, nach Bier, schlechten Regiezigarren, saurem Wein, Dreikönigstabak und Schnaps duftenden Kerle wieder zur Wohnung hinauszubringen. Die fürchterlichsten waren jene, die sich streng an die Weidmannssprache hielten und mir mit hoheitsvollem Lächeln das Geständnis machten, daß sie Mitarbeiter von Jagdzeitschriften wären. Und die Geschichten, die sie mir von ihrem Lebenslauf und seinem Unstern erzählten! Einer sagte: widriges Gestirn. Ein zweiter: Dianens Ungunst. Ein dritter: Huberti Grimm. Und von ihren Lebensgeschichten glich eine der anderen, wie sich die Geschichten der verlorenen Mädchen gleichen. Schließlich wurde mir die Sache zu bunt, und ich gab unserer Köchin den strengen Auftrag, keinen stellensuchenden Jäger mehrvorzulassen. Das befolgte sie getreulich. Eines Morgens aber kam sie lachend und ein bißchen verlegen zu mir ins Arbeitszimmer: »Herr Dokter, i glaab, jetzt wearn S' mir schimpfen. Aber da steht jetzt aner draußt. Den hab i net stampern könna. A so a netter Kerl is 'r! Der schaugt anders aus wia die andern.



Es lebt ein Heiligenmaler ...

Es lebt ein Heiligenmaler
Zu Brüssel in der Stadt,
Der viele fromme Bilder
Mit Fleiß gemalet hat.

Sein langes Haar, es wallet
Ganz nach Prophetenart,
Und um die keuschen Wangen
Weht ernst der Mosesbart.

Ins Auge flattert mystisch
Begeisterungs=Flammenglut.
Die heiligen Bedenken
Bedeckt der Felbelhut,

Die Waden, einfach biblisch
Und altdeutsch stilisiert,
Umhüllen Rock und Hosen,
Daß man nichts weiter spürt.

So wandelt er auf Erden
Verkannt und dennoch keck
Im heil'gen Selbstvertrauen -
Die andern sind ihm Dreck.

Das erste Bild, das er gemalt,
Das kostet ihn nicht viel,
Er saß sich selbst dazu Modell,
Drum hat's auch guten Stil.

Er saß sich selbst dazu Modell,
Er malte, wie er's fand:
Der Adam sitzt im Paradies,
Den Apfel in der Hand.

Das zweite Bild, das er gemalt,
Das kostet ihn viel Geld,
Dieweil ein weibliches Modell
Er sich dazu bestellt.

Doch läßt man oft beim besten Werk
Den Augenblick entwischen,
So kam auch ihm, eh' er's vernahm,
Ein Hindernis dazwischen.

Das zweite Bild, das er gemalt,
Verriet schon mehr Gefühl.
Der Adam hält den Apfel noch,
Die Eva hält den Stiel.

Nun hätt' er gern das dritte Bild
Zur Arbeit gleich genommen,
Wie Adam und die Eva dann
Zu Falle sind gekommen.

Drum malt er, weil's nicht anders ging,
Die Schulden so zu decken,
Wie Adam und die Eva schnell
Sich vor dem Herrn verstecken.

Ein jedes Ding hat seine Zeit
Und geht einmal zu Ende.
Man kommt vom Alten Testament
Zum Neuen Testamente.

So malte unser Maler nun
Mit christlich frommem Sinne
Der Jungfrau höchstes Ideal,
Die Himmelsköniginne.

Doch wie's im Leben einmal geht,
Das höchste Ideale
Schlägt seine Wurzel insgeheim
Hinab in das Reale.

Sogar ein Heiligenmaler braucht
Am Ende das Reelle.
Drum nahm sich unser Maler auch
'ne Köchin zum Modelle.

Bei Tage tät er sie mit Fleiß
Sich malen und skizzieren
Und führte die Madonna dann
Bei Mondenschein spazieren.

Gar wunderlich geht's manchmal zu
Hienieden auf der Erden!
Die Suppe, die ein andrer kocht,
Muß dennoch gegessen werden.

Kaum daß ein Jahr vergangen war,
Ereilt ihn das Verhängnis -
Ein neues Beispiel zeigte sich
Von unbefleckter Empfängnis.

Die Jungfrau=Mutter konnt' er nun,
Sich selbst als Joseph malen -
Und was der Heil'ge Geist getan,
Das mußt' der Joseph zahlen.

(Quelle: Wilhelm Busch)


"... Gar wunderlich geht's manchmal zu Hienieden auf der Erden!..." Mensch Wilhelm, Du triffst den Nagel auf den Kopf, wir müssen uns mal näher unterhalten, am besten in meinen Träumen, wo wir uns dann gemeinsam mit all den Geistesgrößen am Lagerfeuer treffen und unsere Erfahrungen aus den verschiedenen Jahrhunderten und Jahrtausenden austauschen...

Theodor Fontane (1819-1898) Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland


Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit,
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenns Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: "Junge, wist'ne Beer?"
Und kam ein Mädel, so rief er: "Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb'ne Birn."

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit,
Da sagte von Ribbeck: "Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab."
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner, mit Feiergesicht,
Sangen "Jesus, meine Zuversicht" ,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
"He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?"

So klagten die Kinder. Das war nicht recht.
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht,
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt,
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr, aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtets wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung übern Kirchhof her,
So flüsterts im Baume: "Wiste 'ne Beer?"
Und kommt ein Mädel, so flüsterts: "Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew di 'ne Birn."

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.


* der Autor ................................................
geb. am 30.Dezember 1819 in Neuruppin, als Sohn eines Apothekers, er besucht das Gymnasium in Neuruppin und die Gewerbeschule in Berlin, von 1836-1840 absolviert er eine Apothekerlehre in Berlin, 1849 gibt Fontane seinen Apothekerberuf auf und arbeitet mit Unterbrechung bis 1859 als freier Mitarbeiter im Buero eines Ministeriums, von 1855-1859 lebt er in England als Berichterstatter, von 1860 bis 1870 arbeitet er als Redakteur der Berliner "Kreuz-Zeitung", 1870 bis 1889 ist er Theaterkritiker bei der "Vossischen Zeitung", 1876 wird er Sekretaer der Akademie
der Kuenste Berlin und freier Schriftsteller, er stirbt am 20.9.1898 in Berlin.

bei Lyrikmail erstmals veröffentlicht am 15.06.2001
http://lyrikpost.de/blog/index.php/2001/06/15

Freitag, 7. Dezember 2007

St.Barbara

Hallo nochmal,

Nur als Erinnerung ... heute ab 20 Uhr steigt unsere Barbarafeier!!!

Die Barbarafeier hat schon eine lange Tradition und in diesem Jahr sind wir wieder an der Reihe sie aufleben lassen. Wir möchten euch ganz herzlich einladen mit uns diesen Abend bei Musik und Bier zu verbringen.

Abendkasse: 3 €
Bier & Softs: 1,50 €

Die Feier findet im Saal des Studentendorfes (Haus G), Eckertweg 20 in Aachen statt.

Mit freundlichem Glückauf,

Stefan Heinrichs
für eure Fachschaft V.1

PS.: Weitere Infos gibt es wie immer auf unserer Website: www.fs5-1.rwth-aachen.de


St.Barbara ist die Schutzheilige u.a. der Bergleute und Kumpels- auch wenn ich evangelisch bin und mit diesen "Vermittlern" zu Gott nicht viel zu tun habe, so möge sie auch mir gnädig sein und mich meiner annehmen in der schweren und anspruchsvollen Bachelorzeit.

Zur Feier kann ich leider nicht kommen, da meine beste Freundin, die Mathematik auf mich wartet und ganz unbequem wird, wenn man sie zu lange vernachlässigt ;-)... außerdem muss ich noch Lektorarbeit für eine Studienarbeit heute Abend hinter mir bringen, no time for party !

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Nikolaustag

Bücherflohmarkt

6.12.2007
Nikolaustag,
RWTH Aachen, Hochschulbibliothek,
13-16h, Buchpreis 2Euro,
Templergraben 61 im EG,

Mittwoch, 5. Dezember 2007