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Dienstag, 4. Oktober 2016

Künstliche Intelligenz

 Lesch's Kosmos:

Fremdgesteuert: Wie Computer unser Denken übernehmen

Fakten muss sich niemand mehr merken. 
  • Das übernehmen Computer.
  • An die Stelle der Wirklichkeit tritt Virtual Reality.
Das Mooresche Gesetz
   http://www.spektrum.de/fm/912/thumbnails/Computerchip_Fotolia_41357736_L_Edelweiss.2129048.jpg.2129062.jpg

Die digitale Welt übernimmt das Regiment: 
  • eine Fremdsteuerung mit Folgen. 
Für Forscher steht es außer Frage: 
  • Die Machtübernahme durch die Rechner hat Einfluss auf unser Gehirn.
  • (Notiz: s. der Taschenrechner macht faul im Kopfrechnen, und die Smartphones veranlassen einen, Telefonnummern nicht auswendig zu lernen ... die Navigationsgeräte machen einen bequem und faul, man studiert nicht mehr die Straßen- und Landkarten ...)
 Semiconductor chips with brain tissue
 https://www.mpg.de/439019/zoom-1293749661.jpeg

Doch: mit welchen Folgen ? 
  • Können wir in der Konkurrenz mit künstlicher Intelligenz bestehen ? 
  • Verdummen wir – oder ist das reine Panikmache ?
 Halbleiterchips mit Hirn
 https://www.mpg.de/439131/zoom-1293750170.jpeg

Es ist zu verführerisch: 
  •  Einfach eine Brille aufsetzen, und schon kann man in fremde Welten eintauchen. 
  • Die Schönheit eines Korallenriffs zum Greifen nah, die Faszination der Sterne, ein Erlebnis der besonderen Art. 
Die virtuellen Welten sind so verlockend, dass sie zur ernsthaften Konkurrenz für die echte Welt werden. 
  • Plötzlich fühlen wir uns wie im Paradies.
  • Oder wir erfahren Höhenangst, obwohl wir eigentlich festen Boden unter den Füßen haben. 
Und niemand kann sich gegen die Eindrücke wehren.
 
 http://scr.wfcdn.de/6503/Neuronaler-Schaltplan-1313683602-0-11.jpg

Warum die Macht der Virtual Reality so verblüffend ist, liegt an der menschlichen Wahrnehmung. 
  • Die Forschung zeigt, dass das Gehirn wie dafür gemacht scheint, sich täuschen zu lassen und in fremde, selbst irreale Welten abzutauchen. 
Wir stehen erst am Anfang: 
  • Avatare könnten die Zukunft der Sozialen Netzwerke dominieren. 
  • Statt nur Nachrichten, Bilder und Videoclips auszutauschen, könnten wir unsere virtuellen Stellvertreter zu Verabredungen schicken. 
 Membran- und Neurophysik
 https://www.mpg.de/439075/zoom-1293750004.jpeg

Die schöne neue Welt hat aber ihre Tücken. Forscher haben einen aufschlussreichen Test gemacht:
  •  Kinder sind mit Walen geschwommen – rein virtuell. 
  • Im Anschluss waren viele überzeugt, sie seien wirklich mit Walen geschwommen und konnten sich an das Ereignis lebhaft erinnern.
 Implantationstechnik für defekte Sehzellen
 http://www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de/wp-content/uploads/2015/06/chip_583973.jpg

Der Macht der Manipulation durch virtuelle Welten entkommt niemand. 

Die neue digitale Welt bedeutet aber auch eine Revolution unseres Wissens. 
  • Noch nie war Wissen für alle jederzeit und so unmittelbar verfügbar. 
  • Und digitale Nachschlagewerke sind tatsächlich besser als ihr Ruf. 
Ob die ständige Verfügbarkeit von Wissen zur digitalen Demenz führt, wie mancher Experte prognostiziert, ist unter Wissenschaftlern heiß umstritten. 

 Neuromorphe Chips
http://www.elektroniknet.de/uploads/media_uploads/images/1340712423-39-chips-2020-bild-9.jpg

Die Erforschung der Intelligenz ist eine wissenschaftliche Herausforderung.
  • Das menschliche Gehirn ist derart komplex, dass seine Funktionsweise noch immer nicht richtig verstanden wird. 
Forscher tüfteln inzwischen an der Entwicklung von künstlicher Intelligenz. 
  • Roboter könnten uns in Zukunft nicht nur Gesellschaft leisten, sondern auch unser Denken übernehmen. 
  • Schon jetzt ist es gelungen, einen Computer zu entwickeln, der Menschen bei einem äußerst komplexen Wissensspiel wie "Jeopardy" schlägt. 
Dabei wird nicht nur nach Faktenwissen gefragt, es sind Assoziationen, Kombinationen und Wahrscheinlichkeitsabschätzungen für richtige Antworten erforderlich.

Roboter werden immer "menschlicher". 
  • Manche können sogar aus ihren eigenen Fehlern lernen. 
Die Konkurrenz der künstlichen Intelligenz ist auf dem Vormarsch – Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme.

Quelle: (tvtv.de)



 * * * *

(... und wenn die Neuronalen Chips funktionieren inklusive Enzym- und Mediatorenversorgung und für die verschiedenartigen Gebiete zum Einsatz kommen, wird irgendwann ein derartiges neuro-chemo-elektrisches System auch Schmerz empfinden ?
  • Wenn es dann soweit ist, wird es in logischer Konsequenz diverse Gefühle entwickeln ? 
  • Oder werden diese Systeme nicht auf Schmerz programmiert ?
Wahrscheinlich sind solche Produkte eher reine Industrieprodukte, die nach Belieben hergestellt und nach ihrer Funktionsuntüchtigkeit fachgerecht entsorgt werden.

Der schlimmste Fall tritt aber dann ein, wenn Militärs und Waffenindustrie sich dieser Systeme bemächtigen, und die Wirtschaftspolitik und Volksvertreter sie zusätzlich massiv mit Steuergeldern finanzieren und durchfüttern ...)

. . . .

(... nie mehr "gekünstelte Intelligenz" in der heutigen "gekauften Version und Form von Volksvertretung und -vertretern" wählen gehen, das wäre der vollständige Untergang von Geist und Verstand ...)

. . . .

Samstag, 2. August 2014

Offene Herzen

Rémi ist ein schöner Junge, halb Franzose, halb Nordafrikaner, noch kein Mann, ein Junge – ein liebevoller Sohn, kurz vor dem Abitur, ohne klare Ziele, ohne große Motivation.
  • Sein Körper besticht.
  • Er trifft den Regisseur Marc, der ihn zum Film bringen will, und schläft mit ihm.
Nach dieser homosexuellen Erfahrung versucht er sich im Sex mit Männern und Frauen.
  • Offen für Unentdecktes und Abgründiges, nimmt er sich schnellen, einfachen und emotionslosen Sex.
  • Sich selbst nicht sicher, welches Geschlecht er bevorzugt, kehrt Rémi zu Marc zurück – vielleicht weil dieser ihm Halt und Geborgenheit bietet.
In einer schwarz-weiß fotografierten, dokumentarisch anmutenden Erzählweise inszeniert Sébastien Lifshitz einen in seiner jugendlichen Unschuld kraftvollen und zugleich fragilen Protagonisten.
  • Bilder reiner Körperlichkeit durchbrechen Szenen tiefer Emotionalität und Verletzlichkeit.
In diesem Spannungsverhältnis spürt Lifshitz die Sehnsucht eines Menschen nach Identität und Stabilität auf und verleiht seiner Verzweiflung zwischen Sex und Liebe, Lust und Moral ein Gesicht.


 (Arte. 0:30)

* * *

(... ich frag' mich manchmal, ob  der Übergang vom hetero- über bi- nach homosexuellem Daseinszustand fließend oder absolut ist ... die religiösen fundierten Definitionen vergesse ich lieber mal ganz schnell: das ist Schnee von vorgestern ...)

. . .

Montag, 2. Dezember 2013

Geraubtes Leben

Der Krieg gegen die Frauen im Kongo


 Zitat:

Heute, am 2. Dezember 2013 wird der Alternative Nobelpreis an den Menschenrechtler Denis Mukwege verliehen. 
  • Der Arzt hat sich den Opfer eines Krieges angenommen, der im fernen Kongo wütet. 
Doch der Grund der Gewalt ist in unseren Hosentaschen und Handtaschen zu finden: 
  • Smartphones und Handys funktionieren nicht ohne die seltene Rohstoffe aus dem Kongo
 - doch an diesen Rohstoffen klebt Blut.

http://fairpaid.files.wordpress.com/2012/10/bodenschaetze_kongo.jpg

Im Frühjahr 2006 sandten die europäischen Staaten Soldaten in die Demokratische Republik Kongo, um die Durchführung halbwegs sauberer Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zu garantieren.
  • Auch ein Kontingent der Bundeswehr beteiligte sich an dieser Aktion. 
Nach den Wahlen, die als Erfolg bewertet wurden, sind die Soldaten wieder zurückgezogen worden.
  • Für die Menschen in den östlichen Provinzen des riesigen Landes hat ihr begrenzter Einsatz nichts gebracht. 
http://cdn2.spiegel.de/images/image-546169-breitwandaufmacher-iwbi.jpg
Rivalisierende Milizen marodieren nach wie vor im Nordosten des Landes.
  • Die Leidtragenden sind vor allem Dorfbewohner in den unzugänglichen Waldgebieten, die den Banden schutzlos ausgeliefert sind.
  •  Die Bandenmitglieder töten, plündern, brandschatzen. 
  • Frauen und Kinder werden vergewaltigt und misshandelt
 http://www.humanrightsfirst.org/wp-content/uploads/Screen-Shot-2013-10-23-at-12.05.48-PM.png

Zitat:

" Es geht hier um Vernichtung "
 
Das Ziel:
  • Terror und die Unterwerfung der Menschen durch Erniedrigung, Demütigung und Zerstörung. 
  • Vergewaltigung wird dabei systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. 
Täter sind vor allem Hutu-Rebellen aus Rwanda, die 1994 nach dem Völkermord im Nachbarland Kongo Zuflucht suchten. (Notiz: bis zu 10.000)

Die Rebellen aus Rwanda finanzieren ihre Waffen mit der Ausbeutung von Rohstoffen.
  • Denn die Provinz ist reich an Gold und auch an Coltan, das für die Herstellung von Laptops und Handys unersetzlich ist. 
  • Ein Großteil der seltenen Minerale, die für viele Laptops, Tablet-PCs und I-Phones notwendig sind, kommen aus dem Osten Kongos.
https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj9M0zC8qMIOPIlClz8cIoAfF5AvTvQ4Y6H-nNmzIL8Amsz9LIyQv2D_gmCPMBOrZDEJXxll0fnVUi30Azqk6G1EwfmdF3nj0AtJBhYPAVi3vERmTG46k-7XqO3Po_zABxMjQP1SUoa/s1600/drcsituationaug12.jpg
  •  Und 12 der 13 wichtigsten Minen im Osten Kongos werden durch bewaffnete Gruppen kontrolliert. 
  • Die westlichen Industrienationen kaufen diese "Konfliktminerale" und finanzieren so den Bürgerkrieg im Kongo. 
Es ist ein Konflikt, der zu den blutigsten seit dem Zweiten Weltkrieg gezählt werden kann:
  • In den letzten 15 Jahren hat er mehr als fünf Millionen Menschen das Leben gekostet. 
  • Die UNO-Soldaten, die in der Provinz stationiert wurden, um den Frieden zu sichern und die Menschenrechte durchzusetzen, sind zu wenige und damit machtlos.


Das Morden und die Gewalt können so ungestraft weitergehen.

Während der Dreharbeiten zur Dokumentation "Geraubtes Leben", die Sie am Montag, 2. Dezember 2013, 22.00 Uhr sehen können, sind Autorin Susanne Babila, Kameramann Jürgen Killenberger und Tontechniker Felix Hugenschmidt Zeugen grausamer Verbrechen geworden, die im Nordosten des Kongo stattfinden.
  • Wir zeigen den Film "Geraubtes Leben" anlässlich der Verleihung des Alternativen Nobelpreises am 2. Dezember 2013 an den Menschenrechtler Denis Mukwege. 
  • Der kongolesische Gynäkologe hat sich darauf spezialisiert, Opfer von Vergewaltigungen und sexualisierter Gewalt zu behandeln. 
Mit Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen hatte er 1999 das Panzi Hospital in Bukavu, der Hauptstadt der im Osten der Demokratischen Republik Kongo gelegenen Provinz Süd-Kivu, aufgebaut.



* * *

Donnerstag, 14. November 2013

Metamorphose

  Faszination des Wandels

 http://www.purewildlife.com/publications/article02/metamorphose03-06.jpg
purewildlife.com

entnommen aus:


Zitat:

ZWISCHEN TRADITION UND MODERNE 

Eindrucksvolle Bilder erzählen vom Sinn und Ablauf der Metamorphose in der Tierwelt;
  • von ganz unterschiedlichen Verwandlungen ganz unterschiedlicher Tierarten. 
  • Während einige der Tiere nach ihrer Metamorphose kaum wiederzuerkennen sind, machen andere eher eine Verhaltensänderung durch.

Man stelle sich vor, der eigene Körper würde sich über Nacht völlig verändern

  • Alle Körperteile und selbst die Zellen würden in kürzester Zeit von einer unbekannten Kraft neu zusammengesetzt und in eine ganz andere Form gebracht. 

Von der Kaulquappe zum Frosch, von der Raupe zum Schmetterling 
  • Insekten
  • Amphibien
  • wirbellose Meeresbewohner
  • Schalentiere
  • Fische 
und viele weitere Arten gehorchen diesem geheimnisvollen Gesetz der Verwandlung.

http://www.irma-schroeder.de/assets/images/metamorphose.jpg 
Bei manchen Tierarten dauert die Metamorphose wenige Tage, bei anderen mehrere Wochen.
  • Auch bei unterschiedlichen Individuen der gleichen Art kann die Dauer der Verwandlung voneinander abweichen.
In manchen Fällen, etwa beim Grashüpfer, sieht das Jungtier dem erwachsenen Artgenossen sehr ähnlich.
  • In anderen unterscheiden sich die beiden stark - und bisweilen kann man kaum noch glauben, dass beide der gleichen Spezies angehören, so bei Kaulquappe und Frosch oder Raupe und Schmetterling. 
http://www.libellenwissen.de/wp-content/gallery/dokumentationen/libellula-depressa-w-mit-ex.jpg
Und dann gibt es noch die Arten, bei denen die Metamorphose keinesfalls endgültig ist und weniger die äußere Erscheinung, als vielmehr das Verhalten betrifft. 
 
Ein Beispiel dafür ist die Wanderheuschrecke
 
Sie kann unter bestimmten Umweltbedingungen  
  • von einer friedlichen Einzelgängerin (solitäre Phase) 
  • zum aggressiven Herdentier (gregäre Phase) werden 
und dann gemeinsam mit ihren Artgenossinnen ganze Landstriche verwüsten
  • Verantwortlich für diese Veränderung ist das Hormon Serotonin, das auch im menschlichen Gehirn als Botenstoff eine Rolle spielt. 
Die Dokumentation zeigt, wie sehr das Verhalten der Tiere durch Umweltbedingungen bestimmt wird, und sie fragt, ob das auch auf den Menschen zutrifft.

 

Donnerstag, 7. November 2013

Drohnen - Von der Waffe zur Überwachung

entnommen aus


Zitat:

Drohnen veränderten als fliegende Roboter die Kriegsführung, indem sie es ermöglichten, aus großer Distanz vom Einsatzort entfernt zu sehen und zu töten. 
  • Werden Drohnen bald bemannte Flugzeuge ersetzen und Science Fiction zu Realität werden lassen?
 Wissenschaftler, Ingenieure und Piloten antworten.

http://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2011/12/us-drohnen-basis.jpg

Drohnen sind ferngesteuerte Flugsysteme, die mit
  • Sensoren, 
  • Kameras, 
  • Satelliten-Navigationssystemen 
oder auch mit
  • Infrarotgeräte
oder
  • Waffen 
bestückt sind.

http://www.lto.de/uploads/tx_ltoartikel/drohne3_535_mini.jpg

Die technischen Möglichkeiten der Drohnen, die klein wie ein Vogel oder groß wie ein Frachtflugzeug sein können, scheinen aus einem Science-Fiction-Szenario zu stammen.

Doch diese Technik fasziniert nicht nur, sie macht auch Angst.
  • Denn die fliegenden Roboter werden die Einstellung der Menschheit in den Bereichen Kriegsführung und Überwachung sowie die internationalen Beziehungen nachhaltig verändern.
Die Dokumentation gibt einen Überblick über diese innovative Technik und deren Konsequenzen.
  • Zunächst geht es um die technische Seite, die Konzeption und Funktionsweise von Drohnen und die jüngsten Neuentwicklungen dieser sensiblen, in vielen Bereichen der Geheimhaltung unterliegenden Rüstungstechnik.
In Interviews schildern Wissenschaftler und Entwickler ihre Sicht der Dinge.
  • Zu Wort kommen Forscher des Massachusetts Institute of Technology, der Brookings Institution, der U.S. Air Force sowie der ehemalige Entwickler der israelischen Luftstreitkräfte Abe Karem
Der Urvater der Drohnen baute seine erste Maschine während des Jom-Kippur-Kriegs 1973.
  • Später wanderte er in die USA aus. 
  • Dort verhalf er mit seinen Innovationen den Drohnen zum Durchbruch.
 http://www.designation-systems.net/dusrm/ryan-drones.jpg

Die Dokumentation geht auch den ethischen Fragen nach, die der Einsatz von Drohnen zur Terrorismusbekämpfung aufwirft.
  • Derzeit setzen allein die USA 10.000 Drohnen ein, 55 Staaten bauen, kaufen oder nutzen diese Luftgeräte. 
  • Sie ermöglichen es dem Besitzer ungeachtet etwaiger Ländergrenzen an jedem beliebigen Ort jedes beliebige Ziel anzugreifen, auch einzelne Personen. 
Vom Völkerrecht sind diese Angriffe nicht gedeckt, der Übergang zwischen Kriegshandlung und außergerichtlicher Hinrichtung ist oft fließend.
  • Im vergangenen Jahr haben die Vereinigten Staaten Hunderte Drohnenangriffe in vier Ländern durchgeführt.
Nur die Einsätze in Afghanistan waren offiziell einer kriegerischen Auseinandersetzung zuzuordnen;
  • die Einsätze in Pakistan, Somalia und im Jemen waren Geheimoperationen
Die US-amerikanische Regierung bestätigt, dass dank dem Drohneneinsatz die Führung von Al-Kaida bei begrenzten Verlusten unter der Zivilbevölkerung dezimiert werden konnte.
  • Experten bestreiten dies; 
  • in 30 Prozent dieser Einsätze hätten die Drohnen unschuldige Zivilisten getötet.
 http://cdn2.spiegel.de/images/image-45431-panoV9free-rbnz.jpg
 spiegel.de

* * *

Donnerstag, 4. Juli 2013

Sinnestäuschung

Das Spiel der Sinne

  http://www.freiepresse.de/DYNIMG/58/72/3685872_W700.jpg
freiepresse.de

Illusionen geben uns Aufschluss darüber, wie unsere Sinne funktionieren
  • Sie gewähren uns einen einzigartigen Einblick in die innersten Vorgänge unseres Verstandes. 
  • Und Illusionen tragen dazu bei, aufzudecken, wozu unsere sensorischen Hirnbereiche tatsächlich fähig sind.
Neue Entdeckungen eröffnen uns eine ganz neue Welt der Möglichkeiten. 
  • Sie erlauben uns sogar, über unsere sensorische Evolution hinauszuwachsen. 
  • Das Schöne an den Illusionen ist, dass sie uns zeigen, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie zu sein scheinen. 
Zu unserer Verwunderung und zu unserem Vergnügen sind Illusionen so überzeugend, dass sie uns selbst dann täuschen können, wenn wir wissen, wie sie funktionieren.
 
Illusionen sind sehr wichtige Hilfsmittel, um zu demonstrieren, dass die Welt um uns herum ganz anders sein kann als die in unseren Köpfen.
  • Und diese Diskrepanz zwischen der Realität und unserer Wahrnehmung hilft uns zu entschlüsseln, wie unsere Sinne funktionieren. 
Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Sehen wirklich Glauben ist, dann sind Sie damit nicht allein!

(Quelle: 3sat.de)

http://file1.npage.de/000351/97/bilder/elefant.jpg
Zitate, Notizen:
  • Sind einige Sinnestäuschungen so stark verwurzelt, dass sie in unserer fernen Vergangenheit vorprogrammiert sind ?
  • Fullmaskenvision
  • Tiefenwahrnehmung vs. optisches System
  • Babies können sich gut Gesichter gut merken => sie können die Illusion wahrnehmen
  • evolutionäre  Vergangenheit => wichtig für das Überleben unserer Vorfahren
  • in der Natur ist es wichtig ein Gesicht zu erkennen und nicht z.B.mit dem Blätterwerk eines Baumes verwechseln
  • Illusion sind keine Schwäche sondern ein Schlüssel zu unserem Erfolg
  • unsere Sinne sind nicht schwach, Entwicklung eines raffinierten Aufmerksamkeitssystems
  • 5 Sinne arbeiten getrennt, bei manchen aber auch zusammen: Wind, Wellen, Geschmack etc. nehmen Farben und Formen ein (Synästhesie)
  • Synästhesie ist nicht immer einfach, fördert aber künstlerische Kreativität
  • zusätzliche Verbindungen zwischen den sensorischen, auditativen und optischen Hirnarealen
  • wir sind alle Synästhetiker, doch es gehen im Laufe der Zeit viele Verbindungen verloren
  • multisensorisches Test: Geschmack
  • Experimental- und Wahrnehmungspsychologie
  • es ist fast unmöglich die visuelle von der geschmacklichen Sensorik zu trennen (das Auge isst mit)
  • Test mit Trennwand, Gummihand und echte Hand werden stimuliert (Gummihandillusion)
  • starke Verbindung zwischen Sehen und Fühlen => fundamentale Veränderungen im Gehirn
  • Plastisches flexible Gehirn => Sinne arbeiten nicht nur zusammen, ein Sinn kann sogar den anderen ersetzen
  • Blinder kann sich mit Klicklauten durch die Welt bewegen (Echolotung, Schallmuster, Orientierung in der dreidimensionalen Welt => absolut genial)
  • verborgenes Potential des Gehirns, MRT-Scans, virtuelle Echos, 
  • kreuzmodale Plastizität, Erfahrungen können nicht nur Hirnstrukturen kurzfristig verändern sondern auch beibehalten
  • wenn ein gewisses Areal keine Informationen bzw. Reize bekommt, kann es von anderen funktionalen Einheiten übernommen werden
  • können Menschen das Magnetfeld nutzen wie Vögel ?
  • Gürtel mit Vibratoren, zeigt Himmelsrichtungen an, die Erfahrungen ist schwer in Worte zu fasssen
  • 4-Space-System-Gürtel, Sinn ist manchmal so speziell, dass die Integration schwer zu begreifen ist
  • Magnetischer Sinn, nach 6 Wochen kann der Proband ein vorgegebenes Muster ablaufen, ohne zu sehen
  • es ist ein Teil der Evolution, Prozesse weiter im Gang zu halten => die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln, ist Bestandteil der Natur
 http://www.kinder-hd-uni.de/workshop/zerr2.JPG
kinder-hd-uni.de

* * *

Dienstag, 2. Juli 2013

Drogen: Amerikas längster Krieg

Amerika befindet sich in einem Krieg, auch im Inneren des Landes. 
  • Es geht um den jahrzehntelangen mehr oder weniger erfolgreichen Kampf gegen den Drogenmissbrauch. Hier werden Milliarden von Dollar investiert. 
Auffällig ist, dass im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität überdurchschnittlich viele schwarze Amerikaner involviert sind.

 http://www.taz.de/uploads/images/684x342/drogen_eugen_jarecki.jpg

Was viele Menschen für unmöglich hielten, ist Wirklichkeit geworden. 
  • Amerika hat einen schwarzen Präsidenten. 
Die Hautfarbe von Barack Obama spielte erstaunlicherweise bereits in den Monaten und Wochen vor seiner ersten Wahl zum Präsidenten der USA keine große Rolle. 
  • Aber heißt das, dass der Rassismus in den USA endgültig der Vergangenheit angehört ? 
Der Dokumentarfilm widmet sich einem Problem, das im Wahlkampf nicht nur des Jahres 2008 keine große Rolle gespielt hat, dem Kampf gegen Drogen. 
  • Zwar werden Milliarden von Dollar zur Bekämpfung der Drogenkriminalität im In- und Ausland investiert, doch ohne dass ein Ergebnis sichtbar wird. 
 http://www.politaia.org/wp-content/uploads/2010/11/drogen_mexico.jpg
  • Dabei sind vorwiegend schwarze Amerikaner betroffen, sowohl als Opfer als auch als Täter. 
Filmemacher Eugen Jarecki analysiert den Zustand der amerikanischen Gesellschaft im Spiegel des Kampfes gegen Drogen und hat gleichzeitig einen Film über den Rassismus in den USA gemacht.
  • Dabei geht es auch um die Frage, welchen Stellenwert die von Barack Obama geführte Regierung dem Kampf gegen Drogen beimisst und mit welchen Methoden sie dabei vorgeht.

Notizen / Zitate

Es ging im Kampf um die Drogen nicht um die Drogen alleine, sondern vielmehr um die Diskriminierung ethnischer Gruppierungen seit der Industrialisierung.
  • Man konnte damals keinen Chinesen ins Gefängnis bringen, weil er ein Chinese ist, sondern man brachte sie ins Gefängnis, weil der Konsum von Opium kriminalisiert wurde.
  • Man konnte keinen Mexikaner ins Gefängnis bringen, weil er ein Mexikaner ist, sondern man warf ihn ins Gefängnis, weil der Konsum von Cannabis kriminalisiert wurde.
  • Man konnte keinen Schwarzen ins Gefängnis bringen, weil er ein Schwarzer ist, sondern man brachte ihn ins Gefängnis weil der Konsum von Kokain kriminalisiert wurde.
Diese Politik wird seit  
  • Richard Nixon  
landesweit fast einheitlich in jedem Bundesstaat betrieben, sowohl unter  
  • Gerald Ford,  
  • Jimmy Carter,  
  • Ronald Reagan,  
  • George Bush, 
  • Bill Clinton,  
  • George W. Bush  
und 
  • Barack Obama:

Gefängnissystem USA

 http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/54/US_incarceration_timeline-clean.svg/300px-US_incarceration_timeline-clean.svg.png

Das Ergebnis ist verheerend, wenn nicht gar als Völkermord auf Raten zu betrachten:
  • 1) jahrzehntelange Gehirnwäsche innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft, dass Drogenkonsumenten gleichzeitig und zwingend Kriminelle sind
  • 2) Für gewaltlose (!)  Drogendelikte erhalten Menschen unverhältnismäßig hohe Strafen, teilweise bis zum Lebensende (=> Zitat eines Insassen: Mord auf Raten)
  • 3) Die Gefängnisse füllen sich => es entsteht eine Gefängniskultur, in der ihre Macher mehr Insassen brauchen, um Gewinne zu erzielen
  • 4) Es wird Crack (=rauchbares Kokain) 100 mal härter bestraft als das allgemein bekannte Kokain
http://diepresse.com/images/uploads/e/f/7/417527/26s11_Drogen_Hauptrouten_weltweit20080925204614.jpg
  • 5) Es entsteht ein Polizeiapparat, indem der ganze Fokus auf Drogendelikte gerichtet ist => die restliche Polizeiarbeit wird vernachlässigt
  • 6) Die Politik in Form von Senaten, Senatoren etc. betreiben weiterhin diese Politik, bis das ganze Land paralysiert und unfähig ist, als geeinter und einheitlicher Staat zu agieren.
Die Methoden gleichen dem eines schleichenden, lang geplanten und gut durchdachten Völkermords

Identifikation
  • Politiker und Regierungsvertreter machen der Bevölkerung klar, dass Drogen schlecht und ihre Konsumenten Kriminelle sind, die mit hoher Gefängnisstrafe zu sanktionieren sind.
Ächtung
  • Durch die Medien, Politiker, hoch finanzierte, nationale bis staatenübergreifende Propagandafeldzüge, Gehirnwäsche und Hetze wird das Bild des kriminellen Drogenabhängigen und Drogendealers (egal ob im großen oder kleinen Stil) hoffähig und gefestigt => es gibt keinen Widerspruch, keine Proteste oder Kritik ... im Gegenteil, das Bild wird verfälscht an Nachfolgenerationen weitergegeben.
Beschlagnahmung
  • Besitz, Hab und Gut, Grundrechte werden genommen, die Freiheit dem Drogenkonsumenten geraubt => im Gefängnis wird er zu einer anonymen Nummer, die von der Welt vergessen wird
Konzentrierung
  • Durch den Erfolg dieser kriminellen Politik gelangen immer mehr Menschen ins Gefängnis, immer mehr Gefängnissse werden gebaut => die Massse an Inhaftierten wird immer größer => eine Infrastruktur, die vom Prinzip nicht weit von Konzentrationslagern entfernt sind => niemand bekommt diese Gefängnisse zu Gesicht, aber Länder, Gemeinden und Kommunen wirtschaften zusammen mit den Gefängniskonstrukteuren
Vernichtung
  • Dem zu Unrecht Inhaftierten werden die Möglichkeiten genommen, am bürgerlichen Leben zu partizipieren, er kann keine Familie gründen oder mehr versorgen, seine Identität ist verloren, viele bleiben wegen gewaltloser Drogendelikte bis zum Lebensende im Gefängnis.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/314jkSaoFRL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_.jpg
amazon.de

(... es steht außer Frage, dass sich seit Jahrzehnten eine wirtschafts-politische Clique und Nachfolger mit ihren Denkmustern und Handlungsweisen breitgemacht haben, deren Einflussnahme und Manipulation weit über individuell ertragbare kriminelle Machenschaften hinausgehen:
  • indem man die Menschen gegeneinander ausspielt und opfert, wird die Zerstörung eines existentiell gesellschaftlichen Zusammenhalts und eines funktionierenden Kollektivs eingeleitet und forciert ...
  • das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass es immer noch Medien gibt, die diese immer gefährlicher werdenden "Eliten", "Herrschaften" , ihre Machenschaften und den permanenten Machtmissbrauch verharmlosen, verschleiern oder sogar gutheißen ... 
... so soll in diesem Zusammenhang noch mal darauf hingewiesen werden, dass es keine Verschwörungen gibt, dafür aber sehr viele "demokratisch" gewählte Regierungen und Volksvertretungen bis hin zu den ungezählten Diktaturen, die Land, Menschen, sozial verträgliche Systeme, Frieden und Gerechtigkeit zerstören, nur um sich selber zu bereichern oder an der Macht zu bleiben ...)
 
. . .

Montag, 1. Juli 2013

Bankgeschäfte trotz Finanzkrise

 Abkassiert und weiter so

Zitat:

Seit nunmehr fünf Jahren dauert die Finanzkrise an. 
  • Aber ist es überhaupt eine vorübergehende eine Krise oder ein Zustand, an den wir uns gewöhnen müssen? 
In den Büchern deutscher Banken steckten 2008 hunderte Milliarden an Finanzprodukten, die Auslöser des weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruchs waren.
 
Toxische Papiere
  • Wo sind all die Papiere und die daran hängenden Kredite geblieben? 
  • Haben sie sich in Luft aufgelöst oder von alleine entgiftet? 
  • Sind die Banken "geläutert" oder haben sie etwa nur Kreide gefressen? 
  • Greift die staatliche Regulierung oder gewinnen die Banken beim Katz-und-Maus-Spiel mit den Regierungen? 
  • Und welche Auswirkungen hat das auf normale Bankkunden? 
Der Film zeigt Menschen, denen unter stets ähnlichen Versprechen von "Sicherheit" und "Altersvorsorge" Fonds und Finanzprodukte aufgeschwatzt wurden, die vor allem den verkaufenden Banken nützen. 
  • Es geht munter weiter wie vor 2008, teilweise ist es sogar schlimmer. 
  • Maßlos überteuerte Schrottimmobilien, wesentliche Teile der "toxischen Papiere", werden in einer neuen Verkaufsrunde vertrieben, als ob es kein gestern gäbe. 
Kreditfinanziert von einer großen deutschen Bank. 
  • Das alles sollte es nicht mehr geben, hatten die Banken versprochen. 
  • Die faulen Kredite, Auslöser der Finanzkrise, stammen nicht nur aus Amerika, wie seit Jahren immer wieder behauptet wird – zigtausende gibt es auch in der Bundesrepublik. 
Und weil viel Geld damit verdient wird, werden es täglich mehr. 
  • Schon plant eine deutsche Bank offenbar erneut den Verkauf milliardenteurer Kreditpakete an eine amerikanische Heuschrecke. 
Genau so war der Weg in den Krisenzustand seit 2008. 
  • Während es in anderen europäischen Staaten strenge Regeln gibt, die den Verkauf geschlossener Fonds an einfache Bankkunden verhindern oder erschweren, bleibt Deutschland ein Dorado für windige Fonds.
  • Wetten auf die Lebenserwartung von Engländern, Schiffsbeteiligungen oder Filmfonds. 
  • Für fast alles Denkbare sammeln Banken Geld von ihren Kunden ein. 
Die Banken gewinnen meist sofort bei Abschluss kräftige Provisionen.

(Quelle: tvtv.de)
 
* * *

(Hat der Bürger verstanden, dass sie durch ständiges politisches Wegschauen und juristische Passivität  
  • - wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter 
seit der Vergangenheit bis in die weite Zukunft bezahlen, zahlen und nochmals zahlen an die Groß- und Leitbanken in welcher Form auch immer ... verraten und verkauft durch Politiker und Volksvertretung ... 
  • Wer diese Plünderungen in ihren vielfältigen Formen verstanden hat, kann wenigstens seinen Nachfahren vor wirtschafts-politischer Mittäterschaft und Kriminalität warnen.
 ... für die große betrogene Masse gilt aber unwiderruflich: 
  • Kurz ist der Wahn, den man nicht bekämpfte, lang ist die Reue, die der Betrogene ganz alleine ertragen muss und tragen wird.
Du wirst dieses System solange erleiden und erdulden müssen, bis Du erkennst, dass Du es besser zerbrechen solltest oder nicht mehr bedienen und finanzieren darfst ...)

. . .

Samstag, 29. Juni 2013

Der Maya-Code

Lange Zeit konnte die Schrift der Maya, deren Ursprünge bis ins erste Jahrhundert nach Christus zurückreichen, nicht entschlüsselt werden.
  • Die Konquistadoren hatten die meisten Exemplare der aus Baumrinde bestehenden Bücher vernichtet
Erst im letzten Jahrhundert gelang Forschern die Entzifferung der Schrift einer der bedeutendsten Zivilisationen der Welt.

Noch bis vor Kurzem war die Schrift der Maya ein Buch mit sieben Siegeln, so dass der Zugang zu einer der wichtigsten Zivilisationen der Menschheit verschlossen blieb.
  • Der Dokumentarfilm stützt sich auf das Erfolgswerk von Michael D. Coe aus dem Jahr 1992, das die New York Times als "eine der schönsten wissenschaftlichen Entdeckungsgeschichten des 20. Jahrhunderts" bezeichnete.
Die Ursprünge der Maya-Schrift reichen zurück bis ins erste Jahrhundert nach Christus.
  • Die spanischen Eroberer fanden Tausende von Buchbänden aus Baumrinde voller mysteriöser Hieroglyphen vor.
  •  Als "Teufelswerk" wurden sie von den christlichen Konquistadoren verboten und verbrannt. 
Nach der Eroberung der letzten unabhängigen Maya-Stadt Tayasal 1697 fiel eine der größten Zivilisationen der Menschheit endgültig dem Vergessen anheim.

Im 19. Jahrhundert begannen sich Archäologen für die tief im Dschungel gelegenen Stätten zu interessieren.
  • Doch es gelang den Forschern lediglich, den komplexen Kalender der Maya und die Glyphen auf den Monumenten, die Götter, Pflanzen, Tiere, Farben und Himmelsrichtungen darstellten, zu verstehen.
 http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/voelker/maya/img/portraet_maya_kalender_g.jpg

Die Schrift blieb ihnen weiterhin verschlossen.
  • Erst nach Ausgrabungen in der Maya-Stadt Piedras Negras konnte ein Experten-Team die so lange stumm gebliebenen Texte zum Sprechen bringen. 
  • Die Dokumente zeugen vom Reichtum und der Bedeutung der Kultur der Maya, die sich lange Zeit völlig isoliert entwickelt hat. 
Ein wichtiges Ereignis auch für die rund sechs Millionen Überlebenden des Maya-Volkes:
  • Nach der Entzifferung der Texte können sie sich die Kultur ihrer Vorfahren wieder aneignen.
Die Dreharbeiten zu dem Dokumentarfilm fanden in Mittelamerika, in den USA und in Europa statt.
  • Mit 3D-Animationen, Fotos und Archivmaterial und Aufnahmen an den archäologischen Ausgrabungsstätten werden wichtige Daten und Epochen der Maya-Geschichte anschaulich, während Szenen in heutigen Maya-Dörfern die faszinierende Kontinuität zwischen Vergangenheit und Gegenwart verdeutlichen.
Auftragsproduzent des Dokumentarfilms war Nicolas Noxon, ein mehrfach ausgezeichneter Experte für geschichts- und naturwissenschaftliche Dokumentarfilme.
  • Noxon hatte auch an der großen Expedition 1986 zum Wrack der Titanic teilgenommen.
Der Film, der damals gedreht wurde, stand jahrelang auf der Hitliste der Videoverkäufe von Dokumentationen und inspirierte später James Cameron zu seinem Film "Titanic" (1997).

(Quelle: programm.ard.de)

 http://data7.blog.de/media/482/6154482_69d974a839_m.png
seelenschwingung.blog.de

Notizen:

Kalenenderrunde
  • 52 Jahre bis sich die drei Kreise wiederholen
  • Orientierung an den Planeten Venus
  • Erschaffung des Universums, Tag der Schöpfung, Langezählung,
  • Stelenmuster, von Tempel zu Tempel, Nische, jede Stele ist 5 Jahre voneinander entfernt
  • paralleles Geschehen, umgekehrter Reptilienkopf, Zahnschmerzereignis
  • Geburtshiroglyphe, Thronbesteigung, zwischen 12 und 31 Jahre, es liegen nie mehr als 60 Jahre auseinander, Dynastie, Geschichte, 
  • keine Götter, sondern Könige und Königinnen, so eine Art Familienalbum, 
  • alle Daten werden miteinander abgeglichen, es ist eine Geschichtsschreibung
  • 1862, Madrider Codex, baute ziemlichen Mist, liest rückwärt, aber sie werden von oben nach unten gelesen, Alphabet wurde aufgegeben
  • man versteht die Schrift, aber wie liest man sie und spricht die Mayaglyphen ?
  • Suche nach Silbenzeichen
  • Dresdner, Pariser und Madrider Codex
  • (... es erstaunt, wie emsig und eisern so manche Forscher und Interessierte sich nur einer einzigen Lebensaufgabe widmen, der Entschlüsselung und Dechiffrierung von Sprachen, Codes und Symbolen ...) 
 Diese Animation zeigt nur den 1. Ausschnitt eines Umlaufs!
 
 http://www.sn.schule.de/~ms16l/virtuelle_schule/Mayakalender/flash_gif/Mayakalender_Round_365_ani.gif
Zitat:
 
[...]
 
Das linke Rad enthält nun 18 mal 20 Tage und zusätzlich die fünf unnützen Tage (rot dargestellt) also insgesamt 365 Tage
  • Die beiden rechten Zahnräder verkörpern den Tzolkin mit seinen 260 Tagen (k.g.V. aus 13 und 20). 
  • Somit hat dieses Maya-Kalendermodell eine Gesamtlaufzeit von 18.980 Tagen (k.g.V. aus 365 und 260). 
Dies ist die echte Kalenderrunde von 52 Jahren!
 
[...]
  • Ziffern und logographische Zeichen, Logogramme und phonetische Zeichen miteinander kombinieren
  • unvollständiges Silbenregister, 
  • Glyphen für Himmelsrichtungen, 
  • Varianten beachten, realistisch bis abstrakt
  • Glyphen mit der gesprochenen Sprache vergleichen
  • Silbe für Silbe wird erarbeitet
  • es fehlt immer noch der Schlüssel
  • ein kleines Kind eifert seinem Vater in Forschungsarbeiten nach
  • das Kinder erarbeitet, verinnerlicht und perfektioniert strukturelle Methode, 
  • es werden nicht nur Dynastien entdeckt, sondern auch Ehen, Bündnisse, Kriege etc.
  • ein Zeichenpaar für Zeitangaben (Zukunft und Vergangenheit)
  • Rebusse, vier verschiedene Glyphen stehen für ein "u"
  • phonetisch ausgeschriebene Sätze
  • Epigrahphiker, so gilt dies auch für andere Silben,
  • ein Laut kann in dreizehn bis fünfzehn Versionen dargesteltt werden,
  • die Mayas hassten Wiederholungen, liebten die Varianten und Variationen
  • überall lassen die Mayas gerne ihre Widmungen
  • Landschaften, Berge etc. bekommen eine Persönlichkeit
  • es kommt alles von den Bergen: Wasser, Mais, Erde etc.
  • "Einen Fisch mit der bloßen Hand fangen" => etwas Flüchtiges fassen => einen Geist fangen 
  • nicht alle Stadtstaaten wurden gleich behandelt
  • Städte konnten sich keine Künstler mehr leisten (s. Kriege, Katastrophen etc.)
  • inzwischen kann man ca. 90% lesen, bei ca. 100 Silbenzeichen, 
  • Sprache als Zeitmaschine
http://www.arte.tv/papi/tvguide/images/1012927/W940H530/034880-000_mayacode_08.jpg
  • Ateliers, Werkstätten, mit einem Meister und seinen Schülern und Schreibern, 
  • Wetteifern, wer kann sich am elegantesten ausdrücken
  • Schreiber hatten einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft, lebten sogar im Palast,
  • Schreibtradition konnten sogar die Conquistadoren nicht zerstören,
  • Schreiber und Mönche lernten im 16. Jahrhundert die lateinische Schrift, einer gibt es der nächsten Generation weiter,
  • Cecilio Can Canul
  • wenn ein Volk seine Geschichte verliert, ist es eine Tragödie, wenn es sie wiederfindet, ein Wunder
  • ...

burnedb0x

* * *

Donnerstag, 27. Juni 2013

scobel - Genuss und Sucht

 Der Mensch ist ein Tier, das denkt und Bewusstsein hat.

  • Aber er ist auch ein Lebewesen, das sich betäubt und, manchmal bis zur Bewusstlosigkeit, Alkohol trinkt. 

Dem Evolutionsbiologen Josef Reichholf zufolge scheint es einen engen Zusammenhang zwischen der Sesshaftwerdung des Menschen und dem Konsum von Alkohol zu geben. 

  • (Zitat: Wenn der Mensch schon damals alles hätte fermentieren können, er hätte es getan !)

  • Verdanken wir tatsächlich Drogen wie Alkohol den entscheidenden Schritt zur Entstehung von Kultur? 

Seltsam daran ist, dass Menschen, um rauchen, trinken und anderen "Genüssen" nachgehen zu können, zunächst tief sitzende Aversionen überwinden müssen. 

  • Wie kommt diese Gewöhnung an Suchtstoffe zustande, wenn wir sie instinktiv nicht mögen? 

  • Und welche Suchtstoffe erzeugen ihrerseits eine weitere Nachfrage in Form von "Genuss"? 

In der Suchttherapie wird ein Ansatz verfolgt, Sucht durch gezieltes Genusstraining zu überwinden. 

  • Könnte es sein, dass wir durch die gezielte Förderung und Erziehung zum Genuss Süchten entgegenwirken können? 

  • Welchen grundlegenden Mangel und welche menschlichen Bedürfnisse verdecken Süchte eigentlich?

  •  Ist die zu beobachtende Zunahme von Suchtverhalten am Ende nur das Symptom einer tief in unserer Gesellschaft verankerten Genussunfähigkeit? 

"scobel" untersucht die Frage, wie lebenswichtig Genuss ist und welche Bedeutung eine Kultur und Erziehung zum Genuss für Gesundheit, Gesellschaft und Kultur haben kann

  (Quelle: 3sat.de)

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Notizen, Zitate

Regelkreislauf, Dopamin, Suchtentwicklung, 27 Milliarden Folgenkosten bei 3 Milliardeneinnahmen für den Staat, Phenomänologie der Süchte inkl. Neuerscheinungen, realistische Bewertung seiner eigenen Sucht, Dunkelziffer, Veränderungen der neuralen Strukturen, Belohnungszentrum, nachhaltig, tiefgreifend, sind wir eine Gesellschaft mit Genussstörungen, Geiz als Tugensünde wurde hoffähig sowohl materiell, finanziell als auch zeitmäßig, entfesselte Konsumgesellschaft, Werthaftigkeit, seelische Gesundheit, Gegenrechnung von bestimmten Drogen z.B. Cannabis im Vergleich, Ersatz- und Primärsüchte in Kombination im alltäglichen Leben, Genuss braucht Zeit, Blumenduft, Früchtegeschmack, Genusstraining, Kontakt zur Umwelt neu erlernen, Training der 5 Sinne, z.B. Depression und Alkoholismus u.a. beeinträchtigen die Genusssinne, 7 Regeln, schöne Erinnerungen, Betaendorphin erzwungen oder durch Überlebensstrategien, 

Mit den Gästen 

Frau Professor Dr. Fischer (Psychiaterin und Neurologin),

  •  Unterscheidung in Konsum und Missbrauch, Ausprobieren als gesunder Entwicklungsprozess, aber gibt es eine Vorbelastung ?, extremes Gefühl des Behagens ... erster Gebrauch von spezifischen Drogen => danach sind viele Entwicklungswege möglich abhängig von vielen psychischen und sozialen Faktoren, kompensatorische Gründe ... Essanfälle ... Risikoverhalten in alkoholisiertem Zustand ... Genussfähigkeit setzt eine Lebensfähigkeit voraus, Priotierung in Gesellschaft und Bundespolitik ... Genusstraining als eine gute ergänzende Methode, Wiederfindung kontrollierten Verhaltens und Konsums und der Genussfähigkeit ... es gibt aber


Peter Wawerzinek (Schriftsteller)
  • Schriftsteller: Alkohol hilft wie ein Freund, ist aber keiner ! Freundesverlust ... er stellt einen Ausnahmefall dar, der nach einem durchgemachten Alkoholismus Alkohol dosiert trinken kann ... Konsum in Gemeinschaft schon mit seinen Kollegen und Kameraden in jungen Zeiten, die Genussfähigkeit als ein wichtiges zentrales Thema, Erinnerungsebenen, "man kommt in andere Sphären" ... Bsp. des Gummibärchengenießens vs. Kauen ;-)

und 

Professor Robert Pfaller (Philosoph)

  •  Adolesenzritual, kommt man seinen eigenen biografischen Problemen auf die Spur, sind Lösungskapazitäten vorhanden ? ... Blick auf das Glück des anderen, Unterbrechungsrituale, Distanz zu sich selber gewinnen, über sich selber lächeln ;-) ... "vernünftige Weise unvernünftig sein" ... Unterbrechungsfunktion und Wiederholungszwang ... Erwachsene dürfen nicht belehrt werden wie kleine Kinder => birgt die Gefahr der Gängelung anstatt vernunftsorienter Aufklärung ...

. . . 

(wie lernen wir wieder, zu genießen ?)

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Partytiere

Film von Jean-Yves Collet

Mehr als zwei Milliarden Menschen auf der Welt trinken regelmäßig Alkohol. 

  • Als kulturelle Errungenschaft, als gesellschaftliches Phänomen scheint der Alkoholgenuss der menschlichen Spezies vorbehalten zu sein. 

Eher unbekannt ist, dass eine große Zahl Tiere jeden Tag Alkohol konsumiert - in kleinen Mengen. 

  • Alkohol kommt im Nektar von Blumen, im Fruchtmark von überreifen Früchten, in Pflanzensaft und in Honig vor.

Und dieser Alkohol - speziell Ethanol, der bei der Vergärung von Zucker entsteht - macht bei manchen Tierarten einen bedeutsamen Anteil ihrer Nahrung aus. 

  • Wie reagieren Tiere auf Alkohol ? 

  • Werden sie betrunken ? 

  • Können sie alkoholabhängig werden wie Menschen ? 

In der Dokumentation "Partytiere" geben Experten auf den Gebieten der 

  • Genetik, 

  • Neurologie, 

  •  Verhaltensforschung 

und 

  • Evolutionären Anthropologie 

Antworten auf diese Fragen. 

Der Film begleitet ihre Studien von Malaysia über Amerika bis nach Europa, denn diese Untersuchungen sollen neue Erkenntnisse für die Vorbeugung und Behandlung von Alkoholismus bieten. 

 (Quelle: 3sat.de)

* * * 

Notiz:

Auch Tiere konsumieren vergorene Früchte und ihre Säfte, allerdings ist der Lebenserhaltungstrieb so groß, dass ein gewisses Maß eingehalten wird. (=> Instinkt, nicht als betrunkene Beute zu enden)

  • (Ausnahme: Drosophila => sie macht alle Alkoholstadien des Menschen durch, außer des "Katers" ... sie schläft einfach ein ... sie gerät aber auch in Alkoholabhängigkeit, nimmt sogar Elektroschocks in Kauf, um an ihre tägliche Alkoholration zu kommen ... sie kann jeden Tag ihren Konsum steigern ... bis zu ihrem dopptelten Körpergewicht bei 15 % ... auch eine gewisse Mausart (?) verträgt mehr als der Mensch => Erklärung liegt wohl in der hohen Stoffwechselrate)

Alkoholismus ist eine Mischung aus genetischen Veranlagungen, Erziehung, Erfahrungen => in seinem Ausbruch ist es eine Krankheit, die es zu therapieren gilt, weil man alleine nicht mehr aus ihr herauskommt 

  • (s.a. familiäre Belastung, Übertragung von psychischen Schäden auf die Kinder + Geburtsschäden von der ersten Wochen bis zur letzten Woche der Schwangerschaft + 10% der Bevölkerung ist alkoholabhängig mit Steigerung + abhängiges Gehirn ist verändert + männliche Drosophila, die von weiblichen abgewiesen worden sind, trinken noch mehr als ihre anderen alkoholtrinkenden Genossen + Neuropeptid + stark vernachlässigte Krankheit + Drogen werden genommen, um Ängste und Sorgen zu verdrängen + aus einem Genussmittel wurde ein Suchtmitel, weil die Gene mit der Steigerung der gesteigerten Drogenaufnahme nicht mithalten können + ein kleines Molekül macht vielen viele Probleme, weil man nicht mehr mit ihr umgehen kann)

4 Phasen, Rauschstadien

  • Enthemmung

  • Hypnose (ab 2 Promille)

  • Amnesie, Filmriss, Koma

  • Kater

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