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Donnerstag, 15. März 2018

Die Zahnkarriere


... die hinteren Seitenbereiche werden zu oft vernachlässigt beim Zähneputzen ...


A n i m a t i o n

* * * *

(E-Tech.Ing.: ... der Zahnarzt hat den besten Beruf: alle brauchen ihn und jeder hat Angst vor ihm ...)

. . . .

Donnerstag, 20. Juli 2017

Annahme: Funktionaler Dysstress der Zelle und der "Zentrale Hirn" führt zu Krebs

entnommen aus:


 http://blogs.newcastle.edu.au/wp-content/uploads/2015/10/genes-700x466.jpg

1) Grundinformationen

Wie Gene Proteine herstellen

Der Mensch besteht aus ca. 50 Billionen Einzelzellen.

Jede Einzelzelle hat im Zellkern einen DNS-Faden mit ca. 25.000 Genen.
  • Jedes Gen erzeugt ein genau fest gelegtes Protein.
  • Zu jedem Gen gehört in der Zellmembran (Außenhaut) ein genau festgelegter Rezeptor, über den die Zelle Umweltsignale empfängt und entsprechend reagiert.
Dabei produziert die Zelle "vor Ort" genau die Proteine, die aufgrund ihrer besonderen Aufgaben (Herz, Muskeln, Blut usw.) zuständig ist. 
  • Proteine wickeln alle Stoffwechselvorgänge ab.
Wird ein Umweltsignal über einen Rezeptor empfangen, stellt das Gen über eine "Kopiervorlage" das genau festgelegte Protein her.

 https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/ba/9c/bf/ba9cbf51683b14bc3189a5a576f9ca50--johannes-frankfurt.jpg

 [...]

 Epigenetik: Krebsprävention und Ernährung
 
Entgiftung, Entzündungshemmung, Radikalfänger, Antioxidanzien,
 
 antihormonelle Wirkung, Zellwachstumshemmung, programmierter Zelltod
 http://www.laborundmore.com/thumb/d6e43229/Gerhaeuser_Abbildungen-1a.jpg
laborundmore.com

2) Behauptung

Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern

Zitat:

Gene steuern nicht nur, sie werden auch gesteuert – durch Signale, die vom Gehirn ausgesandt werden, als Folge von zwischenmenschlichen Beziehungen, Umwelteinflüssen und individuellen Erfahrungen.

[...]
"... den größten Einfluss auf die Regulation von Genen haben nichtstoffliche Signale jedoch im Gehirn
  • Mit den Nervenzellsystemen der 5 Sinne wahrgenommene Situationen werden vom Gehirn fortlaufend in biologische Signale verwandelt, die ihrerseits massive Effekte auf die Bereitstellung von Transkriptionsfaktoren haben. 
Dies erklärt, warum seelische Erlebnisse innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Gene aktivieren oder abschalten können. 
  • Die Zeit von der Aktivierung eines Gens bis zur Fertigstellung des Proteins kann im Bereich weniger Minuten liegen."  
 Von der Signaltransduktion zur Genexpression:

G-Proteinabhängiger Rezeptor => Tyrosinkinaserezeptor => Steroidhormon
 http://www.zum.de/Faecher/Materialien/hupfeld/Cytologie/Signaltransduktion-glc-insulin-glucagon/Signal-Transduk-180.gif

3) Ansatz und Methoden


Zitat:

[....]

Forschungsgruppe Molekulare Onkologie

Die   Arbeitsgruppe   Molekulare   Onkologie   unter   Leitung   von  Univ.-Prof.   Dr. rer. nat. Edgar   Dahl   verfolgt   zwei  Hauptforschungsziele,  die  über  den  Themenbereich  „Krebs  und  Epigenetik“  miteinander  verknüpft  sind.

https://www.spektrum.de/lexika/images/bio/f8f6316.jpg

Der  erste  Forschungsschwerpunkt  ist  der  WNT-Signalweg,  der  eine  zentrale  Bedeutung  bei  der  Entstehung  von  humanen  Karzinomen hat.
  • Hier wird insbesondere die Bedeutung der WNT-Antagonisten SFRP1 und DKK3 mit molekular- und zellbiologischen Methoden detailliert untersucht. 
  • Diese Untersuchungen werden ergänzt durch  in vivo  Studien an einer  SFRP1  und  DKK3  knock-out  Maus  und  Xenograft-Studien  an  Nacktmäusen.  
 [...]

http://slideplayer.org/slide/1331056/3/images/28/Wie+entsteht+Krebs+die+Zellteilung,+und+deren+korrekter.jpg

Der  zweite  Forschungsschwerpunkt  ist  die  Identifizierung  und  Charakterisierung  von  neuen  Tumormarkern  bei  soliden  Tumoren,  die  mittelfristig,  d.h. nach  ausreichender   Validierung,  für  die  Frühdiagnostik  bzw.  Therapie-Stratifizierung  eingesetzt  werden  soll
  • Der  Fokus  liegt  hierbei  auf   dem   Mamma-   und   Harnblasenkarzinom.  
  • Schlüsselmolekül   ist   hierbei   das   von   uns   erstmalig   charakterisierte    tumorsuppressive   Extrazellularmatrix-Molekül   ITIH5,   dessen   Funktionsweise   in   der   Tumorzelle   wir  molekular    entschlüsseln  wollen.  
Im  Bereich  der  Krebsfrüherkennung   werden  Kandidatengene  charakterisiert,  die  in  Mamma-  und   Harnblasenkarzinomen  methyliert  vorliegen  und  deren  freie  oder  zellgebundene  DNA  in  Körperflüssigkeiten  wie  Blut   und/oder  Urin  frühzeitig  im  Krankheitsprozess  nachweisbar  ist.
  • Langfristiges  Ziel  ist  es  hierbei,  Gruppen  von  DNA- Methylierungsmarkern  zu  definieren,  mit  denen  sich  primäre  oder  wiederkehrende  Tumorerkrankungen  mit  hoher  Sensitivität und Spezifität vorhersagen lassen.  
 [...]

Warum zerstören Krebszellen und Viren den Organismus

von dem sie leben ? Die Antwort liegt in den Menschen selber:

auch sie verhalten sich bzgl. des Mutterorganismus Erde ebenfalls 

wie entartete Krebszellen, die ihre natürlichen Grenzen nicht mehr erkennen

https://www.fassmann-urologen.de/wp-content/uploads/2013/12/Fotolia_41992569_XS.jpg

Lehr- und Forschungsgebiet molekulare und ultrastrukturelle Pathologie

Der Forschungsschwerpunkt des Lehr- und Forschungsgebietes molekulare und ultrastrukturelle Pathologie (Univ.-Prof.  Dr.   med.   Nikolaus   Gaßler,   M.A.)   umfasst   Untersuchungen   zur   Assoziation
  • von   epithelialer   Reagibilität   und    Fettsäuremetabolismus   
  • bei  Entzündung  und  Tumorgenese
Unter  Verwendung  verschiedener  Modelle  der  intestinalen   Schleimhautbarriere  und  der  Leber  werden  spezielle  Mechanismen  der
  • Epithelverfettung,  
  • Apoptose,  
  • Fibrose  
und
  • Karzinogenese  
analysiert.
Tumorabwehrspezialist p53

https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/fileadmin/_processed_/csm_Erkenntnisse-zur-Tumorgenese_7db8a0840b.jpg

Ein  Schwerpunkt  liegt  bei  der  Charakterisierung  von  Mitochondrien  in  diesen  komplexen   zellbiologischen Prozessen.
  • In Assoziation mit diesen Arbeiten  werden in interdisziplinär ausgerichteten Projektinitiativen  molekulare  Signaturen  der  physiologischen  und  pathologischen  epithelialen  Differenzierung  charakterisiert. 

(Notiz: ... stimmt eigentlich noch dieses Postulat der Biochemie, dass der Produktionsvorgang von den Genen zur Proteinherstellung eine Einbahnstraße ist ?
  • Das heißt, ein einmal produziertes Protein hat umgekehrt keinen Einfluss auf die Gene
Warum also sollten "feinstoffliche" bzw. "nichtstoffliche Signale" vom Hirn die Gene beeinflussen über Ein- und Ausschaltvorgänge ?
  • In der Tat, der Organismus kennt auch diesen Weg
  • (s.a. forcierte Entwicklungsphase des jungen Menschen durch erhöhte Proteinaufnahme, verbesserte Hygiene und Informationsverarbeitung (!) des Hirn (=Frühreife))
Die Schulmedizin und Biologie hat im Verbund mit den Biotechnologien einen molekularen Kosmos ent- und aufgedeckt, der bis heute entschlüsselt werden muss.

Doch trotz aller Erkenntnisse weigern sich die Schulmediziner die Hauptverursacher von Krebs beim Namen zu nennen:
  • Umweltverschmutzung + Lebensmittelvergiftung + Erhöhter Dysstress +  toxische und hochenergetische Beeinflussung
http://docplayer.org/docs-images/48/23981883/images/page_1.jpg

Stattdessen arbeitet sie sich lieber an den Symptomen ab, immer in gehorsamer Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie
  • => es wirkt schon befremdlich, wenn sie ständig neue Tumormarker, An- und Ausschaltergene und viele weitere molekulare Strukturen entdecken, aber nicht ernsthaft darauf hinweisen, warum und wie Krebs innerhalb eines Körpers entstehen und sich ausbreiten kann. 
Bei der energetischen Nutzung der "strahlenden Kernenergie" stand auch kein Medizinervereinigung auf, um zu protestieren.
  • Diejenigen, die es am besten wissen müssten, halten ihr Maul und schweigen.)
 https://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2010/08/affen-3stck.jpg

* * * *

Donnerstag, 21. Juli 2016

M.E.M.O.R.Y

 Zitat:

Kinder sind vor allem auch deshalb begeisterte Memory-Spieler, da sie bei diesem Spiel auch gegen Erwachsene gewinnen können, und zwar scheinbar mühelos und auch mit großen Vorsprung
  • Erwachsene haben bei Memory-Spielen vor allem Fünf- oder Sechsjährigen Kindern gegenüber einen biologischen Nachteil, denn diese verfügen über ein besseres räumlich-visuelles Gedächtnis, das beim Memory wichtig ist. 
  • Kinder sind auch deshalb die geborenen Memory-Spieler, da sie im Gehirn mehr Synapsen besitzen (schätzungswiese 200 Billionen) als Erwachsene, die mit etwa der Hälfte auskommen müssen. 
Zwar gibt es zu Beginn der Pubertät zunächst einen regelrechten Wachstumsschub vor allem im präfrontalen Cortex, allerdings werden Gehirnverbindungen danach starrer und sind nicht mehr so flexibel.
 
... physical trace of memory in the brain ...
http://discovermagazine.com/~/media/Images/Issues/2012/april/memory.jpg
  • Beim lebenslangen Lernen entwickeln sich im Gehirn nämlich so etwas wie synaptische Autobahnen, auf denen das Denken schneller vorankommt. 
 http://www.thejapaneseconnection.com/images/kanji_project_custom/memory-japanese-kanji-symbol-8.gif
Das Denken wird dadurch effizienter und geradliniger bzw. die Nebenstrecken werden weniger genutzt, wofür auch weniger Synapsen benötigt werden. 
  • Ein in diesem Spiel wenig geübter Erwachsener kann daher ein Kind kaum besiegen. 
 http://www.myengele.de/media/image/5a/47/df/gedaechtnisspiel_si44_signale_karten_memorie_600x600.jpg

Da aber Kinder meist nicht strategisch sondern einfach aus dem Bauch heraus spielen, also etwa eine schon erkannte Karte auch schon ein zweites Mal aufdecken, können darin geschulte Experten diese dennoch besiegen.

Quelle: http://psychologie-news.stangl.eu/358/warum-kinder-beim-memory-besser-sind

© Werner Stangls Psychologie News

 http://www.vorarlbergmuseum.at/fileadmin/user_upload/landesmuseum/galerie/VM-Memory-Karten-v1-1sh.jpg

* * * *

Gehirntest, 

rechte & linke Hälfte 


+

Konzentrationstest


+

Räumliches Vorstellungsvermögen


. . . .

Montag, 23. Mai 2016

Fahrlässige, grob fahrlässige oder vorsätzliche Gefährdung von Leib und Leben


Disposition 

Krankheitsbereitschaft, Veranlagung eines Organismus.
  • Diejenige Beschaffenheit des Organismus, die die Voraussetzung der Wirkung schädigender Einflüsse ist. 
  • Diese kann angeboren oder erworben sein. 
Die Krankheitsbereitschaft ist umgekehrt proportional zur Resistenz eines Organismus.

[...]

http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos87120110316genschaden-jpg/3954094/2-format43.jpg
Notiz: ... der letzte Satz klingt sehr verführerisch ... er besagt im Umkehrschluss, dass ein sehr resistenter Körper weniger "krankheitsanfällig" ist ... dieses wird aber außer Kraft gesetzt, wenn der Körper beispielsweise mit radioaktiver Strahlung, Viren oder chemo-toxischen Einflüssen belastet ist ...
  • => dann kann ein System noch so resistent sein, er wird unter diesen Belastungen Tribut zahlen in Form von Beschwerden, Krankheiten, systemischen Ausfällen bis hin zum Tod.
Es ist unter juristischen Aspekten zu prüfen, ob die Betreiber von "Atomenergie" und die Erzeuger von "Giftcocktails" der "fahrlässigen", der "grob fahrlässigen" oder "vorsätzlichen" Gefährdung von Menschen und Gesundheit schon seit Jahrzehnten hätten verurteilt werden müssen ...

 http://12d38d224c2abe5fa63a-1db4ec0fed747b962fac0a483e2c9d9e.r18.cf2.rackcdn.com/51308A61-88EE-42B9-8633-0E335284E14D.jpg
 haikudeck.com

* * * *
 

Sonntag, 22. Mai 2016

Gifte im Körper lösen sich nicht in Luft auf - sie wirken in Jedem



Zitat:

Kein anderes Pflanzengift wird weltweit so häufig gegen Unkraut eingesetzt wie Glyphosat
  • Allein in Deutschland landen jährlich 5.000 Tonnen des Spritzmittels auf den Feldern, etwa 30 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. 
Deshalb warnen Toxikologen: „Pestizide werden die Gesundheitsskandale der Zukunft auslösen". 
  • Hersteller dagegen bezeichnen das Unkrautvernichtungsmittel als absolut unbedenklich. 
  • Tatsache ist, dass unsere Umwelt und unsere Nahrungsmittel in einem größeren Maße mit Pestiziden belastet sind als noch vor zehn Jahren. 
Nach einer Stichprobenuntersuchung hat bereits die Hälfte aller Europäer Pestizide im Urin

[...]

 https://www.stol.it/var/ezflow_site/storage/images/media/images/bildverwaltung/artikel_politik_im_ueberblick_lokal/pestizide/10240566-1-ger-DE/Pestizide_artikelBox2.jpg
 stol.it

 Zitat

Pestizide [von latein. pestis = Seuche, latein. -cida = -tötend], Schädlingsbekämpfungsmittel, Sammelbezeichnung für chemische Stoffe, die Organismen (Tiere, Pilze, Pflanzen, Mikroorganismen), unter Umständen auch Viren, abtöten oder auf andere Weise an der Schadwirkung hindern sollen (chemische Schädlingsbekämpfung). 
  • Mittlerweile sind die Begriffe Pflanzenschutzmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel gebräuchlicher. 
Obwohl beide Begriffe häufig synonym gebraucht werden, wird mit dem Begriff des Pestizids auch eine bestimmte chemische Verbindung (der sog. Wirkstoff) bezeichnet, während der Begriff Pflanzenschutzmittel eher die spezifisch anwendungsorientierte Zusammensetzung umfaßt. 

Manche Pestizide zielen 
  • auf das Abtöten der Schadorganismen ab (Biozide), 
  • andere auf eine Blockierung des Wachstums
oder 
  • der Entwicklung 
  • Insektenhormone,
 Gift auf Äckern und Monokulturen
 

Man unterscheidet bei der Wirkung der Pestizide: 

1) eradikativ: der (oft tierische) Schaderreger wird außerhalb oder auch an der Wirtspflanze vernichtet (z.B. 
  • Vernichtung von Heuschreckenansammlungen); 
2) protektiv: durch das Aufbringen des Pflanzenschutzmittels auf die Oberfläche des zu schützenden Organismus wird von vornherein vor Angriffen des Schaderregers (z.B. Pilze) geschützt; 

3) kurativ: bei Pflanzen, die bereits von Schaderregern befallen sind (Pflanzenkrankheiten, pflanzliche Abwehr), wird versucht, durch Anwendung von Pflanzenschutzmitteln die Schädlinge zu bekämpfen. – 



Wird ein Pestizid durch Wurzeln oder Blätter (Blatt) aufgenommen und im Saftstrom der Pflanzen transportiert, so daß es in oder an der ganzen Pflanze wirken kann (z.B. gegen saugende Schädlinge), spricht man von systemisch wirkenden Pestiziden. 
  • Häufig hemmen solche systemischen Pestizide bzw. Wirkstoffe bestimmte Enzyme der Sterinbiosynthese (Sterine) oder der Atmungskette des Schadorganismus. – 
Blockade der Synthese der aromatischen Aminosäuren
Phenylalanin, Tryptophan und Tyrosin
 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8c/Glyphosat_Wirkung.png

Die chemische Konstitution der Pestizide ist sehr unterschiedlich. Sie enthalten fast immer Heteroatome, vor allem 
oder 
Historisch ist einer ersten "Generation" von Pestiziden (Naturstoffen wie  
eine zweite 
eine dritte (die chemischen Mittel der biotechnischen Schädlingsbekämpfung) gefolgt. 

Vor allem unter den ersten beiden Gruppen sind viele in ihrer Umweltwirkung (Belastung, ökologische Belastbarkeit, Umweltbelastung) problematisch. 

Vergiftung in Backwaren, Kartoffeln, 
Getreide, Fleisch, Milch, Obst
 http://www.kreislauf-leben.de/images/flyer/Flyer_Glyphosat_1.png

– Die Pestizide lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterteilen: 

1) Nach der spezifischen Wirkung auf bestimmte Zielorganismen kann man verschiedene Gruppen unterscheiden ( vgl. Tab. ). 

Bei Insektiziden und Akariziden wird oft nach dem Entwicklungsstadium unterschieden, auf welches die Pestizide wirken 
Obwohl sich die Selektivität der Wirkstoffe in den letzten Jahren verbessert hat, werden meist auch andere Organismengruppen mitgeschädigt; 
  • oft erreicht nur ein kleiner Teil des Pestizids den tatsächlichen Wirkorganismus bzw. -ort ( vgl. Infobox ).  
2) Nach dem Wirkungsmechanismus kann man unterscheiden zwischen
  • Wachstumshemmern, 
  • Photosynthesehemmern, 
  • Proteinsynthesehemmern, 
  • Permeabilitätsveränderern 
und  
  • Erregungsübertragungsstörern
Glyphosat im Urin von Großstädtern 
aus 18 europäischen Staaten nachgewiesen
 http://www.bund.net/uploads/pics/glyphosate_grafik_03.jpg

In Mitteleuropa sind
  • Insektizide (4 %) spielen nur eine untergeordnete Rolle. 
Beispielsweise machen im Getreideanbau Herbizide und Fungizide insgesamt 90 % aus. 
  • In den Tropen und Subtropen hingegen besitzen Insektizide beim Pflanzenschutz eine große Bedeutung, z.B. sind im Baumwollanbau 65% der eingesetzten Mittel Insektizide.
Allerdings werden in manchen Ländern immer noch sog. POPs 
benutzt, was zu einer Bioakkumulierung (Akkumulierung, Anreicherungsfaktor) in Warmblütern führen kann.
  • Da solche stabilen Substanzen über Luftströme weltweit verdriftet werden, wurden stark erhöhte Werte z.B. auch in arktischen Robben und damit auch bei den jagenden Ureinwohnern gefunden. 
Die Zulassung von Pestiziden, für die umfangreiche Prüfungen und Tests erforderlich sind, unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften. 
  • Pestizide bzw. Pflanzenschutzmittel dürfen in der EU nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie amtlich zugelassen worden sind. 
 http://img.welt.de/img/umwelt/crop152638646/4639738365-ci3x2l-w540/DWO-WI-Bier-jb-1.jpg

In Deutschland ist dafür die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Braunschweig/Berlin zuständig. – 
  • Im Jahre 2002 sind dort 267 Wirkstoffe und 907 Pflanzenschutz-Präparate zugelassen, auf europäischer Ebene deutlich mehr als das Doppelte. 
Die jährliche Pestizidproduktion liegt in Deutschland bei deutlich über 100.000 t, der Gesamtumsatz (einschließlich Export) lag im Jahr 2000 bei 6,4 Milliarden DM (Weltmarkt insgesamt: 27,5 Milliarden US Dollar). 

Der Einsatz von Pestiziden vor allem in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft, aber auch in  
  • Kleingärten
  • privaten Haushalten, 
  • öffentlichen Gebäuden, 
  • Krankenhäusern
  •  u.a. 
hat sich in Deutschland auf etwa 30.000 t im Jahr eingependelt. 
  • Im Jahr 2001 wurde beschlossen, daß landwirtschaftliche Betriebe, die mehr als 8 Hektar bewirtschaften, den Einsatz von Pestiziden (und Düngern) dokumentieren müssen. 
Für die Zukunft ist eine Harmonisierung der Zulassung und der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Europäischen Union geplant, da hier zwischen den einzelnen Ländern teilweise erhebliche Unterschiede bestehen.

Protektion der Giftmischer
durch Politik und Behörden


Zitat:

1)
Studien selber schreiben 
und geheimhalten

2)
Finden Sie eine 
industriefreundliche Behörde

 3)
Verunglimpflichen Sie 
alle anderen Studien 

http://i.imgur.com/tljout8.png
wiki/Krebs

* * * *

(... der Körper lügt nicht, und ebensowenig seine vielfältigen (!) molekularbiologischen Reaktionen auf  lebensgefährliche Toxine und Giftmischungen.

Was also ist der Preis für die Vernichtung von Schädlingen durch Unkrautvernichtungsmittel, sprich Gifte anstatt durch "natürliche Feinde" ?


  • Es sind zunehmende Allergien, Nervenerkrankungen und durch Wechselkombination mit anderen industrialisierten "Giften" unzählige Volkskrankheiten und Neuerkrankungen.
Beweisen müssten es Ärzte, Medizinforscher und Toxilogen in ihrer täglichen Arbeit.

  •  => es wird allerhöchste Zeit den Mund aufzumachen, dort nämlich fängt die Nahrungsaufnahme und der Informationsaustausch an.
So liegt auch die Vermutung nah, dass die allermeisten Körperleiden und Krebserkrankungen hauptsächlich durch Menschen erfundene Technologien und ihre Abfall- und Schadprodukte hervorgerufen werden.

DrHaeusle   

So bedeuten der Gewinn und eine zerstörerische Ausrichtung von Konzernen und ihren Aktionären konsequenterweise den Verlust des Lebens, der Gesundheit und der Lebensqualität aller Menschen
  • => dies ist das globale, fatale Spiel von "Fressen oder gefressen werden" 


 DrHaeusle
. . . .

Mittwoch, 24. Februar 2016

Frauenbeschneidung: Rituale als Festigung von Macht und Herrschaft

Kontrollierter Sexualtrieb gilt als ehrenhaft

entnommen aus "Super Sonntag

vom 7. Februar 2016

Zitat:


Gestern war der internationale Tag gegen Genitalverstümmelung von Frauen - Privatdozent Dr. med. Dan mon O`Dey gibt Betroffenen Mut.

Aachen. Allein in Afrika sind jedes Jahr drei Millionen Mädchen dem Risiko einer Beschneidung ausgesetzt.

  • In Europa sind mehr als 700.000 Frauen betroffen und 180.000 der Gefahr einer Beschneidung ausgesetzt. 
  • In Deutschland sind nach Schätzungen vom TERRE DES FEMMES (TDF) 35.000 Frauen betroffen und 6.000 Mädchen gefährdet. 

(Stand 2015).

Gestern, 6. Februar war der internationale Tag gegen Genitalverstümmelung bei Frauen.


Ein Ziel der weiblichen Genitalbeschneidung (FGM = Female Genital Mutilatio) ist es, den Sexualtrieb junger Mädchen unter Kontrolle zu bringen. Die Bedingungen, unter denen diese Eingriffe durchgeführt werden, sind oftmals unhygienisch, und die Instrumente sind meistens stumpfe und rostige Messer.

  • Bei diesen Ritualen erleiden die Mädchen und Frauen qualvolle Schmerzen, die nach Beendigung der Beschneidung noch längst nicht vorbei sind
  •  Die Betroffenen leiden oft ein Leben lang an Langzeitfolgen.
Privatdozent Dr. med. Dan mon O`Dey ist Chefarzt der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische  Chirurgie, sowie Handchirurgie im Luisenhospital.

  • Er hat eine einzigartige Methode entwickelt, um das äußere weibliche Geschlechtsteil auch nach einer solchen Verstümmelung wieder herzustellen. 


Um sich ein ganzheitliches Bild dieser Tradition machen zu können, ist der 43-jährige Chirurg nach Tansania gereist und hat sich vom Stamm der Massai dieses in den afrikanischen Ländern sehr verbreitete Ritual erklären lassen.

  • " Ich selber habe deutsch-nigerianische Wurzel und wollte dieses Ritual im Kontext verstehen ".
Für unsere Kultur hier in Europa ist es ein unverständlich grausamer Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, aber für andere Kulturkreise hat dieses Ritual oft einen ganz anderen Stellenwert ", so der Plastische Chirurg.

Das sieht Idah Nabaterega von TERRES DES FEMMES ähnlich:

  • "Wer sich einer solchen Beschneidung verweigert, muss mit Stigmatisierung rechnen. 
  • Unbeschnittene Frauen sind komplett von ihren eigenen Communities (Anmerkung d. Redaktion: Gesellschaft) ausgeschlossen, aus Sicht der Communities können diese nicht erwachsen werden und werden dadurch oft beleidigt.
  • Unbeschnittene Frauen können auch keine Ehe innerhalb der Communities schließen, und ohne Eheschließung kann keine Verwandschaftslinie verlängert werden.
  • Das ist für die Verweigerinnen und deren Familien oft eine Schande. "

Bei der Beschneidung werden nach der WHO (World Health Organisation) vier verschiedene Typen oder Grade unterschieden:

Beim ersten Grad (Typ I)  werden gewöhnlich die klitorale Vorhaut und die Spitze der Klitoris entfernt, die verbreitet unter dem Namen "Kitzler" bekannt ist.
  • "Dies ist der maximal gefühlsvermittelnde Teil des Klitorisorgans.
  • Das ist zu vergleichen mit der Amputation der Eichel - die genitale Empfindung ist damit massiv gestört", 
erklärt Dr. med. Dan mon O`Dey.


Beim zweiten Grad (Typ II) wird etwas radikaler vorgegangen.
  • Dabei werden zusätzlich die kleinen Schamlippen entfernt.
  • Der Scheideneingang wird dann verkleinert.
  • Nach diesem Verfahren haben die Betroffenen durch die Narben oft Probleme beim Wasserlassen.
Weitere verstärkte Probleme und Beschwerden treten bei drittgradig Beschnittenen (Typ III) auf.
  • Dabei wird die Gewebeamputation der Vulva auf die großen Schamlippen ausgedehnt und danach die Vulva bis auf eine minimale Restöffnung am hinteren Scheideneingang zugenähnt.
  • " Diese Frauen haben unter anderem sehr große Probleme beim Wasserlassen, da der Urin nicht hindernisfrei abgegeben werden kann "Teilweise dauert ein Toilettengang dadurch 20 bis 30 Minuten", 
so Dr. Dan mon O`Dey.


Zudem kommt es in sochen Fälle ebenfalls zu Problemen während der Periode, da das Menstruationsblut nicht regelrecht abfließen kann, was auch zu 
  • Schmerzen, 
  • wiederkehrende Entzündungen
und
  • Infektionen
führen kann.
  • Blut und Urin bieten damit einen geeigneten Nährboden für Bakterien.
" Solche Infektionen können zu hohem Fieber, Sepsis und schließlich zum Tode führen ", ergänzt der Chirurg.


Unter dem vierten Grad (Typ IV) versteht man alle weiteren, in diesem Kontext stehenden Verfahren am weiblichen Genital, wie, 
  • beispielsweise die Einfuhr ätzender/gerbender Lösungen in den Vaginalschlauch, um diese anzurauen.
Probleme auch in Europa.

Von  FGM sind längst nicht nur Frauen in weit entfernten Ländern betroffen.
  • "Betroffene Mädchen und Frauen in Europa sind entweder in europäische Länder migriert, nachdem sie bereits beschnitten wurden, oder die Praktik wurde im Geheimen, ggf. sogar in einem europäischen Land durchgeführt. Auch werden in Europa lebende Mädchen in den Ferien in ihr Heimatland gebracht, um dort beschnitten zu werden"
sagt Idah Nabateregga von TERRE DES FEMMES.
  • Laut dem Bundesministerium für der Justiz und für Verbraucherschutz ist in Deutschland seit 2013 die Frauenbeschneidung ein eigener Strafbestand und wird als Körperverletzung bezeichnet, die zu zwischen einem und zehn Jahren Gefängnisstrafe führt.
  • Seit 2015 ist die Praktik auch dann strafbar, wenn sie im Ausland durchgeführt wurde.

Dr. O'Dey entwickelte im Rahmen seines Forschungsschwerpunktes zur Durchblutung der Körperoberfläche (Angiosomforschung) neue Operationsmethoden zur anatomischen Rekonstruktion des äußeren weiblichen Genitals.
  • "Ansporn zur Forschung auf diesem Gebiet war damals für mich, dass es keine Technik gab, die eine anatomische Rekonstruktion des weiblichen Genitals vermocht hätte.
  • Damit wollte ich mich nicht zufrieden geben und entwickelte Techniken, die eine solche Rekonstruktion erzielen konnten, " 
so Dr. O'Dey.

Das Ergebnis ist die sogenannte aOo-AP-Insell-Lappenplastik.
  • Dafür wird aus der unmittelbaren Nachbarschaft der Vulva durchblutetes und innerviertes Gewebe derart verlagert, dass eine annähernd anatomisch normale Vulva rekonstruiert werden kann.
  • Eine solche Operation kann je nach Komplexität bis zu sechs Stunden dauern.
Die Patientinnen können bereits einige Wochen nach der OP wieder den normalen Umgang mit dem Genital pflegen.
  • " Ich habe diese speziellen Operationsmethoden aus der Tumorchirurgie heraus entwickelt. Da hierbei ähnliche Gewebedefekte entstehen wie bei der weiblichen Genitalbeschneidung, habe ich mich an entsprechende Hilfsorganisationen gewandt, um diese Rekonstruktionsmöglichkeiten auch Betroffenen von FGM zur Verfügung zu stellen."
Zur Vorstellung seiner Operationsmethoden wird der Plastische Chirurg weltweit auf Fachkongressen eingeladen. Seine Patientinnen lernen die nicht-belastende Situation mit einer intakten Vulva nach der Rekonstruktion das erste Mal kennen:
  • "Das psycho-physische Gleichgewicht spielt eine sehr große Rolle. 
  • Die Rekonstruktion vermag eine Normalisierung der körperlichen Integrität zu unterstützen."
(Maribel Porras)

* * * *

(... was diese patriarchischen Systeme in all den tausenden Jahren empfohlen und befohlen haben - s.a. der Wandel vom Matriarchat zum Patriarchat - ist unbeschreiblich menschenfeindlich, grausam und verlogen ... 

  • ... warum überhaupt ein Mensch - egal wo und egal zu welcher Zeitepoche - die "Unversehrtheit seines Mitmenschen" nicht achtet, liegt in den tausenden martialischen Systemen und intoleranten Erziehungsprogrammen begründet, propagiert und aufgezwungen von fanatisierten Stammesältesten, Männerhorden, Staaten und Bündnissen ...

Wenn beispielsweise in Indien Frauen und in Kriegen Frauen und Männer systematisch vergewaltigt werden, dann spricht das viel dafür, dass ständig den falschen Personen die Verantwortung und die Leitung von menschlichen Gemeinschaften übergeben wird ...)

. . . .

Dienstag, 5. Januar 2016

Wachkoma und Bewusstsein

http://static.bz-berlin.de/data/uploads/multimedia/archive/00459/Dylan_Tascha_003_459269a-1024x576.jpg
bz-berlin.de

Appalisches Syndrom

 ICD-10

 Zitat:

[...]

Das apallische Syndrom ist ein Krankheitsbild in der Neurologie, das durch schwerste Schädigung des Gehirns hervorgerufen wird. 
  • Dabei kommt es zu einem funktionellen Ausfall der gesamten Großhirnfunktion oder größerer Teile, während Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben. 
Dadurch wirken die Betroffenen wach, haben aber aller Wahrscheinlichkeit nach kein Bewusstsein und nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Kommunikation (z. B. durch Konzepte wie die Basale Stimulation) mit ihrer Umwelt. 
  • In Deutschland wird von wenigstens 10.000 Betroffenen ausgegangen - bei pro Jahr mindestens 1000 neuen Patienten.[1]
Weitgehende Synonyme sind Wachkoma (lat. Coma vigile) und Lucid Stupor.

[...]



gesundheit.de

Zitat:

Beim Wachkoma oder apallischen Syndrom kann die betroffene Person nicht essen, nicht trinken und kaum bis gar nicht kommunizieren
  • Dennoch schlafen sie und manche reagieren auch auf Reize.
  • Doch viele erwachen niemals ganz aus ihrem Dämmerschlaf
Die Augen geöffnet, die Mimik erstarrt in einer Mischung aus Erstaunen und Desinteresse, nicht fähig, sich zu bewegen oder irgendwie Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen: 
  • Patienten im Wachkoma sind weniger als der Schatten ihrer selbst. 
  • "Apallisches Syndrom" nennen Mediziner diesen Zustand zwischen der tiefen Bewusstlosigkeit (Koma) und dem bewussten Wachsein, wie Gesunde es erleben. 
Etwa 3000 bis 5000 Menschen fallen in Deutschland jedes Jahr in ein Wachkoma. 
  • Einigen gelingt es, sich wieder in die Welt der Wachen zurück zu kämpfen. 
  • Schätzungsweise 12.000 dämmern dauerhaft vor sich hin.
[...]

Tracheostoma 

http://www.haeuslicheintensivpflege-mogli.de/assets/images/abb202.gif
haeuslicheintensivpflege-mogli.de

 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/8/8c/Trachealkanuele.jpg/250px-Trachealkanuele.jpg
Viele Mediziner verwahren sich gegen den Begriff "Wachkoma", da er ein Widerspruch in sich ist. 
  • Das Wort Koma stammt aus dem Griechischen und bedeutet tiefe Ohnmacht
"Minimally conscious state": 
  • Der Zustand des minimal möglichen Bewusstseins - der englische Sprachbegriff - erscheint zutreffender. 
Denn viele Patienten mit dem Krankheitsbild des apallischen Syndroms reagieren auf Reize ihrer Umwelt. 

[...]
 
 http://diepresse.com/images/uploads/5/4/7/378183/KOMA20080420183032.jpg
diepresse.com

 Zitat:

20.04.2008

Patienten im Wachkoma dürften wesentlich mehr verstehen als man ihnen bisher zugetraut hat. Das erfordert einen Paradigmenwechsel in der Behandlung

Eine echte Sensation, die einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Wachkoma-Patienten nach sich ziehen muss“, sagt Univ.-Prof. Dr. Walter Oder vom AUVA-Rehabilitationszentrum Meidling.
Die Sensation: 
  • Mittels High-Tech-Medizin konnte eine belgische Forschergruppe beweisen, dass einige Wachkoma-Patienten ein gewisses Sprachverständnis haben.
Das bisherige Dogma indes lautete: 
  • Solchen Kranken fehlt es am Bewusstsein ihrer selbst, es fehlt auch jegliche Interaktion zur Außenwelt. 
  • (Notiz: ... Teilaussage II ist nachvollziehbar, wenn durch den Ausfall wichtiger Hirnareale ausfallen, auch die motorischen + Spracheinheiten davon betroffen sind, die für die verbale Kommunikation vonnöten sind ... Teilaussage I allerdings ist sehr fragwürdig, wenn nicht vorher eine allgemeine Definition getroffen wurde, was Bewusstsein überhaupt bedeutet ... berücksichtigt man die neuronale Plastizität, so besteht selbst bei Ausfall "ganzer Hirnareale" die Chance, der Anpassung des Hirns im Zuge von Veränderungen und Ausfällen ...)
 [...]




Spricht man mit einem Wachkoma-Patienten, gibt es genau in den Gehirnarealen, wo üblicherweise das Sprachverständnis liegt, vermehrte Aktivität.
  • Es dürfte so sein“, meint Oder, „dass der Reiz ankommt, aber der Patient nicht in der Lage ist, ihn zu verarbeiten. Minimale Bewusstseinsvorgänge aber dürften vorhanden sein.“ 
In jedem Fall, so Oder, müssen diese Erkenntnisse einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Patienten mit dem sogenannten apallischen Syndrom nach sich ziehen. 
  • „Wir müssen uns gegenüber diesen Menschen so verhalten als ob sie uns verstehen würden.“ 
Denn man wisse ja nicht hundertprozentig, was ein Wachkoma-Patient wirklich mitbekommt.

[...]

Relativ schwierig ist auch die Prognose, ob ein Mensch jemals wieder aus dem Wachkoma erwacht. 
  • Überraschende Einzelfälle gibt es immer wieder, wie etwa einen 65-jährigen Polen, der im Vorjahr nach 19-jährigem Koma – entgegen allen ärztlichen Prognosen – wieder erwacht ist und wieder gehen und sprechen konnte.
  • Anfang 2005 hatte eine 36-jährige US-Amerikanerin wieder zu sprechen begonnen, nachdem sie 20 Jahre stumm im Wachkoma gelegen war.
  • Vor knapp fünf Jahren war ebenfalls in den USA ein 40-Jähriger nach 19 Jahren aus dem Koma aufgewacht.
  • (Notiz: ... hier wird nicht erwähnt, wieviel Aufwand Verwandte, Betreuer und/oder Pflegepersonal betreiben mussten, um durch spezielle Maßnahmen und geduldige Zuwendung die wechselseitige Kommunikation wieder fördern konnten ...)
„Die Prognose hängt auch davon ab, welche Schädigung zu Grunde liegt“, so Oder
  • Nach einem Schädel-Hirn-Trauma gäbe es prinzipiell bessere Chancen als nach einem Sauerstoffmangel des Gehirns in Folge eines Herzstillstandes oder Operation-Zwischenfalles.
  • „Bei ganz massivem Sauerstoffmangel geht der Cortex, der Hirnmantel, zu Grunde, der kann sich dann kaum mehr erholen“, weiß Oder. 
Bei Verletzungen sei häufig die Verbindung des Hirnmantels zum Hirnstamm „nur“ unterbrochen und nicht völlig zerstört.
  • „Da kann Neuro-Rehabilitation die Regeneration sehr gut fördern.“



 Koma und Wachkoma durch schwerste Hirnverletzung

entnommen aus:

Novum, Neues aus Kliniken Schmieder, Ausgabe 3

 "Frau Ilg, Sie sind ein Wunder"

Zitat:


Nach einem schweren Motorradunfall führte die Rehabilitation Yvonne Ilg zurück in ein aktives Leben.

Ein sonniger Samstag im August: Yvonne Ilg, 25, genießt mit ihrem Freund Falko eine herrliche Motorradtour auf die Schwäbische Alb. Auf dem Rückweg stürtzt Yvonne plötzlich beim Beschleunigen nach einer Kurve und prallt mit 50km/h in die Leitplanke. Ein Hubschrauber ist in wenigen Minuten zur Stelle - zu ihrem Glück. 20 intensive Operationsstunden folgten. Insgesamt kämpften die Ärzte 60 Tage um ihr Leben. Dort muss sie alle körperlichen Funktionen neu erlernen: Atmen, Essen, Greifen, Gehen, Sprechen. So bitter Yvonne Ilgs Unfall war, so erfolgreich waren Rettungskette, Akutbehandlung und Rehabilitation.

 Gesprächsprotokoll

" Ich wollte unbedingt nochmal die Seeburger Steige fahren, eine tolle kurvenreiche Strecke. Ich beschleunigte nach einer 90-Grad-Kurve, stürzte unglücklich und prallte in die Leitplanke. Leider hatte diese keinen "Unterfahrerschutz", weswegen ich unter sie rutschte und am Pfosten hängenblieb. Ich bekam keine Luft mehr und unendliche Schmerzen. Alle 24 Rippen waren gebrochen, eine große Arterie abgerissen, alle Organe geschockt. Nichts ging mehr.

Falko hat mir später erzählt, ich sei in seinen Armen gestorben. Und dann kam uns das Glück zur Hilfe: Kurz zuvor hatte Falko einen Kurs im Erster Hilfe absolviert, und so konnte er mich an der Unfallstelle reanimieren. Mittlerweile war der Notarztwagen eingetroffen und wenige Minuten später auch der Hubschrauber. Es folgten 20 Stunden Notoperationen in denen zwei Ärzteteams parallel an meinem Körper arbeiteten. 60 Tage war ich ohne Bewusstein, ich überstand 14 weitere Operationen, die Ärzte kämpften jeden Tag um mein Leben.

Dann am Tag 68 die Verlegung im wachkomatösen Zustand in die Rehabilitation nach Gerlingen. Hier kam ich langsam zu Bewusstsein. Mein Freund war jeden Tag viele Stunden bei mir. Er wusste, ich war eine risikobehaftete, bettlägerige Intensivpatientin, die einen weiten Weg vor sich hatte. Die ersten Wochen ging kaum etwas voran. Ich weinte sehr viel, war verzweifelt und fühlte mich gefangen in meinem Körper

Ich konnte nur die Augen bewegen. Es war, als ob mein Gehirn gelöscht worden war. Mich gegenüber meinem Freund und dem Behandlungsteam verständlich zu machen, war ein großes Problem. Zunächst war das nur über die Augen möglich. In der Logopädie lernte ich dann, meine Bedürfnisse mittels Bildkarten auszudrücken. Das war ein gutes Gefühl, erst recht als ich wieder schreiben und mit Hilfe meiner Logopädin erste Laute formulieren konnte.

Im neuen Jahr nahm die Besserung plötzlich Fahrt auf: Im Januar merkte ich deutliche Fortschritte auch geistiger-seelischer Natur. Ich konnte wieder adäquat reagieren und besser an meinen täglichen Therapien mitarbeiten. Ein Meilenstein waren meine ersten Stehversuche im Februar, mit Hilfe meiner Physiotherapeutin natürlich. Und so ging es Schlag auf Schlag. Lauftraining, Treppentraining - meine Therapeuten forderten mich täglich vielfach. 

Im Mai bin ich über die Station gejagt. Zu Überraschung aller, denn die meisten Mediziner hatten mich lebenslangem Pflegefall gesehen. Der Chefarzt nahm mich in den Arm und sagte: Frau Illg, Sie sind ein Wunder, Sie sind die Erste, die aus der Klinik hinausgejoggt".

Am 17. Juni 2014 war dann die herbeigesehnte Entlassung. Seither habe jede Woche Logo, Physio und Ergo, um die Beweglichkeit im rechten noch zu steigern. Mein Freund versteht mich gut, auch andere geübte Zuhörer. Mein Wunsch ist, wieder besser sprechen zu lernen, damit ich wieder in meinem Beruf als Verwaltungsfachangestellte arbeiten kann. Das ist mein nächstes Ziel."

Bei schweren Motorradunfällen kommt es neben Knochenbrüchen an Armen und Beinen nicht selten zu schweren Verletzungen von Rippen und Lungen, von inneren Organen im Bauchraum und zu Gehirnverletzungen mit Hirnquetschungen, Hirnblutungen und Hirnschwellungen. Bereits am Unfallort fallen die Betroffenen in eine tiefe Bewusstlosigkeit, die man Koma nennt. 

Nach lebensrettenden Operationen im Akutkrankenhaus und Behandlung auf der Intensivstation werden die Patienten auf einer neurologischen Frührehabilitationsstation weiter betreut. Dort beginnt der lange Weg zurück ins Leben häufig in einem Wachzustand des Wachkomas
  • Der Patient kann wie im Koma noch keinen Kontakt zur Umwelt aufnehmen, zeigt aber schon einen zurückgekehrten Schlaf-Wach-Rhythmus mit zeitweise geöffneten Augen.
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