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Sonntag, 31. Mai 2015

" Die Gänsemagd "


Eine Königin, deren Mann vor langer Zeit gestorben ist, schickt ihre einzige Tochter weit fort zur Hochzeit mit einem Königssohn.
  • Sie gibt ihr eine Magd mit, ein sprechendes Pferd namens Falada und als Reisetalisman ein Tuch mit drei Tropfen von ihrem Blut.
  • Die Tochter verliert dieses Tuch aber, als sie sich über einen Bach beugen muss, weil die Magd sich weigert, ihr mit dem goldenen Becher Wasser zu reichen.
Die Magd zwingt die Prinzessin sogar, die Pferde und Kleider zu tauschen und lässt sie anschließend schwören, keinem Menschen davon zu erzählen.
  • All das duldet die Prinzessin demütig.
  • Als sie in vertauschten Rollen beim Schloss ankommen, empfängt der Prinz die Magd als seine Braut, und der alte König schickt die Königstochter mit einem kleinen Jungen namens Kürdchen zum Gänsehüten.
Dem Pferd Falada lässt die falsche Braut den Kopf abhacken, weil sie fürchtet, von ihm verraten zu werden, aber auf Bitten der Königstochter nagelt der Schlachter den Kopf unter das Tor, durch das sie und Kürdchen täglich mit den Gänsen gehen.
https://shrineodreams.files.wordpress.com/2011/11/fallada.jpg?w=640 

  • Dort spricht die Prinzessin jedes Mal im Vorbeigehen mit dem Pferdekopf, der sie mit "Jungfer Königin" anspricht. 
  • Auf der Gänsewiese öffnet sie ihre goldglänzende Haare, um sie neu zu flechten, und Kürdchen versucht, ihr ein paar Haare auszuraufen.
Aber sie spricht einen Zauberspruch, mit dem sie einen Windstoß herbeiruft, der dem Kürdchen das Hütchen vom Kopf weht.
  • Er muss ihm nachlaufen, und bis er zurückkommt, ist sie mit der Frisur fertig. 
 http://fc01.deviantart.net/fs5/i/2004/357/b/e/The_Goose_Girl_by_NicoPony.jpg

Kürdchen beschwert sich beim König, und der beobachtet die beiden nun heimlich am folgenden Tag, findet auch alles wie von Kürdchen berichtet. 
  • Am Abend nimmt er die Königstochter beiseite und verlangt eine Erklärung
  • Aber sie weigert sich zu sprechen mit Hinweis auf den geleisteten Schwur
Da lässt der König sie dem Ofen ihr Leid klagen und belauscht sie dabei unbemerkt. 
  •  Der Königssohn erfährt die Wahrheit. 
  • Der König lässt die falsche Braut ihr eigenes Urteil sprechen, und sie wird in einem mit Nägeln beschlagenen Fass zu Tode geschleift
Eine prächtige Hochzeit wird gefeiert.
 
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* * * *
 

Sonntag, 18. September 2011

Montag, 20. Juni 2011

Gevatter Tod

 Gebrüder Grimm

Hörspiel


Es hatte ein armer Mann zwölf Kinder und mußte Tag und Nacht arbeiten, damit er ihnen nur Brot geben konnte. Als nun das dreizehnte zur Welt kam, wußte er sich seiner Not nicht zu helfen, lief hinaus auf die große Landstraße und wollte den ersten, der ihm begegnete, zu Gevatter bitten. 

Der erste, der ihm begegnete, das war der liebe Gott, der wußte schon, was er auf dem Herzen hatte, und sprach zu ihm
  • »armer Mann, du dauerst mich, ich will dein Kind aus der Taufe heben, will für es sorgen und es glücklich machen auf Erden.« 

Der Mann sprach »wer bist du?«

http://www.presse.uni-oldenburg.de/f-aktuell/bilder/gott.jpeg 

»Ich bin der liebe Gott.« 
    »So begehr ich dich nicht zu Gevatter,« sagte der Mann, »du gibst dem Reichen und lässest den Armen hungern.« 

    Das sprach der Mann, weil er nicht wußte, wie weislich Gott Reichtum und Armut verteilt. Also wendete er sich von dem Herrn und ging weiter.
    • Da trat der Teufel zu ihm und sprach »was suchst du? willst du mich zum Paten deines Kindes nehmen, so will ich ihm Gold die Hülle und Fülle und alle Lust der Welt dazu geben.« 

    Der Mann fragte »wer bist du?«

     http://theisticchurchofsatan.webs.com/satan-2.jpg

    »Ich bin der Teufel.« 
      »So begehr ich dich nicht zum Gevatter,« sprach der Mann, »du betrügst und verführst die Menschen.«

      Er ging weiter ...

      ... da kam der dürrbeinige Tod auf ihn zugeschritten und sprach »nimm mich zu Gevatter.«
       

      Der Mann fragte »wer bist du?«

       »Ich bin der Tod, der alle gleich macht.« 

      Da sprach der Mann »du bist der rechte, du holst den Reichen wie den Armen ohne Unterschied, du sollst mein Gevattersmann sein.« 
      • Der Tod antwortete »ich will dein Kind reich und berühmt machen, denn wer mich zum Freunde hat, dem kanns nicht fehlen.« 
      Der Mann sprach »künftigen Sonntag ist die Taufe, da stelle dich zu rechter Zeit ein.« 
       
      Der Tod erschien, wie er versprochen hatte, und stand ganz ordentlich Gevatter.

      Als der Knabe zu Jahren gekommen war, trat zu einer Zeit der Pate ein und hieß ihn mitgehen. Er führte ihn hinaus in den Wald, zeigte ihm ein Kraut, das da wuchs, und sprach:
       
      http://psychologienachrichten.de/wp-content/uploads/2011/03/Droge.jpg
      psychologienachrichten.de 

      »jetzt sollst du dein Patengeschenk empfangen. Ich mache dich zu einem berühmten Arzt. Wenn du zu einem Kranken gerufen wirst, so will ich dir jedesmal erscheinen: 
      • steh ich zu Häupten des Kranken, so kannst du keck sprechen, du wolltest ihn wieder gesund machen, und gibst du ihm dann von jenem Kraut ein, so wird er genesen; 
      • steh ich aber zu Füßen des Kranken, so ist er mein, und du mußt sagen, alle Hilfe sei umsonst, und kein Arzt in der Welt könne ihn retten. 
      Aber hüte dich, daß du das Kraut nicht gegen meinen Willen gebrauchst, es könnte dir schlimm ergehen.«
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        Es dauerte nicht lange, so war der Jüngling der berühmteste Arzt auf der ganzen Welt.  
        • »Er braucht nur den Kranken anzusehen, so weiß er schon, wie es steht, ob er wieder gesund wird, oder ob er sterben muß,« 
        so hieß es von ihm, und weit und breit kamen die Leute herbei, holten ihn zu den Kranken und gaben ihm so viel Gold, daß er bald ein reicher Mann war.

        Nun trug es sich zu, daß der König erkrankte: der Arzt ward berufen und sollte sagen, ob Genesung möglich wäre. Wie er aber zu dem Bette trat, so stand der Tod zu den Füßen des Kranken, und da war für ihn kein Kraut mehr gewachsen.

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        »Wenn ich doch einmal den Tod überlisten könnte,« dachte der Arzt, »er wirds freilich übelnehmen, aber da ich sein Pate bin, so drückt er wohl ein Auge zu: ich wills wagen.« 
          Er faßte also den Kranken und legte ihn verkehrt, so daß der Tod zu Häupten desselben zu stehen kam. Dann gab er ihm von dem Kraute ein, und der König erholte sich und ward wieder gesund. Der Tod aber kam zu dem Arzte, machte ein böses und finsteres Gesicht, drohte mit dem Finger und sagte:
          • »du hast mich hinter das Licht geführt: diesmal will ich dirs nachsehen, weil du mein Pate bist, aber wagst du das noch einmal, so geht dirs an den Kragen, und ich nehme dich selbst mit fort.«
          Bald hernach verfiel die Tochter des Königs in eine schwere Krankheit. Sie war sein einziges Kind, er weinte Tag und Nacht, daß ihm die Augen erblindeten, und ließ bekanntmachen, wer sie vom Tode errettete, der sollte ihr Gemahl werden und die Krone erben.

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          Der Arzt, als er zu dem Bette der Kranken kam, erblickte den Tod zu ihren Füßen. Er hätte sich der Warnung seines Paten erinnern sollen, aber die große Schönheit der Königstochter und das Glück, ihr Gemahl zu werden, betörten ihn so, daß er alle Gedanken in den Wind schlug.

          Er sah nicht, daß der Tod ihm zornige Blicke zuwarf, die Hand in die Höhe hob und mit der dürren Faust drohte; er hob die Kranke auf, und legte ihr Haupt dahin, wo die Füße gelegen hatten. Dann gab er ihr das Kraut ein, und alsbald röteten sich ihre Wangen, und das Leben regte sich von neuem.
           
          Der Tod, als er sich zum zweitenmal um sein Eigentum betrogen sah, ging mit langen Schritten auf den Arzt zu und sprach »es ist aus mit dir und die Reihe kommt nun an dich,« packte ihn mit seiner eiskalten Hand so hart, daß er nicht widerstehen konnte, und führte ihn in eine unterirdische Höhle.

          Da sah er, wie tausend und tausend Lichter in unübersehbaren Reihen brannten, einige groß, andere halbgroß, andere klein.

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          • Jeden Augenblick verloschen einige, und andere brannten wieder auf, also daß die Flämmchen in beständigem Wechsel hin- und her zu hüpfen schienen.
          »Siehst du,« sprach der Tod, »das sind die Lebenslichter der Menschen
          • Die großen gehören Kindern, die halbgroßen Eheleuten in ihren besten Jahren, die kleinen gehören Greisen. Doch auch Kinder und junge Leute haben oft nur ein kleines Lichtchen.« 
          »Zeige mir mein Lebenslicht,« sagte der Arzt und meinte, es wäre noch recht groß.
          • Der Tod deutete auf ein kleines Endchen, das eben auszugehen drohte, und sagte »siehst du, da ist es.« 
          »Ach, lieber Pate,« sagte der erschrockene Arzt, »zündet mir ein neues an, tut mirs zuliebe, damit ich meines Lebens genießen kann, König werde und Gemahl der schönen Königstochter.«
          • »Ich kann nicht,« antwortete der Tod, »erst muß eins verlöschen, eh ein neues anbrennt.« 
          »So setzt das alte auf ein neues, das gleich fortbrennt, wenn jenes zu Ende ist,« bat der Arzt.

          Der Tod stellte sich, als ob er seinen Wunsch erfüllen wollte, langte ein frisches großes Licht herbei: aber weil er sich rächen wollte, versah ers beim Umstecken absichtlich, und das Stückchen fiel um und verlosch.

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          Alsbald sank der Arzt zu Boden,

          und war nun selbst in die Hand des Todes geraten.

          * * *

          Montag, 11. April 2011

          El Diabolo


          Heiße Triebe - zarte Hiebe

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          WWM

          . . .

          Montag, 21. Februar 2011

          Dornröschen, schlafe hundert Jahr !


          Dornröschen wacht nach Jahrzehnten wieder auf

          und stellt mit Verwunderung fest:


          " Alles hat sich verändert 

          nichts hat sich geändert "


          * * *

          Freitag, 17. September 2010

          Krabat



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          Montag, 8. März 2010

          Der Hase und der Igel

           
          lovesternJip

          Zitat

          Diese Geschichte ist eigentlich gelogen, Kinder, aber wahr ist sie doch, denn mein Großvater, von dem ich sie habe, pflegte immer, wenn er sie erzählte, zu sagen:   
          • "Wahr muß sie sein, mein Sohn, sonst könnte man sie ja nicht erzählen."
          Die Geschichte aber hat sich so zugetragen:

          Es war an einem Sonntagmorgen im Herbst, gerade als der Buchweizen blühte; die Sonne war am Himmel aufgegangen, und der Wind strich warm über die Stoppeln, die Lerchen sangen hoch in der Luft, und die Bienen summten im Buchweizen. Die Leute gingen in ihrem Sonntagsstaat zur Kirche, und alle Geschöpfe waren vergnügt, auch der Igel.

          Er stand vor seiner Tür, hatte die Arme verschränkt, er guckte in den Morgenwind hinaus und trällerte ein kleines Liedchen vor sich hin, so gut und so schlecht wie am Sonntagmorgen ein Igel eben zu singen pflegt.Während er nun so vor sich hinsang, fiel ihm plötzlich ein, er könnte doch, während seine Frau die Kinder wusch und ankleidete, ein bißchen im Feld spazierengehen und nachsehen, wie die Steckrüben standen. Die Steckrüben waren ganz nah bei seinem Haus, und er pflegte sie mit seiner Familie zu essen, darum sah er sie auch als die seinigen an.

          Gedacht, getan.

          Er schloß die Haustür hinter sich und schlug den Weg zum Feld ein. Er war noch nicht sehr weit und wollte gerade um den Schlehenbusch herum, der vor dem Feld stand, als er den Hasen erblickte, der in ähnlichen Geschäften ausgegangen war, nämlich um seinen Kohl zu besehen. Als der Igel den Hasen sah, wünschte er ihm freundlich einen guten Morgen. Der Hase aber, der auf seine Weise ein vornehmer Herr war und grausam hochfahrend noch dazu, antwortete gar nicht auf des Igels Gruß, sondern sagte mit höhnischer Miene:

          "Wie kommt es, daß du hier schon so am frühen Morgen im Feld herumläufst?"
          • "Ich gehe spazieren", sagte der Igel.
          "Spazieren?" lachte der Hase. "Du könntest deine Beine schon zu besseren Dingen gebrauchen."

          Diese Antwort verdroß den Igel sehr. Alles kann er vertragen, aber auf seine Beine läßt er nichts kommen, gerade weil sie von Natur aus krumm sind.
          • "Du bildest dir wohl ein, du könntest mit deinen Beinen mehr ausrichten?" sagte er.
          "Das will ich meinen", sagte der Hase.
          • "Nun, das kommt auf einen Versuch an", meinte der Igel. 
          "Ich wette, wenn wir um die Wette laufen, ich lauf schneller als du."
          • "Du - mit deinen krummen Beinen?" sagte der Hase. 
          "Das ist ja zum Lachen. Aber wenn du so große Lust hast - was gilt die Wette?"
          • "Einen Golddukaten und eine Flasche Branntwein", sagte der Igel.
          "Angenommen", sagte der Hase, "schlag ein, und dann kann es gleich losgehen."
          • "Nein, so große Eile hat es nicht", meinte der Igel, "ich hab' noch gar nichts gegessen; erst will ich nach Hause gehen und ein bißchen was frühstücken. In einer Stunde bin ich wieder hier."
          Damit ging er, und der Hase war es zufrieden. 
          • Unterwegs aber dachte der Igel bei sich: "Der Hase verläßt sich auf seine langen Beine, aber ich will ihn schon kriegen. Er ist zwar ein vornehmer Herr, aber doch ein dummer Kerl, und das soll er bezahlen."
          Als er nun nach Hause kam, sagte er zu seiner Frau: "Frau, zieh dich rasch an, du mußt mit mir ins Feld hinaus."
          • "Was gibt es denn?" fragte die Frau.
          "Ich habe mit dem Hasen um einen Golddukaten und eine Flasche Branntwein gewettet, daß ich mit ihm um die Wette laufen will. Und da sollst du dabei sein."
          • "O mein Gott, Mann", begann die Frau loszuschreien, "hast du denn ganz den Verstand verloren? Wie willst du mit dem Hasen um die Wette laufen?"
          "Halt das Maul, Weib", sagte der Igel, "das ist meine Sache. Misch dich nicht in Männergeschäfte! Marsch, zieh dich an und komm mit!" 

          Was sollte also die Frau des Igels tun? Sie mußte gehorchen, ob sie wollte oder nicht.Als sie miteinander unterwegs waren, sprach der Igel zu seiner Frau:

          "Nun paß auf, was ich dir sage. Dort auf dem langen Acker will ich unseren Wettlauf machen. Der Hase läuft in einer Furche, und ich in der anderen, und dort oben fangen wir an. Du hast nun weiter nichts zu tun, als daß du dich hier unten in die Furche stellst, und wenn der Hase in seiner Furche daherkommt, so rufst du ihm entgegen: "Ich bin schon da!"

          So kamen sie zu dem Acker, der Igel wies seiner Frau ihren Platz an und ging den Acker hinauf. Als er oben ankam, war der Hase schon da.

          "Kann es losgehen?" fragte er.
          • "Jawohl", erwiderte der Igel.
          "Dann nur zu."

          Damit stellte sich jeder in seine Furche. Der Hase zählte: "Eins, zwei, drei", und los ging er wie ein Sturmwind den Acker hinunter.  Der Igel aber lief nur etwa drei Schritte, dann duckte er sich in die Furche hinein und blieb ruhig sitzen. Und als der Hase im vollen Lauf am Ziel unten am Acker ankam, rief ihm die Frau des Igels entgegen: "Ich bin schon da!"

          Der Hase war nicht wenig erstaunt, glaubte er doch nichts anderes, als daß er den Igel selbst vor sich hatte. Bekanntlich sieht die Frau Igel genauso aus wie ihr Mann. 

          "Das geht nicht mit rechten Dingen zu", rief er. "Noch einmal gelaufen, in die andere Richtung!"

          Und fort ging es wieder wie der Sturmwind, daß ihm die Ohren am Kopf flogen.  Die Frau des Igels aber blieb ruhig an ihrem Platz sitzen, und als der Hase oben ankam, rief ihm der Herr Igel entgegen: "Ich bin schon da!"

          Der Hase war ganz außer sich vor Ärger und schrie: "Noch einmal gelaufen, noch einmal herum!"
          • "Meinetwegen", gab der Igel zurück. "Sooft du Lust hast." So lief der Hase dreiundsiebzigmal, und der Igel hielt immer mit.  
          Und jedesmal, wenn der Hase oben oder unten am Ziel ankam,  sagten der Igel oder seine Frau: "Ich bin schon da."

          Beim vierundsiebzigsten Male aber kam der Hase nicht mehr ans Ziel.  Mitten auf dem Acker fiel er zu Boden, das Blut floß ihm aus der Nase, und er blieb tot liegen. Der Igel aber nahm seinen gewonnenen Golddukaten und die Flasche Branntwein, rief seine Frau von ihrem Platz am Ende der Furche, und vergnügt gingen beide nach Hause.Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie heute noch.

          So geschah es, daß auf der Buxtehuder Heide der Igel den Hasen zu Tode gelaufen hatte, und seit jener Zeit hat kein Hase mehr gewagt, mit dem Buxtehuder Igel um die Wette zu laufen.

          Die Lehre aus dieser Geschichte aber ist erstens, daß sich keiner, und wenn er sich auch noch so vornehm dünkt, einfallen lassen soll, sich über einen kleinen Mann lustig zu machen, und wäre es auch nur ein Igel.  Und zweitens, daß es gut ist, wenn einer heiratet, daß er sich eine Frau von seinem Stand nimmt, die geradeso aussieht wie er.  Wer also ein Igel ist, der muß darauf sehen, daß auch seine Frau ein Igel ist.

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          Montag, 28. Dezember 2009

          Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern


          Zitat:

          "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" von Hans Christian Andersen (1805-1875) gelesen von Hans Paetsch (1909-2002)

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          Cartoon
          das Mädchen mit den Schwefelhölzern

          Sonntag, 26. April 2009

          König Drosselbart








          Es war einmal die stolze Prinzessin Isabella von Geranien, die war schön, aber hochmütig.
          • Als ihr Vater sie vermählen will, ist ihr kein Bewerber gut genug, sei sein Name auch noch so blumig.
          • Auch den edlen Richard von Begonien, dem sie eigentlich im Herzen zugetan ist, lässt sie abblitzen und verspottet ihn als "König Drosselbart".

          Da reicht es ihrem Vater. Er schwört, die hochmütige Tochter dem erstbesten Bettler zur Frau zu geben, der sein Schloss betritt.
          • Auf einmal tritt ein Spielmann vor die Tür.
          • Im Kostüm des einfachen Bettlers möchte Richard seiner Auserwählten den Hochmut austreiben.
          Der König lässt seine Tochter mit ihm vermählen und schickt sie anschließend fort.
          • Isabella muss mit ihm in seine bescheidene Hütte ziehen und fortan kochen, putzen und auf dem Markt billige Ware verkaufen, um zu überleben.
          Wie die stolze Prinzessin lernt, die einfachen Menschen und die gewöhnlichen Dinge zu achten und wie Prinz Richard trotz manchem Rückschlag bis zum Schluss fest an das Gute in Prinzessin Isabella glaubt, davon erzählt die romantische Neuverfilmung des Grimm'schen Märchens.

          (Quelle: tvtv.de, BR)

          ... stammt das Märchen aus früheren oder aus aktuellen Zeiten ... ?

          Freitag, 5. September 2008

          El Chupacabra




          ;-)))))))))))

          Am Anfang hatte ich Angst, nachts alleine durch den Wald spazieren zu gehen ... deshalb war ich froh, am Anfang mit dem Schäferhund zu gehen ... später konnte ich dann auch ohne ihn gehen, auch wenn es so finster war, dass man überhaupt nichts mehr gesehen hat => man wandert vom Dorf tief in den Wald hinein, es wird immer dunkler, und irgendwann gelangt man an eine Stelle, wo ein pechschwarzes Tor einen erwartet, als ob dort jedes Licht verschluckt wird, besonders in einer mondlosen nacht. Dann stellt sich nur noch die Frage: hineingehen oder umkehren => am Ende lernt man sich leise zu verhalten, leise zu gehen, die Ohren ganz weit aufzumachen, um die Stimmen des Waldes zu hören und zu deuten ! Taschenlampe habe ich selten mitgenommen => aus einem feigen Arsch kommt kein mutiger Furz.

          Nur als ich einmal ein leises Scharren gehört habe, bin ich doch umgekehrt, weil mir der Förster sagte, dass Wildschweine rumlaufen, und vor den den männlichen Ebern mit ihren scharfen Keilern habe ich dann doch Respekt !

          Sonntag, 20. Januar 2008

          Freitag, 4. Januar 2008

          "Der Rattenfänger von Hameln" und die verschwundenen Kinder

          Märchen und Sagen (ARD, 3:20)

          Am 26. Juni 1284 verschwanden aus der stolzen Kaufmannsstadt Hameln 130 Kinder auf mysteriöse Weise. Das Ereignis erschütterte die Bürger derart, dass sie von da für ihre Gemeinde die Zeitrechnung "nach dem Ausgang unserer Kinder" einführten. Obwohl das präzise Datum und die Anzahl der Vermissten in allen Dokumenten identisch verzeichnet sind, blieben die Hintergründe nebulös. Von Anbeginn nährte die unglaubliche Geschichte Spekulationen aller Art. Chroniken, Mirakelbücher und Flugblätter künden von jenem geheimnisvollen Mann im bunten Rock, der seit Jahrhunderten Schlagzeilen macht und noch heute als Markenzeichen für Hameln ein lukrativer Wirtschaftsfaktor ist.

          Als "wunderlich" bezeichnen ihn die Brüder Grimm, die den Stoff 1816 unter dem Titel "Die Kinder zu Hameln" in ihre Sagensammlung aufnahmen und sich auf elf verschiedene Quellen beriefen. Der Fremde gab sich als Rattenfänger aus und versprach, gegen Entgelt die Stadt von allen Ratten und Mäusen zu befreien. Tatsächlich lockte er einen riesigen Haufen der unerwünschten Nager an die Weser - allein mit den Tönen seines Pfeifchens. Die Tiere stürzten sich ins Wasser und ertranken.

          Von der lästigen Plage befreit, verweigerten die Verantwortlichen jedoch den vereinbarten Lohn. Zornig verschwand der Spielmann, kehrte aber bald darauf zurück - mit rotem Hut und in der Kleidung eines Jägers. Als er seine betörenden Klänge in den Gassen hören ließ, sammelten sich viele Kinder um ihn. Nach Aussagen von Augenzeugen führte er sie aus den Mauern hinaus in die Felder und dann direkt in einen Berg. Dort verliert sich ihre Spur. Boten, die zu Wasser und zu Land ausgesandt wurden, um die Verschollenen aufzuspüren, kehrten ohne Ergebnis zurück. Gerüchten zufolge soll die Schar in eine Höhle marschiert und in Siebenbürgen wieder herausgekommen sein. Machte der vermeintliche Rattenfänger in Wahrheit Propaganda für die Besiedlung neuer Gebiete und suchte Freiwillige? (Quelle: tvtv.de)

          Dienstag, 10. Juli 2007

          Die Gänsemagd


          [ die gänsemagd ]

          Es lebte einmal eine alte Königin die hatte eine Tochter. Als sie ihr fünfzehntes Lebensjahr erreichte, wurde sie einem Königssohn weit übers Land versprochen. Als sie nun abreisen sollte packte ihr die Königsmutter einen großen Brautschatz zusammen. Auch gab sie ihr eine Kammerjungfer mit. Das Pferd welches die Königstochter ritt hieß Fallada und konnte sprechen.

          Wie nun der Abschied kam gab ihr die Mutter ein Läppchen mit drei Blutstropfen und sprach: "Sie werden dir unterwegs not tun." Als sie nun eine Zeit geritten waren bekam die Königstochter Durst und befahl ihrer Kammerjungfer Wasser zu schöpfen, doch diese sprach: "Wenn ihr Durst habt, so steigt herab und legt euch selbst hin, ich mag eure Magd nicht sein."

          Da stieg sie ab, trank aus dem Fluß und klagte: "Ach Gott" und die drei Blutstropfen antworteten: "Wenn das deine Mutter wüßte, das Herz im Leib tät ihr zerspringen". Sie verlor ihr Läppchen mit den Blutstropfen und war nun ohne Schutz. Da nahm ihr die Kammerjungfer ihr Pferd Fallada und sie mußte mit ihr die Kleider tauschen. Auch lies die Kammerjungfer sie schwören bei Hofe nichts zu verraten. Da die Königstochter demütig war schwor sie. Aber Fallada sah das alles und nahm´s wohl hin.

          Als sie am Hofe ankamen mußte die Königstochter dem Gänsejungen "Kürtchen" helfen die Gänse zu hüten. So wurde sie eine Gänsemagd. Die Kammerjungfer ließ "Fallada" den Kopf abhauen. Als die Königstochter dies erfuhr, bat sie den Schinder den Kopf Falladas über das finstere, große Tor zu hängen, durch das sie jeden Morgen und Abend die Gänse trieben. Das tat der Schindersknecht.Des Morgens, kam sie mit Kürtchen durch und sprach im Vorbeigehen: "Oh, du mein Fallada, da Du da hangest," da antwortete der Kopf: "Oh, du Jungfer Königin die Du gangest, wenn das Deine Mutter wüßte, Das Herz tät ihr zerspringen." Da zog sie still weiter.

          ausmalbild @ [theater] Dimbeldu ... hier klickenUnd wenn sie auf der Wiese ankamen setzte sie sich nieder und öffnete ihre Haare die golden glänzten. Kürtchen freut sich wie sie glänzten und wollte ihr eines ausziehen, da sprach sie : "Weh, weh Windchen, nehm dem Kürtchen sein Hütchen, und lass´n sich mit jagen bis ich mich geflochten und geschnatzt und wieder aufgesatzt!" Da kam ein starker Wind, nahm Kürtchen sein Hütchen und er mußte ihm nachrennen. Abends sagte Kürtchen dem alten König: "Mit dem Mädchen will ich nicht länger Gänse hüten, das ärgert mich dauernd." So erfuhr der König von der Geschichte. Am anderen Morgen verfolgte er die beiden und beobachtete das Treiben. Abends ließ er die Gänsemagd kommen und befragte sie. Sie aber sagte: "Das kann ich nicht sagen, ich habe es geschworen." Kannst Du es mir nicht sagen, so Klage dem Eisenofen da!". Der alte König stand aber außen an der Eisenröhre und hörte alles. Er ließ seinen Sohn kommen und erklärte alles.

          Der junge König war herzensfroh über die Tugend und Schönheit seiner wahren Braut. Der falschen Braut aber wurde ein Rätsel aufgegeben, was eine solche Wert wäre die Herrn soundso betrogen hätte ..." Welchem Urteil ist diese würdig?" fragte der König. Da sprach die falsche Braut: "Die ist des Todes schuldig." "Das bist du" sprach der König. Der junge König vermählte sich aber mit seiner wahren Braut und sie herrschten ihr Reich in Frieden und Seeligkeit und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

          Frei nacherzählt vom Team des [ theater ] Dimbeldu . Märchen sehen, hören und erleben.


          Über Nacht ist mir eingefallen, warum wir bloggen, und warum ich die Büste von Beethoven und andere Figuren auf meinem Schreibtisch stehen habe...sie sind meine Ansprechpartner, wie das Pferd Fallada im Märchen...den Namen dieses Pferdes werde ich nie vergessen, weil es es in meiner Kindheit so exotisch klang und weil ich mir lebhaft vorstellte, dass doch viel Blut von der Wand tropfen musste, wenn man den Kopf eines Pferdes abschlägt und an die Wand nagelt...