Sonntag, 26. September 2010

Samstag, 25. September 2010

Bobby Fischer

 
ScarceTV


Appearing on The Dick Cavett Show in the summer of 1971, Mr Fischer shares his various views about chess.

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Viktor Kortschnoi schreibt über Fischer Beharren auf akzeptablen Turnierbedingungen in seinem 2004 erschienenen Buch Mein Leben für das Schach:
  • „Die Schachspieler der ganzen Welt sind ihm zu Dank verpflichtet, dass Schach diese Popularität erreicht hat, dass die Preise in Turnieren erhöht wurden und dass es in Dutzenden Ländern möglich geworden ist, sich als Schachprofi zu betätigen.“
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Eigene Bemerkung:

Wer erstmals die fast unbesiegbare russische Schachelite knackt und ihre jahrelange weltweite Dominanz bricht, der wird  unweigerlich eine Schachlegende werden.

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Postmester

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Quickly Calculating Movements ...

King vs. Pawn


jrobichess
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Garry Kasparov - How to play ...

Najdorf

 

MikhailTal

  1. e4 c5 

(Sicilian Defense)

2. Nf3 d6 

3. d4 cxd4 

4. Nxd4 Nf6 

5. Nc3 a6 

(Najdorf Variation)

6. Bg5 Nbd7 

(Najdorf Variation / Main Line)

7. Bc4 Qa5 

8. Qd2 e6 

9. O-O-O b5 

10. Bd5?! b4! 

11. Bxa8 bxc3 

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Gedankenexperiment:
  • Wenn Jesus heute als normaler Staatsbürger und Landsmann leben und behaupten würde er wäre Gottes Sohn -  müsste ich mir ernsthaft Sorgen machen ob seines geistigen Zustandes, oder würde ich gewissenhaft lernen, seine Person und seine Ansichten zu schätzen ?
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    Der gestiefelte Kater

    Götz Widmann - Frauen und Alkohol

     

    Ich stand schon oft in meinem Leben
    kurz davor mir das zu geben
    mich für eines von den beiden
    zu entscheiden
    das andere möglichst zu meiden
    aber dann konnt ich mich nie leiden
    ich brauche alle zwei
    sonst geht es mir nicht gut dabei

    anders fühl ich mich nicht wohl
    ich will Frauen und Alkohol

    sie sagen dir ich hass dich
    ich betrüg dich ich verlass dich
    wenn du so weitertrinkst
    sie sagt dir dass du stinkst
    das wars dann mit dem Spaß im Bett
    zur Strafe wird ihr Arsch dann fett
    sie kickt dich scheiß drauf akzeptiern
    und nach vorne orientier'n

    anders fühl ich mich nicht wohl
    ich will Frauen und Alkohol

    erstmal ist die Liebe groß
    Weltklassenächte feuchter Schoß
    nach hunderttausend Katertagen
    kann sie dich nicht mehr ertragen
    ich sag dir das was ihn frustriert
    ist was den Säufer inspiriert
    das Sexleben des Philosophen
    besteht nunmal aus Katastrophen

    anders fühl ich mich nicht wohl
    ich will Frauen und Alkohol

    soll'n sie mich alle verachten
    ich werd' immer nach ihnen schmachten
    ich hoffe ich verlass den Leib
    betrunken auf nem Weib

    anders fühl ich mich nicht wohl
    ich will Frauen und Alkohol

     ***

     (thx Lokomotive ;-)

    Donnerstag, 23. September 2010

    (Die) Schiffswelle


    Zitat:

    Das Megaschiff "CMA CGM Cristophe Colomb" passiert Otterndorf bei 2-3 Windstärken mit geringer Geschwindigkeit. 
    • Die Schiffswelle ist dennoch so stark, dass sie den Strand komplett überflutet. 
    • Am Deckwerk spielende Kinder waren zum Glück dort vertrieben worden, sonst hätte es Verletzte gegeben. 
    • Bei stärkerem Wind hätte die gewaltige Segelfläche eine höhere Schiffsgeschwindigkeit erfordert und eine wesentlich höhere Schiffswelle zur Folge gehabt.
    • Die aufwärts laufende Schiffswelle stammt zweifelsfrei der CMA CGM Christophe Colomb, da kein anderes Schiff aufwärts fuhr. 
    Der Film dokumentiert die Grenzen des Befahrens von Flüssen durch Seeschiffe.

    ***

    http://212.201.38.20/siw/_media/schriften/heft5/b1410.jpg

    Notizen 
    • Schwanzwelle, Antriebswelle
    • Wo liegt die Kopplung mit/Entkopplung von der Schiffsschraube ?
    • Art der Vibrationen, Dämpfung der Vibrationen

    ...

    Mittwoch, 22. September 2010

    Italien


    ...

    ***

    tobeco
    Drei Dinge haben mich dazu bewogen, vielleicht doch mal hin und wieder ein paar Frauen auf der Werft (und im Alltag) anzusprechen, auch wenn deren Anteil an der Gesamtbelegschaft der Handerwerker ein paar Promille beträgt.

    1) Elektromeister erzählt, wie mal eine Malerin an Deck in der Nähe einer Raucherecke ihre Arbeit erledigt hat. Sie wurde geradezu angestiert, als ob die Männer noch nie im Leben eine Frau gesehen hätten. Das war wohl schon eher an der Grenze von "eine Frau gierig anschauen" und sie "mit den Blicken" ausziehen.

    2) Vor zig Jahren, am ersten Arbeitstag im Institut lädt uns Leit. Ing. zum Mittagessen in die Mensa ein (=Willkommensessen). Nach dem üppigen Menue macht er mich darauf aufmerksam, dass ich sehr auffällig und vielleicht auch etwas zu intensiv eine Frau angestarrt habe und mich auch ständig umgedreht hätte. Mir ist das selber gar nicht so aufgefallen.

    3) Auf dem Weg zur Frühstückspause sehen wir eine Blondine im Schiffsbauch eine Wand anmalen. Die hatte fast die Klasse gehabt wie "Engelsgesicht". Ganz automatisch, ohne sich abzusprechen entfährt uns drei männlichen Wesen nacheinander nur noch die steinzeitähnlichen Ausdrücke "Oh", "Ah", "Wow" und ich grinse noch ihr zu, bevor wir alle drei um die Ecke verschwunden sind.

    Diese drei Punkte lassen mich noch mal darüber nachdenken (+ die Bemerkung der jungen Göre im Schwimmbad, ich solle doch meinen Style ändern), wie ich in Zukunft zu verfahren habe auf dem Weg zu potentiellen pochenden Herzensangelegenheiten. Schätzungsweise habe ich jetzt wieder meine alte Form wieder gefunden + fortschrittliche Erweiterung:
    • Ich werde weiterhin interessante Frauen anschauen + sie ansprechen. 
    • Das ist fair, weil man(n) dann sich selber nicht hinter verstohlenen Blicken versteckt, sondern sich auch selber zeigt. 
    Gesagt getan: auf dem Rückweg von der Frühstückpause stehen unten am Schiffsbau auf der Backbordseite ein paar exotische Frauen, wovon mir eine sehr gut gefällt. Die beiden Kollegen gehen schon zu ihren Arbeitsleitern, und ich spreche einen von ihnen an.
    • Erfahre, dass sie eine Art "Kontrollteam" bilden, die Angesprochene kommt aus der Karibik, und die mir gut gefällt, kommt aus Philippinen. 
    Ich hätte gerne mich länger mit ihnen unterhalten, aber Vorarbeiter M. hat überall seine Augen, und ich riskiere keine weiteren  verbalen Auseinandersetzungen, da momentan zwischen uns beiden ein wohltuender neutraler Frieden herrscht (=günstigste Voraussetzung, um in Ruhe zu arbeiten). Also laufe ich meinen beiden Kollegen hinterher und zwänge mich in gewohnter Manier zwischen Unterkonstruktion und Decke.

    Kurz vor der Mittagspause spreche ich zwei italienische Innendekorateurinnen an, die Blattgold auf Stuck kleben. Nach der Mittagspause mit Elektromeister und Revoluzzer nehme ich allen Mut zusammen und gehe im herrlichsten Sonnenschein auf die zwei + eine Kollegin zu. Ist alles nicht so einfach, da man doch manchmal denkt, ob die das nicht als schlechte Anmache verstehen. Aber egal, muss mal so langsam meine Schüchternheit ablegen.

    Also spreche ich diejenige an, die ich auch als erstes auf Deck 12 gesehen habe. Bin sehr zufrieden, es hat sich ein lockeres Gespräch auf Englisch ergeben.
    • Alle drei sind Innendekorateurinnen aus Genua
    • Sie arbeiten nur einen Monat auf diesem Schiff, befinden sich jetzt in der dritten Arbeitswoche.
    • Haben eine Monteurswohnung in Papenburg.
    • Die Schlanke mit der markanten Nase und Locken heißt Benedicta.
    • Die zweite mit Brille und glatten dunklen Haaren und auch relativ hübsch, heißt Cora.
    • Und die kleine hübsche Blondine heißt Elisabeth.
    Ich frage Benedicta nach ihrer email-Adresse, die sie mir in mein rotes Notizbüchlein hineinschreibt. Vielleicht ergibt sich am allerletzten Wochenende die Gelegenheit, dass man alle gemeinsam in Papenburg oder Umgebung rausgehen kann. Auf jeden Fall muss ich ein schönes Feuerzeug mit Motiv kaufen und mit dem Feuerzeug von Benedicta tauschen, da ihres so ein interessantes eckiges Rädchen hat, mit dem man den Feuerstein zum Funken bringt. Sie meint, die gäbe es überall in Italien.

    Dann geht sie schon mal zur Arbeit, und ich quatsche noch ein wenig mit den anderen beiden. Cora bringt mir noch den Satz auf Italienisch bei: "Nett, dich kennengelernt zu haben" => leider wieder vergessen. Nach einer netten Verabschiedung, gehe ich wieder zu meinen Arbeitskollegen, die mich schon ganz sehnsüchtig erwarten, da sie aus physischen und motivationstechnischen Gründen nicht in die dunklen engen Ecken kriechen wollen.

    Ich denke während der letzten Arbeitsstunden über twin's Satz nach: "Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg !"

    ***

    Dienstag, 21. September 2010

    Kasparov vs. Karpov, Lyon 1990


    ***

    "Wie schön leuchtet der Morgenstern"

    J. S. Bach 

    (1685-1750)

    Cantata

    BWV 1


    1. CORO (SATB)




    --- Original Text (German) ---

    Wie schön leuchtet der Morgenstern
    Voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn,
    Die süße Wurzel Jesse!

    Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm,
    Mein König und mein Bräutigam,
    Hast mir mein Herz besessen,
    Lieblich,
    Freundlich,
    Schön und herrlich, groß und ehrlich, reich von Gaben,
    Hoch und sehr prächtig erhaben.


    --- Translation (English) ---

    How beautifully shines the morning star
    full of grace and truth from the Lord,
    the sweet root of Jesse!

    You son of David from the line of Jacob,
    my king and my bridegroom,
    have taken posession of my heart,
    [you who are] lovely,
    friendly,
    beautiful and glorious, great and honest, rich in gifts,
    lofty and exalted in splendour.


    --- Traduction (Français) ---

    Comme brille l'étoile du matin,
    Pleine de la grâce et de la vérité du Seigneur,
    La douce source de Jessé !

    O toi, fils de David de la tribu Jacob,
    Mon Roi et mon fiancé,
    Tu as possédé mon cœur,
    Aimablement,
    Amicalement,
    Avec beauté et magnificence, grandeur et honnêteté, riche de dons,
    Dans la splendeur de ton élévation suprême.


    --- Traduzione (Italiano) ---

    Con che bellezza splende la stella del mattino,
    piena di grazia e verità del Signore,
    il caro germoglio di Iesse! 

    Tu, figlio di Davide della stirpe di Giacobbe,
    mio re e mio sposo,
    hai preso possesso del mio cuore,
    tu che sei amante
    ed amico,
    bello e splendente, grande e giusto, ricco di doni,
    alto e stupendamente onorato.



    Ton Koopman, conductor
    Amsterdam Baroque Orchestra and Choir


    ***

    AquaLoop


      WhiteWaterWest
     

    Zitat:

    Riders anticipation begins the moment they start climbing the steps of the tower where they eventually meet the operator and enter the door to the capsule which contains lights and music
    • The capsule is the vessel of the trap door within the floor which connects to a free fall drop. 
    • Facing forward with a view through a window overlooking the spectators below the riders place their arms across their chest and then wait for the countdown to the drop. 
    With looks of anticipation, three, two, one, the trap door plummets below the riders feet and launches them into a 40 foot free fall drop through the looping slide into a shutdown lane.

    ***

    Deutscher Schiffsbau

     

    ...

    ... auch wenn es manchmal unterschiedliche Meinungen und auch Differenzen gibt innerhalb und zwischen den Bautrupps, in einem sind sich die allermeisten einig: unter dem Gesichtspunkt Qualität und Zuverlässigkeit sind die Schiffe aus Deutschland die besten der Welt ! Das bezweifelt kaum einer der Handwerker, Ingenieure, Konstrukteure und Planer, egal ob aus Deutschland oder aus einem europäischen Nachbarland kommend.

    Aber wie schon "Alter Hase" es treffend formuliert: um Qualität geht es letztendlich schon lange nicht mehr, sie ist ohnehin grundlegende Voraussetzung und wird ganz selbstverständlich vom Auftraggeber gefordert ... am Ende geht es nur noch um's Geld !


    ... da hat der Herr Meyer den "Revoluzzer" und mich ganz schön reingelegt ... Revoluzzer steht auf der Leiter um LED-Trafos zu verdrahten und ich unten, um ihn zu fragen, ob wir in der Mittagspause ausnahmsweise zur Kantine oder in unseren Aufenthaltsraum gehen sollen. In diesem Moment kommen zwei hohe Aufpasser mit rotem Helm vorbei + einem Schlipsträger. 

    Letzterer wirkte recht gemütlich und fragte uns freundlich:
    • "Can you tell me where the Entertainment Restaurant is ?"
    Mein Arbeitskollege (gelernter Elektroniker, Programmierer, Roboterbastler) und ich schauen uns fragend an:
    • "Oh ... we don't know, maybe it's this way !"
    Wir zeigen also in Richtung Heck, er wollte aber noch wissen, wo der Raum ganz genau ist.
    • "Sorry, we do not know exactly, but we think it is this way."
    Er bedankt sich und geht mit den beiden "Mickey Mäusen" (=Aufpasser, Kontrolleure) in Richtung Heck. Wir denken uns nichts dabei und gehen zur Kantine. Eine Woche später kommt "Revoluzzer" auf mich zu mit den Worten:
    • "Mensch, ..., der Meyer hat uns voll verarscht ... das war der Werftbesitzer höchstpersönlich !"
    "Echt ? Wahnsinn ! Warum hat er denn mit uns auf Englisch geredet und nicht auf Deutsch ?"
    • "Der wollte uns ganz bestimmt testen !"
    "Hmm ... das könnte stimmen, aber auf jeden Fall ist das der Hammer !"
    • "Das kannst du wohl laut sagen !"

    ***
    Liebes Tagebuch,


    jetzt habe ich dich in letzter Zeit sehr stiefmütterlich behandelt, zwischendurch nur ein paar kleine Pseudoabhandlungen geschrieben. Dabei will ich doch selber über meine schriftlichen Einträge lachen und weinen, wenn ich nicht mehr in Deutschland bin. Dann dienst du mir als ewige Erinnerung an die Zeiten in einem Land, das ich liebe und gelegentlich kritisiere, weil es sich seit geraumer Zeit bürger- und arbeiterfeindlich entwickelt zugunsten von Konzernen, Banken und Menschen, die ihr "Schäfchen ins Trockene" bringen wollen mit Tricks, Lug und Trug !

    Doch im Endeffekt willst du, mein allerliebstes Tagebuch mit Informationen und "Inputs" gefüttert werden, egal welcher Art, ist es nicht so ?

    Als ich den ersten Anruf meiner jetzigen Leih- und Zeitarbeitsfirma bekommen und einen Job auf einem Schiff angeboten bekommen habe, dachte ich zuerst, ich müsste im Kabinenbau Elektrik machen. Aber die Firma, an die wir verliehen worden sind, installiert reichhaltige und variantenreiche Lichtoptik vom Allerfeinsten für die Meyer-Werft auf der "Disney Dream".

    Unser Leihfirma hat für uns einen Leihwagen gemietet, um selbst bei den Fahrtkosten zu sparen !
    Entweder werde ich um 5:30 oder um 5:00 abgeholt, je nachdem ob wir um 6:00 Uhr oder um 6:45 morgens anfangen. Mittlerweile kommen wir im Dunkeln an, und können froh sein, dass wir auf der Heimfahrt gegen 16:30 noch Sonne mitbekommen. Leider macht uns der häufige Regen ein Strich durch die Rechnung.

    Die erste Woche hat unser Chef uns höchstpersönlich abgeholt und wieder abgesetzt, da habe ich auch zum ersten mal "Familienvater" und "Elektromeister" kennengelernt. Der Erstgenannte ist in Hamburg bis zum 18. Lebensjahr aufgewachsen, der andere hat dort seinen "Meisterbrief" erworben.

    Hin und wieder muss auch ich fahren und die anderen "Leih- und Wanderarbeiter" abholen, aber verzichte gerne darauf, um hinten im Auto noch ein wenig dösen zu können. Heute z.B. habe ich das Auto auf der Hinfahrt gefahren, weil "Elektromeister" ein wenig müde war. Mittlerweile ist unsere Fahrgemeinschaft auf 7 Personen angewachsen, fünf kommen aus Emden, die beiden anderen aus Ortschaften, die man echt als "Kuhdörfer" bezeichnen kann. Nichts gegen Kühe, die haben sehr schöne Augen und pralle mit warmer Muttermilch gefüllte Euter. Und gegen ein Dorf habe ich auch nichts, weil ich auf einem solchen geboren bin und sicherlich nach einer langen Odysee durch die Weltgeschichte dort meinen Lebensabend verbringen werde, selbstverständlich nicht ohne Internet !

    Heute war richtig dicker Nebel auf der Autobahn + ein schwerer Unfall an der Zubringerstraße zur Werft. Vor ein paar Wochen konnte man noch die Nebelschwaden und die Morgendämmerung genießen, mittlerweile ist ein verblassender Sternenhimmel zu bewundern. Und wie ein gutes Omen weist mir der Morgenstern den Weg nach Papenburg zur Meyer-Werft, wo uns Arbeit und Stress, Handwerker und Arbeiter aus ganz Europa, riesengroße im Bau befindliche Passagierschiffe und gigantische Werfthallen erwarten.

    Wenn wir erst um 6:45 anfangen, dann müssen wir ganz weit hinten parken, weil die allermeisten Parkplätze schon besetzt sind. Dann sagen wir immer: "Immer diese Ausländer und Meyer Leute - besetzen unseren Parkplatz". Dazu muss man wissen, vor Jahren hat die Meyer-Werf Massen von Arbeitern entlassen, die durch "Leiharbeiter" und "Ausländische Handwerker" ersetzt wurden. Es gibt sogar einige wenige Schiffshandwerker und Arbeiter, die haben lange auf dieser Werft gearbeitet, sind entlassen worden und kommen nun als "Leiharbeiter" zurück, selbstverständlich für einen niedrigeren Lohn als die Meyer-Leute => armes Deutschland !

    Steigt man aus dem Auto aus, so kann man durch drei Haupttore gehen. Nur mit einem gültigen Ausweis mit Barcode oder Soecndergenehmigung kommt man durch die Drehtüren, die Pförtner kennen fast alle ihre "Arbeiter". Man sieht hunderte von Arbeitern in das Gelände strömen, die meisten haben ihre Arbeitsklamotten schon an. Die meisten tragen den geschichtsträchtigen "Blaumann", aber die Vielfalt an Arbeitsbekleidung ist enorm groß.

    Bevor man das Schiff betritt muss man noch an einer der vielen elektronischen Stempeluhren sich registrieren und meistens auch noch zum jeweiligen zugewiesenen Aufenthaltsraum und Spind laufen, um dort sein Werkzeug abzuholen oder um sich umzuziehen. Wenn man sich mit den notwendigen Werkzeug gerüstet hat, geht es auf das Schiff. Dieses kann man durch Aufzüge erreichen, die an die Aufzüge im Bergbau erinnern. Man kann auch durch den Schiffsbauch (Deck 1) in das Schiff gelangen.

    Am Anfang gingen noch sehr viele Arbeiter die Treppe hoch, mittlerweile will man einfach nur noch den Aufzug nehmen, um Kraft zu sparen ! Das Hauptdeck mit Reling ist Deck 4, dort treffen sich die einige Bautrupps, jeder an seinem Ort. Die meisten aber haben ihre Werkzeugkisten in einen der unzähligen Räume im Schiff aufgestellt.

    Für gewöhnlich wird nach der ersten Besprechung erst einmal eine Zigarette geraucht. Ganz früher durfte man noch in den Schiffen rauchen, heute selbstverständlich nicht mehr. Die Meyer-Werft wollte sogar durchsetzen, dass man nur noch auf dem "Land" rauchen darf, doch zum Glück hat sich der Kompromiss ergeben, dass man an zugewiesenen Ecken an der Reling und draußen auf dem Deck in einigen wenigen Ecken rauchen darf. Dort trifft man übrigens immer die gleichen Leute, mit denen mein sein Leid und Kummer bezüglich handwerklicher Schwierigkeiten bespricht, auch werden hier die neuesten Informationen + Tipps ausgetauscht:
    • Hast du schon das Neueste gehört ?
    • Was machst' du denn gerade ?
    • Wo ist denn dieser Raum, ach so Deck x, Feuerzone y !
    • Oh, verdammt, mein Rücken tut so weh - Ja, ich bin auch voll kaputt, die Zeit geht einfach nicht vorbei !
    • Die spinnen doch die Politiker, wollen das Rentenalter erhöhen. Na, die sollen doch selber mal mit 60 Jahren den ganzen Tag die Leiter hoch und runter klettern. 
    • He, habe gerade eine ganze Delegation von Schlipssträgern gesehen.
    • Mensch, echt der Hammer, da oben im Entertainmentraum, da sind vier Weiber, wahrscheinlich aus Italien - Was machen die denn ? - Die streichen den Raum  - Ach, so, die kenne ich auch
    • Das kann doch nicht wahr sein, da hat jemand meine Abisolierzange und meinen Seitenschneider geklaut, das ist doch zum Kotzen hier !
    • Wie siehst du denn aus, hast du deinen Lötkolben gefressen !
    • Sorry, can you give me fire, please ?!
    Und wann immer eine Handwerkerin, Ingeneurin oder weibliche Aushilfskraft vorbeiläuft wird hinterhergeschauft oder auch gegafft ! Und jeder weiß vom anderen, was er in diesem Moment denkt, ohne dass auch nur ein Wort gesprochen wird.

    In den Schiffsräumen selber geht die Post ab: lebendiges Handwerk kombiniert mit monotonen Arbeitsabläufen => manche sind mit ihrer Arbeit zufrieden, manche empfinden die Arbeit auf kleineren Schiffen spannender und nicht so anstrengend. Manche sagen, Arbeit ist Arbeit, egal wo du bist, der Lohn wird ohnehin gedrückt !

    ...


    ***

    gäähn, müde => tobeco

    Montag, 20. September 2010

    Unheilig - Spiegelbild

     


    Sag mir alles was du denkst
    Sag mir alles was du siehst
    Wo gingst du hin
    Hast du dich dafür gehasst 

    Wenn Gedanken weiter waren
    Und dein Wort blieb stehen

    Wolltest alles schon beenden
    Weil die Hoffnung einfach ging
    Was ist dann geschehen
    Warst du viel zu oft alleine 

    Weil jeder der mit dir sprach
    Aus Mitleid ging
    Ich habe dich niemals vergessen
    Nur vertrieben und verdrängt 

    Wo gingst du hin
    Hatte viel zu oft nur Angst
    Zu dir zu stehen und zu sprechen
    Was ist dann geschehen

    Jede Erinnerung jede Flucht
    jeder noch so weite Weg
    führte nur zu dir zurück
    warst du viel zu oft alleine 

    Weil jeder der mit dir sprach
    aus Mitleid ging
    Manchmal kommst du mich besuchen
    Und erinnerst mich daran 

    Wenn die Angst kam zu verlieren
    hab ich oft an dich gedacht
    denn wo sind all die klugen Stimmen
    Die dein Leben einfach planten 

    Wo sind sie hin
    Und wo sind all die Besserwisser
    Die nur lachten und dich straften
    Jetzt sind sie still, endlich still

    Mit der Klinge in der Hand
    Warst du kurz davor zu gehen
    Was ist dann geschehen
    Hast gewartet auf den Mut 

    Der als Hoffnung wiederkam
    wie weit wolltest du gehen

    Hättest dir niemals verziehen
    Nur aus Schwäche aufzugeben
    Was ist dann geschehen
    Nur weil andere dich nicht sehen
    So wie du wirklich bist
    Wie weit wolltest du gehen

    Manchmal kommst du mich besuchen....
    Wenn du heute vor mir stehst
    Und ich in deine Augen seh
    Macht alles Sinn 

    Denn ohne deinen Schmerz
    Hätte ich nie die Kraft gefunden
    So zu sein wie ich heute bin
    Manchmal kommst du mich besuchen ...

    ***

    (thx Küchenkonstrukteur ;-)

    Kurzes Gespräch mit Deckenbauer wg. Missplanung einiger Vorrichtungen für die Glasfieberoptik.  Sie selber haben der Meyer Werft oder dem Konstrukteur dieser phantastischen Idee mitgeteilt, dass wir beim Einsetzen der Glasfaserleitungen Schwierigkeiten bekommen werden. Sie haben sogar Alternativvorschläge gemacht, die leider nicht angenommen wurden.

    So haben wir jetzt eine aufwändige Mehrarbeit zu erledigen => es wäre also bei korrekter Planung überhaupt nicht notwendig gewesen, dass ich zwischen UK und Schiffsdecke, zwischen Rohren, Kabeln, spitzen Nägeln, Sprenkleranlage, Belüftung etc. herumkrieche und für meine beleibteren Kollegen unerreichbare Stellen aufsuche ...

    ... da gab es sogar eine Stelle, da kam ich zu meiner Befürchtung gar nicht mehr hinaus und steckte für 5-10min einfach fest, da ich in der Enge nicht mehr die Arme und Beinen koordinieren konnte.
    Akkubohrschrauber
    testeo.de
    • Drehzahlmaximum bis zu 1.600/min (also doch mehr möglich, wie ich schon vermutet habe, von wegen bis nur max=700 U/min)
    • Drehmomentstufen, Leerlauf, etc.

    Sonntag, 19. September 2010

    Fußballcartoons von Guido Schröter

     

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    Blitzschach

     

    ...




    Schacher999

    ...mein Lieblingsvideo von der Turnier- und Spielvariante Blitzschach: 

    "Ich nichts davon verstehen, 
    aber es fasziniert und interessiert mich jedes mal auf's Neue." 

    ...


    5minStudio

    ...




    PropheticallyPoetic


    ...


    SKNeumarkt

     
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    tobeco

    Schach WM 2000 Lutz - Maghami

     


    2


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    Mit Familienvater, seiner Frau und den zwei Kindern + dessen Kollegen, seiner Frau und zwei Kindern über die Emder Kirmes (Schützenfest) gelaufen. Trotz Regen guten Spaß gehabt, beim Auto-Scooter, Ponyreiten und anderen diversen Teilen bis das ganze Geld aufgebracht war. Was mir noch aufgefallen ist: anteilig an Besuchern sehr viele junge Familien mit bis zu zwei kleinen Kindern unterwegs, mehr als auf dem Öcher Bend in Aachen.

    ***