Donnerstag, 3. April 2008

Exkursion

Nachtrag:

Heinsberg, Entsorgung-, Zerkleinerung, Wiederverkauf in Heinsberg

Eingangsbereich
Kontaminierter Straßenbelag (Teer, Öl etc.)
...zurück in Aachen Parkplatz am AOC, Moschee, Parkhaus...

Risiko & Schachabend

Nachtrag:

... ist schon lange her, die letzte Risiko- und Schachsession, alles hat ein Ende, aber es war schön ;-)
...Gewinner bleibt (am Tisch): so heißt es im Fachjargon der Zocker...
Lettland trifft Spanien
Hervorragender Metallurge
Risiko: SH plant schon mal ihren Welteroberungsfeldzug...
...und sie gewinnt tatsächlich, da PD ein Tick zuviel überlegt hat, anstatt zu handeln: probieren geht über studieren !!!



1.Semestertag + Ralley

Nachtrag:

...heute fängt ein neuer Lebensabschnitt an, von dem ich mir zwei Semester das anschaue, wie ich finanziell und lerntechnisch über die Runden komme => wenn mir das alles über den Kopf wächst, dann gehe ich zum großen A und verschwinde in der Versenkung ...

Audimax war proppevoll
...keine Chance den Rektor zu hören, alles voll bis zu den Eingängen...
...selbst mein Fahrrad hat keinen Platz mehr gehabt...
...das Rondell war an diesem Tag zu jeder Minute besetzt...
...selbst in meinem Institut waren einige sehr angeheiterte Studenten, und wussten nicht, wie man zum Hochschulradio kommt...my "Oberingenieur" was not amused ;-)

...aha, da hinten sitzt auch ein Entsorgungstechniker...

Wissenschaftsjournalismus

Zitat aus WPK: Wissenschaftspressekonferenz / Berufsverband der Wissenschaftsjournalisten)

"Was liest das Publikum? Was will das Publikum lesen? Was bedeutet es für das journalistische Handeln, was das Publikum liest? Darum soll es gehen in dieser ersten Quarterly Ausgabe des Jahres 2008, die sich den Ergebnissen des Reader-Scan bezogen auf die Wissenschaft zuwendet. Das Verfahren ist populär: Bislang 50 Zeitungen haben ihre Leser vom Schweizer Carlo Imboden scannen lassen. Es wird von Wissenschaftsjournalisten sehr geschätzt. Kein Wunder. Denn die Analysen bescheinigen den Wissenschaftsredaktionen in der Regel eines: Sie sind äußerst erfolgreich! (Zitatende)

(Bildquelle: Sprachenecke)

...der "wissenschaftliche" Cartoon ist super: besser kann man Sucht nicht beschreiben =>

der Alkoholiker sucht nach dem letzten Tropfen Alkohol, der Süßigkeitenabhängige nach dem letzten Schokoladenstückchen, der Kiffer nach dem letzten grünen Krümelchen, der Sexsüchtige nach der Telefonnummer des letzten One-Night-Stands, der Workalcoholic eine Ausrede an seine Frau, um noch mal in den Abenstunden sein Büro in der Firma aufzusuchen, der Internetsüchtige surft wie wild und sinnlos durch das Worl-Wide-Web und der Spielsüchtige spielt, bis der Konkursverwalter vor der Tür steht und sein letztes Hab und Gut verpfändet !

Doch selbst Alternativen zum Suchtverhalten werden selten angewendet, da die Sucht alles verdeckt und in den Hintergrund schiebt. Sein Suchtverhalten zu verstehen, bedeutet tief in sich selber hineinschauen, eine ernsthafte Introspektion vorzunehmen, die man u.U. jahrelang vor sich her geschoben hat !

Haushaltshilfen

Männliche
  • Putzhilfe
  • Fitnesstrainer
  • Bügelhilfe
  • Zimmermädchen
  • Teppichbodenverleger
  • Strandputzer
  • Installateur
...ja, so angenehm kann Haushalt sein

Anleitung Elfchen

Ein Elfchen ist ein literarisches "Spiel", ein kurzes Gedicht aus nur elf Worten, die sich nach einer einfachen Regel über fünf Zeilen verteilen. Elfchen müssen sich nicht reimen


Beispiel: einer will das längste Elfchen der Welt schreiben, dabei bildet das letzte Wort des einen das erste Wort des nächsten Elfchen => also so eine Variante, wie man Elfchen schreiben kann.

Das letzte Wort des vorangehenden Elfchens bildet wiederum das erste Wort für das folgende Elfchen. Endet das erste Elfchen z.B. mit dem Wort "Urlaub", dann muss das folgende Elfchen wieder mit dem Wort "Urlaub" beginnen usw.

Dieses Elfchen werden nach den üblichen Regeln gebildet:

1. Zeile: 1 Wort = das letzte Wort vom vorherigen Elfchen
2. Zeile: 2 Worte
3. Zeile: 3 Worte
4. Zeile: 4 Worte
5. Zeile: 1 Wort = das 1. Wort für das folgende Elfchen



Reise
Große Vorfreude
Nichts Wichtiges vergessen
Endlich geht es los
Spannung

Spannungen
Fremdes Land
Freundliche hilfsbereite Menschen
Noch ein paar Sprachschwierigkeiten
Lächeln


Lächeln
Gefühle zeigen
eine andere Sprache
Menschen verstehen auch ohne
Worte

Worte
viele gesprochen
oft nicht beachtet
verarbeitet zu einem Text
Musik

Musik
Worte gesungen
verpackt in Noten.
Traurig manchmal aber wunderschön
Liebeslieder

Liebeslieder
gesungene Worte
für jemanden bestimmten,
möge er sich angesprochen
fühlen

Fühlen?
Denken ist
üblich! Fühlen - Gefühle
sind Maß für innere

Werte
nicht greifbar
und doch vorhanden.
Vereinen und trennen Menschen -
Toleranz!

Toleranz,
viele Menschen
wissen nicht mehr,
was diese Eigenschaft bedeutet.
Traurig

Traurig
will ich
nicht mehr sein.
Du hilfst mir dabei.
Glücklich!

Glücklich
Mit dir
Schon sehr lange
Es soll so bleiben
Ewig

usw ... (Quelle: Gedichte-Garten)

Mittwoch, 2. April 2008

Eric-Emmanuelle Schmitt

Eric-Emmanuelle Schmitt














Oscar et la dame rose

Historical Anatomies on the Web


Globale Wasserverteilung

Salzwasser: 97,5 %
Süßwasser: 2,5 %

davon
  • Gletscherwasser & Permafrost: 69,5 %
  • Grundwasser: 30,1 %
  • Oberflächenwasser: 0,4 %
davon
  • Süßwasserseen: 67,4 %
  • Bodenwasser: 12,2 %
  • Atmosphäre: 9,5 %
  • Feuchtgebiete: 8,5 %
  • Flüsse: 1,6 %
  • Flora & Fauna: 0,8 %
Fazit: der Trinkwassergewinn aus Grundwasser + Süßwasserseen + Flüssen macht demnach 1 * 0.025 * (0.301 + 0,004 (0,674 + 0,016)) = ca. 0,76 % des gesamten Wassers auf der Erde aus, wenn ich mich nicht verrechnet habe !

Lobbyismus

Monitor: "Berichte zur Zeit" ...werden sie endlich rausgeschmissen, die Lobbyisten, die Zecken der Nation ? Selbst an Gesetzesentwürfen haben sie mitgewirkt, schlimmer geht´s nicht ! Nun fordert nach unendlich langer Zeit der Bundesrechnungshof die Bundesregierung auf, diese unsäglich zunehmend rechtswidrige Zusammenarbeit mit den Lobbyisten aufzugeben. (ARD, Do, 21:45)

Lobbyisten in der EU
Lobbyisten im Bundestag

Grundlagen der Elektrotechnik

Kreatin-Kinase

Heute beim Mensaessen CT getroffen: some news ...

+

Gespräch mit Medizinkomillitonen gehabt, macht zur Zeit noch sein Praktikum bei einem Pulmologen: er will nicht auf Fleisch verzichten, weil es Energie gibt + Kreatin-Kinase enthält, was zur Produktion des L-Carnitin führt und somit zur Fettverbrennung beiträgt

Zitat (leider Quellenangabe verloren)

L.Carnitin ist ein vitaminähnlicher Nährstoff und bekannt für seine Funktion als Fettstoffwechsel Aktivator. L-Garnitin ist ein körpereigener Stoff, der an der Fettverbrennung beteiligt ist. Bei erhöhten körperlichen Anforderungen sollte daher L-Garnitin als Nahrungsergänzung zugeführt werden, als auch zur Begleitung von unterschiedlichen Diäten, Fastenkuren sowie Erholungs-phasen. Auch Stress ist ein Faktor, dem durch eine optimierte Fettverbrennung, und daher verbessertem Energiegewinn, mit L-Garnitin-Unterstützung entgegen gesteuert werden kann.

... okay, aber das Enzym Kreatin-Kinase erzeugen wir doch endogen und müssen es nicht exogen über die Nahrung aufnehmen ? Somit somit ist es kein essentieller Nährstoff !

Vielleicht meint er, dass es nützlich sei, es zusätzlich über den Fleischkonsum zu erhalten, wie der folgende Bericht "Wissenschaftliche Grundlagen zum Kreatinkinase System" zeigt.

Das einzige was wir nicht selber erzeugen können, ist doch der Vitamin-B-12-Komplex, den wir durch Fleisch oder Vitamin-B-12 Fläschchen substituieren können.

Ob er auf ein Gerücht hereingefallen ist, durch die Fleischindustrie in die Welt gesetzt ?


Mist, Mist, Mist ... ich habe ihn missverstanden: er meinte Carnitin-Acyl-Transferase

+

Mitochondriopathien

+

...NT und ich stellen fest, dass im L²P-Lernraum alle Materialien gelöscht sind ??? Muss die anderen Lernpartner mal fragen, was die beim Rechenzentrum fabriziert haben, oder ob ich etwas übersehen habe ?!

Kitzinger Reinzuchthefen

...beim Aufräumen der Labore Gebrauchsanleitung gefunden:

"Flüssige Reinhefe im Sinne des Weingesetzes"

Ballonkultur

Diese Reinzuchthefe kann im Temperaturbereich von ca. +16°C bis etwa +28°C vergären, wobei die größte Leistung bei 20-25°C erbracht wird:

Kurze Gärzeit und höchstmöglicher Alkohol, der bei 16-18 Vol. % liegen kann. Eine Vermehrung der Kultur, etwa 4-5 Tage vor dem Weinbereiten, ist notwendig wenn
  • die Temperatur unter 20°C liegt.
  • der zu gärende Weinansatz wenig Fruchtfleisch enthält.
  • eine relativ große Weinmenge mit der Kultur vergoren werden soll (z.B. Ballonkultur für 50 l Ansatz).
Kultur nicht vor Gebrauch öffnen. Hefezellen durch Schütteln vom Boden lösen

Nach dem Öffnen die ganze Kultur verwenden.


Für die Vergärung in Ballons, Fässern, Kunststoffbehältern und Tanks empfehlen wir die vielseitigen Gäraufsätze HOBBY 1 oder HOBBY 2.

Damit erreicht man:
  • Schutz des Gäraufsatzes vor nachträglichen Infektionen.
  • Kontrolle des Gär-Beginns und Gär-Endes.
  • Schutz der vergorenen Weine und Sauerstoffzutritt beim Lagern und Abzapfen - als Selbstschwefler.
Inliegende Anleitung beachten.

Injektion von DNA-Sequenz ind Hefezellen

"Kultur kühl und stehend lagern. Größte Lebensdauer bei 2-6°C; je wärmer die Lagertemperatur, desto kürzer ist die Lebensdauer (Aktivitätsverlust).

Kulturen mit überschrittenem Haltbarkeitsdatum sind im Allgemeinen noch aktiv, müssen im jedem Fall vermehrt werden (Startansatz).

Für Obst- und Fruchtweine ist der Zusatz von Hefenährsalz unerlässlich.

Nach der Gärung ist Schwefelung mit Kaliudisulfit notwendig, es wirkt aroma- und farberhaltend und bietet Schutz vor mikrobiologischen Veränderungen.

Bei säurearmen Gärgut ist Milchsäurezusatz emfehlenswert!

Mindestens haltbar bis - siehe Deckellasche

***

Arauner Kitzingen (seit 1897)
Paul Arauner GmbH & Co. KG
97306 Kitzingen am Main
E-Mail: verkaufehefe@arauner.com
Internet: www.arauner.com



Rihana feat. Ne-Yo - Hate that I love you

Yeaaah
Heeey, Heeey

Rihanna:
As much as I love you
As much as I need you
And I can’t stare at you
Must everything you do make me wanna smile
Can I not like it for a while

Neyo:
No.. but you won’t let me
You upset me girl, then you kissed my lips
All of a sudden I forget ( that I was upset )
Can’t remember what you did
Well I hate it

Rihanna:
You know exactly what to do
So that I can’t stay mad at you
For too long, that’s wrong

Neyo:
Girl, I hate it
You know exactly how to touch
So that I don’t wanna fuss and fight no more
So I despise that I adore

Rihanna:
And I hate how much I love you boy
I can’t stand how much I need you
And I hate how much I love you boy
But I just can’t let you go
And I hate that I love you so..

Neyo:
And you completely know the power that you have (power that you have)
The only one that makes me live

Rihanna:
Sad and it’s not fair how you take advantage of the fact that I
Love you beyond the reason why
And it just ain’t right

Neyo:
And I hate how much I love you girl
I can’t stand how much I need you (hey hey)
And I hate how much I love you girl (hey hey)
But I just can’t let you go
And I hate that I love you so

Rihanna:
One of these days maybe your magic won’t affect me (he)
And your kiss won’t make me weak

Neyo:
But no one in this world knows me the way you know me
So you’ll probably always have a spell on me

That’s how much I love you
(How much I need you)
That’s how much I need you
(How much I love you)
That’s how much I love you
(How much I need you)
That’s how much I need you
(Love you)

And I hate that I love you soooooo
And I hate how much I love you boy
I can’t stand how much I need you
And I hate how much I love you boy
But I just can’t let you go
And I hate that I love you so
And I hate that I love you so,So

Dienstag, 1. April 2008

"Die Geschichte Tibets und die Legende des XIV. Dalai Lama"


Tibet Chronik einer Tragödie

"Die Geschichte Tibets und die Legende des XIV. Dalai Lama"

1938: Deutsche Forscher bringen erstmals Bilder aus einem fernen und mysteriösen Land: Tibet, ein Hochplateau auf 4.000 Metern Höhe, umgeben von Wüsten und den höchsten Bergen der Welt. Ein Land, in dem es seit Jahrhunderten keine Veränderungen gegeben hat, regiert nach dem Modell einer Feudalherrschaf.

Die Macht liegt in der Hand buddhistischer Mönche und einiger Feudalherren. An der Spitze der Macht steht der Dalai Lama, ewige Reinkarnation seines Vorgängers . 1940 filmen die Engländer die Ankunft des neuen Dalai Lama im Potala-Palast in Lhasa. Der damals Fünfjährige ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, welches Schicksal ihn und seine Landsleute erwarten sollte. Über Jahrhunderte konnte das Land am Himalaya seine kulturelle und politische Unabhängigkeit bewahren.

1940 filmen die Engländer die Ankunft des neuen Dalai Lama im Potala-Palast in Lhasa. Der damals Fünfjährige ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, welches Schicksal ihn und seine Landsleute erwarten sollte. Über Jahrhunderte konnte das Land am Himalaya seine kulturelle und politische Unabhängigkeit bewahren. Aber 1949, kurz nach dem Ende des Langen Marsches, drängt Mao Zedong die Tibeter, sich von ihrem feudalen Herrschaftssystem zu befreien.

Um "Sicherheit" zu gewährleisten, marschieren1950 chinesische Truppen in Tibet ein. Dies war der Beginn von bald 60 Jahren Unterdrückung, Massaker und Vernichtung des tibetischen Volkes. 1,2 Millionen Tibeter sind bisher Opfer der chinesischen Besatzungspolitik - mehr als ein Sechstel der Bevölkerung.

Aber 1949, kurz nach dem Ende des Langen Marsches, drängt Mao Zedong die Tibeter, sich von ihrem feudalen Herrschaftssystem zu befreien. Um "Sicherheit" zu gewährleisten, marschieren1950 chinesische Truppen in Tibet ein. Dies war der Beginn von bald 60 Jahren Unterdrückung, Massaker und Vernichtung des tibetischen Volkes.

Tibet

- das geheimnisumwobene Land jenseits des Himalaya -

1,2 Millionen Tibeter sind bisher Opfer der chinesischen Besatzungspolitik - das sind mehr als ein Sechstel der Bevölkerung - die weitere Kolonialisierung erfolgt durch Ansiedlung von Millionen von Chinesen - Tibeter sind in ihrem eigenen Land Menschen zweiter und dritter Klasse und sind Bittsteller, Abfallsammler, Haushalts- und Küchenhilfen, Tagelöhner - China hat 93% Han-Chinesen - die Tibeter werden wie die anderen 7% als Randfiguren ohne Rechte und Anerkennung betrachtet.

Generation Doof – Amerikaner immer dümmer

aus: Wissen => welt.de =>

Wer war Adolf Hitler? Ein Waffenhändler? Ein deutscher Kaiser? Österreichs Ministerpräsident? Oder Reichskanzler der Nazis? Ein Viertel der US-Amerikaner weiß keine Antwort auf diese Frage, denn sie werden immer dümmer. Und das macht ihnen nicht einmal mehr etwas aus, beklagt eine US-Journalistin.

Susan Jacoby stand unter Schock am Dienstag, dem 11.September 2001, wie alle Welt, als sie auf dem Fußweg zu ihrem Apartment in Manhattan in einer Bar Trost bei einem Drink suchte. „Es ist genau wie Pearl Harbor“, stöhnte einer der beiden gut gekleideten Herren am Tresen neben ihr. „Was war noch mal Pearl Harbor?“, fragte der andere. „Das war, als die Vietnamesen einen Hafen bombardierten und den Vietnamkrieg begannen.“

Susan Jacoby leerte ihren Bloody Mary und beschloss, ein Buch zu schreiben: über Dummheit. Über eine Beschränktheit, die nicht mehr als Mangel oder Makel empfunden wird unter vermeintlich Gebildeten in Amerika. Ende Februar dieses Jahres erschien „The Age of American Unreason“ (Das Zeitalter der amerikanischen Unvernunft). Jacobys Befund ist so niederschmetternd wie „9/11“. Der Streit darüber entsprechend heftig.

Niemand kann bestreiten, dass laut Umfragen die Hälfte der Amerikaner an Geister und Feen glaubt und ein Fünftel meint, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Dieselbe Zahl war 2003 vor Beginn der Invasion im Irak in der Lage, das Land auf beschrifteten Karten zu finden. Bei den Jungen wird Amerikas Weltsicht noch trüber. Weniger als die Hälfte weiß, wann der amerikanische Bürgerkrieg ihr Land ausblutete, jeder Vierte glaubt, Christopher Columbus habe die Neue Welt nach 1750 entdeckt.

Eine Erhebung des Pädagogenverbands Common Core unter 1200 17-Jährigen, die im Januar aus 33 Multiple-Choice-Fragen zu Geschichte und Literatur den Stand des Gemeinwissens ermittelte, stellte fest, dass ein Viertel sich nicht entsinnen konnte, ob Adolf Hitler ein Waffenhändler, deutscher Kaiser, Österreichs Ministerpräsident oder womöglich doch Reichskanzler Nazi-Deutschlands war. Dieses Ergebnis könnte geschichtsfliehende Deutsche freuen und bestärken. Mit Blick auf Gedeih und Politikfähigkeit mündiger US-Bürger muss es verstören.

Was aber Susan Jacoby (62), früher Journalistin bei der „Washington Post“, vor allem umtreibt, ist ein Bündnis von Antiintellektualität und Antirationalismus im öffentlichen Diskurs: Die Haltung, dass „zu viel Wissen gefährlich sein kann“, und die Einstellung, „dass es keine (wissenschaftlichen) Beweise oder Tatsachen gibt, nur Meinungen“, sind nach Jacobys Beobachtung in den vergangenen 20 Jahren verschmolzen zu einem dumpf-wohligen Gemenge von Halbwahrheit, Gerücht und Gefühl.

Das Schlimmste und wirklich Neue daran, so die Prämisse der Autorin: Immer weniger Amerikaner wissen noch, was sie nicht wissen. Und immer weniger scheren sich darum. Zumal die Jungen. Zwei Drittel der Studenten, notiert Jacoby, können nicht mehr die drei Gewalten ihrer Republik nennen; bei einem Mathematikwettbewerb rangierten die USA an 24.Stelle von 29 Ländern. Und es stört sie nicht einmal. Anders, im brachialen Jargon des Lifestyles gesagt: „Dumb is the new cool.“ Blöd zu sein wird schick.

Natürlich sind die Medien mit ihrem gnadenlosen 24-Stunden-Nachrichten-Zyklus die ersten Verdächtigen, sekundiert von der bildmächtigen neuen Blogwelt von YouTube, MySpace et allis. Der Triumph der Videokultur mit all ihren digitalen Spielarten über die Druckkultur ist für Jacoby „der erste und wichtigste der Vektoren des neuen Antiintellektualismus“.

Mehr als 40 Prozent der Amerikaner unter 44 Jahren lesen kein einziges Buch mehr im Jahr; seit 1984 hat sich der Anteil der 17-Jährigen, die angeben, nichts (außer verlangter Schultexte) zu lesen, mehr als verdoppelt. Susan Jacoby lässt das Surfen im Internet nicht als Lesen gelten, das Konzentration über lange Zeiträume verlangt. Gemeinwissen verkommt.

Nun ist es, wie Susan Jacoby wohl weiß, wenig originell, sich über die Verdummung und zunehmende Sittenlosigkeit der Jugend zu erregen. Die ältesten und edelsten Texte des Abend- wie des Morgenlandes sind voll von solchen Klagen alter Männer. Jacobys Buch zeichnet die Geschichte der amerikanischen intellektuellen Aufklärer, von den Gründervätern bis zu Richard Hofstadter („Anti-Intellectualism in American Life“, 1963) nach.

Sie kommt zu dem Schluss, dass nie zuvor die Zivilisationstechnik des Lesens und (daran trainiert) des Denkens so bedroht war. Weit älter ist freilich der amerikanische Argwohn gegen den Intellektuellen, den Dwight Eisenhower 1954 als Mann beschrieb, „der mehr Worte als nötig darauf verwendet, mehr zu sagen, als er weiß“.

Irving Kristol, Patriarch der Neokonservativen und klassischer jüdischer New Yorker Intellektueller, nannte es 1983 seine vornehmste Aufgabe, „dem amerikanischen Volk zu erklären, warum es recht hat, und den Intellektuellen, warum sie irren“.

Es vergeht keine Viertelstunde in Amerikas Alltag, in der nicht wütende Blogger oder Radio-Talker gegen die „intellektuellen“ Eliten hetzen. Das Attribut ist im Begriffskanon der Neuen Rechten seit Ronald Reagan ein Schimpfwort geworden wie „(links)liberal“. Zugleich blüht prächtig der Mythos der einfachen Volksweisheit.

George W. Bush gewann seine erste Wahl mit einem geschickt ausgestellten Image des volkstümlichen Kumpels, der unerschütterliche Werte hat und stets weiß, was gut und was böse ist. Ihm fehlte, nach eigenem Eingeständnis, die intellektuelle Neugier, Zeitungen selbst zu lesen.

Und eine Mehrheit der Amerikaner, so der Beschluss des Supreme Court, wählte 2000 wohl auch deshalb Bush, weil sie diesen Zug zum Einfältigen, Geraden, Gottesfürchtigen vertrauenswürdig fand. Susan Jacoby hat wichtige, in ihren Analysen vielleicht überlegene Verbündete in Autoren wie Al Gore („The Assault on Reason“, 2007), Andrew Keen („The Cul of the Amateur“) und Mark Bauerlein („The Dumbest Generation: How the Digital Age Stupefies Young Americans and Jeopardizes Our Future“).

Alle beklagen den Niedergang der Lesefähigkeit und des Gemeinwissens: „Ihr könnt mich zitieren“, notiert der Englischprofessor der Emory University, Bauerlein, „ihr Typen habt von nichts eine Ahnung.“ In der US-Quizsendung „Are you smarter than a Fithgrader?“ beweisen junge Prominente in unentwegter Realsatire, dass sie weniger als ein Fünftklässler wissen.

„Budapest ist die Hauptstadt welchen europäischen Landes?“ – „Was, ich dachte, Europa sei ein Land?“ Und dann: „Hungary?“ – „Was? Ich kannte Turkey, aber dass ein Land ,Hungrig‘ heißt!“
Susan Jacoby verlangt, wie viele andere, einheitliche Schulstandards in den USA, die bisher jedem Staat und jedem Kreis sein Curriculum überlassen. Deshalb wird in Kansas Kreationismus, die zur Wissenschaft erklärte Lehre von Gottes Schöpfung, gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie unterrichtet. Susan Jacoby hält den Einfluss des religiösen Fundamentalismus für eine der Wurzeln der Feindseligkeit wider das Wissen.

Amerikas Demokratie selbst, stets gefährdet, sieht die Autorin in eine Dämmerung der Ahnungslosigkeit und Gedächtnislosigkeit sinken, wenn nicht Einhalt geboten wird. Andere Kritiker einer Bildungsmisere, welche die Ungebildeten immer weniger störe, rufen Thomas Jefferson an: „Wenn eine Nation erwartet, unwissend und frei zu sein, in einem Zustand der Zivilisation, erwartet sie, was niemals war und niemals sein wird.“

Eine witzige und geistreiche Erwiderung auf Mark Bauerleins Verdammung der „dümmsten Generation“ wagte Ende Februar ein gewisser Eric Betts in der Emory-Studentenzeitung: „Meine Mutter rief an, um mir zu sagen, dass einer meiner ehemaligen Professoren mich im Fernsehen als dumm bezeichnet... nicht nur mich: uns alle, die wir unter 30 sind.“

Auch Bademeister müssen mal

Datenscheich


Biografie "Der Datenscheich":

Achmed Khammas, Jahrgang 1952, in Damaskus aufgewachsener Berliner mit Irakisch - Badischer Abstammung. Experte für Neue Energien, Simultandolmetscher, viermaliger Vater und Autor von SF-Kurzgeschichten.

Cat Norris

Bush Beat Box