Donnerstag, 2. Dezember 2010

Gedankenexperiment:

Wo und wann ist Kompromissbereitschaft nicht mehr möglich ?

Wenn die Gegenpartei im Vorfeld schon zu viele bestehende Fakten und Tatsachen geschaffen hat, wird der Verhandlungsspielraum eng bishin zur Tatsache, dass es nichts mehr zu verhandeln gibt !

 . . .

Was ein Verhandlungsspielraum ist,

verdeutlicht die folgende kurze Parabel:


"Fuchs und Ente" 

 von


Fuchs: Frau Ente, was schwimmst du dort auf dem Teich?
Komm doch einmal her an das Ufer gleich;
Ich hab dich schon lange was wollen fragen.

Ente: Herr Fuchs, ich wüßte dir nichts zu sagen;
du bist mir so schon viel zu klug.

drum bleib ich dir lieber weit genug.

Herr Fuchs der ging am Ufer hin
und war verdrießlich in seinem Sinn.
Es lüstete ihn nach einem Braten,
das hatte die Ente gar wohl erraten.

Heut hätt er so gerne schwimmen können;
nun mußt er ihr doch das Leben gönnen.


... nur im See kann die Ente überleben, am Ufer angelangt wird sie vom Fuchs gefressen: das weiß dieser  ganz genau. Also versucht er die Ente dazu zu bewegen, ihren lebensrettenden Verhandlungsspielraum zu verlassen. Erst dann hat er die Möglichkeit, sein Opfer auf seinem Terrain zu töten !

Handelt es sich um eine kluge Ente, dann bleibt sie im See. Wenn ihr Wesen und Glauben aber von Dummheit und Naivität geleitet wird, dann opfert sie gerne ihr Leben dem stets hungrigen und rhetorisch sehr gut ausgebildeten Raubtier.

* * *

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