Montag, 22. Dezember 2008

Bombay meets Ghandi



Ghandi stand immer früh morgens auf vor dem ersten Sonnenschein. Und immer wenn er die aufgehende Sonne sah, fragte er sich: wie komme ich zur Sonne, auf welchem Weg gelange ich zu ihr? Diese Frage beschäftigte ihn neben vielen anderen sehr.

Eines Morgens war die Erkenntnis so weit gereift, dass ihm ein Licht aufging: nur auf einem Sonnenstrahl sitzend konnte er diesen alles überstrahlenden Stern erreichen.

Kurz vor seinem Tod, den er nicht berechnen konnte, war dann auch die letzte Frage beanwortet: wann würde er so leicht sein, dass ein Sonnenstrahl ihn mitnehmen könnte auf die kosmische Reise. Nämlich nachdem die Seele den Menschen verlässt, wenn der Körper sie wieder freigibt.

Ghandi wusste auch, dass die Seele so leicht sein musste, dass ein Photon sie tragen konnte - von allen Mühen und Sorgen befreit, die sich im Laufe der Zeit des irdischen Lebens angesammelt hatten, stieg nach dem Attentat auf Ghandi die Seele empor- sie wählte die Morgenröte !

Doch nicht jede Seele kann bis zum Zeitpunkt des Sterbens sich von aller Last und Schuld befreien, die meisten sind noch zu schwer und verweilen auf der Erde, bis sie in den nächsten Körper gelangen, um einen nächsten Versuch starten zu dürfen.

Ghandi wusste schon zu Lebzeiten, dass er zur Sonne nur durch die Sonne gelangen konnte, aber er konnte nur erahnen, dass er auf der Reise zu seinem Ziel noch viel größeren Sonnen begegnen sollte.


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