Dienstag, 22. Januar 2008

Tigerkloster "Der Tiger und der Mönch"

"Ein buddhistisches Kloster und seine ungewöhnliche Bewohner" (WDR, 20:15)

Archiv Die Dreharbeiten hatten einen ungewöhnlichen Auftakt: Das Team stand wenige Meter von einem zweihundert Kilogramm schweren Tiger entfernt, und der neben ihm stehende, gut gelaunte Mönch rief uns zu: "Fremde mag er nicht besonders, wenn er welche sieht, greift er manchmal ohne Vorwarnung an!" Wir befanden uns im legendären Tigertempel, einem buddhistischen Kloster im Westen Thailands, und der Spaßvogel war Phra Acharn, der Abt des Klosters, der unfreiwillig zum Tigerexperten wurde. 1999 brachten ihm Dorfbewohner den ersten kleinen nur wenige Wochen alten Tiger, dessen Mutter im nahen Regenwald von Wilderern erschossen worden war. "Wir glauben fest an die Reinkarnation", sagt der Abt. "Diese Tiger waren vielleicht in meinem früheren Leben meine Familie, meine Kinder oder Enkel. Sie sind zu uns gekommen, um Schutz zu suchen, nun müssen wir für sie sorgen."

Die mittlerweile 16 Tiger sind nicht die einzigen Schützlinge. Auf dem weitläufigen Gelände hausen zwanzig Pferde, über tausend Wildschweine, Büffel, Pfaue, Rehe und Hirsche, natürlich allesamt mit Nachwuchs. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Film nicht die letzten Tiger des Tempels zeigt, denn das Kloster hat keine Genehmigung für deren Haltung. Das zuständige Ministerium für Forstwirtschaft droht seit Jahren, die Tiere zu beschlagnahmen. Der Abt Phra Acharn bleibt optimistisch: Er will bald die "Tigerinsel" eröffnen, ein Stück Wald umgeben von einem Wassergraben, in dem die Tiere frei leben können. Eines Tages, so hofft er, werden dort Tiger aufwachsen, die man später wieder im Urwald freilassen kann.

...würde mich wundern, wenn es in Sumatra noch freilebende Tiger gibt, ist sicherlich eher Wunschvorstelllung als Realität; denn wo sollte mein Tiger leben - im Batakland, wo sie Bäume wie verrückt gefällt haben, oder auf den riesigen Ölpalmenplantagen ?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Eine wunderbare Doku !!!!

Wir Menschen zerstören die wunderbare Natur, Tierarten werden ausgerottet (Lebensräume der Tiere werden zerstört usw).
Wann wird die Menscheit erkennen,daß wir die Erde (Natur,Tiere) schützen,hegen un pflegen müssen ??? Wann ???
Ist es schon zu spät ??
Geldgier,Kriege,Wohlstand im Überfluss und Überbevölkerung zerstören unseren Planeten.
Bescheiden leben und mit der Natur(schätzen) und den Tieren gemeinsam die Welt teilen,daß alleine würde ausreichen um unsre wunderbare Erdkugel zu retten.

Commander hat gesagt…

...es müssen Namen genannt werden, wer für Raubbau, Umweltverschmutzung und Zerstörung verantwortlich ist... das Gleiche gilt für Tyranei, Folter und Militärdiktaturen !