Donnerstag, 20. September 2007

Vietnam, Teil 1

von Daniel Wilhelmi

Ich gratuliere den Fans des VFB Stuttgart zur Deutschen Meisterschaft. Eine fraglos sympathische neue Truppe haben Sie da. Ich habe nur die Vermutung, dass es in den kommenden Wochen noch eine Überraschung geben könnte. Ich sehe Timo Hildebrand nächste Saison im Bayern-Trikot. Hier nur ein kleines Puzzelteilchen: Wussten Sie, dass der bisherige Torwart des spanischen Clubs Valencia, zu dem Hildebrand ja wechseln soll, um 2 weitere Jahre verlängert hat? Und das ist nicht irgendein Torwart. Das ist die Nr.2 der spanischen Nationalmannschaft. Der hat das bestimmt nicht gemacht, um die nächsten 2 Jahre hinter Hildebrand auf der Bank zu sitzen. Denken Sie mal drüber nach.

Clevere Fragen erhalte ich auch immer wieder zu meinem neuen Buch „Unentdeckte Chancen“. Dabei dreht es sich um die Frage, was Leser dort erwarten können. Eine gute Frage. Und ich habe mich entschieden, sie zu beantworten, indem ich Ihnen diese Woche einfach 3 kurze Leseproben aus einem Kapitel über Vietnam im Profit-Radar vorstelle. Das ist besser als jede Erklärung. Los geht es. Hier ist der 1. Auszug aus „Unentdeckte Chancen“ aus dem Kapitel „Emerging Markets: Vietnam“:

„Wenn Sie sich jemals geärgert haben, dass Sie vor Jahren nicht frühzeitig in Indien oder China investierten – in Vietnam haben Sie diese Chance noch. Vietnam befindet sich heute auf dem Niveau, auf dem China vor ca. 20-25 Jahren war. Das zeigt Ihnen aber auch: Wenn Sie in Vietnam investieren und die großen Chancen, die sich dort bieten, nutzen wollen, dann müssen Sie den Atem eines karibischen Perlentauchers haben. Für schnelle Trader ist die Vietnam-Story ungeeignet.

Ähnlich wie China ist Vietnam offiziell ein kommunistisches Land. Aber das steht eigentlich nur noch auf dem Papier. Der marktwirtschaftliche Wandel vollzieht sich mit rasenden Schritten. Der Wandel begann 1986, nachdem der langjährige KPV-Generalsekretär Lé Duán verstarb. Richtig Fahrt nahm der Liberalisierungsprozess aber erst 1992 auf. Damals wurde die traditionelle kommunistische Planwirtschaft durch ein „reguliertes, nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionierendes System“ mit sozialistischer Orientierung ersetzt.“

Vietnam ist „Little China“

„Diese Politik des wirtschaftlichen Wandels trägt den Namen „Doi Moi“ und bildet die Basis für den wirtschaftlichen Aufschwung Vietnams in den letzten 15 Jahren. Dazu verabschiedete die kommunistische Parteielite auf dem 9. Parteitag im April 2001 den Entwicklungsplan „Sozialökonomische Entwicklungsstrategie 2001-2010“. Dieser steckt zusammen mit den für kommunistische Länder typischen 5-Jahres-Plänen (der jüngste 5-Jahres-Plan 2006-2010 wurde im April 2006 verabschiedet) die Richtlinien der Wirtschaftsentwicklung ab.

Laut diesen Richtlinien soll die vietnamesische Wirtschaft bis 2010 um 7,5% pro Jahr wachsen. Das ist ambitioniert, aber nicht irreal, denn in den letzten sechs Jahren ist der Tigerstaat jährlich um beeindruckende 7,4% gewachsen (+7,2% über die letzten zehn Jahre). Was viele nicht wissen, sehen Sie in Abbildung 20: Damit besitzt Vietnam nach China das höchste Wirtschaftswachstum in ganz Asien. Nicht ohne Grund wird Vietnam deshalb in asiatischen Finanzkreisen als „Little China“ bezeichnet. Die Parallelen sind von dem hohen Wirtschaftswachstum bis zur übergeordneten kommunistischen Ideologie zweifelsfrei vorhanden.

…. Auch in den kommenden Jahren soll das Wachstum zwischen 8,2% bis 9,4% liegen. Allerdings von einem extrem niedrigen Niveau: So besaß das gesamte BIP Vietnams 2005 gerade mal die Größe des BIPs von Mecklenburg-Vorpommern. Das soll Ihnen nicht zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern in Wirklichkeit ein Emerging Market ist, sondern in welch frühem Entwicklungsstadium sich Vietnam, dessen Bevölkerung ja so groß wie ganz Deutschland ist, befindet.“

„Die Türken kaufen in 50 Jahren die EU“

von Volkmar Michler

Zu meinem Profit Radar vom letzten Freitag „Ohne Kopftuch“ habe ich ein Mail von Herrn Okan A. erhalten, das ich hier im O-Ton wiedergebe.

Lieber Herr Michler,

seien Sie doch so gut und suchen Sie doch bitte eine Biotechfirma, die dem weißen Mann dieses 1683 Gen isolieren kann.
Wenn ich diesen Absatz „ohne Kopftuch“ lese, bekomme ich Gänsehaut.

Die letzten Geschehnisse in der Türkei beweisen die Reife dieses Landes für die EU. Es gingen Hunderttausende friedlich auf die Straße, und das für die Freiheit. Unter normalen Umständen hätte man doch die ehemaligen Staaten Jugoslawiens 25 Jahre isolieren müssen. Sie haben doch sicherlich diese Bilder 5 Jahre lang auch gesehen.

Ich brauche Ihnen sicherlich nicht erzählen, was die EU Clique überall in der Welt angerichtet hat und immer noch anrichten.
Ich denke, Sie sind ein bisschen parteiisch wegen Ihrer Frankreich-Aufenthalten.

Ich habe mich schon mit Boule spielenden ex Fremdenlegionären unterhalten, auch mit Portugiesischen und belgischen Fallschirmspringern unterhalten, oweia mir hat es den Magen rumgedreht. Es ist nicht so lange her. Diese Geschehnisse mit Neger an den Baum Sprit drüber und dann anzünden. Angola Zaire. Oder gehen Sie doch mal in Newcastle nachts raus Sie werden es nicht Schmerzfrei überleben.

Ich glaube, die Chinesen und Inder werden es sich auch merken, die Vergangenheit. Sie werden sich dementsprechend verhalten, da können Sie Gift drauf nehmen.Seien Sie nicht ungerecht gegen das Volk, das vor allem den Deutschen in den letzten 100 Jahren sehr wohl gesonnen gegenüberstand.

Es war eines Ihrer schlechtesten Berichte. Ich verstehe Ihre Angst, sie ist auf keinen Fall gerechtfertigt. Die Türkei hat die wirtschaftliche Kapazität von 5 EU Ländern gleichzeitig!!
Wenn man die neuen Armenländer dazu zählt sind es vielleicht acht auf einmal.

Also trainieren Sie doch mal gegen dieses 1683 Gen.
Vielleicht kaufen die Türken in 50 Jahren die EU.
Gehen Sie mal nach Istanbul und schauen sich ein Basketballspiel von Efes Pilsen und Panathinakos Athen an, dann werden Sie internationalität und Cosmopolität sehen. Was man von Europa nicht mehr behaupten kann.

Es sind keine Emotionen, sondern Tatsachen.

Viele Grüße
Okan A.

Noch nicht beitrittsfähig

Nun, ich kann verstehen, dass Herr Okan A. als in Deutschland lebender Türkei sein Land verteidigt. Weshalb allerdings ein Basketballspiel ein Indiz für die Beitrittsreife der Türkei sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Hinzu kommt: Mit Paris, London und Berlin gibt es 3 europäische Metropolen, die mindestens genauso international und cosmopolitan sind wie Istanbul. Dass ich mich häufig in Frankreich aufhalte, ist bekannt. Den Hinweis auf die französischen Fremdelegionäre finde ich allerdings absolut peinlich. Ich kann hier überhaupt keinen Zusammenhang erkennen.

Leider kann ich insgesamt in dem Mail von Herrn Okan A. fast nur Emotionen und wenig Fakten entdecken. Das kann ich hier in aller Kürze nachholen.

Ob die Türkei zum europäischen Kulturraum gehört, darüber kann man streiten. Auch Fragen von Integration, Einwanderung, den wirtschaftlichen Auswirkungen eines EU-Beitritts sowie radikal-islamischen Tendenzen sind wichtig. Eine Voraussetzung für die Vorsetzung des Dialogs mit der Türkei – der neue französische Präsident Sarkozy lehnt das zum Beispiel ab, was ich für falsch halte – ist für mich aber: Sind die Werte der EU in Punkto Demokratie und Menschenrechte in der Türkei anzutreffen oder ist zumindest eine Entwicklung in diese Richtung zu erkennen?

Antwort: Eine Entwicklung ist zur erkennen, sie reicht aber bei weitem nicht aus. Konkret: Solange bis heute die Regierung, das Parlament und viele türkische Historiker den Völkermord an den Armeniern leugnen, Schriftsteller wie der Friedensnobelpreisträger Pamuk bedroht und angeklagt werden, solange ist die Türkei schlicht nicht beitrittsreif. Darüber gibt es auch keine Diskussion. Zwar hat es viele Ankündigungen gegeben, zum Beispiel die Rechte von Kurden und christlichen Minderheiten zu stärken, doch die tägliche Praxis sieht anders aus. Das ist aber einer von einer ganzen Reihen von Aspekten, die bei der Diskussion berücksichtigt werden müssen, ob die Türkei EU-Mitglied werden darf oder nicht. Mittelfristig vielleicht, kurzfristig auf keinen Fall – das sind die Fakten, Herr Okan A.

Russland und Uran

von Daniel Wilhelmi

Heute möchte ich kurz einige lose Enden aus vorherigen Profit-Radaren zusammenknoten und damit abschließen. Beginnen wir mit dem russischen Aktienmarkt. Sie kennen ja meine Einschätzung: Für mich ist der breite russische Markt derzeit kein Neukauf. Auch wenn wir beim Ölpreis nun langsam in die Hurrikan-Saison kommen, die angesichts des milden Winters heftig ausfallen könnte. Doch die politischen Unsicherheiten in den Wahljahren sind einfach zu groß.

Das sind Börsenphasen, in denen ich mir eine Watchlist mit interessanten Werten zusammenstelle – und dann warte ich ab. Den 1. Teil bekommen viele Anleger noch problemlos hin. Den 2. Teil schafft aber kaum jemand. Dabei ist Börse wie jagen: Man muss auf seine Chance lauern. Wer überhastet handelt, der geht am Ende leer aus.

Ich setze einzelne, sehr gut positionierte Unternehmen, wie den Ölriesen Lukoil, auf meine Watchlist. Oder den Metall-Riesen Norilsk-Nickel, der eine Macht in den Rohstoffen Nickel und Palladium ist. Wie Sie wissen, ist Palladium einer meiner Favoriten und bei Nickel sind die Lager so leer wie der Trophäenschrank des 1. FC Köln in den letzten 20 Jahren.

Und was viele Anleger gar nicht wissen: Die Russen sind der große Player in dem Markt für den noch weitgehend unbekannten Rohstoff Kobalt. Hier hat Norilsk Nickel einen Weltmarktanteil von dominierenden 20%. Zudem steht das Unternehmen in der Gunst des Kremls. Solche Unternehmen kommen auf meine Watchlist und dann warte ich ab, ob sich hier irgendwann echte Schnäppchenkurse bieten. Geduld ist eine der wichtigsten Tugenden eines erfolgreichen Emerging Markets-Investors.

Blase bei den Uran-Explorern

Damit zu Uran. Hier werde ich immer wieder gefragt, ob wir uns hier nicht in einer Blase befinden, die irgendwann platzen wird. Das ist eine gute Frage. Und die Antwort ist ein klares „Ja und Nein“. Ja, denn der Uranpreis ist geradezu unglaublich gestiegen. In weniger als 2 Jahren ist der Spotpreis für Uran von 37 US$ auf 120 US$ explodiert. Tatsächlich gab es in den letzten 17 Monaten nur 2 (!) Mal Wochenschlusskurse, die unter der Vorwoche lagen. Sonst stieg der Uranpreis in jeder Woche nur an. Das wird so nicht weitergehen.

Das zweite „Ja“ kommt aus dem Uran-Explorer-Sektor. Wie Sie wissen, bin ich bekennender Uran-Bulle. Aber wenn Sie den Profit Radar häufig lesen, dann wissen Sie auch, dass ich überhaupt kein Bulle für die Uran-Explorer bin. Es gibt einzelne wirklich hervorragende Unternehmen, die Anleger reich machen werden. Aber ich habe immer wieder gesagt: Kein Sektor weist so viele Luftpumpen und Betrüger auf wie die Uran-Explorer. Hier müssen Sie ganz, ganz genau ihre Hausaufgaben machen.

Inzwischen gibt es weltweit über 400 (!) gelistete Uran-Unternehmen. Aber nach meinen Informationen werden davon gerade mal ca. 25 bis 2011 mit der Produktion von Uran beginnen. Ich habe mit einigen Leuten und CEOs aus der Uran-Branche gesprochen und Fakt ist: Die meisten dieser Unternehmen sind nur Trittbrettfahrer, die nie die Absicht haben, jemals in Produktion zu gehen.

Denn die ist gerade im Uran-Sektor sehr teuer und sehr zeitaufwendig. Im Explorer-Sektor sehen wir fraglos eine Blase, die irgendwann platzen wird. Hier gibt es durchaus Parallelen zu alten Neuer Markt-Zeiten, als jedes Schrottunternehmen an die Börse gebracht wurde und plötzlich jedes Unternehmen irgendwie im Internetsektor aktiv war (heute Uran-Sektor). Wenn Sie mich fragen: Für jeden risikobewussten Anleger, für den es ethisch unproblematisch ist, gehören Uran-Werte ins Depot. Aber es ist extrem wichtig, dass Sie nur auf beste Qualität setzen. Deshalb lege ich beispielsweise meinen Schwerpunkt auf Uran-Explorer, die innerhalb der nächsten 5 Jahre in Produktion gehen wollen, und die finden Sie zum Beispiel in Taipan oder im Emerging Markets Radar.

„Buy on rumor, sell on fact”

von Daniel Wilhelmi

Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Wochenende. Ganz egal, ob Sie es mit Unternehmungen oder gemütlich auf der Couch verbracht haben (das muss ja auch mal sein). Und natürlich mein Mitgefühl an die Fans von Schalke S04. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich gönne den Stuttgartern den Titel, aber wie kann man dem Ruhrpott-Verein nicht die Daumen drücken? Gut, Tausende von BVB Dortmund-Fans können mir wahrscheinlich Millionen Gründe dafür nennen, aber als unbeteiligter Fan eines mittelmäßigen Zweitligaclubs (okay, diese Worte zu schreiben, hat weh getan) hatte ich Schalke die Daumen gedrückt.

Doch kommen wir zum Markt. Und hier möchte ich heute anhand eines aktuellen Beispiels auf die beliebte Börsenstrategie „Buy on rumors, sell on facts“ („Kaufe das Gerücht, verkaufe die Fakten“) eingehen. Sie haben mit Sicherheit mitbekommen, dass in Deutschland der neue Kinofilm „Spiderman 3“ mit großem Werberummel angelaufen ist. Aus gutem Grund: In den USA hat der 3. Kinofilm über den bekannten Superhelden alle Einnahmenrekorde an den Kinokassen gebrochen.

Besonders profitiert hiervon der US-Konzern Marvel Entertainment, der die Lizenzrechte für Spiderman und viele andere Comicfiguren hält. Der Konzern verdient am Verkauf von Lizenzrechten. Und bei so einem Film, wo sich viel Geld mit Spielzeug etc. verdienen lässt, wollen viele Unternehmen eine Lizenz haben.

So weit so gut. Aber im Chart der Marvel-Aktie kann man seit dem 1. Spiderman-Film (der in 2002) raus kam, ein interessantes Verhaltensmuster sehen. Nämlich genau das typische „Buy on rumor, sell on fact“-Muser: Im Vorfeld der Kinostarts steigt die Aktie deutlich an. Ein typisches Phänomen für den Kursverlauf Aktien, die vor allem durch besondere Events getrieben werden Biotech-Werte gehören auch in die Kategorie.

Nur etwas für aktive und schnelle Trader mit gutem Informationsfluss

So schoss die Marvel-Aktie in 2002 vor dem Start des 1. Spiderman-Films von 2,50 US$ auf über 6,00 US$. Nur um nach dem Filmstart wieder auf 3,50 US$ zurück zu fallen. Und als am 30. Juni 2004 der 2. Spiderman-Film in die Kinos kam, brach die Marvel-Aktie von 20 US$ auf 13 US$ ein. In Erwartung des Filmstarts von „Spiderman 3“ ist die Marvel-Aktie in den letzten 2 Monaten von 26 US$ auf 30 US$ gestiegen. Dann begann der Filmstart. Und was passierte? Die Aktie fiel wie ein Stein auf 27 US$.

Was bedeutet dieses typische Muster jetzt für Sie? Nun, zu allererst zeigt die Entwicklung der Marvel-Aktie eindrucksvoll, dass diese Strategie schon funktioniert. Selbst mit Fakten, die allgemein bekannt sind. Der Knackpunkt ist, dass Sie früh genug davon wissen müssen. Informationsvorsprung ist bei dieser Börsenstrategie absolut entscheidend. Wichtiger ist mir jedoch, dass Sie sehen, wie wichtig es bei dieser Strategie ist, die Position nicht bis zum letzten Cent Gewinn auszureizen, sondern unbedingt Gewinne mitzunehmen.

Aktive Trader unter Ihnen können solche Situationen auch nutzen, um kurz vor der Veröffentlichung auf die Short-Seite zu gehen und so den auf die Nachrichten folgenden Sell-Off zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Ich kenne einige Trader, die gezielt so arbeiten. Auch das funktioniert, ist allerdings risikoreich. Denn man muss eine gewisse Fehlerquote einkalkulieren – und die wird teuer. Denn manchmal sind die Nachrichten bzw. Ereignisse dann so gut, dass die Aktie danach sogar noch mal einen Kurssprung hinlegt. Wer dann auf der Short-Seite ist, verliert so natürlich viel Geld.

Diese Strategie ist also nur etwas für Trader, die ganz nahe an den Märkten sind und schnell reagieren können. Die nächste große Investment-Phase für Anleger, die nach dieser Strategie investieren, steht übrigens nun vor der Tür. Die neue Welle der Biotech-Konferenezen steht in den USA bevor. Deren Highlight ist die ASCO-Krebs-Konferenz, die dieses Jahr vom 1-5. Juni in Chicago stattfindet.

Ohne Kopftuch

von Volkmar Michler

Dass die Türkei sich in den letzten Wochen und Monaten nicht gerade als idealer Beitrittskandidat für den EU empfiehlt, dürften auch die größten Türkei-Fans mittlerweile so sehen. Im Schatten der Türkei segelt jedoch ein anderer Kandidat, der weniger durch eine streng islamische Regierung, ein jederzeit zur Einmischung bereites Militär und religiös bzw. politisch motivierte Morde auffällt – und das ist Kroatien. Die hohen Wachstumsraten von Kroatien – vom Problem der hohen Arbeitslosigkeit mal abgesehen – sprechen jedoch eindeutig für Kroatien. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass Kroatien längst in den EU aufgenommen wird, während man mit der Türkei streitet, ob man mit ihr überhaupt diskutieren will.

Aus diesem Grund hat mein Börsenkollegen Daniel Wilhelmi für seinen Trader-Dienst Emerging Markets Radar auch ein Kroatien-Zertifikat empfohlen, das sich prächtig macht.

Immobilien-Markt Osteuropa

Das Thema Osteuropa können Sie aber auch von einer anderen Seite aufziehen. Zum Beispiel vom Immobilien-Markt her. Nach dem EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien drängen immer mehr westliche Konzerne in diese Länder. , Das bekommt auch der Immobilien-Markt zu spüren. Er gilt als einer der wachstumsstärksten Märkte überhaupt.

Und genau hier hat sich das Wiener Unternehmen Immoeast bereits gut positioniert. Immoeast plant, in den nächsten Jahren seine Beteiligungen kräftig aufzustocken. Schwerpunkte sind dabei mit 43% Rumänien und Bulgarien, mit rund 25% wird aber auch in Russland und der Ukraine investiert. Geplant ist in den nächsten 2 Jahren ein Investitionsvolumen von 6 Mrd. €.

Um dieses gewaltige Investitionsprogramm zu finanzieren, führt Immoeast bis zum 21. Mai eine Kapitalerhöhung durch. Angeboten werden zum Preis von maximal 12,00 € – der genaue Preis steht noch nicht fest – knapp 280 Mio. Aktien. Für Taipan kommt diese Kapitalerhöhung nicht in Frage. Denn Taipan-Leser konnten aufgrund unserer Empfehlung bereits zum Kurs von 8,30 € kaufen. Am 1 – 3 Jahres-Kursziel von 15,00 € ändert das aber nichts. Wenn Sie von den immensen Wachstumschancen des osteuropäischen Immobilienmarktes profitieren wollen, ist Immoeast weiterhin erste Wahl.

Kein Öl, kein Gas

von Volkmar Michler

Eigentlich wollte ich dieses Thema längst abhaken. Doch mit meinem Profit Radar zum Klimawandel habe ich etliche Reaktionen erhalten. Im Profit Radar hatte ich kurz auf unser energiesparendes Passivhaus hingewiesen, das ohne fossile Brennstoffe auskommt und obendrein aufgrund einer sehr effizienten Photovoltaikanlage insgesamt mehr Energie produziert als es verbraucht.

Ich habe dazu etliche Mails erhalten, viele Profit-Radar-Leser haben darum gebeten, Informationsmaterial zu schicken.

Nun, unser Bücherregal und auch unsere Ordner sind mittlerweile gefüllt mit Material zum Thema Passivhaus. Deshalb kann ich Ihnen auch online nichts schicken. Wenn Sie aber unter Google das Stichwort Passivhaus eingeben, finden Sie unzählige Links dazu.

In Deutschland wurde diese Bauweise vom Passivhausinstitut in Darmstadt maßgeblich entwickelt. Dort können Sie sich umfangreiche, teilweise kostenpflichtige, Broschüren bestellen (www.ig-passivhaus.de).

Wichtig ist aber, dass Sie einen engagierten Architekten finden, der auf diese Bauweise spezialisiert ist. Denn diese Bauweise verlangt ein besonderes Knowhow, das von vielen Architekten noch nicht abgedeckt wird. Was die Photovoltaik-Lösung anbelangt, so hatten wir ebenfalls auf Vermittlung des Architekten einen unabhängigen Solar-Berater, der uns ein Konzept entwickelt hat, dass zu unserem Haus passt. Das ist auf jeden Fall eine bessere Lösung, als eine Sanitär- oder Dachdecker-Firma zu nehmen, die mittlerweile auch auf den Solar-Zug aufgesprungen sind. Hier bekommen Sie aber nicht unbedingt eine unabhängige und damit auch kostengünstige Lösung.

Von wegen passiv

Da die als Passivhaus bezeichnete Bauweise offensichtlich unter Bauherren noch kaum bekannt ist – tatsächlich gibt es diese Bauweise aber schon seit mehreren Jahren – will ich hier kurz die wesentlichen Punkte ausgreifen:

Passivhäuser sind Gebäude, die ohne herkömmliche Heizkörper behagliche Temperaturen erreichen. Das Wohnklima wird bei diesem Konzept ausschließlich durch passive Maßnahmen wie Wärmedämmung, hocheffiziente Wärmerückgewinnung, passiv genutzte Sonnenergie und durch innere Wärmequellen erreicht.

Das Herzstück eines Passivhauses ist ein Wärmetauscher. Zunächst wird dabei mittels Erdwärmesonden vorgewärmte Frischluft angesaugt (im Winter ist diese Luft vorgewärmt, im Sommer kühl) und in den Wärmetauscher geführt. Gleichzeitig wird der verbrauchten Abluft die Wärme entzogen. Dabei werden auch im Haus anfallende Wärmequellen wie zum Beispiel Elektrogeräte genutzt. Die Technik ist so effizient, dass sogar der Warmwasserbedarf über dieses Konzept gedeckt wird. Die einzigen Energiekosten, die entstehen, sind die Stromkosten für den Betrieb Umluftanlage mit Wärmetauscher.

Die Mehrkosten für den Bau eines Passivhauses betragen zurzeit etwa 10%. Doch wer sich richtig informiert, bekommt ohne Probleme entsprechende günstige Kredite. Die Umweltbank zum Beispiel hat ihre Kredite nach Energieeffizienz gestaffelt: Je energiesparender Sie bauen, desto weniger Zinsen zahlen Sie. Zusätzlich gibt es von der Kfw einen Passivhauskredit in Höhe von 50.000 €, der aktuell über einen Zeitraum von 10 Jahren mit sensationell niedrigen 2,95% verzinst wird. Außerdem sollten Sie sich unbedingt nach Fördermöglichkeiten informieren (ein guter Architekt kann Ihnen beim Ausfüllen der recht umfangreichen Anträge helfen).
Auf diese Weise bauen Sie letztendlich günstiger als bei herkömmlichen Bauten und Sie völlig unabhängig von steigenden Preisen von Öl und Gas.

There´s no such thing as a free lunch

Deutsch:  Damit ist die Sache gegessen/erledigt
Englisch: That settles the matter/case

Deutsch: Und die Sache ist erledigt!
Englisch: And Bob's your uncle!

Deutsch: Freund
Englisch: buddy

Deutsch: der kleine Mann
Englisch: the man in the street

Deutsch: Es ist dem Volk egal, ob der Stock, mit dem es geprügelt wird, Stock des Volkes genannt wird

Englisch: When the people are being beaten with a stick, they are not much happier if it is called the People's Stick

Deutsch: Ende der Vorfahrtstraße
Englisch: End of priority road

Deutsch: 1 Zi. 20 qm Altb.-Wohng. mit Küche - � 250
Englisch: one-room, 20 sq. m. apartment, older construction, with kitchen - 250 euro

Deutsch: einer Sache eine persönliche Note geben
Englisch: to give something a personal touch

Deutsch: eine Freundschaft besiegeln
Englisch: to set the seal on a friendship

Deutsch: Das hieße, einen Lahmen einen Blinden führen lassen
Englisch: It's the blind leading the blind

Deutsch: unmoralische Lebensführung
Englisch: immoral life

Deutsch: Würden Sie bitte hier entlang kommen
Englisch: Would you come this way please

Deutsch: in jemanden verknallt sein
Englisch: to have a crush on someone

Deutsch: sich jemandem anschließen
Englisch: to string along

Deutsch: verschmitzt sein
Englisch: to be as crafty as a cartload of monkeys

Deutsch: Bleibe, die
Englisch: flop house

Deutsch: Angsthase, der
Englisch: chicken

Deutsch: Weihnachtsmann, der
Englisch: Santa Claus

Deutsch: kein Rauch ohne Feuer
Englisch: no smoke without a fire

Deutsch: ganz gleich was passiert
Englisch: no matter what happens

Deutsch: alle Brücken hinter sich abbrechen
Englisch: to burn one's bridges behind one

Deutsch: ins Ausland gehen
Englisch: to go abroad

Deutsch: scharfe Braut
Englisch: hot stuff

Deutsch: Bruttosozialprodukt, das
Englisch: gross national product

Deutsch: Berufsunfähigkeitsrente, die
Englisch: vocational disability gratuity

Deutsch: Jedem Tierchen sein Pläsierchen
Englisch: Different strokes for different folks

Deutsch: Es gehören immer zwei dazu
Englisch: It takes two to tango

Deutsch: bei etwas erfolgreich sein
Englisch: to make a success of something

Deutsch: sich anders entscheiden
Englisch: to change one's mind

Deutsch: mit einem Schlag
Englisch: at a/one stroke

Deutsch: etwas aufzählen
Englisch: to trot out something

Deutsch: alles im grünen Bereich
Englisch: everything solid

Deutsch: Durchschnittsmensch
Englisch: everyday-man

Deutsch: wie ein geprügelter Hund
Englisch: with his tail between his legs

Deutsch: sich aufspielen
Englisch: to act up

Deutsch: Das ist ganz einfach
Englisch: a piece of cake

Deutsch: jemandem zum Geburtstag gratulieren
Englisch: to wish somebody a happy birthday

Deutsch: zustimmen
Englisch: to go along with someone

Deutsch: Mit dem will ich nichts zu tun haben!
Englisch: I wouldn't give him houseroom!

Deutsch: Wenn man vom Teufel spricht, dann ist er nicht weit!
Englisch: Talk of the devil, and he is bound to appear!

Deutsch: jemandem den Arsch aufreißen
Englisch: to bust someone's ass wide open

Deutsch: abklingen
Englisch: to die down

Deutsch: ein Haufen Blödsinn
Englisch: a load of balls/ baloney/ boloney/ bollocks/ bullshit/ bunk/ bunkum/ claptrap/ fiddlesticks/ malarkey/ poppycock/ rubbish/ tommyrot/ tosh

Deutsch: jemanden zum Handeln bewegen
Englisch: to stir someone into action

Deutsch: Sie hat die Hosen an
Englisch: She wears the breeches

Deutsch: etwas zur Sprache bringen
Englisch: to force something out into the open

Deutsch: aufgeben
Englisch: to hang it up

Deutsch: Lügen haben kurze Beine
Englisch: You won't get far by lying

Deutsch: jemandem zuvorkommen
Englisch: To steal a march on someone

Deutsch: sich auf dem Laufenden halten
Englisch: to keep up to date

Deutsch: Ein leichter Wind ist aufgekommen
Englisch: A breeze has sprung up
Deutsch:  wieder gesund sein
Englisch: to be up to speed

Deutsch: Ach du grüne Neune!
Englisch: Great Scott!

Deutsch: Man bekommt im Leben nichts geschenkt
Englisch: There's no such thing as a free lunch

Deutsch: hochnäsig sein
Englisch: to be stuck-up

Deutsch: jemandem den Schädel einschlagen
Englisch: to bash someone's head in

Deutsch: alles hinschmeißen
Englisch: to pack it all in

Deutsch: alkoholbedingte Impotenz
Englisch: brewer's droop

Deutsch: schrecklich aussehen
Englisch: to look a mess

Deutsch: zuletzt
Englisch: in the long run

"Sailing"


Ihr seid alle faul


http://www.beepworld.de/memberdateien/members41/spinx/image001.gif ...dieses Bild hängt im Zentrallager der TH...ich fand´s super...

Mittwoch, 19. September 2007

Johannes Paul der II.


(found by RB)

...man soll nicht schlecht über Tote denken, aber ich hoffe, dass Johannes gnädig von oben auf uns schaut, und herzlich, so wie ich, über diesen Humor lachen kann ;-)

Dienstag, 18. September 2007

Montag, 17. September 2007

...ausruhen...dann Mathe...

Club im Eimer

...Aachen hat die höchste Dichte an Kneipen und Gaststätten, so hat auch jeder der Studententürme seine eigene Kneipe...alles andere kann man sich im Land des Biers auch nicht vorstellen...

Schiedsrichter Fandel für härteres Durchgreifen

"Es muss Schluss sein mit lustig. Die Spieler, die hinter dem Rücken des Schiedsrichters zuschlagen oder sich regelwidrig verhalten, müssen rigoroser bestraft werden", sagte Bundesliga- und FIFA-Referee Herbert Fandel dem sid und forderte:

"Wir müssen hammerhart durchgreifen. Bei einigen helfen wohl nur Platzverweise und Sperren."

Unterstützung erhielt Fandel auch von Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß.

"Dass da etwas im Argen liegt, zeigt die jüngste Entwicklung. Der Vorwurf geht klar an die Spieler", erklärte Hoeneß und nahm die Vereine in die Pflicht: "Wir tun gut daran, auf die Spieler einzuwirken, damit das Ganze nicht aus dem Ruder läuft."

Am vergangenen Wochenende war es zu diversen Unsportlichkeiten und Unbeherrschtheiten gekommen, es herrschte Bundesliga brutal.

Die angedachte Offensive hat Fandel, der Berufspianist aus Kyllburg, eng mit Volker Roth, dem Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), abgestimmt. Auch Roth hat die beunruhigende Entwicklung wahrgenommen. "Die Gesundheit der Spieler ist das oberste Gut, was wir schützen müssen", sagte der Unternehmer aus Salzgitter dem kicker.

Roth wird am 9. Oktober die Erst- und Zweitliga-Schiedsrichter bei einem Lehrgang mit einigen Aktionen der noch jungen Saison konfrontieren und sie weiter sensibilisieren.

Der Termin steht schon seit längerem fest, allerdings erwartet Fandel, dass die jüngste Negativ-Entwicklung im Mittelpunkt des Treffens stehen wird.

Brutale Szenen sind für Fandel Charakterfrage

Anlass für die harsche Kritik Fandels am rücksichtslosen Verhalten einiger Bundesligaprofis sind nicht zuletzt die brutalen Aktionen des vergangenen Spieltages.

Der Bremer Naldo hatte bei der Niederlage seiner Elf in Dortmund (0:3) den am Boden liegenden Borussen Jakub Blaszczykowski nach einem Zweikampf auf den Rücken getreten.

Der Frankfurter Albert Streit hatte seinem Hamburger Gegenspieler Thimothee Atouba beim Sieg der Hessen gegen den HSV (2:1) bei einem Zweikampf in die Genitalien gegriffen, Atouba revanchierte sich mit einem Ellenbogenschlag.

Die Sünder waren während der Partien ungeschoren davon gekommen. Am Montag stellte der Kontrollausschuss das Verfahren gegen Naldo nach der Befragung von Referee Peter Sippel (München) ein. Grund dafür war eine "negative Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters", die eine sportgerichtliche Ahndung als "krass sportwidriges Verhalten" gegen Naldo nicht zugelassen habe.

Für Fandel sind die brutalen Szenen vom vergangenen Wochenende zweierlei: Ein Zeichen einer Besorgnis erregenden Entwicklung und eine Charakterfrage.

"Es gibt zur Zeit einige Spieler, die vom Charakter her so sind, dass sie die Möglichkeit nutzen und hinter dem Rücken des Referees zuschlagen oder zutreten", erklärte der 43-Jährige, relativierte aber:

"99 Prozent der Bundesligaprofis sind nicht so. Der Rest macht uns allerdings schwer zu schaffen." Da müsse man Nägel mit Köpfen machen.

Fandel befürchtet keine "Rot-Welle"

Auch Roth hat eine auffällige Verrohung der Sitten in dieser Spielzeit registriert. "Die Fouls im Verborgenen, im Rücken der Schiedsrichter, haben zugenommen", kritisierte der Schiri-Boss.

Bereits beim Saison-Vorbereitungslehrgang in Altensteig-Wart im Juli hatte der 65-Jährige die Unparteiischen in Sachen Ellbogen-Checks zur Aufmerksamkeit aufgerufen. Roth: "Da müssen wir verstärkt hinsehen. Da erwarte ich aber auch mehr Unterstützung durch die Assistenten." Fandel betonte aber auch, dass der Vorstoß seiner Zunft "rein gar nichts" mit der Forderung von Uli Hoeneß zu tun habe. Der Manager von Rekordmeister Bayern München hatte vor einigen Wochen verlangt, dass die Referees Ausnahme-Fußballer wie Franck Ribery besser gegen Fouls schützen müssten.

Ebenso wenig erwartet Fandel nach seiner verbalen Drohung eine "Rot-Welle". "Wir werden alles weiterhin sehr bedächtig machen." Es müsse aber allen klar sein, dass man den unfairen Spielern verstärkt "auf die Pelle" rücken werde, so der Leiter einer Musikschule.

Quelle: gmx.news

Ich verstehe nicht,warum es überhaupt Diskussionen dieser Art gibt:

1) Schon im Zivildienst, wo ich mit Schiri angefangen habe, hat man uns eingetrichtert: die Gesundheit der Spieler ist das Allerwichtigste, sie gilt es zu schützen...hat man das etwa im Zeichen des Geldrausches vergessen ?

2) Alle Tätigkeiten, die der Schiri nicht sieht, aber die man per Videoaufnahmen nachweisen kann, können im nachhinein beim Sportgericht verhandelt werden, auch nichts Neues.

3) Jetzt rächt sich die unter Schiris längst bekannte Tatsache, dass in den oberern Ligen, wo es um viel Geld geht, viel nachlässiger geleitet und gepfiffen wird als im Amateurbereich, wo wir sehr genau hinschauen, wenn es um die Gesundheit der Spieler geht.

Aber so langsam haben auch die Verantwortlichen erkannt: unverhältnismäßig harter, grob fahrlässiger (..."er hat doch nur den Ball gespielt"...) oder unfairer Einsatz, der zu gebrochenen Ober- und Unterschenkelbrüchen, Kreuzbandrissen, Sprunggelenksverletzungen und zu diversen anderen körperlichen Schäden führt, ist im Endeffekt ein finanzieller Verlust für die Vereine...und da Geld nun mal das Wichtigste für den westlich orientierten Menschen ist, sieht er plötzlich auch dort Handlungsbedarf...

4) Schaut man sich mal Handball und Rugby an, dann wundert man sich, warum dort trotz aller Härte es viel weniger Entgleisungen gibt als im Fußball...woran mag das wohl liegen ?

5) Bin aber insgesamt sehr zufrieden, dass Schiri Fandel, den ich persönlich noch besser finde als Merk (der, seitdem er Schalke die Meisterschaft geklaut hat, bei mir unten durch ist), dieses linke Verhalten mancher Spieler aufgreift !

(RB)

Konrad Ferdinand Meyer "Dämmergang"

Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898)

Du lebst meerüber
In blauer Ferne
Und du besuchst mich
Beim ersten Sterne.

Ich mach im Felde
Die Dämmerrunde,
Umbellt, umsprungen
Von meinem Hunde.

Es rauscht im Dickicht,
Es webt im Düster,
Auf meine Wange
Haucht warm Geflüster.

Das Weggeleite
Wird trauter, trauter,
Du schmiegst dich näher,
Du plauderst lauter.

Da gibt's zu schelten,
Da gibt's zu fragen,
Und hell zu lachen
Und leis zu klagen.

Was wedelt Barry
So glückverloren?
Du kraust dem Liebling
Die weichen Ohren ...


* der Autor ...................................................
geb. am 11.10.1825 als Kind einer alten patrizischen Familie in Zürich, der Tod des Vaters (1840) setzt seiner sorglosen Kindheit ein jähes Ende und löst eine lange Lebenskrise aus, er
fürchtet, die Erwartungen der Gesellschaft zu enttäuschen, für seine Mutter ist er ein gescheiterter Aussenseiter, zunehmende Depressionen zwingen ihn zu einem Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt, nach dem Tod seiner Mutter (1856) nimmt der Druck ab, eine größere Erbschaft, schafft ihm Zeit und Raum zum Schreiben, ebenso 1875 eine lukrative Heirat, die die ersehnte gesellschaftliche Anerkennung bringt, bis 1892 arbeitet er in Kilchberg (bei Zürich) als erfolgreicher Künstler, ein geistiger Zusammenbruch, von dem er sich nicht mehr erholt, macht das Schreiben unmöglich, er stirbt 1898 in Kilchberg.

Sonntag, 16. September 2007

Alexander von Humboldt "ZDF-Expidition"

Themen: Tropenfieber (2/3). Vorstoß am Orinoco - Humboldts Entdeckungen in Südamerika.

1799 startet der junge Alexander von Humboldt zu einer Reise ins Ungewisse. Von Humboldt will gemeinsam mit seinem französischen Freund Aimé Bonpland den Orinoco im damals noch fast unerforschten Regenwald von Südamerika bereisen und nachweisen, dass es eine Verbindung zwischen dem Orinoco und dem Amazonassystem gibt. Die Genehmigung dazu holt er sich von der spanischen Krone. Die Reise im Kanu ist abenteuerlich, strapaziös und voller Gefahren. Doch Humboldt und Bonpland kämpfen sich durch die grüne Hölle und sammeln biologische Erkenntnisse in einem Ausmaß, wie es noch nie einer Expedition gelungen ist. Vor allem durch seine guten Beziehungen zu den Indios dringt der vermessungs- und detailwütige Humboldt in zahllose unbekannte Sphären vor. Bis die kleine Reisegruppe nahe einer abgelegenen Handelsmission im Malariafieber stecken bleibt. Alexander von Humboldt wird bis heute als der erste große Naturforscher verehrt. Weltweit sind Gebirge, Meeresströmungen, Tiere und ganze Regionen nach ihm benannt. Jüngst hat Daniel Kehlmanns Roman-Bestseller "Die Vermessung der Welt" das Humboldt-Fieber neu entfacht. Der reisende Gelehrte des 18. Jahrhunderts gilt als der erste wirkliche Ökologe, als der erste Naturforscher der die systemischeZusammenhänge auf der Erde erkannte. Humboldt-Experte Frank Holl befasst sich seit Jahren mit den schriftlichen Hinterlassenschaften und den Exponaten Humboldts. Vor dem heute heiß diskutierten Klimawandel, so Holl, warnte Humboldt bereits vor 200 Jahren.

Forschungsreisen
und somit das Erleben von Wissens- und Informationssammlung müssten wieder viel stärker im Fokus der Wissenschaft und des öffentlichen Interesses gestellt werden.

Vogelschreck vom Hinterhof

Samstag, 15. September 2007

Donnerstag, 13. September 2007

Führer auf der Flucht

Sehe gerade noch das Ende eines Kriegsfilms, in dem der Duce, Benito Mussolini mit Deutschen Soldaten aus Italien flieht...komisch: Deserteure hat man immer erschossen, aber Führungspersonen dürfen fliehen oder sich verstecken...oh...jetzt ist er doch von italienischen Partisanen festgenommen worden !

Mussolini, die letzten Tage:

Norditalien, vom 24. bis zum 28. April 1945. Der Abschied Benito Mussolinis von der Weltgeschichte vollzieht sich zwischen Mailand und dem Comer See. Der gestürzte Diktator ist mit seiner Geliebten Clara Petacci auf der Flucht: vor den Deutschen, die den geschlagenen Verbündeten nicht den Siegern überlassen möchten, vor den Amerikanern, die ihn als Kriegsverbrecher anklagen wollen, vor der italienischen Provinzregierung, die ihrerseits hofft, seiner habhaft zu werden und vor den antifaschistischen Widerstandskämpfern des Nationalen Befreiungskommitees, das ihn in Abwesenheit bereits zum Tode verurteilt hat und ohne Prozess hinrichten will, bevor er den Amerikanern in die Hände fällt. Längst ist Mussolini ein Diktator ohne Basis. Seine "Schwarzhemden" fallen massenhaft von ihm ab. Sein Fluchtweg in den Norden hat das Ziel, sich auf neutralen Schweizer Boden zu retten, wo er hofft, Winston Churchill für seine Pläne zu gewinnen, die Europa vor der kommunistischen Bedrohung retten sollen. Doch am Ende ist der ehedem imperialen Vorstellungen antiken Zuschnitts ergebene Diktator bar aller Freunde, aller Truppen und aller habituellen Größe. Nur unzulänglich als deutscher Soldat verkleidet, wird Mussolini am Comer See von Mitgliedern der Partisanenbrigade "Garibaldi" gefangen genommen und am 28. April 1945 mit seiner Geliebten im Auftrag des Generalkommandos der antifaschistischen Freiheitskämpfer erschossen. In der Titelrolle von Lizzanis unspektakulärem Doku-Drama: der große amerikanische Charakterdarsteller und "Oscar"-Preisträger Rod Steiger (1925-2002), der am 14. April 80 Jahre alt geworden wäre und der hier, nach "Al Capone" und "Lucky Luciano", als Benito Mussolini den schrecklichsten aller italienischen Gangsterbosse porträtierte.

Mittwoch, 12. September 2007

Grenzwacht Pannesheide vs. Borussia Brand

Kurzer Anruf von ES, danach Spielverlegung vom Samstag auf heute um 19:30...es spielt die zweite A-Jugend von GW-Pannesheide gegen Borussia Brand und verliert mit 0:1 (0:1)...genug Chancen haben sie besonders in der zweiten Halbzeit gehabt, doch es gibt Tage, da geht der Ball nicht rein, auch wenn des Gegners Tor offen ist wie ein Scheunentor...ein Spieler ist zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht einverstanden mit einer Entscheidung fragt laut, womit die Heimmannschaft mich in der Halbzeit bestochen hätte...ich rufe laut zurück: "...mit zwei Butterbroten...;-)"...habe heute auch mal eine Eckstoßentscheidung zurückgenommen, weil der Spielführer von Borussia Brand vernünftig und besonnen seine Sichtweise argumentiert hat...konnte sogar mit dem Betreuer von Brand schäkern, weil er nicht mit der Entfernung von der Mauer einverstanden war: "Das sind doch nie 9m, vielleicht 5m"..."ja klar, doch: versuchen sie doch mal diese Entfernung zu springen"..."kein Problem, werde ich machen"...nach wie vor, bleiben Entscheidung "'Ball im Spiel" ohne Linienrichter sehr schwierig...deshalb sage ich zu den Spielern vor dem Spiel manchmal, dass sie sich nicht über eventuelle Fehlentscheidungen ärgern sollen, am Ende des Spiels ist meistens alles ausgeglichen...die Heimmannschaft hat aber mit Anstand und Fairness verloren, besonders ihr Trainer gefällt mir sehr gut: sehr freundlich und ausgeglichen...! Etwas spät nach Hause gekommen, wegen Fahrradlichtmontag + McShit-Besuch...HP und SN schreiben morgen Klausur...DH ist fleißig am Lernen: SolidWorks...und TN ist durch den Griechenland noch brauner geworden...eine Steigerung ist fast nicht mehr möglich ;-) ...und zu guter letzt noch ein Link von RB, der so bescheuert ist, dass er wieder gut ist:

Wechsel

Manche Sportler wechseln ihren Verein für viel Geld, ich habe gestern die Übungsgruppe für 0 Euro gewechselt und bin schon viel zufriedener mit dem Einstieg in die Mathematik. Auch hätte mir niemals träumen lassen, dass ich eines Tages zum Frühstück Mathe aus Wikipedia zu mir nehme: diesmal das "Kartesische Produkt".

Dienstag, 11. September 2007

Nat King Cole "Smile"

Nat King Cole

"Smile"

Smile though your heart is aching
Smile even though it's breaking
When there are clouds in the sky, you'll get by
If you smile through your fear and sorrow
Smile and maybe tomorrow
You'll see the sun come shining through for you

Light up your face with gladness
Hide every trace of sadness
Although a tear may be ever so near
That's the time you must keep on trying
Smile, what's the use of crying?
You'll find that life is still worthwhile
If you just smile

That's the time you must keep on trying
Smile, what's the use of crying?
You'll find that life is still worthwhile
If you just smile


-Artist: Nat King Cole
-peak Billboard position # 10 in 1954
-competing versions charted by Sunny Gale (#19) and David Whitfield (#25).
-also charted in 1959 by Tony Bennett (#73); in 1961 by Timi Yuro (#42); in
-1962 by Ferrante and Teicher (#94); and in 1965 by Betty Everett and Jerry
-Butler (#42).
Words by John Turner and Geoffrey Parsons and Music by Charlie Chaplin


Träume sind Schäume

Kann man noch erinnern, wie in Mülheim a.d. Ruhr in Kinderzeiten meine Ziehtante mir einen Traum von sich erzählt hat, dessen Inhalt ich leider vergessen habe, aber der ihr ein bisschen Angst oder Sorgen gemacht hat. Sie gab eine detaillierte Beschreibung ab usw...Natürlich konnte ich damals schon (oder erst recht) meine naive freche Schnauze nicht halten und gab einfach die lapidare Bemerkung ab: "Träume sind Schäume"...daraufhin musste sie lachen und das Thema war gegegessen.

Heute bin ich natürlich etwas anderer Meinung, und gebe den Träumen, sofern man sich an sie in einer Weck- oder REM-Phase erinnern kann, einen helfenden Sinn.

Auf jeden Fall habe ich heute von vielen Menschen geträumt...aber einige sind einfach vor meinen Augen verschwunden...das ging folgendermaßen vor sich: ich befinde mich in meinem Zimmer, rede mit einer Person, die ich teilweise sehr gut kenne (Familie, Freunde, Bekannte)...wir gehen gemeinsam aus meinem Zimmer raus und nach kurzer Zeit ist die Person verschwunden...das Ganze steigert sich: ich rede mit einer Person, die auf einem Stuhl sitzt, plötzlich verschwindet die Person vor meinen Augen...bei der nächsten Person will ich mir ganz sicher gehen und frage mich in der Traumsequenz: ist diese Person real ?...nach ein paar Momenten des gemeinsamen Gesprächs löst sich die Person, es sind jedesmal andere, vor meinen Augen auf...nach einer gewissen Zeit wird sogar mir das Ganze ein wenig unheimlich und ich versuche das Weite zu suchen...ich packe meine Sachen und will morgens früh, es ist noch ganz dunkel, mit einem Reisebus mitfahren...in einem dunklen Tunnel begleitet mich eine Person, und ist auch von einem Moment auf den anderen verschwunden...am Reisebus angelangt, ich kenne die Passagiere und den Busfahrer nicht, halte mit letzerem ein kleines Schwätzchen: er erlaubt mir mitzufahren...aber irgendwann ist der auch verschwunden und ein anderer Erstatzbusfahrer von dem großen Konvoi (es sind mehrere Busse unterwegs) nimmt seinen Platz ein und fährt los....während ich so ganz hinten im Bus über diese flüchigen Erscheinungen nachdenke, wache ich auf...

...ich weiß genau, warum ich das geträumt habe...muss jetzt aber zum Mathekurs ;-)

Faultier

Ich glaube, das Faultier (Folivora) trägt zu Unrecht seinen Namen...man müßte echt mal seinen Energieverbrauch messen, um endlich mal klar zu stellen, dass die Lebensweise in Europa und Nordamerika reine Energieverschwendung ist...dieses Tier zeigt, obwohl es auch natürliche Feinde (Raubkatzen, Schlangen, Greifvögel) besitzt, trotz seiner Langsamkeit überlebt. Warum sollte der Mensch, der keinen natürlichen Feinde hat, sich nicht mal auf diese Werte zurückbeziehen: alles etwas ruhiger angehen und sich nicht zu Tode oder in psychisch-seelische Krankheiten hetzen !