Freitag, 3. Oktober 2008

Textproduktion: Internet - Korrektur

Studienbewerber DSH an der RWTH-Aachen

Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Bewerber
  • Arbeitszeit: 60 Minuten
  • Ihr Text sollte 150-180 Wörter umfassen
  • Bitte zählen und notieren Sie die Anzahl der Wörter
  • Wenn Sie Ihre Wörter nicht zählen, werden Ihnen Punkte abgezogen.
  • Wenn Sie die Zahl ihrer Wörter nur geschätzt oder falsch angebeben, werden Ihnen ebenfalls Punkte abgezogen.
Textproduktion

Das Internet ist für uns zu einem wichtigen Medium geworden und der Umgang mit ihm ist für uns schon alltäglich. - Auch an Universitätn hat man es als Wissensquelle oder als Möglichkeit der Wissensvermittlug entdeckt.

Beschreiben Sie nun bitte in Ihrer Textproduktion, in welchem Umfang Sie das Internet privat nutzen, auch, wie es zum Lehren und Lernen an den Universitäten genutzt werden kann und welche Konsequenzen sich daraus für Studenten und Professoren ergeben. Teilen Sie bitte abschließend mit, welche Rolle das Internet in Ihrem Heimatland spielt !

Deine (korrigierte) Version:
  • Seit ungefähr 20 Jahren entwickelt sich das Internet in der Welt
  • Heute ist das Internet eine wichtige Sache für uns.
  • Durch das Internet können wir uns kontaktieren / in Kontakt miteinander treten und Informationen herunterladen und verschicken. (wenn du "die Informationen" schreibst, dann musst du auch schreiben, welche konkreten Informationen du meinst. Von daher ist es besser, Informationen unbestimmt zu lassen)
  • Früher war das Internet sehr teuer, und nur die Regierung (welche Regierung? => bessser plural: Regierungen) konnte das Internet nutzen.
  • Aber heute kann jede Person in der Welt das Internet (be)nutzen, und die Internetkosten sind billiger / preiswerter geworden.
  • Damit alle Einrichtungen das Internet nutzen, z.B. Universitäten, werden Informationen, Termine, Vorlesungstermine, Studieninformationen publiziert.
  • Auch der Student kann Vorlesungsstoff / Vorlesungsmaterial und Informationen über das Studium aus dem Internet entnehmen.
  • Internet macht die Verbindung zwischen Professoren und Studenten einfach (besser: Internet erleichtert den Kontakt bzw. den Informationsaustausch zwischen Studenten und Professoren)
Feststellung:

a) es fehlt die Antwort auf die Forderung: "Teilen Sie bitte abschließend mit, welche Rolle das Internet in Ihrem Heimatland spielt !

b) benutzt du einen bestimmten Artikel, z.B. "die Informationen", dann musst du auch genau (!) erklären, um welche konkreten Informationen es sich handelt

c) lässt du den bestimmten Artikel wie "der, die, das" weg und lässt das Subjekt bzw. Objekt "unbestimmt" stehen, z.B. "Informationen werden täglich heruntergeladen", dann drückst du damit aus, dass irgendwelche / x-beliebige / willkürliche Informationen heruntergeladen werden, die du nicht näher / konkreter beschreiben kannst oder willst

d) benutzen => ich benutze jetzt den jetzt Bohrschlaghammer, um ein Loch in die Wand zu bohren

e) nutzen => jeder kann das Internet nutzen, um sich zu bilden und um Informationen zu bekommen


Meine persönliche Vorgehensweise:

Text lesen und Schlagwörter sofort mit Textmarker hervorheben:

Das Internet ist für uns zu einem wichtigen Medium geworden und der Umgang mit ihm ist für uns schon alltäglich. - Auch an Universitäten hat man es als Wissensquelle oder als Möglichkeit der Wissensvermittlung entdeckt.

Schlagwörter:
  • Internet
  • wichtiges Medium für die Allgemeinheit (=> "uns")
  • Umgang
  • alltäglich
  • Universitäten
  • Wissensquelle
dann läuft im Kopf schon ganz automatisch ein geistiger Prozess ab, in dem das Hauptschlagwort INTERNET unter den "W-Fragen" bestimmt, charakterisiert und beschrieben wird.
  • wer
  • wann
  • was
  • wie
  • wo
  • warum /wozu / weshalb
  • wieviele
... hat man sich "geistiges" Bild erstellt, geht man zum Aufgabenteil / Aufgabenkatalog über und markiert ebenfalls sofort die wichtigsten Schlagwörter: ...

Beschreiben Sie nun bitte in Ihrer Textproduktion, in welchem Umfang Sie das Internet privat nutzen, auch, wie es zum Lehren und Lernen an den Universitäten genutzt werden kann und welche Konsequenzen sich daraus für Studenten und Professoren ergeben. Teilen Sie bitte abschließend mit, welche Rolle das Internet in Ihrem Heimatland spielt !

Schlagwörter:
  • Beschreibung
  • Umfang der privaten Nutzung
  • Lehren und Lernen an den Universitäten
  • Konsequenzen für Studenten und Professoren
  • Internet im Heimatland
Fasse ich den ersten und den zweiten Teil zusammen so ergibt sich folgendes Bild:

Objekt: Internet
  • a) welche allgemeine Rolle spielt es in der Bevölkerung
  • b) wie wird es im Speziellen genutzt, hier: an den Universitäten !
  • c) wer sind die "Nutzer": u.a. Studenten und Professoren
  • d) wie sehen die Konsequenzen für Studenten und Professoren aus, wenn das Internet zum Lernen und Lehren genutzt wird
  • e) Nutzung im Heimatland
... aus diesen Punkten erstelle ich meinen Text, und beantworte nur das, was von mir gefordert ist !
  • Umfang der privaten Nutzung
  • Lehren und Lernen an der Uni
  • Konsequenzen für Studenten und Professoren
  • Beschreibung der Rolle im eigenen Heimatland
Meine Version:

das Internet ist auch für mich persönlich unentbehrlich geworden. Morgens beim Frühstück lese ich die ersten Nachrichten aus Wikipedia und gehe dann zur Uni, zum Institut, zum PC-Lernraum oder zum Sport. Sobald ich nach Hause komme, wird der Computer hochgefahren, und ich schaue, welche emails ich erhalten habe.

War das Internet schon zu Zeiten meiner Elektronikausbildung eine nützliche alternative Informationsquelle für Datenblätter, Schaltpläne und für andere technische Informationen, so ist es heute für mein persönliches Studium ein Muss !

Hier auf der RWTH-Aachen bekommt jeder Student einen sogenannten RWTH-Account bzw. eine email-Adresse. Er kann und muss (!!!) Informationen, die das studentische Leben im Allgemeinen und sein Studium im Speziellen betreffen, abrufen und lesen !

Allgemeine Informationen sind z.B:
  • wann, wo und zu welchem Anlass gibt es diverse Lehrveranstaltungen ?
  • Erinnerung an die Studiengebühren etc.
  • wo befinden sich die einzelen Gebäude
  • Terminkalender, Stundenplan
  • etc.
Spezielle Infomationen betreffen das persönliche Studium:
  • wann, wo und welche Klausuren finden statt
  • An- und Abmelden von Klausuren
  • Mitteilung von Änderungen von Terminen seitens der Hochschule
  • Inhalte der Lehrverstanstaltung
  • Wo und wieviele Kreditpunkte werden vergeben
  • Prüfungsverordnungen
Desweiteren hat die RWTH einen sogenannten L²P-Lernraum für jeden Studenten eingerichtet. In diesem virtuellen Lernraum kann und soll man folgende Informationen lesen:
  • Vorlesungsstoff
  • Übungsmaterial (meistens als pdf-Dateien abgelegt)
  • Änderungen von Terminen und Orten
  • Ergebnisse
  • Mitteilungen der eigenen Fachschaft
  • Mitteilung der Betreuerin für die einzelnen Studienfächer
  • u.v.m.
Durch den zunehmenden Informationsaustausch über Computer / Internet ergeben sich natürlich auch Konsequenzen.

Der Student muss sich darum kümmern, dass er regelmäßig Zugriff auf einen Computer hat. Desweiteren hat er dafür Sorge zu tragen, dass die ihm gebotenen Informationen auch dauerhaft gespeichert werden und zu jeder Zeit wieder abgerufen werden können. Da natürlich nicht jeder sich mit Computertechnik auskennt, muss er Familie, Freunde oder Bekannte haben, die ihm bei aufkommenden technischen Problemen helfen.

Der Professor muss sich um die Bereitstellung von Informationsmaterial auf einen Server kümmern. In der Regel bestimmt er, welches Informationsmaterial zur Verfügung gestellt werden darf, aber die technische Übertragung der Informationen überlässt er seinen Mitarbeitern, die da wären: Netzwerkadministrator, Sekretärin, Assistenten, Ingenieuere oder HiWis bzw. WiHis.

Die Qualität und die Quantität des Informationsangebots hängt vom jeweiligen Engagement der einzelnen Institute ab, und wieviele gut funktionierende Computerplätze seitens der RWTH zur Verfügung gestellt werden können. Was alles im Hintergrund abläuft, damit wir Studenten auch ungestört und optimal arbeiten können, ist ein Riesenpaket: Beschaffung und Entsorgung der technischen Geräte, technischer Ablauf + Reparatur + Instandshaltung, Administratoren, Datensicherheit, Serverwartung, Web-Seitenpflege und vieles mehr.

Wie das Internet in meinem Geburtsland (Republik Indonesia) aussieht, weiß ich nicht. Aber eins kann sagen: solange kein Stromausfall da ist, wird es ganz bestimmt funktionieren. Und in meinem Heimatgebiet Ruhrgebiet, da braucht man kein Internet: die Städte sind so eng aneinander gewachsen, dass man sich jeden Tag gegenseitig besuchen kann => wozu dann noch Internet ? ;-))

Keine Kommentare: